Menü Schließen
Besser gründen – mit unseren über 20 kostenfreien Tools

Franchise: Gründer werden - mit einer erprobten Geschäftsidee

Der Traum vom eigenen Unternehmen muss nicht platzen, nur weil man keine eigene zündende Geschäftsidee hat. Die Gründung per Franchise stellt hierfür eine interessante Alternative dar. Und da beim Franchising ein etabliertes Geschäftsmodell übernommen und meist "nur" an einem neuen Standort umgesetzt wird, ist die Gründung per Franchise oft erfolgreicher.

Wichtig ist, dass Sie ein passendes Franchisesystem finden. In unserer exklusiven Franchisebörse stellen wir Ihnen interessante Franchisesysteme vor. Hilfreiche Tipps erhalten Sie außerdem auch in unserem kostenfreien Franchise-Leitfaden.



Was Sie auf dieser Seite über Franchising erfahren

Lernen Sie das Thema Franchising kennen und werden Sie Gründer - mit einer erprobten Geschäfsidee und jeder Menge Support durch einen Franchisegeber. Auf dieser Seite erfahren Sie u.a. folgende Dinge über Franchising:

  • Franchise als einer von drei Wegen in die Selbstständigkeit
  • Franchisewirtschaft - lohnenswert? Zahlen & Fakten über Franchising.
  • Was... ist Franchising überhaupt genau?
  • Wer... eignet sich als Franchisenehmer?
  • Wo... finde ich das passende System?
  • Wie viel... kann ich mit Franchising verdienen?
  • Wie... werde ich Franchisenehmer?

Außerdem finden Sie ein Franchiseglossar mit allen wichtigen Begriffen zur Franchisewirtschaft in diesem Beitrag sowie Infografiken, die Ihnen Schritt für Schritt bei der Gründung per Franchise weiterhelfen.

Das Wichtigste vorab auf einen Blick

Informationen sowie Unterstützung für die Gründung per Franchise finden Sie hier:

Ein Experte hilft Ihnen bei der Auswahl sowie Fragen zum Franchise allgemein und der Finanzierung.

In unserer Franchisebörse stellen sich etablierte Franchisesysteme mit allen relevanten Kennzahlen vor.

Lernen Sie 10 Systeme kennen und profitieren Sie von Expertentipps in unserem Leitfaden.

Franchise: einer von drei Wegen in die Selbstständigkeit

Grundsätzlich sind drei Wege denkbar, wenn Sie sich selbstständig machen wollen:

Alle Formen der Existenzgründung haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Diese sollten Sie kennen und sorgfältig abwägen.

Eine eigene Geschäftsidee zu realisieren, ist die „Königsklasse" der Selbstständigkeit.Sie bauen von Anfang bis Ende alles eigenständig auf und tragen hierfür die volle Verantwortung. Eine sorgfältige Planung ist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden, auch Mut gehört zu dieser Entscheidung. Gründungen dieser Kategorie scheitern auch am Häufigsten – rund ein Drittel aller Gründer geben innerhalb der ersten drei Geschäftsjahre wieder auf. Nach den kritischen Jahren profitieren Sie hier jedoch von einem vergleichsweise guten Gehalt und dem geschaffenen Unternehmenswert sowie einem emotionalen Faktor. Das Gefühl, ein eigenes Unternehmen erfolgreich aufgebaut zu haben, ist schließlich unbezahlbar.

Die Gründung per Franchising basiert auf einem erprobten Konzept und somit nach Einigung mit dem Franchisegeber in der Regel relativ zeitnah. Sie profitieren von den Erfahrungswerten sowie der Unterstützung durch das Franchisesystem. Hierfür nehmen Sie ein Stück weit unternehmerische Freiheit in Kauf, da Sie sich an die Vorgaben des Franchisegebers halten müssen.

Den dritten und sicherlich komplexesten Weg in die Selbstständigkeit stellt die Nachfolge dar. Kompliziert ist die Gründung per Nachfolge deswegen, weil sich meist schon die Suche nach dem passenden Unternehmen oft als schwierig herausstellt. Auch die Vertragsverhandlungen können oftmals zäh sein. Schließlich will der Eigentümer sein "Baby" in guten Händen wissen. Ein großer Vorteil liegt allerdings darin, dass Sie nicht bei Null starten und hierdurch meist von Beginn an einen guten Lohn erhalten.

Zahlen & Fakten: Franchisewirtschaft - lohnenswert?

Die Geschichte des Franchisings reicht zurück bis in das 18. Jahrhundert. 1860 hat ein US-amerikanisches Nähmaschinenunternehmen erstmals Händlern das Recht zum eigenständigen Vertrieb der Nähmaschinen eingeräumt und Franchise war geboren.

Machen wir ein Sprung zurück in die Gegenwart: So wurde die Gründung per Franchise in den vergangenen Jahren in Deutschland immer beliebter. Die Zahl der Franchisenehmer stieg rapide und die Umsätze der Branche vervielfachten sich. 2015 prägten laut Franchise-Monitor des Institut für Markenfranchise in Kooperation mit dem Deutschen Franchise-Verband folgende Zahlen die Franchisewirtschaft:

  • 950 Franchisegeber
  • 117.768 Franchisenehmer
  • 156.662 Franchisebetriebe
  • 686.166 Mitarbeiter in den Franchisebetrieben
  • 99,2 Mrd. Euro Umsatz in der Franchisewirtschaft

Die häufigsten Branchen im Franchising waren

  • mit 39% Dienstleistungen
  • mit 31% der Handel
  • und mit 20% Gastronomie, Touristik und Freizeit.

Franchise Zahlen, Daten und Fakten Zahlen zur Franchisewirtschaft 2015 (Quelle: Deutscher Franchise Verband)

Weitere ausführliche Daten, Zahlen und Fakten zum Franchising finden Sie im Kapitel Franchise in Deutschland. Doch wie funktioniert Franchising überhaupt?

Was... ist Franchising überhaupt genau und wie funktioniert es?

Franchise bzw. Franchising ist ein auf Partnerschaft basierendes Vertriebssystem. Das bedeutet, dass die bereits mehrfach umgesetzte Geschäftsidee eines Franchisegebers von Ihnen als Franchisenehmer übernommen und an einem neuen Standort als Franchise umgesetzt wird. Nutzen können Sie beim Franchising neben der Idee auch beispielsweise das Marketingkonzept, das Corporate Design, die Nutzungsrechte sowie die Lieferanten – Dinge, die zu Beginn einer klassischen Gründung in der Regel sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Zudem erhalten Sie eine Reihe an Unterstützungsleistungen und profitieren bspw. auch vom Marketing, das bei bundesweiten Kampagnen von der Systemzentrale für das einzelne Franchise durchgeführt wird.

