Franchise: Gründen mit einer erprobten Geschäftsidee

Der Traum vom eigenen Unternehmen muss nicht platzen, nur weil man keine eigene Geschäftsidee hat. Die Gründung per Franchise stellt hierfür eine interessante Alternative dar. Und da beim Franchising ein etabliertes Geschäftsmodell übernommen und meist "nur" an einem neuen Standort umgesetzt wird, ist die Gründung per Franchise oft weniger riskant.

Wichtig ist, dass Sie ein passendes Franchisesystem finden. In unserer exklusiven Franchisebörse stellen wir Ihnen interessante Franchisesystem vor. 

Inhalt

Lernen Sie das Thema Franchising kennen und werden Sie Gründer - mit einer erprobten Geschäfsidee und jeder Menge Support durch einen Franchisegeber. Auf dieser Seite erfahren Sie u.a. folgende Dinge über Franchising:

  1. Was ist Franchise (Definition)?
  2. Die Top 10 Franchise-Systeme in Deutschland
  3. Wie funktioniert Franchise?
  4. Franchise in Deutschland: Zahlen und Fakten
  5. Erfolgschancen von Franchise in Deutschland​​​​​​​
  6. Wer eignet sich als Franchisenehmer?
  7. Wo finde ich das passende Franchise-System?
  8. Wie viel kann ich mit Franchising verdienen?
  9. Wie werde ich Franchisenehmer? 10 Schritte zum Erfolg

Was ist Franchise? - Definition

Grundsätzlich sind drei Wege denkbar, wenn Sie sich selbstständig machen wollen:

Das Wort "Franchise" stammt aus dem Französischen und bedeutet ursprünglich "Freiheit von Abgaben". Im Mittelalter war es ein Privileg, ohne Abgabe an den Feudalherren etwas verkaufen zu dürfen und heute wird es als Privileg angesehen, wenn man unter einem eingeführten Firmennamen selbstständig werden kann. 

Bei der Gründung per Franchising eröffnet man eine Filiale einer am Markt bereits etablierten Marke bzw. "Kette". Eines der bekanntesten Franchisesysteme ist McDonald's: statt eines eigenen Restaurants können interessierte Franchisenehmer ein McDonald's Restaurant eröffnen und profitieren von den Erfahrungswerten, den Produkten, dem bekannten Markennamen sowie der direkten Unterstützung durch den Franchisegeber, der ein ur-eigenes Interesse am Erfolg Ihres Unternehmens hat.

Hierfür nehmen Sie ein Stück weit unternehmerische Freiheit in Kauf, da Sie sich an die Vorgaben des Franchisegebers halten müssen. Andererseits müssen sie nicht alles selbst machen, sondern können mit ein wenig Startkapital direkt starten. Im Vergleich zur Entwicklung und Realisierung einer eigenen Geschäftsidee ist das Franchising relativ risikoarm.

Die Top 10 Franchise Unternehmen in Deutschland

Sie möchten sich selbstständig machen - ggf. als Quereinsteiger - und direkt durchstarten? Dann sollten Sie sich die nachfolgenden zehn Franchise Unternehmen genau anschauen. Jedes dieser 10 Franchise wächst äußerst dynamisch und sucht nach neuen Franchisenehmern - die Erfolgsaussichten für Gründer stehen also sehr gut. 

Town & Country

Erfüllen Sie Träume vom Eigenheim! Werden Sie erfolgreicher Partner vom führenden Markenhaus!

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Schülerhilfe

Werden Sie Teil des erfolgreichen Franchise: starten Sie mit Ihrem eigenen Nachhilfe-Institut!

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Back Factory

Erfolgreich als Snack-Profi! Werden Sie Inhaber einer Back-Factory und starten Sie durch!

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Promedica Plus

Mit dem Markführer in der Vermittlung von 24h-Pflege und Betreuung für Senioren als Partner wachsen!

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clever fit

Ihr eigenes Fitness-Studio: mit dem stark wachsenden und mehrfach prämierten Franchise von clever fit!

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BoConcept

Designermöbel sind Ihr Ding? Werden Sie Inhaber eines erfolgreichen BoConcept Stores!

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Mail Boxes Etc.

Chef in Ihrem eigenen MBE Center: bieten Sie Ihren Kunden alles rund um Versand, Grafik und Druck!

