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Kleingewerbetreibende: ein Kleingewerbe gründen

Bei der Wahl der geeigneten Rechtsform für die Selbstständigkeit spielen viele Faktoren eine Rolle. Häufig starten Existenzgründer, die alleine gründen, als Kleingewerbe. Mindeststartkapital ist beim Kleingewerbe nicht nötig, allerdings haften Sie mit dem Privatvermögen. Eine Alternative für die Gründung ist hier die Kapitalgesellschaft.

Kleingewerbetreibende unterscheiden sich von einem Kaufmann. Erfahren Sie mehr über die Pflichten, die Kleingewerbetreibende erfüllen müssen und wo Sie das Kleingewerbe anmelden.



Per Kleingewerbe in die Selbstständigkeit starten

Eine sehr einfache und häufige Form der Existenzgründung ist die Gründung von einem Kleingewerbe. Der Kleingewerbetreibende ist zunächst kein Kaufmann. Kleingewerbe sind damit von einigen zusätzlichen Regelungen zum Start und bei der Selbstständigkeit befreit.

Vor- und Nachteile beim Kleingewerbe auf einen Blick

  • Kleingewerbetreibende gründen formlos und kostengünstig
  • Für ein Kleingewerbe ist kein Startkapital nötig - der Kleingewerbetreibende haftet jedoch mit seinem Privatvermögen
  • Der Kleingewerbetreibende wird bei der Firmierung - also bei der Verwendung eines Firmennamens - eingeschränkt
  • Die einfache Buchführung nach der Einnahmen-Überschussrechnung ist beim Kleingewerbe möglich

Das Kleingewerbe für Ihre Gründung?

Starten mit einem Kleingewerbe oder doch eine andere Rechtsform wählen? Bei der Wahl der Rechtsform ergeben sich für viele Gründer oft einige Fragen. Mit einer Gründeragentur wie GO AHEAD an seiner Seite, erspart man sich viele Formalitäten und viel Zeit, die man sonst für die Einarbeitung in die Materie benötigen würde. Die Gründeragentur hat mehr als 40.000 Gründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet und später in der Verwaltung betreut: mehr erfahren.

Sie sind sich unsicher, ob Sie per Kleingewerbe oder doch mit einer ganz anderen Rechtsform gründen sollen? Dann machen Sie doch einfach den Rechtsformtest.

Testen Sie, welche Rechtsform passt

Weitere Details rund um das Kleingewerbe

Anzahl der Gründer beim Kleingewerbe: Sie gründen alleine, wobei die Rechtsform Kleingewerbe automatisch entsteht, sobald Kleingewerbetreibende oder Freiberufler Ihr Geschäft eröffnen.

Geschäftszweck beim Kleingewerbe: Ein Kleingewerbe umfasst jede unternehmerische Tätigkeit, die auf die Erzielung von Gewinn ausgerichtet ist. Kleingewerbetreibende können bspw. sowohl der Unternehmensberater als auch der Maler sein.

Haftung / Startkapital bei der Existenzgründung mit Kleingewerbe: Auch Kleingewerbetreibende haften bei ihrer Geschäftstätigkeit als Einzelunternehmer grundsätzlich mit Ihrem Privatvermögen. Ein Startkapital ist für ein Kleingewerbe nicht vorgeschrieben und Kleingewerbetreibende können frei entscheiden, wie viel Startkapital sie in das Kleingewerbe einbringen. Wenn Sie nicht privat haften möchten, müssen Sie eine Kapitalgesellschaft nutzen.

Geschäftsführung beim Kleingewerbe: Kleingewerbetreibende tragen die alleinige Verantwortung für die Geschäftsentscheidungen und vertreten das Kleingewerbe nach außen.

Bezeichnung und Firmenname beim Kleingewerbe: Als Nichtkaufmann treten Kleingewerbetreibende im Geschäftsverkehr stets unter Ihrem Vor- und Zunamen auf. Zusätzlich können Kleingewerbetreibende einen Sachzusatz oder eine Geschäftsbezeichnung anführen, die jedoch nicht firmenähnlich erscheinen darf. Als Kaufmann hingegen können Sie das Kleingewerbe auch unter einem Phantasienamen führen, müssen jedoch stets den Zusatz „e. Kfm" oder „e. Kffr" (eingetragener Kaufmann bzw. Kauffrau) verwenden. Mehr zum Thema Firmenname finden Sie hier.

Das Kleingewerbe anmelden

Wo müssen Sie das Kleingewerbe anmelden? Wenn Sie ein Kleingewerbe gründen, müssen Sie als Kleingewerbetreibende Ihre Tätigkeit bzw. Ihr Kleingewerbe beim Gewerbeamt anmelden. Zudem müssen Kleingewerbetreibende dem Gewerbeamt später für das Kleingewerbe auch bestimmte weitere Sachverhalte bspw. Ab- und Ummeldung mitteilen.

