Klassische Werbung für Gründer in Zeitung, Fernsehen, Radio etc.

Spricht man von klassischer Werbung kommen schnell die Medien Fernsehen, Radio und Zeitung in den Sinn. Hier haben Gründer die Möglichkeit, Ihre Geschäftsidee einem größeren Publikum vorzustellen und den Verkauf zu forcieren. Aber auch das Direktmarketing, die Außenwerbung oder Werbeartikel fallen unter die klassische Werbung.

Nachfolgend stellen wir Gründern die Varianten der klassischen Werbung vor, geben erste Anregungen und leisten Orientierungshilfe im Dschungel der zahlreichen Werbemöglichkeiten.



Rolle der klassischen Werbung im deutschen Werbemarkt

Laut Online-Vermarkterkreis, kurz OVK, im Bundesverband Digitale Wirtschaft kann man sich die Investitionsbereitschaft in Werbung am deutschen Markt wie einen Kuchen vorstellen. Dieser wird als Bruttowerbekuchen bezeichnet und er gibt Aufschluss über die Werbestärken von Fernsehen, Internet, Zeitung, Publikumszeitschriften, Radio, Out-of-Home und Fachzeitschriften.

Für 2013 geht der OVK von der folgenden Verteilung der Werbebudgets auf die einzelnen Kanäle aus:

  • Die Fernsehwerbung bekommt mit 38,8 % das größte Stück Kuchen ab
  • direkt gefolgt von Onlinewerbung mit 23,5 %.
  • Es folgen Werbung in Zeitung (14,7 %) und Publikumszeitschriften (11,5 %)
  • sowie Radio (5,5 %), Out-of-Home (4,7 %) und Fachzeitschriften (1,3 %).

Daraus geht deutlich hervor, dass neben dem größer werdenden Onlinemarketing, auch die klassische Werbung weiterhin interessant bleibt. Gemeint sind die großen Drei: Werbung in der Zeitung sowie Fernseh- und Radiowerbung.

Doch bevor Gründer sich durch alle Radio- und Fernsehsender zappen und beim Bahnhofskiosk Zeitungen und Magazinen durchblättern, sollten sie zuerst einmal grundlegende Eckpfeiler im Marketing definieren und überprüfen, wie viel sie in ihr Marketingbudget investieren können - diese Aspekte sind bereits bei der Erstellung des Businessplans zu bedenken. Dabei kann bspw. ein Gründercoach helfen. Der Gründercoach ist ein wertvoller Begleiter auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Die Gründerberatung durch den Gründercoach wird zumeist durch öffentliche Zuschüsse gefördert. Ein Beispiel ist das KfW Gründercoaching.

Klassische Werbung in der Zeitung

Um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe für die eigene Geschäftsidee zu gewinnen, bietet sich die Buchung von Werbung in der Zeitung an. Welche Möglichkeiten es gibt und worauf es zu achten gilt, sollten Gründer wissen - und das am besten noch bevor sie sich dafür entscheiden, Anzeigenfläche in einer Zeitung zu buchen. Schließlich gibt es eine Vielzahl an regionalen und überregionalen Zeitungen, Fachzeitschriften und Magazinen und Sie sollten genau wissen, wo Sie Ihre Zielgruppe finden. Lesen Sie mehr über Werbung in der Zeitung.

Klassische Werbung im Radio

Mit Radiowerbung nehmen die Hörer neue Angebote und Geschäftsideen eher aus dem Hintergrund wahr - bei mehrmaliger Ausstrahlung steigt allerdings die Wahrnehmung. Gründer, die Radiowerbung in Betracht ziehen, sollten sich bei lokalen und überregionalen Sendern nach Preisen und Sendezeiten erkundigen: mehr über Werbung im Radio.

Klassische Werbung im TV

Fernsehwerbung zählt ebenfalls zur klassischen Werbung. Nicht nur große Konzerne, sondern auch Start-ups sollten sich Gedanken darüber machen. Der Kostenfaktor ist wohl das größte Hindernis dieser Werbeform, das Gründer davon abhält, Fernsehwerbung zu schalten. Allerdings gibt es auch günstige Alternativen für das kleine Budget: Fernsehwerbung im Detail.

TIPP

Wenn Sie Ihr Marketingkonzept in Zahlen gießen wollen, können Sie unser Tool für die Berechnung des Marketingbudgets nutzen.

Außenwerbung als Form der klassischen Werbung

Der öffentliche Raum bietet Platz für zahlreiche Werbemaßnahmen - wobei natürlich gesetzliche Vorgaben einzuhalten sind. Sie können natürlich nicht überall Ihre Flyer verteilen oder Plakate aufhängen. Wir geben Ihnen einen Überblick zu den Maßnahmen der Außenwerbung und zeigen im Detail auf, wie Sie bei Plakatwerbung vorgehen können.

