Mit dem Werbebanner Internetnutzer zum Klick animieren

Einer Studie des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) prognostiziert, dass 2013 rund ein Viertel aller Investitionen für Werbung in die Online-Werbung gehen. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden insgesamt 1,81 Mrd. Euro in klassische Online-Werbung, also in Werbebanner, Pop-ups und Layer Ads investiert.

Das Werbebanner ist hierbei besonders wichtig. Gründer sollten für ihr Internetmarketing die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten, die Standardgrößen und Verrechnungsmodelle kennen.



Klassische Online-Werbung mit einem Werbebanner

Werbebanner sind Grafiken oder animierte Dateien für Internetwerbung. Sie werden auf Internetseiten oder in Newslettern eingebunden und verweisen auf eine Zielseite und führen Internetnutzer auch dorthin, sobald sie das Werbebanner anklicken. Werbebanner zählen zur klassischen Online-Werbung, aber andere Werbeformen wie Videos machen dem klassischen Werbebanner Konkurrenz.

Eine erste und sehr simple Möglichkeit für den Einsatz eigener Werbebanner ist der gegenseitige Austausch der Werbebanner mit einem Partner. Hierbei vereinbaren zwei Parteien die Einbindung der Werbebanner des anderen auf der eigenen Website. So verweisen beide mit einem Werbebanner auf den anderen. In so einem Fall ist es natürlich sinnvoll, themenverwandte Partner zu wählen, damit der Bezug zum Werbebanner und damit einhergehend auch zum Werbepartner stimmig ist. Über Affiliate Marketing können Sie Ihre Werbebanner auch nur in eine Richtung auf anderen Webseiten platzieren und zahlen bei Klick oder Sale eine Provision als Gegenleistung.

Kosten für Werbebanner: TKP, CPC etc.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Modelle, nach denen sich die Kosten für ein Werbebanner bestimmen lassen. Die erste Methode basiert auf der Anzeigehäufigkeit: je nachdem, wie oft das Werbebanner angezeigt wurde, verdient der Webseiten-Betreiber Geld. Abgerechnet wird das Ganze per TKP, also Tausend-Kontakt-Preis. Das heißt, dass der Preis auf der Zahl der Einblendungen der Werbebanner basiert. Ein Beispiel wäre, dass der Werbende 20 Euro an einen Seitenbetreiber zahlt, wenn das Werbebanner 1.000 eingeblendet wurde.

Eine andere Alternative ist das CPC-Modell, also Cost-per-Click. Hierbei basiert der Preis auf der Zahl der tatsächlichen Klicks auf die Bannerwerbung. Diese Variante wird zwar häufig eher bei Suchmaschinen-Werbung eingesetzt, stellt aber auch auf vielen anderen Webseiten einen üblichen Weg dar, um die Bannerwerbung zu verrechnen.

Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit des CPO- (Cost-per-Order) bzw. CPS-Modells (Cost-per-Sale). Bei diesem Verrechnungsmodell für die Bannerwerbung erfolgt die Bezahlung erst nachdem der Internetnutzer, der auf das Werbebanner geklickt hat, auch etwas im Onlineshop kauft oder sich auf der Internetseite (Cost-per-Lead) bzw. für einen Newsletter anmeldet (Cost-per-Action).

TIPP

Das Werbebanner eignet sich auch im Affiliate-Marketing, um Performance des Internetnutzers mit der Werbung zu aktivieren. Klickt der User auf das Werbebanner, folgt dem Link und entscheidet sich dort bspw. zum Kauf eines Produkts, verdienen Seitenbetreiber ebenfalls. In diesem Fall wird per Cost-per-Action abgerechnet.

Vielfalt der Werbebanner

Statisches Werbebanner: Wie der Name verrät, handelt es sich beim statischen Werbebanner um eine nicht animierte Grafik, kurz ein Bild. Aufgrund des im Regelfall kleinen Formats der Werbebanner fallen statische Werbebanner zumeist kaum auf. Dem kann auf zwei Weisen entgegen gewirkt werden. Zum einen sollte das Angebot auf dem Werbebanner interessant sein, zum anderen sollte ein Werbebanner gut platziert werden.