  • Die Anmeldung von einem Kleingewerbe ist weitestgehend formlos. In Abhängigkeit von der Art des Kleingewerbes müssen Kleingewerbetreibende bestimmte Meldepflichten und Auflagen erfüllen (Handwerker, Gastgewerbe).
  • Vom Finanzamt werden Kleingewerbetreibende nach der Anmeldung beim Gewerbeamt automatisch ein Vordruck zur steuerlichen Erfassung von ihrem Kleingewerbe erhalten.
  • Weitere Informationen wie Sie das Kleingewerbe anmelden, erhalten Sie hier.

Eine Eintragung ins Handelsregister ist erst dann notwendig, wenn der Kleingewerbetreibende mit seinem Kleingewerbe den Status des Kaufmanns (gewerbetreibender Kaufmann) erfüllt.

  • Kleingewerbetreibende können sich jedoch auch freiwillig ins Handelsregister eintragen, müssen jedoch dann mit ihrem Kleingewerbe alle Rechte und Pflichten eines Kaufmanns beachten.
  • Kleingewerbetreibende müssen das Kleingewerbe also nicht im Handelsregister eintragen bzw. dort nicht das Kleingewerbe anmelden.

Steuern beim Kleingewerbe

  • Der Kleingewerbetreibende muss zusätzlich zur Einkommensteuer auch Gewerbesteuer zahlen. Für die Gewerbesteuer gilt für ein Kleingewerbe ein Freibetrag von 24.500 € jährlich.
  • Der Kleingewerbetreibende muss ebenfalls die Umsatzsteuer für das Kleingewerbe abführen.
  • Der Inhaber eines Einzelunternehmens (der Kleingewerbetreibende) ist sozialversicherungsfrei. So auch bei einem Kleingewerbe.
  • Nimmt das Kleingewerbe unter 17.500 € ein, können Kleingewerbetreibende auf die EÜR verzichten und lediglich eine Steuererklärung machen.
  • Mehr zum Thema Steuern für Kleingewerbe und Kleingewerbetreibende erfahren Sie hier.
TIPP

Kleingewerbe vs. Kleinunternehmer: Das Kleingewerbe hat zunächst nichts mit der Kleinunternehmerregelung zu tun. Die Kleinunternehmerregelung ist insbesondere für die Umsatzsteuer relevant.

Rechnungslegung beim Kleingewerbe

Wie alle Unternehmer gilt auch für Kleingewerbetreibende die Pflicht zur ordnungsgemäßen Buchführung. Diese verpflichtet den Kleingewerbetreibenden dazu, alle Geschäfte, die das Kleingewerbe vollzieht, so zu verzeichnen, dass daraus Rückschlüsse auf Art und Umfang des Geschäfts sowie die allgemeine Ertrags- und Vermögenslage vom Kleingewerbe möglich sind.

Aufbewahren müssen Kleingewerbetreibende die mit Geschäftsvorfällen verbundene Korrespondenz und alle Zahlungsbelege vom Kleingewerbe. Natürlich müssen Sie Kleingewerbetreibende eine ordnungsgemäße Rechnung erstellen.

Einen Jahresabschluss erstellen Kleingewerbetreibende für das Kleingewerbe dann mit Beginn der Geschäftstätigkeit sowie am Ende eines jeden Geschäftsjahres, wenn der Umsatz mit dem Kleingewerbe 600.000 € oder der Gewinn 60.000 € überschreitet. Unterhalb dieser Schwellenwerte ist eine einfache Überschussrechnung (Einnahmen minus Ausgaben) für ein Kleingewerbe ausreichend.

Erwirtschaftet der Kleingewerbetreibende mit seinem Kleingewerbe Umsätze über diesen Werten, gelten bei der Erstellung des Jahresabschlusses die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und Kleingewerbetreibende müssen eine Bilanzierung vornehmen. Unmittelbar damit verbunden ist die Unterscheidung in Kaufmann und Nichtkaufmann. Mehr zum Thema Buchführung finden Sie hier.

Unternehmensfortbestand beim Kleingewerbe

Das Unternehmen oder Kleingewerbe hört auf zu existieren, wenn der Kleingewerbetreibende die wesentlichen Betriebsmittel veräußert oder in sein Privatvermögen überführt. Kleingewerbetreibende können das Einzelunternehmen bzw. Kleingewerbe auf die gesetzlichen Erben übertragen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg in der Selbstständigkeit mit Ihrem Kleingewerbe.

Rechtsformen für die Gründung eines Einzelunternehmens

TIPP

Rechtsformtest: welche Rechtsform soll es sein? Kleingewerbe, Kaufmann, Ein-Personen-GmbH... machen Sie den Rechtsformtest

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