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ERA

Ihre eigene Unternehmens-Beratung: Als Partner von ERA helfen Sie Firmen, Kosten effizient zu senken.

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Rainbow Intl.

Führen Sie Ihren eigenen erfolgreichen Handwerksbetrieb im Bereich Sanierungen.

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burgerme

Sie mögen Burger? burgerme, Marktführer im Burger-Delivery, sucht neue Partner!

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Weitere bekannte Top Franchise Systeme für Gründer

Neben den Top 10 Franchise stellen wir Ihnen weitere, bekannte Franchise Systeme vor. Alle Systeme suchen nach neuen Franchisepartnern und sind in unserer Franchisebörse vertreten. 

Weitere Informationen zu dem jeweiligen Franchise finden Sie in dem jeweiligen Franchiseprofil. Sie können dann auch ein kostenfreies Infopaket anfordern. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg. 

Nachhilfe

Starten Sie Ihr eigenes Nachhilfe-Institut. Mit über 1.000 Schulen seit 40 Jahren erfolgreich

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Immobilienmakler

Werden Sie Teil des erfolgreichsten Immobilienmakler-Netzwerkes der Welt!

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Frauenfitness

Eröffnen Sie Ihr eigenes Frauen-Fitnesstudio mit dem mehrfach prämierten Marktführer. 

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Linde Gas Shop

Als Franchispartner eröffnen Sie Ihren eigenen erfolgreichen Linde Gas Shop

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Kaffeeliebhaber

Werden Sie Inhaber eines oder mehreren mobilen Coffee Shops und Teil der Erfolgsstory Coffee-Bike

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EMS-Sportstudio

Starten Sie ihr eigenes EMS-Sportstudio mit dem führenden EMS-Lizenzkonzept

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Wein & Feinkost

Werden Sie Herr Ihres eigenen erfolgreichen Wein & Feinkostgeschäfts - dank Barrique! 

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Facility Manager

Werden Sie Facility-Management Unternehmer mit dem bekannten DLZ Franchise. 

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Franchise Unternehmen finden in der Franchisebörse

Unter den hier aufgeführten Franchise ist keines dabei, das für Sie in Frage kommt? In unserer Franchisebörse stellen wir weitere interessante und erfolgreiche Franchise-Systeme vor. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim "Durchstöbern"!

Franchise finden

Wie funktioniert Franchising genau?

Franchise bzw. Franchising ist ein auf Partnerschaft basierendes Vertriebssystem. Das bedeutet, dass die bereits mehrfach umgesetzte Geschäftsidee eines Franchisegebers von Ihnen als Franchisenehmer übernommen und an einem neuen Standort als Franchise umgesetzt wird. Nutzen können Sie beim Franchising neben der Idee auch beispielsweise das Marketingkonzept, das Corporate Design, die Nutzungsrechte sowie die Lieferanten – Dinge, die zu Beginn einer klassischen Gründung in der Regel sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Zudem erhalten Sie eine Reihe an Unterstützungsleistungen und profitieren bspw. auch vom Marketing, das bei bundesweiten Kampagnen von der Systemzentrale für das einzelne Franchise durchgeführt wird.

Als Gründer im Franchising haben Sie eine ideale Starthilfe, denn neben diesen Punkten, die Sie einfach übernehmen können, werden regelmäßig Schulungen und Möglichkeiten zum Networking angeboten. Sie profitieren somit nicht nur vom Know-how Ihres Franchisegebers, sondern auch durch den regelmäßigen Austausch mit anderen Franchisenehmern.

Im Gegenzug müssen Sie als Franchisenehmer eine Eintrittsgebühr und meist am Umsatz orientierte Abgaben an den Franchisegeber entrichten. Außerdem besteht beim Franchising eine Berichtspflicht gegenüber dem System. Weitere Details zur Funktionsweise des Franchisings finden Sie hier.

So funktioniert Franchising
Bei der Gründung per Franchise greifen im Idealfall viele Zahnräder ineinander und sichern den Erfolg.

Franchise in Deutschland: Zahlen und Fakten

Im Jahr 2018 gab es laut dem Deutschem Franchiseverband 993 Franchisegeber bzw. Franchisesysteme in Deutschland. Die Zahl der Franchisenehmer lag bei 128.009 mit insgesamt 715.362 Mitarbeitern. Zudem verbucht Franchise in Deutschland steigende Umsätze.

