Kostenloses Firmenkonto? Das günstigste Konto ist oft nicht das beste Firmenkonto.

Sie wollen ein Firmenkonto eröffnen? Bei den meisten Banken können Sie bequem und einfach ein Firmenkonto eröffnen, egal ob als Freiberufler, Selbstständiger oder Unternehmer. Vergleichen Sie die Angebote und achten Sie nicht nur auf den Preis. Nur mit guten Leistungen ist ein Firmenkonto günstig.

Am Beispiel von 10 Firmenkonten aus unserem aktuellen Firmenkontenvergleich zeigen wir, worauf es ankommt und welches Firmenkonto kostenlos ist. Sie wollen direkt ein Firmenkonto eröffnen? Dann gibt es hier 4 passende Angebote.

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1. Vergleich 2021: 69 Firmenkonten analysiert

Wir haben für das Jahr 2021 69 Firmenkonten von 26 Anbietern im Detail auf verschiedene Kriterien geprüft. Dies zeigt die Qual der Wahl, die Sie als Gründer und Unternehmer mittlerweile bei der Auswahl haben, wenn Sie ein Firmenkonto eröffnen wollen. Bei den Anbietern handelt es sich um drei Gruppen:

  1. Die klassischen Filial-Banken wie Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank, die Sparkassen, die Targobank oder die Volks- und Raiffeisenbanken.
  2. Zudem haben wir Direkt- bzw. Onlinebanken wie die GRENKE Bank, die SkatBank oder die Netbank in den Vergleich einbezogen, bei den Sie ein Firmenkonto eröffnen können.
  3. Als dritte Gruppe agieren seit 2015/16 verstärkt die sogenannten FinTechs am Markt. Hierzu zählen u.a. die Fidor Bank, Holvi, N26 oder der Newcomer FINOM.

Gerade die Onlinebanken sowie die FinTechs bieten ein günstiges Firmenkonto an - ein komplett kostenloses Firmenkonto gibt es aber (fast) nicht. Im Endeffekt hängt der Preis des Firmenkontos von den Leistungen ab, die Sie beanspruchen. Die monatliche Kontoführungsgebühr ist nur ein Faktor, den Sie im Firmenkonto-Vergleich berücksichtigen sollten, wenn Sie das beste Firmenkonto suchen.

Bestes Firmenkonto? 10 Beispiele des Vergleichs auf einen Blick

Aus unserem Vergleich stellen wir Ihnen 10 Firmenkonten exemplarisch vor. Dabei gehen wir auf ausgewählte Vergleichsparameter ein - u.a.

  • ob die Anbieter Firmenkonten für alle Rechtsformen anbieten,
  • wie es mit Barein- und -auszahlungen auf das Firmenkonto aussieht,
  • ob der Anbieter klassische Unternehmensfinanzierung anbietet,
  • wie hoch die monatlichen Kontoführungsgebühren sind,
  • mit welchem Preis beleglose Buchung zu Buche schlagen,
  • welche Zusatzfunktionen ein Firmenkonto bietet und
  • ob es ein schufafreies Firmenkonto gibt.

Alle untersuchten Firmenkonto-Angebote finden Sie zum kostenfreien Download hier.

AnbieterAlle RechtsformenCashFinanzierungPreis pro MonatBeleglose Buchungen
Commerzbank PremiumJaEin- und Auszahlungen kostenpflichtig, je 10 kostenfreie Vorgänge pro MonatJa24,90€0,10€
Deutsche Bank Business PremiumKontoJaAuszahlung kostenfrei, 4 kostenfreie Einzahlungen pro Monat, dann kostenpflichtigJa29,90€0,07€
Fidor SmartJaEinzahlung 1,99%, Auszahlung kostenpflichtigNein5,00€0€
Fyrst Base (Freiberufler, Kleingewerbe)JaAuszahlung 1,90€, Einzahlung 0,01€Ja0€0€
Fyrst Base (UG, GmbH)JaAuszahlung 1,90€, Einzahlung 0,01€Ja6,00€0,19€
Grenke BusinessJaAuszahlung kostenlos, aber begrenzt. Einzahlungen 2,90€Teilweise0€0,10€
Holvi LiteKeine GbR, OHG und KG2,5 % für Abhebungen, keine Einzahlungen möglichNein6,00€0,25€
Kontist FreeNur Kleingewerbe und Freiberufler2 € für Auszahlungen, keine Einzahlungen möglichNein0€0€
N26 Business StandardNur Kleingewerbe und FreiberuflerAuszahlung kostenpflichtig, Einzahlung 1,5%Teilweise0€0€
Postbank Business Giro aktiv plusJaAuszahlungen kostenfrei, Einzahlungen 3 €Teilweise16,90€0,10€
Targobank Business-Konto KomfortKeine AG und keine Ltd.Auszahlung 0,50€, Einzahlung 2,00€Teilweise14,90€0,15€