Als Gründer im Franchising haben Sie eine ideale Starthilfe, denn neben diesen Punkten, die Sie einfach übernehmen können, werden regelmäßig Schulungen und Möglichkeiten zum Networking angeboten. Sie profitieren somit nicht nur vom Know-how Ihres Franchisegebers, sondern auch durch den regelmäßigen Austausch mit anderen Franchisenehmern. Im Gegenzug müssen Sie als Franchisenehmer eine Eintrittsgebühr und meist am Umsatz orientierte Abgaben an den Franchisegeber entrichten. Außerdem besteht beim Franchising eine Berichtspflicht gegenüber dem System. Weitere Details zur Funktionsweise des Franchisings finden Sie hier.

So funktioniert Franchising Bei der Gründung per Franchise greifen im Idealfall viele Zahnräder ineinander und sichern den Erfolg.

Der Leitfaden zum Start per Franchise

Welche Schritte Sie als Franchisenehmer auf dem Weg zu Ihrem Franchise beachten sollten, erfahren Sie in unserer kostenfreien Publikation. Zudem stellen sich in Ihnen in diesem Leitfaden zum Thema Franchise zehn Systeme exklusiv vor:

Auch Experten aus dem Bereich Finanzierung, Recht und Franchiseberatung kommen in diesem Leitfaden zu Wort - sie geben Ihnen Tipps für den Start mit Ihrem eigenen Franchise.

Wer... eignet sich als Franchisenehmer?

Als Franchisegründer sollten Sie den Wunsch nach einer Selbstständigkeit sowie Basiskenntnisse in Sachen Betriebswirtschaft mitbringen. Was viele jedoch nicht wissen: Franchising eignet sich besonders für Quereinsteiger und Personen, die schon etwas Berufserfahrung gesammelt haben. Fähigkeiten in Sachen Führung sind beim Franchising wichtiger als Branchenkenntnisse. Finden Sie anhand folgender 10 Punkte heraus, ob Sie für Franchising geeignet sind oder machen Sie hierfür den (Franchise-)Gründertest anhand unserer Infografik.

Franchisegründer Passt die Gründung per Franchise zu Ihnen? Klicken Sie auf die Grafik, um zum Test zu gelangen.

Was muss ich für den Start per Franchise mitbringen?

Um für die Gründung per Franchise geeignet zu sein, müssen Sie einige Grundvoraussetzungen erfüllen. Die wichtigsten Faktoren haben wir Ihnen zusammengestellt.

1. Ganz generell: Lust auf eine Selbstständigkeit?

Na klar, zu allererst müssen Sie natürlich Lust auf eine Existenzgründung haben, um Franchisenehmer zu werden. Während manche schon immer insgeheim den Traum hatten, ihr eigener Chef zu sein, kommt dieser Wunsch nach dem eigenständigen Arbeiten bei anderen erst nach einigen Jahren Berufserfahrung. „Einfach noch einmal etwas anderes machen", das kann Franchising ermöglichen. Vor allem Mitarbeiter, die bei ihrem aktuellen Arbeitgeber nicht mehr zufrieden sind, die sich in einer anderen Branche beruflich verändern möchten oder sich mit Franchising selbst verwirklichen wollen, sind als Franchisegründer gut geeignet.

Das Thema Quereinstieg wird beim Franchising gefördert. Während bei einem großen Unternehmen Quereinsteiger mehr Arbeit durch Einarbeitung oder Umschulungen und somit auch mehr Zeit und Geld bedeuten, ist das System Franchising perfekt auf Quereinsteiger zugeschnitten. Sämtliche Fortbildungen und Unterstützungsangebote sind beim Franchising von Anfang an eingeplant – egal, ob ein Branchenwechsel damit verbunden ist oder nicht. Da die Idee samt Marketingkonzept, Lieferanten und Lizenzrechten übernommen wird, sind diese Schulungen beim Franchising immer notwendig.

2. Sie müssen bereit sein, viel für Ihre Freiheiten zu arbeiten

Neben den Freiheiten, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt, sollten Sie sich aber auch darüber bewusst sein, dass Sie durchaus viel arbeiten – egal, welche Art der Selbstständigkeit Sie wählen. Gerade in der Anfangsphase einer Existenzgründung sollten Sie mit deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche an Arbeitszeit kalkulieren. Neben dem regulären Geschäft kommen beim Franchise Schulungen und Termine mit dem Franchisegeber hinzu. Auch die Suche nach dem passenden Franchisegeber und die Kapitalbeschaffung nehmen bereits im Vorfeld Zeit in Anspruch.

Ein Trugschluss ist es, sich für eine Franchisegründung zu entscheiden, weil man denkt, dass diese weniger Zeit benötigt, da gewisse Dinge bereits vorgegeben sind. Diese Voraussetzung nimmt Ihnen beim Franchising lediglich ein gewisses Risiko im Vergleich zu einer Geschäftsidee, die noch nicht erprobt ist.

3. Finanzielle Mittel müssen vorhanden sein

Jedes Franchisesystem fordert ein nachweisbares Eigenkapital, das Sie bei der Gründung einbringen. Die genaue Summe des erforderlichen Eigenkapitals schwankt dabei stark von Franchise zu Franchise. Von 2.500 Euro (Musikschule) bis weit über 100.000 Euro (Hotel) ist alles denkbar, um die erforderlichen Gesamtinvestitionen zu finanzieren. Wichtig ist aber, dass Sie wissen, dass Sie für die Finanzierung beim Franchising Verantwortung übernehmen. Gute Franchisesysteme unterstützen Sie hierbei mit Erfahrungswerten und Know-how.

4. Ihr privates Umfeld sollte das Vorhaben unterstützen

Eine Existenzgründung bedeutet immer Einschränkungen, was das Privatleben betrifft: Sowohl in Sachen Kapital als auch in Sachen Freizeitgestaltung. Erfahrungsgemäß gründen diejenigen besser, die seitens ihrer Familie und Freunde Unterstützung erfahren. Das betrifft generell das Verständnis und die Akzeptanz, dass Sie sich selbstständig machen oder einen Quereinstieg wagen möchten. Doch auch in der Anfangsphase einer Gründung, wenn ein Großteil Ihrer Zeit für den Aufbau des Unternehmens in Anspruch genommen wird, sowie falls das Geschäft einmal nicht so gut läuft, profitieren Sie von diesem Rückhalt.

5. Betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse bringen Sie mit

Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind sehr wichtig, wenn Sie per Franchise gründen. Im Vergleich zu einer klassischen Gründung mit einer eigenen Idee konzentrieren Sie sich beim Franchising jedoch auf das Kerngeschäft: Vertrieb, Kundenbeziehungen und Mitarbeiterführung gehören zu ihren Hauptaufgaben. Für das Marketingkonzept und auch bei der Erstellung des Businessplans erhalten Sie beim Franchising wiederum Unterstützung seitens des Systems.