  • 2005 lag der Umsatz von Franchise in Deutschland insgesamt noch bei 32,3 Mrd. €.
  • In den folgenden Jahren stieg der Umsatz von Franchise in Deutschland kontinuierlich (von 2006: 37,6 Mrd. € auf 55 Mrd. € im Jahr 2010 und 2014: 73,4 Mrd. €).
  • Im Jahr 2018 verzeichnete Franchise in Deutschland einen Umsatz von insgesamt 122,8 Mrd. €, was einer Steigerung von 9% im Vergleich zu 2017 entspricht.

Erfolgschancen von Franchise Unternehmen in Deutschland

Insgesamt ist Franchise für Existenzgründer in Deutschland eine Chance, sich vielversprechend und erfolgreich selbstständig zu machen. Darauf verweist auch nach wie vor in 2019 gültige die Studie des Internationalen Centrums für Franchising & Cooperation (F&C) „Franchising – Erfolgsgarant für Unternehmensgründungen" aus dem Jahre 2014: 

Welcher Gründer überlebt länger?
Überlebens-ChanceFranchisegründerUnabhängige Existenzgründer
nach dem 1. Jahr94%87%
nach dem 2. Jahr88%77%
nach dem 3. Jahr82%71%

94 % der Franchisenehmer sind im Durchschnitt nach einem Jahr noch geschäftlich aktiv sind - im Vergleich zu Gründungen ohne Franchisekonzept, bei denen sich lediglich 87 % als Unternehmen behaupten. Zwei Jahre nach der Gründung existieren noch 88 % der Franchisenehmer und 77 % der unabhängigen Existenzgründer. Im dritten Jahr sind es noch 82 % Franchisegründer und 71 % allgemeine Gründer, die weiterhin selbstständig aktiv sind. Gründe für das Ausscheiden im Franchise sind laut Studie Insolvenz, wirtschaftliche und persönliche Gründe.

Wir stellen über 30 spannende Franchisesysteme vor

Wer eignet sich als Franchisenehmer?

Als Franchisegründer sollten Sie den Wunsch nach einer Selbstständigkeit sowie Basiskenntnisse in Sachen Betriebswirtschaft mitbringen. Was viele jedoch nicht wissen: Franchising eignet sich besonders für Quereinsteiger und Personen, die schon etwas Berufserfahrung gesammelt haben. Fähigkeiten in Sachen Führung sind beim Franchising meistens wichtiger als Branchenkenntnisse. Finden Sie anhand folgender 10 Punkte heraus, ob Sie für Franchising geeignet sind oder machen Sie hierfür den (Franchise-)Gründertest anhand unserer Infografik.

Um für die Gründung per Franchise geeignet zu sein, müssen Sie einige Grundvoraussetzungen erfüllen. Die wichtigsten Faktoren haben wir Ihnen zusammengestellt.

1. Ganz generell: Lust auf eine Selbstständigkeit?

Na klar, zu allererst müssen Sie natürlich Lust auf eine Existenzgründung haben, um Franchisenehmer zu werden. Während manche schon immer insgeheim den Traum hatten, ihr eigener Chef zu sein, kommt dieser Wunsch nach dem eigenständigen Arbeiten bei anderen erst nach einigen Jahren Berufserfahrung. „Einfach noch einmal etwas anderes machen", das kann Franchising ermöglichen. Vor allem Mitarbeiter, die bei ihrem aktuellen Arbeitgeber nicht mehr zufrieden sind, die sich in einer anderen Branche beruflich verändern möchten oder sich mit Franchising selbst verwirklichen wollen, sind als Franchisegründer gut geeignet.

2. Sie müssen bereit sein, viel für Ihre Freiheiten zu arbeiten

Neben den Freiheiten, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt, sollten Sie sich aber auch darüber bewusst sein, dass Sie durchaus viel arbeiten – egal, welche Art der Selbstständigkeit Sie wählen. Gerade in der Anfangsphase einer Existenzgründung sollten Sie mit deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche an Arbeitszeit kalkulieren. Neben dem regulären Geschäft kommen beim Franchise Schulungen und Termine mit dem Franchisegeber hinzu. Auch die Suche nach dem passenden Franchisegeber und die Kapitalbeschaffung nehmen bereits im Vorfeld Zeit in Anspruch.