Selbst dieser verkürzte Vergleich zwischen den Anbietern zeigt die großen Unterschiede, die das einzelne Firmenkonto aufweist:

  1. So können Sie bspw. ein Firmenkonto gar nicht für jede Rechtsform bei jedem Anbieter eröffnen.
  2. Bareinzahlungen sind häufig nicht möglich oder mit hohen Kosten verbunden.
  3. Und eine klassische Unternehmensfinanzierung erhalten Sie in der Regel nur bei den klassischen Filialbanken.
  4. Im Hinblick auf den Preis sollten Sie nicht nur die monatlichen Kontoführungsgebühren im Blick haben. Wie Sie in der Tabelle sehen können, bietet das einzelne Firmenkonto sehr unterschiedliche Kosten für beleglose Buchungen. In Abhängigkeit von der Anzahl Ihrer Buchungskosten kann ein zunächst sehr günstiges Firmenkonto schnell deutlich teurer sein. Und ein Konto mit vergleichsweise hoher monatlicher Kontoführungsgebühr entpuppt sich als die günstigere Alternative.

Die Übersicht zeigt ihnen, dass vermeintlich günstige Angebote nicht immer das bieten, was Sie als Gründer oder Unternehmen vom Firmenkonto benötigen. Deshalb sollten Sie zunächst darüber nachdenken, welche Leistungen Ihnen das Firmenkonto unbedingt bieten muss, bevor Sie das Firmenkonto eröffnen.

2. Wer muss ein Firmenkonto eröffnen?

Ein separates Bankkonto für die Selbstständigkeit oder das eigene Unternehmen zu eröffnen ist für jeden Gründer ratsam bzw. in vielen Fällen sogar erforderlich. Eine GmbH oder eine UG wird z.B. erst dann handlungsfähig, wenn das Gründungskapital (Stammeinlage) nachgewiesen bzw. auf das Firmenkonto einbezahlt worden ist, vom Notar bestätigt und dann beim Handelsregister angemeldet wurde. Für Personen- und Kapitalgesellschaften gibt es bei den meisten Banken ein spezielles Konto für das eigene Unternehmen: das Firmenkonto (oft auch als Geschäftskonto bezeichnet).

Gründern, die sich als Einzelunternehmer mit einem Kleingewerbe oder als Freiberufler selbstständig machen, steht als Alternative auch das Girokonto zur Verfügung, das meist deutlich günstiger ist als das Firmenkonto, jedoch meist weniger Leistungsumfang bietet. Allerdings schließen mittlerweile viele Banken die Nutzung des privaten Girokontos als Firmenkonto vermehrt in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus. Insofern empfehlen wir auch Kleingewerbetreibenden und Freiberuflern, ein Firmenkonto zu eröffnen. So können private und berufliche Finanzen voneinander getrennt werden. Dies ist nicht nur im Alltag nützlich, sondern auch, wenn das Finanzamt zu einer Betriebsprüfung anrücken sollte.

Gibt es das Firmenkonto kostenlos? Worauf ist zu achten, wenn ich ein Firmenkonto eröffnen will? Diese Fragen stellen Gründer besonders häufig. Wir geben Antworten und stellen 26 Anbieter und 69 Konten im Vergleich vor - damit Sie das beste Firmenkonto finden!

TIPP

Was ist beim Firmenkonto für Freiberufler wichtig? Wer erläutern die wichtigsten Auswahlkriterien.

