Der perfekte Facebook Post für Start-ups und Gründer

Für Millionen Menschen in Deutschland gehört Facebook zum Alltag. Auch Unternehmen können das soziale Netzwerk für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Wie das am besten umzusetzen ist, hängt letztendlich von den Inhalten, den Kapazitäten, der Zielgruppe und vielen weiteren Punkten an.

Wie der perfekte Facebook Post für Ihr Unternehmen aussehen soll, können wir Ihnen also nicht verraten. Wir haben aber verschiedene Studien analysiert und das herausgezogen, was für Gründer aus unserer Sicht und Erfahrung relevant ist.

Post, Like, Share: Das kleine Facebook Einmaleins

Jedes soziale Netzwerk hat seine ganz eigenen Begrifflichkeiten. Neben dem Facebook Post, ist es also wichtig, weitere Fachwörter zu kennen, wenn man bei Facebook aktiv ist.

Das Unternehmen Facebook

Facebook ist wohl eines der bekanntesten sozialen Netzwerke und zugleich eine der fünf am häufigsten besuchten Webseiten der Welt. Facebook ist 2004 online gegangen und wurde von Dustin Moskovitz, Chris Hughes, Eduardo Saverin und Mark Zuckerberg gegründet.

Facebook Post

Das Veröffentlichen von Inhalten bei Facebook wird posten genannt (engl. to post = absenden). Ein Facebook Post ist also ein auf Facebook veröffentlichter Beitrag.

Share, Like, Comment

Die englischen Begriffe stehen für das Teilen, das Drücken des Gefällt-mir-Button bzw. das Kommentieren von einem Facebook Post. Beiträge können privat oder öffentlich weiterverbreitet werden, der User entscheidet, wem geteilte Inhalte angezeigt werden sollen.

Die offizielle Facebook Seite

Wenn Sie ein Unternehmen haben, können Sie Ihre Seite verifizieren lassen und sie als sogenannte offizielle Seite, auch Fanseite genannt, laufen lassen. Im Gegensatz zu einem privaten Profil dient sie dann nicht der gegenseitigen Vernetzung, sondern nur andere User können Ihre Seite auf Facebook liken. Sie können keine Privatpersonen zu Ihrer Freundesliste hinzufügen, sondern ebenfalls nur anderen Fanseiten auf Facebook liken.

Hashtag

Ein Hashtag (#) dient der thematischen Einordnung eines Beitrags. Ein Facebook Post, der mit einem gewissen Hashtag versehen ist, wird automatisch mit anderen Posts zu diesem Keyword verlinkt. Allerdings sind Hashtags bei Facebook weit weniger relevant als bei Twitter oder Instagram.

Newsfeed vs. Chronik/Timeline

Ihr Newsfeed besteht aus sämtlichen Beiträgen all Ihrer vernetzten Personen. Er ist nicht zu verwechseln mit Ihrer eigenen Chronik, auch Timeline genannt, in der nur Ihre eigenen bzw. von Ihnen geteilte Beiträge bzw. Facebook Posts erscheinen.

Worauf Sie bei Ihrem Facebook Post achten sollten

Wir haben verschiedene Studien betrachtet und zusammengefasst, was aus Gründersicht und aus unserer Erfahrung heraus für einen Facebook Post wichtig ist. Aber so viel vorab: Der perfekte Facebook Post ist eigentlich nicht definierbar. Je nach Zielgruppe, Produkt und Inhalt, muss jedes Unternehmen für sich und sein Angebot selbst herausfinden, wie der perfekte Facebook Post aussieht. Folgende Punkte sollten Sie dennoch kennen.

1. Links richtig mit dem Facebook Post verbinden

Wenn Sie einen Facebook Post schreiben, haben Sie die Möglichkeit, Text, Bild oder Links zu nutzen. Die beste Kombination aus allen drei Elementen erhalten Sie, wenn Sie einen URL-Link direkt in das Textfeld posten und warten, bis Facebook sich die Metadaten, also das Bild und die Beschreibung generiert. Im Anschluss können Sie den Link wieder aus dem Textfeld löschen und Ihren eigenen Text einfügen. Die Metadaten bleiben erhalten und bieten Platz für zusätzliche Informationen. Im Textfeld sollten Sie sich dann kurzhalten (siehe Punkt 3 zum perfekten Facebook Post).

Eine geringere Reichweite werden Sie erhalten, wenn Sie ein Bild hochladen und im Textfeld anschließend eine URL posten. Es werden dann auch keine Metadaten bezogen. Sie sollten diese Variante für Ihren Facebook Post also eher selten einsetzen.

2. Gehen Sie sparsam mit Hashtags um

Bei Facebook sollten Sie Hashtags nur in Ausnahmefällen im Post nutzen, und zwar dann, wenn ein Hashtag sehr beliebt ist. In diesem Fall erhalten Sie eine höhere Reichweite, nämlich von Usern, die noch nicht Ihre Fans sind. Ist der Hashtag aber wenig genutzt und nicht in Ihrer Zielgruppe bekannt, kann dieser sich sogar negativ auf Ihre Reichweite auswirken. Lassen Sie Hashtags im Facebook Post lieber weg, wenn Sie nur Ihre Fans erreichen wollen oder sich über den Hashtag unsicher sind. Dasselbe gilt auch für Verlinkungen von Personen oder Fanseiten.

3. Beschränken Sie sich auf das Nötigste

Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass das manchmal nicht so einfach ist. Dennoch sollten Sie sich daran halten, einen Facebook Post möglichst kurz zu halten. Alle Forscher sind sich einig und auch unsere Erfahrung zeigt: Ein kurzer Facebook Post ist besser als ein langer. Was heißt nun kurz? 40 bis 140 Zeichen sind für Ihren Facebook Post ideal.