3. Finanzielle Mittel müssen vorhanden sein

Jedes Franchisesystem fordert ein nachweisbares Eigenkapital, das Sie bei der Gründung einbringen. Die genaue Summe des erforderlichen Eigenkapitals schwankt dabei stark von Franchise zu Franchise. Von 2.500 Euro (Musikschule) bis weit über 100.000 Euro (Hotel) ist alles denkbar, um die erforderlichen Gesamtinvestitionen zu finanzieren. Wichtig ist aber, dass Sie wissen, dass Sie für die Finanzierung beim Franchising Verantwortung übernehmen. Gute Franchisesysteme unterstützen Sie hierbei mit Erfahrungswerten und Know-how.

4. Ihr privates Umfeld sollte das Vorhaben unterstützen

Eine Existenzgründung bedeutet immer Einschränkungen, was das Privatleben betrifft: Sowohl in Sachen Kapital als auch in Sachen Freizeitgestaltung. Erfahrungsgemäß gründen diejenigen besser, die seitens Ihrer Familie und Freunde Unterstützung erfahren. Vor allem der Start in die Selbstständigkeit erfordert häufig viele Überstunden und sehr viel Arbeit.

5. Betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse bringen Sie mit

Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind sehr wichtig, wenn Sie per Franchise gründen. Im Vergleich zu einer klassischen Gründung mit einer eigenen Idee konzentrieren Sie sich beim Franchising jedoch auf das Kerngeschäft: Vertrieb, Kundenbeziehungen und Mitarbeiterführung gehören zu ihren Hauptaufgaben. Für das Marketingkonzept und auch bei der Erstellung des Businessplans erhalten Sie beim Franchising wiederum Unterstützung seitens des Systems.

6. Berufserfahrung sollte beim Start per Franchise vorhanden sein

Wie in Punkt 1 beschrieben, ist nicht die Branche entscheidend dafür, ob man als Franchisenehmer geeignet ist. Vielmehr spielt die Berufserfahrung ganz allgemein eine große Rolle für das Franchising. Der klassische Franchisegründer ist zwischen 35 und 50 Jahre alt, sprich: Lebens- und Berufserfahrung sind beim Start per Franchise vorhanden. Das ist vor allem wichtig, um zu verstehen, wie gewisse Abläufe in einem Unternehmen funktionieren oder wie man mit angestellten Mitarbeitern umgeht.

7. Als Teil eines Systems zum Gesamterfolg beitragen

Als Franchisenehmer sind Sie nicht nur selbstständig, sondern ein aktiver Teil eines gesamten Konzeptes. Beim Gründen per Franchising ist es wichtiger als bei jeder anderen Gründung, gemeinschaftlich zu denken. Schließlich profitieren die einzelnen Franchisenehmer nicht nur voneinander, sondern auch negative Effekte können sich von System zu System übertragen. Das gilt es zu vermeiden. Ein Austausch mit anderen Franchisenehmern und eine aktive Beteiligung an Angeboten des Systems sollten Sie also beim Franchising gerne wahrnehmen.

TIPP

Quereinsteiger sind im Franchising besonders willkommen!

Erfahren Sie mehr über den Quereinstieg per Franchise

Wo finde ich das passende Franchisesystem?

Wie bereits bei den Fakten zur Franchisewirtschaft erwähnt, gibt es gut 1.000 Franchisesysteme. Eine handverlesene Auswahl finden Sie in unserer Franchisebörse.

Um auf der Suche nach dem passenden Franchisekonzept von Anfang an nur auf qualitativ hochwertige Franchisegeber zu setzen, empfehlen wir Ihnen in erster Linie auf erprobte Konzepte zu achten. Hierbei hilft der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV), der seine Franchisegeber vor der Aufnahme mit einem System-Check prüft. Außerdem kann auch die Zufriedenheit der Franchisenehmer ein Indikator für Seriosität sein: Das Internationale Centrum für Franchising und Cooperation ermittelt jährlich die Franchisesysteme mit der höchsten Partnerzufriedenheit und zeichnet diese aus.