Zum Beitrag Girokonto Freiberufler

3. Das passende Firmenkonto auswählen: Leistungen

Wie aber findet man das geeignete Firmenkonto? Die Antwort auf diese Frage hängt in erster Linie von Ihren Bedürfnissen ab. Wenn Sie z.B. tagtäglich Bargeld einzahlen möchten (wie dies beispielsweise in der Gastronomie oder im Einzelhandel oft der Fall ist), benötigen Sie eine Bank, die dies ermöglicht - sprich, Sie sollten sich insbesondere die Firmenkonten der Filialbanken anschauen. Weitere Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie ein Firmenkonto eröffnen möchten, sind:

  • Bietet die Bank für meine Rechtsform ein Firmenkonto?
  • Bietet die Bank Hilfe, Fördermittel zu beantragen?
  • Gibt es persönliche Beratung vor Ort?
  • Gibt es einen Kontokorrentkredit? Welche Voraussetzungen sind dafür nötig? Welche Konditionen bietet die Bank?
  • Wie sind Reputation und Image der Bank?
  • Ist die Bank weltweit vernetzt? Das ist bei einer internationalen Expansion wichtig.

Mit diesen Fragen selektieren Sie aus der Menge möglicher Anbieter und Konten die besten heraus. Wenn Sie die Firmenkonten, die Ihren Anforderungskatalog erfüllen, zusammengestellt haben, sollten Sie sich im zweiten Schritt die Konditionen der jeweiligen Konten genauer anschauen. Dabei ist nicht nur die monatliche Grundgebühr relevant, sondern die insgesamt anfallenden Kosten. Es kann z.B. sein, dass ein Firmenkonto mit einer höheren monatlichen Grundgebühr im Endeffekt trotzdem günstiger ist (z.B., wenn Sie viele Transaktionen pro Monat durchführen).

4. Ist ein kostenloses Firmenkonto sinnvoll?

Die Kosten für ein Firmenkonto setzen sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen und sollten als Gesamtpaket betrachtet werden, um wirklich zu beurteilen, ob es sich um ein günstiges Firmenkonto handelt. Dies ist häufig bei den Vergleichen, die Sie online finden, nicht der Fall. Dort wird ein kostenloses Firmenkonto häufig als Konto ohne monatliche Kontoführungsgebühr angepriesen. Für einen validen Firmenkonto-Vergleich sollten Sie jedoch folgende Kosten mit einbeziehen:

  • Monatliche Kontoführungsgebühren: Diese Gebühren müssen Sie monatlich für Ihr Firmenkonto zahlen. Sie sind von Bank zu Bank unterschiedlich. Außerdem sind Sie auch von verschiedenen Zusatzleistungen des Kontos abhängig. Oft ist es jedoch auch so, dass Banken Kontoführungsgebühren ab einem bestimmten Guthaben erstatten. In unserem Firmenkonto-Vergleich variiert die monatliche Grundgebühr in einem Bereich von 0,00 € bis 129,99 €.

  • Kosten für Transaktionen: Im Gegensatz zu den meisten Girokonten werden für Transaktionen auf dem Firmenkonto in der Regel Gebühren erhoben. Unterschieden wird dabei in beleghafte Buchungen (wenn Sie in der Filiale Überweisungen per Überweisungsträger vornehmen zahlen) und beleglose Buchungen. Unser Vergleich zeigt dabei ebenfalls eine Spannweite von 0,00 € bis 0,40 € bei beleglosen Buchungen. Bei beleghaften Buchungen sind es in der Spitze 8,00 € pro Posten.

  • Kosten für Karten: Während manche Banken kostenlose EC-Karten oder Kreditkarten für Ihr Firmenkonto ausstellen, erheben andere Banken hierfür Gebühren.

  • Kosten für weitere Vorgänge: Informieren Sie sich auch über weitere Gebühren für z.B. Kontoauszüge für das Firmenkonto, für das Einrichten oder Ändern von Daueraufträgen in der Filiale oder für Ein- und Auszahlungen an der Kasse.

Firmenkonten ohne monatliche Kontoführungsgebühr

Nachfolgend finden Sie 7 Firmenkonten aus unserem großen Geschäftskonto-Vergleich, die keine monatliche Kontoführungsgebühr erheben. Gleichzeitig haben wir Ihnen die weiteren klassischen Kosten dargestellt, die bei einem Firmenkonto anfallen.