Durch das umfangreiche Know-how, das Ihnen ein Franchisegeber zur Verfügung stellt, bedeuten betriebswirtschaftliche Kenntnisse also nicht, dass Sie ein BWL-Studium absolviert haben müssen. Eine grundsätzlich unternehmerische Denkweise und Erfahrungswerte aus vorherigen Jobs sind bereits eine gute Grundlage für das Franchising.

6. Berufserfahrung sollte beim Start per Franchise vorhanden sein

Wie in Punkt 1 beschrieben, ist nicht die Branche entscheidend dafür, ob man als Franchisenehmer geeignet ist. Vielmehr spielt die Berufserfahrung ganz allgemein eine große Rolle für das Franchising. Der klassische Franchisegründer ist zwischen 35 und 50 Jahre alt, sprich: Lebens- und Berufserfahrung sind beim Start per Franchise vorhanden. Das ist vor allem wichtig, um zu verstehen, wie gewisse Abläufe in einem Unternehmen vonstattengehen. Die Berufserfahrung hilft Ihnen außerdem ganz generell dabei, überzeugend aufzutreten, selbstorganisiert zu sein und unternehmerische Situationen besser einschätzen zu können.

Das heißt aber nicht, dass jüngere Interessierte den Schritt ins Franchising nicht wagen sollten – am Ende hängt es schließlich auch von der persönlichen Überzeugung und der Chemie zwischen Franchisenehmer und Franchisegeber ab, ob eine Zusammenarbeit zustande kommt. Berufserfahrung kann von Vorteil sein, es ist aber kein K.-O.-Kriterium für die Gründung per Franchise, falls diese nicht vorhanden ist.

7. Mitarbeiterführung trauen Sie sich problemlos zu

Wenn Sie Franchisegründer werden möchten, sollten Sie ein guter Teamplayer sein. Schließlich müssen Sie sich nicht nur in einem gesamten Franchisesystem unterordnen, sondern Sie führen in der Regel auch von Anfang an Mitarbeiter. Hierfür ist es unerlässlich, ein gewisses Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Angelegenheiten der eigenen Mitarbeiter mitzubringen. Zu einem guten Chef macht es Sie, wenn Sie Ihre Mitarbeiter motivieren können und deren Bedürfnisse erkennen. Dazu zählt ein gewisser Grad an Menschenkenntnis, aber auch Managementfähigkeiten oder im besten Fall -erfahrungen sind gut beim Franchising.

8. Die Umsetzung eigener Ideen hat keine Priorität

Wenn Sie sich mit Franchising selbstständig machen, müssen Sie in Kauf nehmen, dass Sie nicht primär Ihre eigenen Ideen umsetzen. An die Regeln des Franchisesystems müssen Sie sich strikt halten. Natürlich besteht oftmals die Möglichkeit, dennoch eigene Ideen einzubringen. Jedoch sind Sie insbesondere in den Punkten Ladengestaltung, Marketing und Design sowie Marken und Lieferanten sehr eingeschränkt, wenn Sie per Franchise starten

9. Abwechslungsreiche Arbeit statt Monotonie ist Ihr Ding

Trotzdem Sie in der Umsetzung von eigenen Ideen als Franchisenehmer eingeschränkt sind, haben Sie einen gewissen Gestaltungsspielraum und einen abwechslungsreichen Job: Vom Vertrieb über das Mitarbeitermanagement bis hin zur Unternehmensentwicklung haben Sie ein buntes Aufgabenfeld, in dem Sie im Idealfall Ihre persönliche Leidenschaft mit Ihrem Beruf verbinden. Eigenständig zu arbeiten, sollte Ihnen also liegen, außerdem sollten Sie schnell selbst erkennen, an welchen Stellen Arbeits-/Entwicklungsbedarf besteht.

10. Als Teil eines Systems zum Gesamterfolg beitragen

Als Franchisenehmer sind Sie nicht nur selbstständig, sondern ein aktiver Teil eines gesamten Konzeptes. Beim Gründen per Franchising ist es wichtiger als bei jeder anderen Gründung, gemeinschaftlich zu denken. Schließlich profitieren die einzelnen Franchisenehmer nicht nur voneinander, sondern auch negative Effekte können sich von System zu System übertragen. Das gilt es zu vermeiden. Ein Austausch mit anderen Franchisenehmern und eine aktive Beteiligung an Angeboten des Systems sollten Sie also beim Franchising gerne wahrnehmen.

TIPP

Auch Quereinsteiger sind im Franchising besonders willkommen: Erfahren Sie mehr über den Quereinstieg per Franchise!

Wo... finde ich das passende Franchisesystem?

Wie bereits bei den Fakten zur Franchisewirtschaft erwähnt, gibt es gut 1.000 Franchisesysteme. Das erscheint die Suche nach dem passenden Franchise wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Um auf der Suche nach dem passenden Franchisekonzept von Anfang an nur auf qualitativ hochwertige Franchisegeber zu setzen, empfehlen wir Ihnen in erster Linie auf erprobte Konzepte zu achten. Hierbei hilft der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV), der seine Franchisegeber vor der Aufnahme mit einem System-Check prüft. Außerdem kann auch die Zufriedenheit der Franchisenehmer ein Indikator für Seriosität sein: Das Internationale Centrum für Franchising und Cooperation ermittelt jährlich die Franchisesysteme mit der höchsten Partnerzufriedenheit und zeichnet diese aus.

Natürlich gibt es aber auch andere Systeme, die Franchising abieten, seriös sind und vielleicht (noch) nicht Mitglied beim DFV. Ein Franchiseberater bei der Suche und Prüfung unterstützen. Diese Dinge sollten Sie sich auf jeden Fall überlegen, wenn Sie per Franchise gründen wollen:

  • Welche Branchen interessieren Sie?
  • Erfülle ich die Anforderungen des Franchise in Sachen Gebühren und Finanzierung sowie
  • Qualifikationen, Branchenerfahrung 
  • und Standort (Die meisten Franchisegeber haben einen vertraglich vereinbarten Gebietsschutz. Gibt es in Ihrer Region also bereits eine Filiale, so könnte es für Sie schwierig werden)

Wenn Sie - ca. 3 Favoriten gefunden haben, so sollten Sie den persönlichen Kontakt zum Franchise suchen – die berühmte „Chemie" muss 100-prozentig stimmen, schließlich geht es um eine langfristige Partnerschaft! Lesen Sie weitere Tipps zur Auswahl des Franchisesystems

Franchisebörse: Interessante Franchisesysteme finden

In unserer exklusiven Franchisebörse stellen sich interessante Franchisesysteme vor, die auf der Suche nach neuen Franchisepartnern sind. Sie können nach dem geeigneten Franchise anhand verschiedener Kriterien suchen und das passende finden. Wenn Sie ein Franchisesystem gefunden haben, über das Sie mehr erfahren wollen, dann können Sie ein kostenfreies Infopaket anfordern.