Natürlich gibt es aber auch andere Systeme, die Franchising anbieten, seriös sind und vielleicht (noch) nicht Mitglied beim DFV. Ein Franchiseberater bei der Suche und Prüfung unterstützen. Diese Dinge sollten Sie sich auf jeden Fall überlegen, wenn Sie per Franchise gründen wollen:

  • Welche Branchen interessieren Sie?
  • Erfülle ich die Anforderungen des Franchise in Sachen Gebühren und Finanzierung sowie
  • Qualifikationen, Branchenerfahrung 
  • und Standort (Die meisten Franchisegeber haben einen vertraglich vereinbarten Gebietsschutz. Gibt es in Ihrer Region also bereits eine Filiale, so könnte es für Sie schwierig werden)

Wenn Sie - ca. 3 Favoriten gefunden haben, so sollten Sie den persönlichen Kontakt zum Franchise suchen – die berühmte „Chemie" muss 100-prozentig stimmen, schließlich geht es um eine langfristige Partnerschaft! Lesen Sie weitere Tipps zur Auswahl des Franchisesystems

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Freude am direkten Kundenkontakt? Auch hier gibt es gute Franchiseideen, umd Franchisenehmer im Handel zu werden.

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Wieviel kann ich mit Franchising verdienen?

Mit Franchising lässt sich ganz prinzipiell sehr gutes Geld verdienen – in der Realität entscheiden aber die Persönlichkeit, die Wahl des Systems und vieles mehr über den tatsächlichen Verdienst beim Franchising. So kann ein Franchisesystem sehr attraktive Verdienstchancen für seine Partner bieten, insbesondere wenn man nach und nach weitere Filialen eröffnet und "sein Geschäft" kennt. Wenn der Gründer aber der Sache nicht gewachsen ist, kann man auch mit einem erfolgreichen Franchise-System scheitern.

Folgende Faktoren können Ihr Einkommen beim Franchising beeinflussen:

  1. Die Branche
  2. Die Höhe der Investitionskosten
  3. Die laufende Franchisegebühr
  4. Die Art der Finanzierung
  5. Der Standort
  6. Die Gründerpersönlichkeit

Wieviel Sie letztlich verdienen werden, müssen Sie individuell in Ihrem Finanzplan berechnen. Erfahren Sie hier, welche Rolle diese Faktoren im Einzelnen spielen können und wie hoch das Einkommen beim Franchising am Ende tatsächlich sein kann.

Wie werde ich Franchisenehmer? In 10 Schritten zum Franchise

Die Grundlage für die erfolgreiche Gründung per Franchise wird bereits mit der Planung gelegt. Angefangen von der Auswahl des Systems, der eingehenden Prüfung bis hin zum Franchisevertrag hält der Start beim Franchising jedoch einige spezielle Aspekte parat. Auch der Businessplan und die Finanzierung stehen natürlich im Fokus, bevor Sie endgültig mit Ihrem Franchise durchstarten können. Gehen Sie folgende 10 Schritte, wenn Sie Franchisenehmer werden wollen.

#1 Sind Sie ein (Franchise-)Gründer?

Der Weg in die Selbstständigkeit per Franchise setzt einerseits voraus, dass Sie ein Unternehmertyp sind. Die wenigsten werden jedoch als Unternehmer geboren. Wichtiger ist der Wunsch, eigenständig zu arbeiten, mit einer hohen Leidenschaft und Motivation an die Sache heranzugehen, Verantwortung übernehmen zu wollen und auch in Stresssituationen keine Angst vor Entscheidungen zu haben.

Finden Sie heraus, ob Sie ein (Franchise-)Gründertyp sind und machen Sie den obenstehenden (Franchise-)Gründertest mit unserer Infografik.

#2 Welches Franchise passt zu Ihnen?

Bei rund 1.000 bestehenden Franchisesystemen steht zunächst die Auswahl des für Sie passenden Systems an. Allerdings werden Sie sich im Vorfeld sicherlich überlegt haben, welche Branche(n) für Sie besonders interessant sind und welches Finanzierungsvolumen Sie stemmen können. Damit reduziert sich die anfänglich hohe Zahl an Systemen schnell. Zudem sollten Sie von Beginn an darauf achten, qualitativ hochwertige und seriöse Anbieter für Franchising anzuschauen.

#3 Details prüfen: die vorvertragliche Aufklärungspflicht

Wenn Sie sich auf Ihre Favoriten für das Franchise festgelegt haben, geht es an die Details. Insbesondere betriebswirtschaftliche Daten und Fakten können Sie natürlich nicht ausschließlich von außen beurteilen. Für Franchisesysteme besteht in diesem Zusammenhang die sogenannte vorvertragliche Aufklärungspflicht. Zu den Informationen, die Ihnen – ungefragt – durch das Franchise präsentiert werden sollten gehören unter anderem:

  • Wie hoch sind die notwendigen Investitionen?
  • Was leistet die Systemzentrale für die Franchisepartner?
  • Wie haben sich bestehende Franchisepartner entwickelt?
  • Wie hoch ist der durchschnittliche Jahresumsatz?