Geschäftskonto mit kostenfreier KontoführungDebitkarte & Kreditkarte (DK/KK)Buchung beleglosBuchung beleghaftEinzahlung barAuszahlung bar
Finom Solo0,00 € (nur DK virtuell)0,20 €nicht möglich2,00 €nicht möglich
Fyrst Base0,00 € (nur DK)0,10 €5,00 €0,01 €1,90 €
Grenke Business0,00 € (nur KK)0,10 €2,00 €2,90 €0,00 €
Kontist free29,00 € (nur DK)0,00 €nicht möglichnicht möglich2,00 €
N26 Business Standard0,00 € (nur DK virtuell)0,00 €nicht möglich1,5% der Summe2,00 €
Revolut Freiberufler free0,00 € (nur DK, auch virtuell)0,20 €nicht möglichnicht möglich2,0% der Summe
Revolut Unternehmen free0,00 € (nur DK, auch virtuell)0,20 €nicht möglichnicht möglich2,0% der Summe

Günstiges Firmenkonto: das sind die Spitzenreiter

Es ist gar nicht so einfach, alle relevanten Kostenpositionen für das Firmenkonto im Blick zu behalten. Daher haben wir in unserem Vergleich der verschiedenen Firmenkonten auch zwei Szenarien für den jeweiligen Preis des Firmenkontos kalkuliert. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

  • Szenario Onlinenutzung: monatlich u.a. 40 beleglose Buchungen, keine beleghaften Posten, keine Einzahlungen und Auszahlungen, inkl. EC- und Kreditkarte.
  • Szenario Cash: monatlich u.a. 400 beleglose Posten, 8 beleghafte Posten, 4 Einzahlungen zu 5.000 Euro, 4 Auszahlungen zu 500 Euro, inkl. EC- und Kreditkarte.

Wir zeigen Ihnen nachfolgend die 5 günstigsten Konten für beide Szenarien. Alle Konten mit ihren Preisen finden Sie hier zum kostenfreien Download.

Unter den günstigsten Firmenkonten für die Onlinenutzung finden Sie erwartungsgemäß viele FinTechs und Onlinebanken. Die klassischen Filialbanken können hier nicht mithalten, bieten dafür aber umfassende Beratung und Finanzierung. Unternehmer müssen abwägen, inwieweit sie diese Leistungen benötigen. Zudem ist zu beachten, dass die günstigen Firmenkonten von FinTechs und Geschäftsbanken nicht für nicht alle Rechtsformen möglich sind. Im Szenario der umfangreichen Bargeldnutzung finden sich hingegen auf den vorderen Plätzen die klassischen Banken.

Zinsen & weitere Leistungen berücksichtigen

Neben den direkten Kosten sollten Sie auch an weitere relevante Faktoren denken:

  • Förderkredite: Nicht alle Banken unterstützen Gründer bei der Beantragung von Förderkrediten und Fördermitteln, die in der Regel über die Hausbank beantragt werden müssen. Wenn Sie also einen Förderkredit beantragen möchten, sollten Sie vor der Eröffnung des Firmenkontos überprüfen, ob Sie Ihre zukünftige Hausbank dabei unterstützt. Bei FinTechs und Direktbanken ist dies in der Regel nicht möglich.
  • Guthabenzinse bzw. Strafzinsen: Guthabenzinsen sind bei heutigen Firmenkonten kaum noch möglich. Im Gegenteil: Bei vielen Banken zahlen Sie ab einem bestimmten Guthaben sogar Negativzinsen bzw. Strafzinsen. Vergleichen Sie die Konditionen der verschiedenen Banken. Wichtig ist, dass bei der zusätzlichen Einrichtung eines Tagesgeldkontos ein automatischer Abgleich der Konten erfolgt und Sie nicht stets selbst umschichten müssen.
  • Zinssätze für Kontokorrentkredite und Überziehung des Firmenkontos: Große Unterschiede können sich beim Firmenkonto in Bezug auf die Zinsen für Kontokorrentkredite und bei der Überziehung des Firmenkontos ergeben. Zu hohe Zinssätze sollten Sie besser meiden, auch wenn das Firmenkonto ggf. etwas günstiger ist.
  • Onlinebanking: Mittlerweile bieten fast alle Banken ein kostenfreies Online-Banking an. Jedoch unterscheidet sich der Leistungsumfang der Online-Angebote zum Teil deutlich. Einige Banken überzeugen mit guten Tools, mit denen man seine Liquidität gut managen kann.
  • Zahlungsdienste und POS-Terminals: Apple Pay und Google Pay zählen zu gängigen Lösungen im Zahlungsverkehr von Unternehmen, insbesondere bei Online-Geschäften. Prüfen Sie, ob die kontoführende Bank diese Möglichkeiten bietet. Gleiches gilt für Zahlungsterminals bei stationären Händlern, Dienstleistern und Gastronomen. 
  • Zusatzleistungen beim Firmenkonto: Oft bieten die Anbieter zum Firmenkonto verschiedene Zusatzleistungen, wie zum Beispiel integrierte Finanzplanung, Buchhaltungstool oder Schnittstellen zu Buchhaltungsprogrammen. Überlegen Sie sich jedoch, wie relevant diese für Sie tatsächlich sind, bevor Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung zu großes Gewicht auf die Zusatzleistungen legen.
  • Partnerprogramme: Banken, die keine integrierten Zusatzfunktionen beim Firmenkonto bieten, verfügen häufig über Partnerprogramme. Dabei werden beispielsweise Buchhaltungslösungen zu günstigen Konditionen vermittelt.
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5. Schufafreies Firmenkonto