Franchise: 5 Unterschiede zwischen Systemen

McDonald's, KFC und Subway? Franchising ist vielseitiger, als man denkt. Bei rund 1.000 bestehenden Franchisesystemen müssen Sie nur das passende finden. Folgende Unterschiede gibt es zwischen beim Franchising zwischen den Systemen:

  1. Branche
  2. Einstiegsgebühr und Gesamtfinanzierungsbedarf
  3. Erforderliche Qualifikationen
  4. Unterstützungsangebote
  5. Voll- und Teilzeit

#1 Von Food bis Fitness - Branchenvielfalt beim Franchising

Klassischerweise fallen beim Thema Franchising oft die Namen großer Restaurantketten wie Subway, McDonald’s oder KFC. Doch die Möglichkeiten für die Gründung per Franchise gehen weit über die Gastronomie hinaus. So gibt es Franchising auch in anderen Branchen und zwar von Pharma über Dienstleistungen oder Handwerk bis hin zu Touristik, Mode oder Marketing in nahezu jedem Bereich ein passendes Franchisesystem. Viele davon werden Sie kennen, obwohl Sie das System vielleicht noch nie als Franchise enttarnt haben. Um ein paar Beispiele zu nennen: Obi-Baumarkt, Blume2000, Tchibo, TeeGschwendner, The Body Shop, clever fit, Runners Point oder Schülerhilfe – na, hätten Sie bei allen gewusst, dass ein Franchise dahintersteckt?

Auch in Branchen, in denen Sie es vielleicht nicht erwarten würden, ist das Prinzip Franchising mittlerweile angekommen. So gibt es beispielsweise eine Fahrschule, eine Hochzeitsagentur oder Seniorenbetreuung als Franchisesystem. Selbst Sanifair – die Bezahltoiletten, die Sie womöglich an Autobahn-Raststätten schon wahrgenommen haben – sind als Franchisesystem organsiert. Und auch im Bereich Social Entrepreneurship finden sich immer mehr Franchising. Ein Musterbeispiel für ein Franchise im sozialen Bereich ist dabei wellcome, eine gemeinnützige Organisation, die bundesweit junge Familien bei der Betreuung der Kinder im ersten Jahr nach der Geburt unterstützt.

Sie sehen, dem Franchising sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist bei der Auswahl also vor allem eines: dass Sie sich mit der Idee und der Branche identifizieren.

#2 Von 10.000 bis mehrere 100.000 Euro - Kapitalbedarf für Ihr Franchise

Bei jeder Franchisegründung kommen Gebühren auf Sie zu. Bei der Auswahl eines Franchisesystems sollten Sie daher darauf achten, dass Sie alle Kostenpunkte im Blick behalten.

Zunächst kommt die Einstiegsgebühr:

  • Bei der Einstiegsgebühr für ein Franchise ist von 0 bis über 25.000 Euro alles möglich. Keine Einstiegsgebühr verlangen beispielsweise der Hagebaumarkt, einige Küchenstudios sowie die OMV Tankstellen. Bei über 25.000 Euro Einstiegsgebühr liegen hingegen beispielsweise eyes + more oder Nordsee.

Neben der Einstiegsgebühr zählen auch die laufenden Abgaben sowie Kosten zur Standorterrichtung zum Kapitalbedarf.

  • Die Investitionssummen richten sich vor allem nach der Branche: So liegt auf der Hand, dass es günstiger ist, sich einem Franchisesystem im Dienstleistungssektor anzuschließen, wo man lediglich Büroräume benötigt, als ein ganzes Restaurant oder Fitnessstudio als Franchise aufzubauen und einzurichten. Die Summe kann hier also auch schon einmal mehrere 100.000 Euro erreichen.

Unabhängig von den festen Summen, die anfänglich auf einen Franchisegründer zukommen, gibt es noch eine laufende Gebühr, die in der Regel vom jeweiligen Umsatz abhängig ist.

  • Wer damit rechnet, dass Unternehmen mit einer höheren Einstiegsgebühr, später einen niedrigeren Prozentsatz nehmen, der täuscht, wie dieses Beispiel zeigt: Der Sonderpreis-Baumarkt fordert bei einer Einstiegsgebühr von 20.000 Euro eine laufende Gebühr von 2,5% des Netto-Umsatzes, der Hagebaumarkt ohne Einstiegsgebühr 0,15 bis 0,25 %.

Insgesamt sollten Sie beim Franchising darauf achten, dass Sie vorausschauend planen. Nehmen wir das Beispiel der Musikschule Fröhlich. Das Unternehmen fordert keine Einstiegsgebühr und das notwendige Eigenkapital beträgt nur 2.500 Euro. Die laufende Gebühr ist mit 7,5 bis 15 % jedoch verhältnismäßig hoch. Somit sollten Sie sich auch von Franchiseanbietern mit höheren Einstiegsgebühren nicht abschrecken lassen, am Ende zählt dann nämlich nur die Gesamtsumme aller Kosten.

#3 Von Quereinstieg bis Profi - was erwartet das Franchise von Ihnen?

Auch bei den erforderlichen Qualifikationen gibt es große Unterschiede beim Franchising. Ganz generell ist Franchising gut geeignet für Quereinsteiger. Bei vielen Franchiseunternehmern sind die Berufs- und Managementerfahrung sowie das Eigenkapital und die Motivation, eine bestehende Geschäftsidee umzusetzen, weit wichtiger, als die Branchenkenntnisse. So fordert das Franchiseunternehmen clever fit auf seiner Website – wie viele andere Systeme – auch folgende Aspekte:

  • unternehmerisches Denken und Handeln
  • Leidenschaft für Sport und Fitness
  • Ehrgeiz für maximalen Erfolg
  • soziale Kompetenzen
  • entsprechendes Eigenkapital
  • grundlegende kaufmännische Kenntnisse

Bei anderen Franchiseunternehmen wird wiederum mehr, als nur Leidenschaft für ein Thema, verlangt: Apollo Optik setzt voraus, dass man eine abgeschlossene Ausbildung als Augenoptikermeister nachweisen kann. Die Musikschule Fröhlich fordert zum Einstieg in das Franchise eine gute Singstimme und Kenntnisse auf Tasteninstrumenten. Holiday Land möchte ein bereits bestehendes Reisebüro in guter Lage und 1 Mio. Euro touristischem Umsatz sowie langjährige Erfahrung im Vertrieb touristischer Produkte.