Seien Sie kreativ: Guerilla Marketing

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht nach klassischer Werbung klingt, ist Guerilla Marketing keine neue Erfindung. Zudem finden Guerilla-Aktionen auch meist draußen statt. In Zeiten der sozialen Medien werden Sie dann aber natürlich filmisch festgehalten und im Rahmen des Onlinemarketings gestreut, um eine höhere Reichweite zu erzielen. Planen Sie eine erfolgreiche Guerilla Marketing-Kampagne. Auch ein Pop-up-Store kann einen ähnlichen Effekt wie Guerilla Marketing haben. Informieren Sie sich hier, wie Sie einen Pop-up-Store eröffnen und lernen Sie Beispiele kennen.

Direktmarketing als klassische Werbung

Der direkte Kundenkontakt steht beim Direktmarketing im Mittelpunkt. Sei es per Telefon, auf Messen oder Veranstaltungen, über Vertreter direkt an der Haustür oder online über Newsletter. Direktmarketing zählt zu den häufig eingesetzten Maßnahmen der klassischen Werbung: mehr zu Direktmarketing.

Klassische Werbung per Werbeartikel

Jeder kennt sie und ein Großteil hat sie auch zu Hause oder im Büro. Gemeint sind Werbeartikel, die schon lange von Unternehmen eingesetzt werden. Auch im Onlinezeitalter erfreut sich diese klassische Werbung weiterhin einer großen Beliebtheit. Die Vielfalt der Werbeartikel ist groß und man sollte sich abseits des Kugelschreibers schon etwas einfallen lassen, damit man auffällt. Lesen Sie mehr über Werbeartikel klassische Werbung.

Alternativen für die klassische Werbung

Der klassischen Werbung gegenüber steht die Onlinewerbung, die im Marketingkonzept vieler Unternehmen mehr und mehr an Bedeutung gewonnen hat und auch in Zukunft gewinnen wird. Das Internet ermöglicht es Gründern, auf vergleichsweise kostengünstige Art und Weise den Bekanntheitsgrad für das Start-up zu steigern. So können Sie bspw. folgende Wege der Onlinewerbung nutzen:

In Interaktion mit Fans, Followern und Abonnenten in den Social Media haben Gründer die Gelegenheit, Feedback zu erhalten, die Fan-Gemeinde zu vergrößern und Angebote zu verbreiten. Allerdings gibt es auch hier Stolpersteine und grobe Fehler, die vermieden werden sollten. In erster Linie ist es unratsam Fake-Fans zu kaufen. Dieser Trick fällt schnell auf und schadet dem Image des Start-ups. Weiterhin sollten Beiträge auf Facebook, Kurznachrichten auf Twitter und Videos auf YouTube spannend und unterhaltsam sein, kurz einen Mehrwert für Internetnutzer haben. Wer langweilt, nervt oder falsch spielt, gerät schneller in einen „Shitstorm" als ihm lieb ist.

Und wie für die klassische Werbung gilt auch hier, dass eingesetztes Kapital auch schnell verbrannt werden kann, wenn man die falschen Kanäle bespielt. Erfahren Sie mehr über Social Media Marketing in folgenden Kapiteln:

Langfristig sollten Sie neben Werbung auch an Pressearbeit denken. Diese wird in vielen Studien als glaubwürdiger angesehen, da die Aussagen von Dritten stammen und nicht vom Unternehmen selbst. Eine gute Öffentlichkeitsarbeit beinhaltet neben Pressearbeit auch andere Aktivitäten, die sich positiv auf Ihr Image auswirken können. Lesen Sie hier weiter, um mehr über PR zu erfahren:

Der richtige Weg zur Werbung: Zusammenfassung

Ob mit Hilfe von klassischer Werbung, über die Strategie des Internetmarketings oder mit einer Kombination aus online und offline Strategien - für welche Werbemaßnahmen sich Gründer entscheiden, hängt stets von der Zielgruppe ab. Schließlich ist sie es, die das Produkt oder die Dienstleistung in Anspruch nehmen soll. Demnach ist die Zielgruppe dort anzusprechen, wo sie sich aufhält. Daten aus Sinus-Milieus sowie Personas können dabei helfen, ein genaues Bild von Ihrer Zielgruppe und deren Nutzungsverhalten zu erhalten. Damit das Marketingkonzept die Ziele erreicht, die sich Gründer festgesetzt haben, ist die Beratung durch einen Marketing-Profi empfehlenswert.

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