Zusätzlich sollten Sie in den Gesprächen darauf achten, ob die persönliche Chemie zwischen Ihnen und dem Franchisegeber stimmt. Fühlen Sie sich wohl und können Sie sich vorstellen, Teil dieser Franchisefamilie zu werden?

#4 Businessplan schreiben

Auch wenn ein Franchise an anderen Standorten erfolgreich läuft, ist dies keine Garantie für Ihren Erfolg. Gute Planung legt allerdings die Grundlage für den künftigen Erfolg. Ihr eigener Businessplan hilft Ihnen, die Angaben des Franchisesystems zu validieren und auf Ihren Standort zu übertragen. Dabei ist auch eine eigene kleine Markforschung vor Ort zu empfehlen, in deren Rahmen Sie mögliche Zielkunden befragen.

#5 Finanzierung sichern

Sichern Sie Ihre Finanzierung. Eigenkapital ist für den Start per Franchise unumgänglich. Hinzu kommt häufig ein Darlehen, um die Investitionen zum Start zu schultern. Auf Basis des Businessplans geht es dann darum, eine Bank von der Finanzierung des Vorhabens zu überzeugen. Förderkredite der bundesweit agierenden KfW oder der Förderbanken der Länder können dabei natürlich genutzt werden. Für den Fall nicht ausreichender Sicherheiten stehen Ihnen Bürgschaftsbanken zur Seite. Dank einer Kooperation des Deutschen Franchise Verbands mit dem Verband Deutscher Bürgschaftsbanken ist bei Franchisesystemen, die Vollmitglied im DFV sind, die grundsätzliche Finanzierungsbereitschaft bereits gegeben, da diese im Zuge des DFV-System-Checks bereits ausführlich geprüft wurden.

Erfahren Sie hier mehr über Möglichkeiten der Finanzierung von Franchising.

#6 Franchisevertrag abschließen

Der Franchisevertrag ist das zentrale Dokument zwischen Ihnen und dem Franchisegeber. Er regelt sämtliche Rechte und Pflichten. Der wichtigste Tipp vorab: Prüfen Sie den Vertrag auch mit einem auf Franchising spezialisierten Anwalt. Wichtige Punkte, die im Franchisevertrag auf keinen Fall fehlen dürfen, sind:

  • die Darstellung des Systems inkl. der Produkte und Dienstleistungen,
  • ein Verweis auf das Systemhandbuch,
  • Regelungen zu den Markenrechten des Systems,
  • die Regelungen zu den zu zahlenden Eintritts- und laufenden Franchisegebühren,
  • die Vertragsdauer und Regelungen zum Vertragsende.

Aber auch Details zu den angebotenen Schulungen, Marketingmaßnahmen und zur Weiterentwicklung des Systems müssen enthalten sein. Außerdem wollten Informationen über Gebietsschutz und Vertragslaufzeit bzw. -kündigung festgehalten werden. Der Franchisevertrag muss fair gestaltet sein, schließlich geht es um eine Partnerschaft zwischen Franchisenehmer und -geber.

#7 Know-how aufbauen und vertiefen

Franchisesysteme, denen der Erfolg ihrer neuen Partner wichtig ist, bieten im Vorfeld bereits umfangreiche Hilfestellungen an. Dabei geht es zum einen darum, das entsprechende Franchisesystem näher kennenzulernen. Zum anderen wird aber auch eine umfangreiche Hilfestellung für die Erstellung des Businessplans und der Finanzierung durch das Franchise gegeben.

#8 Den Standort finden und „einrichten“

Der wirtschaftliche Erfolg beim Franchising hängt oft vom passenden Standort ab, vor allem wenn es sich um einen Gastronomiebetrieb oder ein Ladengeschäft handelt. In Hinblick auf die Lage oder auch die erforderliche Größe bestehen meist konkrete Vorgaben des Systems.