#4 Von Anfang bis Ende unterstützt

Beim Franchising ist es üblich, dass Sie Unterstützung von Ihrem Franchisenehmer erhalten. Um den erfolgreichen Einstieg in das System zu gewährleisten, beginnt das bereits vor der Vertragsunterzeichnung. Viele Franchisesysteme haben eigene Schulungszentren, in denen sie ihre Franchisenehmer weiterbilden. Schulungen fokussieren sich insbesondere auf die Branche des Systems, aber auch in Sachen Steuern, Marketing oder Vertrieb werden oftmals Fortbildungen durch das Franchise angeboten.

Zudem unterstützt ein guter Franchisegeber seine Partner bei der Planung der Finanzierung. In der Regel legt der Franchisegeber dem Franchisenehmer als Grundlage für die Kalkulation seine internen Finanzierungs-, Liquiditäts- und Rentabilitätsplanungen vor. Franchisegeber bieten teilweise auch Darlehen, Mietzuschüsse, Warenkredite oder die Staffe¬lung der Eintritts- bzw. der laufenden Gebühr an.

Zusammengefasst sollten Sie folgende Fragen in Sachen Unterstützungsangebote klären, bevor Sie sich für ein Franchisesystem entscheiden:

  • Wie umfangreich sind die Schulungen, die mich auf den Einstieg vorbereiten?
  • Welche weiteren Hilfsangebote vonseiten des Franchise stehen bereit?
  • Welche Serviceleistungen werden durch das Franchise geboten (bspw. Buchhaltung)?
  • Gibt es ein umfangreiches Handbuch zur Betriebsführung?
  • Habe ich einen festen Betreuer / Ansprechpartner bei dem Franchise?

#5 Von Teilzeit bis Multi-Unit-Franchising

In der Regel wird von den Franchisegebern gefordert, dass Sie sich dem Franchising in Vollzeit widmen. Das ist auch durchaus sinnvoll, da der Zeitaufwand für eine sorgfältige Gründung insbesondere innerhalb der ersten Jahre nicht unterschätzt werden sollte. Üblich ist also eine Vollzeitstelle – die in der Regel deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche von Ihrer Zeit in Anspruch nimmt. Im Dienstleistungssektor sowie bei manchen Fitnessstudios und in der Beratungsbranche lassen sich aber auch Teilzeit-Franchisesysteme aushandeln.

Eine Möglichkeit ist außerdem das Multi-Unit-Franchising. Das heißt, dass Sie mehrere Standorte eröffnen können, nachdem Sie einen Standort erfolgreich etabliert haben. Sollten Sie hieran schon von Anfang an Interesse haben, ist es natürlich zudem von Bedeutung, dass Sie sich vorab informieren, ob Ihr System Multi-Unit-Franchising zulässt.

Wie viel... kann ich mit Franchising verdienen?

Mit Franchising lässt sich ganz prinzipiell gutes Geld verdienen – in der Realität entscheiden aber die Persönlichkeit, die Wahl des Systems und vieles mehr über den tatsächlichen Verdienst beim Franchising. So kann ein Franchisesystem sehr attraktive Verdienstchancen für seine Partner bieten, wenn der Gründer sich aber im Nachhinein als zu gering qualifiziert herausstellt und der Sache nicht gewachsen ist, trübt dies aber auch die Einkommensaussichten. Gleiches gilt im Gegenzug für den perfekt geeigneten Existenzgründer, der sich für ein unpassendes System oder den falschen Standort beim Franchising entscheidet.

Folgende Faktoren können Ihr Einkommen beim Franchising beeinflussen:

  1. Die Branche
  2. Die Höhe der Investitionskosten
  3. Die laufende Franchisegebühr
  4. Die Art der Finanzierung
  5. Der Standort
  6. Die Gründerpersönlichkeit

Erfahren Sie hier, welche Rolle diese Faktoren im Einzelnen spielen können und wie hoch das Einkommen beim Franchising am Ende tatsächlich sein kann.

Wie... werde ich Franchisenehmer? In 10 Schritten zum Franchise

Die Grundlage für die erfolgreiche Gründung per Franchise wird bereits mit der Planung gelegt. Angefangen von der Auswahl des Systems, der eingehenden Prüfung bis hin zum Franchisevertrag hält der Start beim Franchising jedoch einige spezielle Aspekte parat. Auch der Businessplan und die Finanzierung stehen natürlich im Fokus, bevor Sie endgültig mit Ihrem Franchise durchstarten können. Gehen Sie folgende 10 Schritte, wenn Sie Franchisenehmer werden wollen.

#1 Sind Sie ein (Franchise-)Gründer?

Der Weg in die Selbstständigkeit per Franchise setzt einerseits voraus, dass Sie ein Unternehmertyp sind. Die wenigsten werden jedoch als Unternehmer geboren. Wichtiger ist der Wunsch, eigenständig zu arbeiten, mit einer hohen Leidenschaft und Motivation an die Sache heranzugehen, Verantwortung übernehmen zu wollen und auch in Stresssituationen keine Angst vor Entscheidungen zu haben.

Als Gründer im Franchising ist es zudem wichtig, eigene Ideen den Leitlinien und Vorgaben des Franchisesystems unterordnen. Sie geben beim Franchising also ein Stück unternehmerische Freiheit auf, profitieren allerdings beispielsweise von der bestehenden Markenbekanntheit oder den bundesweiten Werbekampagnen. Erforderlich für die Gründung per Franchise ist ein gewisses Eigenkapital, um die oftmals höheren Gesamtinvestitionen finanzieren zu können.

Finden Sie heraus, ob Sie ein (Franchise-)Gründertyp sind und machen Sie den obenstehenden (Franchise-)Gründertest mit unserer Infografik.

#2 Welches Franchise passt zu Ihnen?

Bei rund 1.000 bestehenden Franchisesystemen steht zunächst die Auswahl des für Sie passenden Systems an. Allerdings werden Sie sich im Vorfeld sicherlich überlegt haben, welche Branche(n) für Sie besonders interessant sind und welches Finanzierungsvolumen Sie stemmen können. Damit reduziert sich die anfänglich hohe Zahl an Systemen schnell. Zudem sollten Sie von Beginn an darauf achten, qualitativ hochwertige und seriöse Anbieter für Franchising anzuschauen.

Informieren Sie sich auf der Website des Systems, treffen Sie auf Messen die Franchiseverantwortlichen und verschaffen Sie sich bestehenden Standorten einen eigenen Einblick in das System – sprechen Sie dabei auch mit den bestehenden Franchisepartnern. Weitere Parameter für die Auswahl des Systems sind, wo noch Standorte für neue Franchisenehmer zur Verfügung stehen und welche Berufs- oder Branchenerfahrung konkret verlangt wird.

Stellen Sie Stärken und Schwächen für die Systeme in der engeren Wahl auf: Was tritt bei Franchise X besonders negativ, was bei einem anderen Franchise besonders positiv hervor? Prüfen Sie, wie viele Neueröffnungen oder Schließungen es in den vergangenen Jahren bei dem Franchise gegeben hat. Und wie lange dauert es durchschnittlich, bis ein Franchisenehmer profitabel wird? Anhand einheitlicher Kriterien können Sie dann die verbliebenen Systeme bewerten und den Favoritenkreis für Ihr persönliches Franchise weiter einengen.

#3 Details prüfen: die vorvertragliche Aufklärungspflicht

Wenn Sie sich auf Ihre Favoriten für das Franchise festgelegt haben, geht es an die Details. Insbesondere betriebswirtschaftliche Daten und Fakten können Sie natürlich nicht ausschließlich von außen beurteilen. Für Franchisesysteme besteht in diesem Zusammenhang die sogenannte vorvertragliche Aufklärungspflicht. Zu den Informationen, die Ihnen – ungefragt – durch das Franchise präsentiert werden sollten gehören unter anderem:

  • Wie hoch sind die notwendigen Investitionen?
  • Was leistet die Systemzentrale für die Franchisepartner?
  • Wie haben sich bestehende Franchisepartner entwickelt?
  • Wie hoch ist der durchschnittliche Jahresumsatz?

Zögert ein Franchisesystem oder erscheinen die Daten aus Ihrer Sicht unvollständig, sollten Sie skeptisch werden. Transparenz ist das Gebot der Stunde – fordern Sie diese unbedingt ein. Lassen Sie sich außerdem auch das Systemhandbuch für das jeweilige Franchise geben. Dieses sollte umfangreiche Hilfestellungen und Richtlinien für die Umsetzung des Systems beinhalten. Ist ein Handbuch nicht vorhanden oder macht dieses einen unprofessionellen Eindruck, spricht dies klar gegen das System.

Zusätzlich sollten Sie in den Gesprächen darauf achten, ob die persönliche Chemie zwischen Ihnen und dem Franchisegeber stimmt. Fühlen Sie sich wohl und können Sie sich vorstellen, Teil dieser Franchisefamilie zu werden?

#4 Businessplan schreiben

Auch wenn ein Franchise an anderen Standorten erfolgreich läuft, ist dies keine Garantie für Ihren Erfolg. Gute Planung legt allerdings die Grundlage für den künftigen Erfolg. Ihr eigener Businessplan hilft Ihnen, die Angaben des Franchisesystems zu validieren und auf Ihren Standort zu übertragen. Dabei ist auch eine eigene kleine Markforschung vor Ort zu empfehlen, in deren Rahmen Sie mögliche Zielkunden befragen.

Zusätzlich zur Unterstützung beim Businessplan durch das Franchisesystem, können Sie einen Gründercoach beauftragen, der Sie bei der Planung der Gründung per Franchise unterstützt. Dies ist insbesondere in Hinblick auf die häufig erforderliche Finanzierung des Franchisesystems eine gute Investition, zumal Förderprogramme einen Teil der Beratungskosten bezuschussen.

#5 Finanzierung sichern

Eigenkapital ist für den Start per Franchise unumgänglich. Hinzu kommt häufig ein Darlehen, um die Investitionen zum Start zu schultern. Auf Basis des Businessplans geht es dann darum, eine Bank von der Finanzierung des Vorhabens zu überzeugen. Förderkredite der bundesweit agierenden KfW oder der Förderbanken der Länder können dabei natürlich genutzt werden. Für den Fall nicht ausreichender Sicherheiten stehen Ihnen Bürgschaftsbanken zur Seite. Dank einer Kooperation des Deutschen Franchise Verbands mit dem Verband Deutscher Bürgschaftsbanken ist bei Franchisesystemen, die Vollmitglied im DFV sind, die grundsätzliche Finanzierungsbereitschaft bereits gegeben, da diese im Zuge des DFV-System-Checks bereits ausführlich geprüft wurden.

Bei den meisten Franchisesystemen ergibt sich eine Gesamtsume von 20.000 bis 150.000 Euro - laufende Franchisegebühren, die in der Regel vom Umsatz abhängig sind, sind hier nicht mit einberechnet. Für die Finanzierung der Gründung per Franchise sind Darlehen üblich, Eigenkapital wird jedoch vorausgesetzt. Erfahren Sie hier mehr über Möglichkeiten der Finanzierung von Franchising.

#6 Franchisevertrag abschließen

Der Franchisevertrag ist das zentrale Dokument zwischen Ihnen und dem Franchisegeber. Er regelt sämtliche Rechte und Pflichten. Der wichtigste Tipp vorab: Prüfen Sie den Vertrag auch mit einem auf Franchising spezialisierten Anwalt. Wichtige Punkte, die im Franchisevertrag auf keinen Fall fehlen dürfen, sind:

  • die Darstellung des Systems inkl. der Produkte und Dienstleistungen,
  • ein Verweis auf das Systemhandbuch,
  • Regelungen zu den Markenrechten des Systems,
  • die Regelungen zu den zu zahlenden Eintritts- und laufenden Franchisegebühren,
  • die Vertragsdauer und Regelungen zum Vertragsende.

Aber auch Details zu den angebotenen Schulungen, Marketingmaßnahmen und zur Weiterentwicklung des Systems müssen enthalten sein. Außerdem wollten Informationen über Gebietsschutz und Vertragslaufzeit bzw. -kündigung festgehalten werden. Der Franchisevertrag muss fair gestaltet sein, schließlich geht es um eine Partnerschaft zwischen Franchisenehmer und -geber.

#7 Know-how aufbauen und vertiefen

Franchisesysteme, denen der Erfolg ihrer neuen Partner wichtig ist, bieten im Vorfeld bereits umfangreiche Hilfestellungen an. Dabei geht es zum einen darum, das entsprechende Franchisesystem näher kennenzulernen. Zum anderen wird aber auch eine umfangreiche Hilfestellung für die Erstellung des Businessplans und der Finanzierung durch das Franchise gegeben.

Eva Martini von der Franchiseberatung FranNet hat hierfür einen Tipp: „Viele Franchisesysteme veranstalten sogenannte „Discovery Days“. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um wichtige Unternehmensbereiche kennenzulernen: Dazu zählen Management, Marketing oder Buchhaltung. Sie erfahren dort Hintergründe zur Strategie sowie Philosophie und können im Anschluss einschätzen, ob Sie sich mit der Unternehmenskultur identifizieren. Stellen Sie sich die Frage, ob das Franchisekonzept zu Ihnen passt und dabei helfen wird, Ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Denken Sie auch darüber nach, ob Sie sich vorstellen können, mit den zukünftigen Geschäftspartnern und Kollegen längerfristig gut zusammenzuarbeiten.“

#8 Den Standort finden und „einrichten“

Der wirtschaftliche Erfolg beim Franchising hängt oft vom passenden Standort ab, vor allem wenn es sich um einen Gastronomiebetrieb oder ein Ladengeschäft handelt. In Hinblick auf die Lage oder auch die erforderliche Größe bestehen meist konkrete Vorgaben des Systems.