Unternehmer und Selbstständige sind vor Krisen nicht gefeit. Tritt die Krise auf, wirkt sich das in der Regel auf die Bonität und die Zahlungsfähigkeit aus. Dann rutscht das betroffene Unternehmen schnell in den Bereich negativer Schufa-Scores. Auch in der Krise benötigt ein Unternehmen ein Geschäftskonto, um am Geschäftsleben teilzunehmenb. Aber: Nur 10 der 26 Banken aus unserem Kontoreport bieten ein schufafreies Firmenkonto. In der Regel sind diese Konten mit Einschränkungen verbunden: Typisch ist zum Beispiel die Auflage, das Konto nur auf Guthabenbasis zu führen. Exemplarisch stellen wir hier Banken aus dem Vergleich vor, die auch im Bereich Beratung stark sind.

Grenke Bank

✔ Beratung

✔ Günstiges Konto bei Online-Nutzung

Zu den Konten
Postbank

✔ Umfassendes Filialnetz

✔ Beratung

Zu den Konten
Targobank

✔ Umfassendes Filialnetz

✔ Beratung

Zu den Konten

6. Checkliste und Firmenkontenrechner

Zum Abschluss finden Sie nachfolgend eine Checkliste zu den wichtigsten Faktoren, wenn Sie ein Geschäftskonto eröffnen wollen. Mit unserem Firmenkontenrechner können Sie selbst die Anforderungen an ihr Firmenkonto festlegen und die für Sie beste Lösung finden.

So finden Sie das optimale Firmenkonto
Rechtsform: Ist das Firmenkonto für meine Rechtsform möglich?
Gibt es das Konto auch bei negativer Schufa?
Brauche ich Beratung und Finanzierung?
Benötige ich Bargeldeinzahlungen und -auszahlungen?
Was kostet das Firmenkonto?
Wie einfach geht die Kontoeröffnung?
Vertrauen, Sicherheit und Image?
Funktionen und Zusatzfeatures?

Kostenloser Download der Checkliste

Firmenkontenrechner

Firmenkonto ganz schnell finden: Nutzen Sie unseren Rechner. Vorher klären Sie folgende Dinge:

  • Haben Sie mit unserer Checkliste die Anforderungen an das Firmenkonto definiert?
  • K.O.-Kriterien festlegen: Was muss das Firmenkonto in jedem Fall können?

Zum Vergleichsrechner

7. Häufige Fragen zum Firmenkonto

Ein Firmenkonto dient zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs für Selbstständige und Unternehmer. Auf dem Firmenkonto nimmt der Unternehmer Zahlungen von Kunden, Finanzierungspartnern oder staatlichen Institutionen entgegen. Vom Firmenkonto bezahlt er offene Rechnungen, Löhne und Gehälter an Mitarbeiter, Zinsen und Tilgungen an die Hausbank oder Steuern an das Finanzamt. Das Firmenkonto ist also für den Unternehmer ein wesentliches Instrument seines Liquiditätsmanagements.

Die Kostenbestandteile eines Firmenkontos umfassen:

  • Monatliche Kontoführungsgebühr (Grundgebühr) als fixe monatliche Kosten
  • Gebühren pro Überweisung
  • Gebühren pro Bareinzahlung und Barauszahlung
  • Gebühren für die Nutzung einer EC-Karte oder Kreditkarte
  • Gebühren für Echtzeitüberweisungen, Lastschriften oder Auslandsüberweisungen.