Zudem haben Franchisegeber auf Basis ihrer zahlreichen Standorte im Laufe der Zeit detaillierte Kriterien entwickelt, die bei der Standortwahl sehr hilfreich sind. Nutzen Sie unbedingt die Unterstützung durch das System. Für viele Franchisesysteme im Dienstleistungsbereich ist der Start im Homeoffice möglich, sodass Sie die Standortfrage entspannt abhaken können.

#9 Mitarbeiter für das Franchise einstellen

Sie starten in einem Franchisesystem in der Regel nicht als Einzelkämpfer. Sei es im Pflegebereich, in der Gastronomie oder mit einem Geschäft für Feinkost – Sie werden von Anfang an Mitarbeiter einstellen. Legen Sie auf die Auswahl der richtigen Mitarbeiter großen Wert und lassen Sie sich vom System unterstützen. Tauschen Sie sich mit anderen Franchisepartnern aus, um zu erfahren, welche Eigenschaften Ihre Mitarbeiter mitbringen sollten und wie Sie bei der Personalsuche für Ihr Franchise idealerweise vorgehen.

#10 Eröffnen und Kunden gewinnen

Nun sind die Vorbereitungen abgeschlossen und der Startschuss kann fallen. Rühren Sie zur Eröffnung die Werbetrommel – vielleicht können Sie auch die lokale Presse für eine Berichterstattung gewinnen? Durch die standardisierten Prozesse des Franchisesystems können Sie schnell auf die Akquise und den Vertrieb konzentrieren. Auch wenn Sie dabei sicherlich von der Markenbekanntheit des Gesamtsystems profitieren, werden die Kunden nicht vom Himmel fallen, weshalb Sie stets einen großen Teil Ihrer Zeit diesem Aspekt widmen sollten.

Und zu guter Letzt: Denken Sie immer daran, dass Sie als Franchisepartner Teil eines großen Netzwerks sind. Vertrauen Sie auf die Vorgaben der Systeme und setzen Sie diese konsequent um. Nutzen Sie auch die kontinuierlichen Schulungen Ihres Franchiseanbieters und besuchen Sie die regelmäßigen Netzwerktreffen. Dort können Sie sich mit anderen Franchisenehmern austauschen und von deren Erfahrung profitieren.