Zudem haben Franchisegeber auf Basis ihrer zahlreichen Standorte im Laufe der Zeit detaillierte Kriterien entwickelt, die bei der Standortwahl sehr hilfreich sind. Nutzen Sie unbedingt die Unterstützung durch das System. Für viele Franchisesysteme im Dienstleistungsbereich ist der Start im Homeoffice möglich, sodass Sie die Standortfrage entspannt abhaken können.

Unabhängig davon lautet eine wichtige Frage für künftige Franchisenehmer, ob ein Gebietsschutz bei dem Franchise besteht, also ob Ihr Franchisesystem die Ansiedlung weiterer Franchisepartner innerhalb eines bestimmten Gebiets um Ihren Standort herum ausschließt. Achten Sie aber nicht nur darauf, ob der Gebietsschutz besteht, sondern prüfen Sie auch, ob dieser ausreichend ist, damit sich Franchisenehmer des gleichen Systems Ihnen nicht zu starke Konkurrenz machen.

Bei der Einrichtung Ihres künftigen Standorts setzen Sie in der Regel die Vorgaben des Franchisegebers um. Schließlich geht es bei der standardisierten Einrichtung nicht zuletzt darum, den Wiedererkennungswert beim Kunden zu nutzen und zu steigern.

#9 Mitarbeiter für das Franchise einstellen

Sie starten in einem Franchisesystem in der Regel nicht als Einzelkämpfer. Sei es im Pflegebereich, in der Gastronomie oder mit einem Geschäft für Feinkost – Sie werden von Anfang an Mitarbeiter einstellen. Legen Sie auf die Auswahl der richtigen Mitarbeiter großen Wert und lassen Sie sich vom System unterstützen. Tauschen Sie sich mit anderen Franchisepartnern aus, um zu erfahren, welche Eigenschaften Ihre Mitarbeiter mitbringen sollten und wie Sie bei der Personalsuche für Ihr Franchise idealerweise vorgehen.

Gute Mitarbeiter werden einen wesentlichen Beitrag zu Ihrem Erfolg beisteuern. Es ist Ihre Aufgabe, die Mitarbeiter effizient zu führen. Ein Kurs zur Mitarbeiterführung und -motivation – sollte dieser nicht bereits vom System angeboten werden – ist an dieser Stelle zu empfehlen. Achten Sie auf ein gutes Betriebsklima und gehen Sie mit gutem Beispiel voran.

#10 Eröffnen und Kunden gewinnen

Nun sind die Vorbereitungen abgeschlossen und der Startschuss kann fallen. Rühren Sie zur Eröffnung die Werbetrommel – vielleicht können Sie auch die lokale Presse für eine Berichterstattung gewinnen? Durch die standardisierten Prozesse des Franchisesystems können Sie schnell auf die Akquise und den Vertrieb konzentrieren. Auch wenn Sie dabei sicherlich von der Markenbekanntheit des Gesamtsystems profitieren, werden die Kunden nicht vom Himmel fallen, weshalb Sie stets einen großen Teil Ihrer Zeit diesem Aspekt widmen sollten.

Zu den Marketingmaßnahmen gehören heutzutage auch verstärkt Social Media-Aktivitäten, bei denen Sie kreativ in Erscheinung treten können. Achten Sie hierbei aber auf die Vorgaben des Franchisesystems, da die Richtlinien für die Kommunikation auf den Social Media-Plattformen oftmals vorgegeben sind.

Und zu guter Letzt: Denken Sie immer daran, dass Sie als Franchisepartner Teil eines großen Netzwerks sind. Vertrauen Sie auf die Vorgaben der Systeme und setzen Sie diese konsequent um. Nutzen Sie auch die kontinuierlichen Schulungen Ihres Franchiseanbieters und besuchen Sie die regelmäßigen Netzwerktreffen. Dort können Sie sich mit anderen Franchisenehmern austauschen und von deren Erfahrung profitieren.

TIPP

Die Initiative Top 10 Franchise hat diverse Franchisesystems geprüft und die aus ihrer Sicht besten Systeme nominiert. Wer zu den Top 10 Franchisesystemen gehört, erfahren Sie hier.

Deutscher Franchise-Verband und Franchise Award

Der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV) ist ein Verbund für Franchisegeber und Franchisenehmer in der deutschen Franchisewirtschaft. Der DFV vertritt die Interessen der rund 280 Mitglieder in Deutschland sowie auf internationaler Ebene. Die Mitglieder des DFV profitieren vom Branchenwissen, dem ausgebauten Netzwerk und den Beratern und Anwälten des DFV, die die Mitglieder beim Tagesgeschäft und in Rechtsfragen zum Thema Franchising beraten. Außerdem stuft der DFV durch einen sogenannten System-Check Franchisesysteme als seriös ein.

Für interessierte Franchisenehmer bietet der DFV ebenfalls ein umfangreiches Handbuch für den Start per Franchise, Checklisten und auf Franchise spezialisierte Berater: mehr über den DFV erfahren. Der DFV zeichnet zudem einmal im Jahr Systeme mit dem Franchise Award sowie dem Green Franchise Award aus.