4. Nicht zu häufig posten

War das ein Facebook Post zu viel? Oder fehlte sogar ein Facebook Post? Wie häufig sollte ich einen Facebook Post schreiben? Solche Fragen sollten Sie sich natürlich stellen, aber eine eindeutige Richtlinie dafür, wie häufig Sie einen Facebook Post schreiben sollten, gibt es eigentlich nicht. Regelmäßig sollten Sie natürlich aktiv sein, damit Sie die Erwartungen Ihrer Fans erfüllen. Aber in einer sehr großen Frequenz können Posts auch nerven. Das Fazit aus verschiedenen Studien: Zwei Facebook Posts am Tag sollten ausreichen, es darf aber auch mal einen Tag ausgesetzt bzw. bei aktuellen Anlässen mehr werden.

Perfekter Facebook Post
Vier Richtlinien für Ihren perfekten Facebook Post. (Grafik: Für-Gründer.de)

 5. Wählen Sie den Zeitpunkt für Ihren Facebook Post bewusst

Wenn Sie eine Facebook Fanpage haben, können Sie in den Statistiken (Insights) genau einsehen, wann Ihre Fans on- bzw. offline sind. Je nach Zielgruppe kann das stark variieren. Die Fans der Fanseite von Für-Gründer.de sind beispielsweise nicht vor 9 Uhr online und um 21 Uhr am häufigsten aktiv.

Allerdings muss es nicht unbedingt der richtige Weg sein, nur in den aktiven Zeiten einen Facebook Post zu veröffentlichen. Gerade dann wird nämlich auch von der Konkurrenz viel gepostet. Ganz allgemein ist zu Werkszeiten in den sozialen Medien am meisten los. Außerhalb der Hauptzeiten posten, also in der Regel nach 18 Uhr und am Wochenende, kann also auch eine Option sein, um sich abzuheben. Die Informationsflut ist in dieser Zeit deutlich kleiner. Das gilt allerdings natürlich nicht für Themen mit aktuellem Bezug.

6. Bieten Sie einen Mehrwert

Das A und das O für den perfekten Facebook Post ist aber letztendlich der Inhalt. Ein Post ohne Mehrwert kann auch trotz der perfekten Länge und der richtigen Uhrzeit schlecht laufen. Ihre Fans wollen Information, Unterhaltung und gerne auch Austausch. Beziehen Sie Ihre Fans also in die Kommunikation mit ein, seien Sie kreativ, bieten Sie Abwechslung und Anreize (bspw. durch Mitmachaktionen) und stellen Sie immer eines in den Vordergrund: Content.

Schauen Sie hierfür auch, was die Konkurrenz postet und machen Sie es dann anders bzw. besser. Grenzen Sie sich ab und zeigen Sie Ihren (potenziellen) Fans, dass es sich lohnt, Ihre Facebook Seite und Ihre Posts zu liken.

7. Sprechen Sie mit Ihren Fans

Der ursprüngliche Sinn des Web 2.0, also auch der sozialen Medien, ist ein Mitmach-Internet. Jeder soll sich aktiv beteiligen können und das wird auch bei Facebook deutlich. Jeder User kann zum Akteur werden und Inhalte publizieren. Hierfür ist niemand auf Journalisten oder PR-Verantwortliche von Unternehmen angewiesen. Die Konkurrenz ist sehr groß und im Fokus muss daher die zweiseitige Kommunikation stehen. Wenn Sie Ihren Facebook Kanal einseitig als reinen Vertriebskanal nutzen, werden Sie in der Regel keinen großen Erfolg damit haben.

Sprechen Sie also mit Ihren Fans, beziehen Sie diese mit ein. Das muss nicht bei jedem Facebook Post sein, aber ab und an ist das auf jeden Fall ratsam. Die Interaktion in Form von Likes, Shares oder Kommentaren bringt Ihnen auch eine größere Reichweite, da auch Freunden von Fans angezeigt wird, welche Inhalte interaktiv genutzt werden. Und auch Ihre Reaktionszeit auf Nachrichten oder Kommentare kann sich positiv auf die Berechnungen von Facebook auswirken. Reagieren sollten Sie bei Facebook in der Regel innerhalb eines Tages.

TIPP

Klassische Werbung und PR sollten nicht verwechselt werden. Insbesondere in den Social Media ist es relevant, sich die klare Trennung bewusst zu machen.

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Fazit: Ihr perfekter Facebook Post

Der perfekte Facebook Post besteht also nicht darin, alles wie in Studienergebnissen oder Ratgebern zu machen. Vielmehr müssen Sie herausfinden, welche Art von Facebook Post Ihrer eigenen Community gefällt. Testen Sie verschiedene Elemente und passen Sie Ihre Kommunikation regelmäßig an. Uhrzeiten, Länge, Aktionen etc. können variiert werden. Nutzen Sie dann die Statistikfunktion und machen Sie ein monatliches Reporting. Werten Sie jeden Facebook Post aus und feilen Sie von Monat zu Monat an Ihrer Kommunikation auf Facebook.

Im Übrigen kann Ihnen auch eine auf Social Media spezialisierte PR-Agentur bei allen Fragen rund um den perfekten Facebook Post helfen. Neben Facebook hat sich auch Twitter als Kanal für Unternehmen etabliert. Auch hier stellt sich natürlich die Frage, wie ein perfekter Tweet aussieht?

Ausgewählte Studien rund um den perfekten Facebook Post, die wir für diesen Beitrag analysiert haben, sind: