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E-Commerce für Gründer: So funktioniert der Online-Handel

Der E-Commerce ist ein riesiger Wachstumsmarkt. Für Gründer, aber auch für Einzelhändler, bieten sich mit der Erstellung eines Onlineshops wirtschaftlich interessante Möglichkeiten. Doch welches ist das richtige Shopsystem? Welche Zahlungsverfahren benötigt man? Wie finde ich Kunden für meinen Onlineshop und welche rechtlichen Rahmenbedingungen muss ich beim E-Commerce beachten?

Wir führen Sie in das Thema E-Commerce ein und beantworten Ihnen in diesem Kapitel die wichtigsten Fragen.



Daten & Fakten zum E-Commerce

Der E-Commerce boomt und es ist kein Ende in Sicht: Jedes Jahr wächst der über das Internet generierte Handelsumsatz weiter – und das nicht nur in Deutschland, sondern fast auf der ganzen Welt. Es gibt kaum noch deutsche Internetsurfer, die nicht im Internet einkaufen. Wir haben die wichtigsten Zahlen und Fakten zum E-Commerce für Sie zusammengefasst:

  • Der E-Commerce Umsatz mit Privatkunden lag in Deutschland laut HDE bei 39 Milliarden Euro im Jahr 2014
  • 2015 wird ein E-Commerce Umsatz von 43,6 Milliarden Euro prognostiziert, was einer Wachstumsrate zum Vorjahr von über 11 % entspräche
  • Der durchschnittliche Warenkorbwert bei Onlineshops beträgt laut ibi research 100,60 Euro (2014)
  • Eintrittskarten für Veranstaltungen sind nach Büchern die Warengruppe mit den meisten Online-Verkäufen
  • Der weltweite E-Commerce Umsatz wurde 2014 auf über 1,3 Billionen US-Dollar geschätzt (Quelle: Statista)
  • Prognosen gehen von weltweiten Wachstumsraten im E-Commerce von jährlich zwischen 13 und 20 % in den in den nächsten vier Jahren aus

Diese Zahlen aus dem E-Commerce sprechen Bände und sollten insbesondere Gründer aufhorchen lassen: Kaum ein Marktsegment in Deutschland kann solch hohe Wachstumsraten aufweisen. Ein Einstieg im E-Commerce bietet Gründern also eine echte Chance und sollte daher für jeden Online-Interessierten eine Überlegung wert sein.

Onlineshop oder Marktplatz-Modell im E-Commerce

E-Commerce wird oft gleichgesetzt mit dem Verkauf von Produkten über den eigenen Onlineshop: Ein Kunde besucht den Webshop eines Anbieters, findet ein spannendes Produkt und kauft es sich dann zum festgesetzten Preis. Der Kunde bezahlt per Vorkasse oder PayPal, dann schickt der Händler dem Kunden nach Zahlungseingang die Ware zu.

Neben dem allseits bekannten Onlineshop gibt es im E-Commerce aber auch noch das so genannte Marktplatz-Modell. Wer sich als Gründer nicht mit der komplexen Technik von Onlineshops befassen möchte, für den können Marktplätzen wie eBay oder Amazon eine gute Alternative im E-Commerce sein: Dort bieten viele verschiedene Händler ihre Waren zum Verkauf an – und das auf einer einzigen Plattform. Gewerbliche Händler können ihre Produkte ins System einpflegen und einem riesigen Kundenklientel anbieten. Die Marktplatzbetreiber verdienen bei jedem verkauften Produkt mit.

Möchte man als Gründer ins E-Commerce Geschäft einsteigen, dann sollte man sich also überlegen: Erstelle ich meinen eigenen Onlineshop oder verkaufe ich meine Ware über einen Marktplatz? Mit einem eigenen Onlineshop ist man als Gründer viel flexibler, beim Verkauf über einen Marktplatz ist allerdings keine teure Kundenakquise mehr notwendig. Da fällt eine Entscheidung nicht leicht. Und falls man sich nicht entscheiden möchte: Eine Kombination aus eigenem Onlineshop und dem Verkauf über Marktplätze ist mittlerweile für viele Gründer ein beliebtes Geschäftsmodell im E-Commerce geworden.

TIPP

Sie möchten im E-Commerce durchstarten und Ihren eigenen Onlineshop erstellen? Hier erklären wir Ihnen die praktischen Schritte!

E-Commerce zur Unterstützung des stationären Einzelhandels

Der stationäre Einzelhandel hat viele Jahre lang unter dem E-Commerce gelitten. Erst wurde der E-Commerce als kurzfristiger Trend belächelt, dann aufgrund seines wachsenden Marktanteils von den Händlern verflucht. Mittlerweile hat allerdings ein Umdenken im stationären Einzelhandel stattgefunden: Unter dem Fachbegriff „Multichannel" sind klassische Händler nun nicht mehr nur stationär, sondern auch im E-Commerce unterwegs.

Die Händler greifen hier auf unterschiedliche Formen des Multichannel-Vertriebs zurück. Manche fahren zweigleisig und bieten ihre Ware preislich und logistisch getrennt an – also online und offline. Mittlerweile hat sich jedoch herausgestellt, dass eine enge Verbindung von E-Commerce und stationärem Handel wirtschaftlich am effektivsten ist. So sollten die Vorteile des klassischen Einzelhändlers genutzt werden, indem beispielsweise Online-Bestellungen mit sofortiger Abholung im Ladengeschäft ermöglicht werden.

Shopsysteme für erfolgreichen E-Commerce

Sie als Gründer haben sich entschieden: Sie wollen ein Start-up im E-Commerce gründen – und das mit Ihrem eigenen Onlineshop. Der nächste Schritt besteht nun darin, sich darüber Gedanken zu machen, welches Shopsystem für Ihr Vorhaben am besten geeignet ist. Zur Auswahl steht entweder ein Shop-Baukasten oder eine selbst gehostete Shopsoftware.

Wenn Sie den schnelleren und günstigeren Weg gehen und sich an das Thema E-Commerce langsam herantasten wollen, dann empfiehlt sich die Wahl eines Shop-Baukastens. Solche Systeme erfordern keine Programmierkenntnisse, sind schnell eingerichtet und kosten wenig. Allerdings fehlt es ihnen an Flexibilität und Funktionalität. Ein großes E-Commerce Unternehmen wird sich mit solchen Shopsystemen wohl nicht aufbauen lassen. Sollten Sie sich dennoch dafür entscheiden, dann können Sie sich bei Anbietern wie Strato, 1&1 oder Jimdo über die Details informieren.

Möchten Sie ernsthaften E-Commerce betreiben und auch Umsätze in einer gewissen Höhe generieren, dann kommen Sie an einer richtigen Shopsoftware nicht vorbei. Eine gute Shopsoftware kann vom Design komplett angepasst, individuelle Funktionen können ergänzt und alle wichtigen Zahlungsverfahren können eingebettet werden. Sind Sie technisch sehr fit, dann lässt sich solch eine Software kostengünstig betreiben. Fehlt das notwendige Know-how im Bereich der Webentwicklung, dann stehen Ihnen externe Agenturen zur Verfügung, die die komplette technische Abwicklung übernehmen. Folgende Shopsoftwares zählen im E-Commerce zu den bekanntesten Lösungen:

  • Magento
  • xt:Commerce
  • Gambio
  • Shopware
  • Oxid eShop

In einem gesonderten Abschnitt zeigen wir Ihnen weitere Details zur passenden Shopsoftware auf.

Online-Bezahlsysteme im E-Commerce

Laut diverser Studien ist die Auswahl der richtigen Bezahlverfahren der wohl entscheidende Erfolgsfaktor im E-Commerce: Wird das vom Nutzer bevorzugte Bezahlverfahren nicht angeboten, wird der Kauf oft abgebrochen. Doch welches sind die Online-Bezahlsysteme mit der größten Beliebtheit im E-Commerce in Deutschland? Eine neue Studie von Sage Anfang 2015 hat diese vier Zahlverfahren identifiziert:

  • Paypal
  • Kauf auf Rechnung
  • Lastschrift
  • Kreditkarte

Andere Bezahlsysteme wie Vorkasse, Sofortüberweisung oder giropay spielen im E-Commerce eine untergeordnete Rolle. Die Nutzung all dieser Zahlungsverfahren in Ihrem Onlineshop ermöglichen so genannte Payment-Service-Provider, welche als Schnittstelle zwischen den einzelnen Zahlungsmethoden und Online-Händlern im E-Commerce fungieren.