Glossar: wichtige Begriffe rund um Franchise kompakt erklärt

  • Bezugsbindung: Im Franchisevertrag festgelegte Verpflichtung des Franchisenehmers, Waren ausschließlich vom Franchisegeber bzw. dessen Lieferanten abzunehmen.
  • Dienstleistungsfranchising: Franchising mit Fokus auf die Durchführung einer Dienstleistung durch den Franchisepartner nach Anleitung des Franchisegebers (vgl. Produkt- und Vertriebsfranchising).
  • Eigenkapital: Die Höhe des notwendigen Eigenkapitals potenzieller Franchisepartner, das in Verbindung mit einer Darlehensfinanzierung zur Teilnahme am Franchisesystem vorhanden sein muss.
  • Eintritts- bzw. Einstiegsgebühr: Eine zu Beginn einmalig vom Franchisenehmer an den Franchisegeber zu zahlende Gebühr, die zum Erwerb der Lizenzrechte und zum Aufbau des Franchisestandortes dient.
  • Franchise / Franchising: Das Prinzip, ein am Markt erprobtes Geschäftskonzept an selbstständige Unternehmer zur Umsetzung nach konkreten Vorgaben gegen Entgelt zu lizenzieren.
  • Franchisegeber: Ein Unternehmen, das ein eigens entwickeltes Geschäftskonzept erfolgreich am Markt getestet hat und dieses dann selbstständigen Unternehmern samt Marke gegen Gebühr zur Umsetzung zur Verfügung stellt.
  • Franchisehandbuch: Eine Dokumentation des vorhandenen Know-hows, das den Franchisenehmern zur erfolgreichen Umsetzung des Franchisekonzepts zur Verfügung gestellt wird.
  • Franchisenehmer, Franchisepartner: Ein selbstständiger Unternehmer, der auf Basis seiner vertraglichen Bindung zum Franchisegeber das Franchisekonzept an einem oder mehreren Standorten umsetzt.
  • Franchisesystem: Das Netzwerk zwischen Franchisegeber und all seinen Franchisepartnern.
  • Franchisevertrag: Die Definition des rechtlichen Verhältnisses inklusive sämtlicher Rechte und Pflichten zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer.
  • Gebietsschutz: Ein im Franchisevertrag fest definierter Umkreis, in dem keine weiteren Standorte desselben Franchisesystems eröffnet werden dürfen. Der Gebietsschutz kann vorgesehen sein, muss aber nicht.
  • Laufende Franchise- oder Lizenzgebühr: Eine meist von Umsatz abhängige Gebühr, die der Franchisenehmer für unterstützende Dienstleistungen und zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Systems entrichten muss.
  • Master-Franchising: Die Erlaubnis des Franchisenehmers, dass der Franchisegeber das Franchisesystem in einem größeren Gebiet oder einem anderen Land als Franchisegeber eigenständig aufbauen darf.
  • Multi-Unit-Franchising: Beim Multi-Unit-Franchising betreibt ein einzelner Franchisenehmer mehrere Standorte des gleichen Systems.
  • Pilotbetrieb: Ein Standort, der vom Franchisegeber selbst betrieben wird und dem Zweck dient, das Geschäftskonzept vor der Expansion mit externen Franchisepartnern auf seinen Erfolg zu prüfen.
  • Produktfranchising: Herstellung von Produkten durch den Franchisenehmer nach Anleitung und unter Name des Franchisegebers sowie deren Vertrieb (vgl. Dienstleistungs- und Vertriebsfranchising).
  • Systemzentrale: Zentrale des Franchisegebers, in dem das Franchisesystem koordiniert, weiterentwickelt und die zentralen Geschäftsprozesse, wie beispielsweise der Wareneinkauf, gesteuert werden.
  • Vertriebsfranchising: Beim Vertriebsfranchising liegt der Leistungsfokus des Franchisenehmers auf dem Verkauf von durch den Franchisegeber gelieferten Waren in dessen Namen (vgl. Produkt- und Vertriebsfranchising).
  • Vorvertragliche Aufklärungspflicht: Die Pflicht des Franchisegebers, dem potenziellen Franchisepartner vor Vertragsabschluss ungefragt sämtliche Informationen zum Konzept und insbesondere dessen Wirtschaftlichkeit zukommen zu lassen.
  • Werbegebühr: Eine häufig vom Franchisenehmer zu entrichtende, meist vom Umsatz abhängige, Gebühr für Werbemaßnahmen zugunsten aller Franchisenehmer, bspw. TV-Werbung.

Fazit: Vor- und Nachteile bei der Gründung per Franchise

Der Start in die Selbstständigkeit per Franchise bietet einige Vorteile, denn beim Franchising setzen Franchisenehmer ein schon erprobtes Geschäftsmodell um. Als Franchisenehmer haben Sie einen starken Partner an Ihrer Seite. Dabei kann der Existenzgründer als Franchisenehmer das Know-how des Franchisegebers nutzen. Dazu zählen beispielsweise ein erprobtes Marken- oder Dienstleistungssortiment des Franchisegebers. Durch Franchising können somit einige Gründungsfehler umgangen werden.

Zu den Vorteilen beim Franchise gehört außerdem, dass Franchisenehmer von der Popularität des bestehenden Franchisekonzepts profitieren können. Dies ermöglicht Franchisenehmern einen schnelleren Marktzugang unter anderem auch durch gemeinsame Werbemaßnahmen. Insgesamt liegen die Vorteile beim Franchising in einer hohen Markt-, Kunden- und Partnernähe.

Ohne Zweifel bietet Franchise Vorteile für die Existenzgründung. Es bestehen aber beim Franchising für Franchisenehmer auch einige Nachteile, die Sie bei Ihrer Entscheidung für oder gegen ein Franchise berücksichtigen sollten. Als Franchisenehmer geben Sie auch ein Stück unternehmerische Freiheit auf, da Sie mit dem Franchisegeber einen Franchisevertrag abschließen. Das heißt, das Ziel der Unabhängigkeit durch die Existenzgründung ist eingeschränkt, denn als Franchisenehmer sind Sie abhängig von der Geschäftspolitik des Franchisegebers.

Zudem entstehen beim Franchising für den Franchisenehmer oft hohe Gründungskosten für die Übernahme der Lizenz oder bei der Gestaltung der Verkaufsräume nach den Vorgaben des Franchisegebers. Bei der Entscheidung für ein Franchise sollte vor allem die Auswahl eines geeigneten Franchisegebers gründlich durchdacht sein, denn Franchisenehmer und Franchisegeber müssen eng zusammenarbeiten. Neben seriösen Franchisegebern gibt es auch eine Reihe fragwürdiger Angebote. Lassen Sie sich Referenzen durch das Franchise nennen und sprechen Sie mit anderen Franchisenehmern. Neben der kaufmännischen Prüfung des Franchiseangebots, sollten Sie vor Abschluss des Vertrags auch den Rat eines Rechtsanwalts, der auf Franchising spezialisiert ist, einholen.

Franchise: Keine Garantie für Erfolg

Trotz der Vorteile, die ein Franchise bietet, sollten Sie als potenzieller Franchisenehmer auf jeden Fall stets daran denken, dass auch das Franchising keine Garantie für den Erfolg ist. Egal ob eine eigene Idee oder Franchise – die Schritte zur Analyse und Prüfung der Geschäftsidee sind stets gleich. Daran schließt sich dann auch die Erstellung eines Businessplans an.

Übrigens können Sie später ja auch darüber nachdenken aus Ihrer Geschäftsidee ein Franchise zu machen und als Franchisegeber aufzutreten.

Nächster Artikel:
Unternehmensnachfolge

20 kostenfreie Tools

Businessplanvorlage, Finanzplan, SWOT etc. – unsere Tools für Gründer!

1x im Monat neue Geschäftsideen

Interessiert an neuen Geschäftsideen? Unseren Newsletter abonnieren!

Aktuelle Themen im Daily

Deine tägliche Dosis Unternehmertum gibt es in unserem GründerDaily!