Franchise Glossar: Wichtige Begriffe kompakt erklärt

  • Bezugsbindung: Im Franchisevertrag festgelegte Verpflichtung des Franchisenehmers, Waren ausschließlich vom Franchisegeber bzw. dessen Lieferanten abzunehmen.
  • Dienstleistungsfranchising: Franchising mit Fokus auf die Durchführung einer Dienstleistung durch den Franchisepartner nach Anleitung des Franchisegebers (vgl. Produkt- und Vertriebsfranchising).
  • Eigenkapital: Die Höhe des notwendigen Eigenkapitals potenzieller Franchisepartner, das in Verbindung mit einer Darlehensfinanzierung zur Teilnahme am Franchisesystem vorhanden sein muss.
  • Eintritts- bzw. Einstiegsgebühr: Eine zu Beginn einmalig vom Franchisenehmer an den Franchisegeber zu zahlende Gebühr, die zum Erwerb der Lizenzrechte und zum Aufbau des Franchisestandortes dient.
  • Franchise / Franchising: Das Prinzip, ein am Markt erprobtes Geschäftskonzept an selbstständige Unternehmer zur Umsetzung nach konkreten Vorgaben gegen Entgelt zu lizenzieren.
  • Franchisegeber: Ein Unternehmen, das ein eigens entwickeltes Geschäftskonzept erfolgreich am Markt getestet hat und dieses dann selbstständigen Unternehmern samt Marke gegen Gebühr zur Umsetzung zur Verfügung stellt.
  • Franchisehandbuch: Eine Dokumentation des vorhandenen Know-hows, das den Franchisenehmern zur erfolgreichen Umsetzung des Franchisekonzepts zur Verfügung gestellt wird.
  • Franchisenehmer, Franchisepartner: Ein selbstständiger Unternehmer, der auf Basis seiner vertraglichen Bindung zum Franchisegeber das Franchisekonzept an einem oder mehreren Standorten umsetzt.
  • Franchisesystem: Das Netzwerk zwischen Franchisegeber und all seinen Franchisepartnern.
  • Franchisevertrag: Die Definition des rechtlichen Verhältnisses inklusive sämtlicher Rechte und Pflichten zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer.
  • Gebietsschutz: Ein im Franchisevertrag fest definierter Umkreis, in dem keine weiteren Standorte desselben Franchisesystems eröffnet werden dürfen. Der Gebietsschutz kann vorgesehen sein, muss aber nicht.
  • Laufende Franchise- oder Lizenzgebühr: Eine meist von Umsatz abhängige Gebühr, die der Franchisenehmer für unterstützende Dienstleistungen und zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Systems entrichten muss.
  • Master-Franchising: Die Erlaubnis des Franchisenehmers, dass der Franchisegeber das Franchisesystem in einem größeren Gebiet oder einem anderen Land als Franchisegeber eigenständig aufbauen darf.
  • Multi-Unit-Franchising: Beim Multi-Unit-Franchising betreibt ein einzelner Franchisenehmer mehrere Standorte des gleichen Systems.
  • Pilotbetrieb: Ein Standort, der vom Franchisegeber selbst betrieben wird und dem Zweck dient, das Geschäftskonzept vor der Expansion mit externen Franchisepartnern auf seinen Erfolg zu prüfen.
  • Produktfranchising: Herstellung von Produkten durch den Franchisenehmer nach Anleitung und unter Name des Franchisegebers sowie deren Vertrieb (vgl. Dienstleistungs- und Vertriebsfranchising).
  • Systemzentrale: Zentrale des Franchisegebers, in dem das Franchisesystem koordiniert, weiterentwickelt und die zentralen Geschäftsprozesse, wie beispielsweise der Wareneinkauf, gesteuert werden.
  • Vertriebsfranchising: Beim Vertriebsfranchising liegt der Leistungsfokus des Franchisenehmers auf dem Verkauf von durch den Franchisegeber gelieferten Waren in dessen Namen (vgl. Produkt- und Vertriebsfranchising).
  • Vorvertragliche Aufklärungspflicht: Die Pflicht des Franchisegebers, dem potenziellen Franchisepartner vor Vertragsabschluss ungefragt sämtliche Informationen zum Konzept und insbesondere dessen Wirtschaftlichkeit zukommen zu lassen.
  • Werbegebühr: Eine häufig vom Franchisenehmer zu entrichtende, meist vom Umsatz abhängige, Gebühr für Werbemaßnahmen zugunsten aller Franchisenehmer, bspw. TV-Werbung.

Fazit: Vor- und Nachteile bei der Gründung per Franchise

Der Start in die Selbstständigkeit per Franchise bietet einige Vorteile, denn beim Franchising setzen Franchisenehmer ein schon erprobtes Geschäftsmodell um. Als Franchisenehmer haben Sie einen starken Partner an Ihrer Seite. Dabei kann der Existenzgründer als Franchisenehmer das Know-how des Franchisegebers nutzen. Dazu zählen beispielsweise ein erprobtes Marken- oder Dienstleistungssortiment des Franchisegebers. Durch Franchising können somit einige Gründungsfehler umgangen werden.

Zu den Vorteilen beim Franchise gehört außerdem, dass Franchisenehmer von der Popularität des bestehenden Franchisekonzepts profitieren können. Dies ermöglicht Franchisenehmern einen schnelleren Marktzugang unter anderem auch durch gemeinsame Werbemaßnahmen. Insgesamt liegen die Vorteile beim Franchising in einer hohen Markt-, Kunden- und Partnernähe.

Es gibt beim Franchising für Franchisenehmer auch einige Nachteile. Als Franchisenehmer geben Sie auch ein Stück unternehmerische Freiheit auf, da Sie mit dem Franchisegeber einen Franchisevertrag abschließen. Das heißt, das Ziel der Unabhängigkeit durch die Existenzgründung ist eingeschränkt, denn als Franchisenehmer sind Sie abhängig von der Geschäftspolitik des Franchisegebers.

Zudem entstehen beim Franchising für den Franchisenehmer oft hohe Gründungskosten für die Übernahme der Lizenz oder bei der Gestaltung der Verkaufsräume nach den Vorgaben des Franchisegebers.

Bei der Entscheidung für ein Franchise sollte vor allem die Auswahl eines geeigneten Franchisegebers gründlich durchdacht sein, denn Franchisenehmer und Franchisegeber müssen eng zusammenarbeiten. Neben der kaufmännischen Prüfung des Franchiseangebots, sollten Sie vor Abschluss des Vertrags auch den Rat eines Rechtsanwalts, der auf Franchising spezialisiert ist, einholen.