Diese Payment-Service-Provider haben unterschiedliche Kostenmodelle, grundsätzlich gilt aber: je Verkaufstransaktion muss ein geringer prozentualer Anteil an den Payment-Service-Provider abgegeben werden. Bei manchen der Anbieter kommen monatliche Fixkosten hinzu. Die Auswahl des passenden Payment-Service-Providers ist bei der Gründung eines E-Commerce Unternehmens ein wichtiger Schritt und sollte daher mit Bedacht geschehen: Bezahlsysteme auf einen Blick.

Effizientes Online-Marketing im E-Commerce unverzichtbar

Ein Onlineshop allein reicht oft nicht aus, um hohe Umsätze im E-Commerce zu erzielen. Denn ohne passende Werbemaßnahmen, die Ihre Zielgruppe erreichen sollen, werden sich nur wenige Besucher in Ihren Shop verirren. Online-Marketing ist die Lösung dafür. Es gibt viele verschiedene Online-Marketing Maßnahmen, die wichtigsten im E-Commerce sind allerdings:

Diese drei Maßnahmen werden von manchen Shopbetreibern um Social Media Marketing und Bannerwerbung ergänzt.

Sie können als E-Commerce Gründer solche Marketingkampagnen eigenständig anlegen, wenn Sie bereit dazu sind, sich in das Thema einzuarbeiten. Sollten Sie sich allerdings nur oberflächlich damit beschäftigen, werden Sie es schwierig haben, effizientes Online-Marketing im E-Commerce zu betreiben. Suchen Sie sich in diesem Fall lieber einen geeigneten Partner, der Sie dabei unterstützt. Wir empfehlen Ihnen gerne passende Berater.

Webanalyse: Erfolg im E-Commerce messen

Sobald Sie Ihre ersten Online-Marketing Kampagnen gestartet haben, können Sie den Erfolg der Kampagnen über Ihre Analytics-Software in Echtzeit messen. Dies ist der große Vorteil beim E-Commerce: Werbeanzeigen in Zeitungen oder Werbespots im TV können nur eingeschränkt auf ihren Werbeerfolg geprüft werden. Beim Online-Marketing lässt sich jeder Besucher, ja sogar jeder Klick eines Nutzers messen und analysieren. So kann über jede einzelne Werbekampagne eine Aussage bezüglich der Werbeeffizienz getroffen und die Kampagne je nach Bedarf angepasst oder deaktiviert werden.

Die Webanalyse ist allerdings nicht nur dazu zu, den Erfolg von Werbekampagnen zu überprüfen. Da im E-Commerce das Nutzerverhalten genau beobachtet werden kann, können daraus Rückschlüsse auf die Usability, also die Bedienbarkeit des Shops, geschlossen werden. Auch die Sortimentsauswahl lässt sich über Web-Controlling korrigieren und so können besonders beliebte Produktgruppen stärker in den Fokus gerückt werden.

Die am weitesten verbreitete Software für Webanalyse im E-Commerce ist Google Analytics und kann kostenfrei genutzt werden.

Rechtliche Aspekte im E-Commerce

Leider spielt die rechtliche Komponente im E-Commerce eine immer größer werdende Rolle. Shopbetreiber müssen auf viele verschiedene Dinge Rücksicht nehmen, wie zum Beispiel:

  • Korrektes Impressum sowie Datenschutzerklärung
  • Wichtige Standardklauseln für die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)
  • Beachtung spezieller Anforderungen an Fernabsatzverträge (z.B. Widerrufsrecht)
  • Vorschriften der so genannten Button-Lösung

Die Rechtsvorschriften beim E-Commerce basieren auf vielen verschiedenen Rechtsgrundlagen und befinden sich stetig im Wandel. Da die Abmahngefahr durch den Wettbewerb groß ist, sollte man bei rechtlichen Aspekten nicht sparen und professionelle Unterstützung durch einen geeigneten Anwalt einholen.

Nächster Schritt: den Onlineshop erstellen

Wenn Sie nach dieser Einführung eine Gründung im E-Commerce als eine interessante Option erachten, dann können Sie sich nun darüber informieren, wie Sie einen eigenen Onlineshop erstellen.

Sie möchten auf die technische Komponente eines Onlineshops verzichten und Ihre Waren lieber direkt bei eBay anbieten? Wir erklären Ihnen genau, wie Sie eBay für Ihr E-Commerce nutzen und einen eigenen eBay Shop eröffnen können.

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