Die Banken regeln diese Kosten in einer Gebührenübersicht, die sich jeder Interessent auf der Website der Banken herunterladen kann. Alternativ empfehlen wir unseren aktuellen Geschäftskontenvergleich. Hier erläutern wir die Zusammenhänge im Detail und zeigen die Gesamtkosten ausgewählter Konten nach Art und Umfang der Nutzung.

Es sind die klassischen Filialbanken, die Direktbanken und die FinTechs. Firmenkonten von Filialbanken lohnen sich für stationäre Unternehmen mit umfangreichen Bargeldverkehr sowie Bedarf an Finanzierungsleistungen und persönlicher Beratung. Bei Direktbanken und FinTechs sind die Leistungen häufig eingeschränkt. Sie bieten zwar oft günstige Konditionen oder sind bei reiner Onlinenutzung sehr günstig, bieten aber häufig wenig Beratung und das Angebot an Finanzierungsleistungen ist eingeschränkt.

Das kommt darauf an, was der Unternehmer an Leistungen benötigt. Tatsächlich gibt es Geschäftskonten, die bei reiner Online-Nutzung und begrenztem Buchungsvolumen keinerlei Kosten verursachen. Häufig assoziieren Selbstständige das günstige Firmenkonto mit einer kostenlosen Grundgebühr. Ein Konto mit kostenloser Grundgebühr wird aber ganz schnell teuer, wenn die variablen Gebührensätze für Überweisungen und andere Transaktionen hoch sind. Dann heben sich ab einem bestimmten Buchungsvolumen die vermeintlichen Vorteile einer kostenlosen Grundgebühr schnell auf und das Konto mit einer hohen Grundgebühr ist tatsächlich von den Gesamtkosten her gesehen das günstigste.

Die Digitalisierung verändert die Angebote von Firmenkonten wesentlich und zwar in folgender Hinsicht:

  • Bargeldverkehr wird kaum noch kostenlos angeboten.
  • Beleghafte Buchungen weichen Möglichkeiten der Onlinebuchung. 
  • Neue Anbieter kommen aus dem Bereich der FinTechs, die das Geschäftskonto mit zusätzlichen Funktionen wie Buchhaltungsfunktionen erweitern.

Ziel der Banken ist es, die Prozesse im Bereich der Geschäftskontenbuchungen durch digitale Abläufe zu rationalisieren, sowohl intern als auch für ihre Kunden.

Die wesentlichen K.-o.-Kriterien bei der Auswahl sind:

  • Ist das Firmenkonto für die Rechtsform des Unternehmens möglich?
  • Braucht der Unternehmer umfangreichen Bargeldverkehr?
  • Ist der Unternehmer auf Beratung sowie Finanzierungsleistungen durch den Kontoanbieter angewiesen?

Ein günstiges FinTech-Firmenkonto nützt nichts, wenn es nur Freiberuflern offen steht, keine Bargeldeinzahlungen und Dispokredite zulässt, wenn das Unternehmen eine GmbH mit hohem Bargeldaufkommen und Finanzierungsbedarf ist.

8. Fazit: Die Leistung muss stimmen

Unternehmer sollten beim Firmenkonto nicht nur auf die Kosten schauen. Das Konto muss zur Rechtsform passen und die Transaktionen zu akzeptablen Konditionen anbieten, die das Unternehmen braucht. Ein Unternehmer mit Finanzierungsbedarf wird sein Geschäftskonto bei der Bank wählen, die das beste Finanzierungspaket bietet. Kostenüberlegungen sind hier auch wichtig, spielen aber nicht die entscheidende Rolle.

Andererseits kann der Unternehmer bei einem Zweitkonto sehr wohl auf eine kostengünstige Lösung achten, die ihm vielleicht auch bei der Optimierung seiner Abläufe im Bereich Buchhaltung und Zahlungsverkehr hilft. In jedem Fall sollte der Unternehmer planvoll vorgehen, sich eine Kriterienliste anlegen und sein voraussichtliches Volumen an Überweisungen, Einzahlungen etc. schätzen. Dabei helfen wir mit einer Checkliste und einem umfangreichen Geschäftskontenvergleich.

Zum aktuellen Geschäftskontenvergleich