Werbebanner aus Bild und Text: Hierbei wird ein statisches Werbebanner mit einer Textpassage kombiniert. So ein kombiniertes Werbebanner eignet sich vor allem für abverkaufsorientierte Werbende und wird zumeist per Cost-per-Click oder Cost-per-Lead verrechnet. Insgesamt ist das aus Bild und Text kombinierte Werbebanner eher als eine Ergänzung zu anderen Werbeformen zu verstehen.

Animiertes Werbebanner: Bei einem animierten Werbebanner handelt es sich um eine GIF-Datei, die eine kurze Abfolge mehrerer Bilder in einer Endlosschleife darstellt. Da man sich bei einem animierten Werbebanner kreativ austoben kann und für die Darstellung kaum technische Voraussetzungen nötig sind, gilt das animierte Werbebanner als beliebtestes Werbebanner und wird häufig eingesetzt.

TIPP

Ein ansprechendes und wirksam animiertes Werbebanner sollte von einem Profi gestaltet werden. Werbeagenturen, Designer und Programmierer finden Sie in unserer Dienstleisterbörse.

HTML Werbebanner: Dieses Werbebanner taucht immer häufiger auf. Er besteht aus einer Reihe von interaktiven HTML-Elementen wie z.B. ein Auswahlmenü. Sogar das Einsetzen eines kleinen Spiels ist möglich, wenn zusätzlich die Programmiersprache JavaScript verwendet wird.

Weitere Werbebanner:

  • Nano-Site Werbebanner/Microsites: auf der Webseite eingebaute Werbeseite
  • Rich-Media Werbebanner: multimediale Formate durch Plug-ins
  • Transitive Werbebanner: Erweiterte Form des Nano-Site Banners
  • Streaming Werbebanner: Integration von Audio- und Video-Stream

Standardgrößen für Werbebanner

Für Deutschland legte der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) folgende Standardgrößen für Werbebanner fest:

  • Super Banner: 728 x 90 Pixel
  • Wide Skyscraper: 160 x 600 Pixel
  • Rectangle: 180 x 150 Pixel
  • Medium Rectangle: 300 x 250 Pixel

Werbebanner über Vermarkter verbreiten

Wie schaltet man nun Werbebanner und Bannerwerbung auf anderen Webseiten? Teilweise vermarkten die Betreiber der Webseiten ihre Werbeplätze selbst. Aber gerade bei reichweitenstarken Seiten sind oft spezielle Agenturen mit der Vermarktung beauftragt. Durch die Bündelung in einem Portfolio können so auch große Kampagnen relativ einfach gefahren werden. Aus den Daten der internet facts gehen die Top 10 Vermarkter mit den meisten erreichten Internetnutzern für Online-Werbung hervor. Dies wurde auf Basis der Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren in prozentualer Angabe der Netto-Reichweite ermittelt:

  1. interactiveMedia CCSP mit 64,8 %
  2. Axel Springer Media Impact mit 58,4 %
  3. Ströer Digital mit 52,9 %
  4. United Internet Media mit 52 %
  5. SevenOne Media mit 51,9 %
  6. TOMORROW FOCUS MEDIA mit 50,9 %
  7. eBay Advertising Group Deutschland mit 49,1 %
  8. IP Deutschland mit 48,4 %
  9. OMS mit 46,8 %
  10. G + J Electronic Media Sales mit 39 %

Als Vermarkter erhalten die Agenturen jedoch natürlich auch eine Vergütung für ihre Tätigkeit, die die Werbebanner im Gegensatz zu einer Direktbuchung verteuert. Allerdings übernehmen die Vermarkter die technische Abwicklung, stellen das Reporting sicher und stehen mit Rat bei der Erstellung der Werbebanner zur Verfügung.

Fazit zur Bannerwerbung

Bannerwerbung ist durchaus ein wichtiges Instrument des Internetmarketings. Da die Klickraten i.d.R. nicht sehr hoch ausfallen, wird dem klassischen Werbebanner allerdings häufig eine geringe Wirksamkeit nachgesagt. Nur auf den direkten Klick zu schauen, greift jedoch zu kurz. Ebenso wie bei Werbung im Fernsehen oder in Printmedien spielt bei der Bannerwerbung auch der Aufbau der Markenbekanntheit eine Rolle.

Wer zunächst mit einem kleinen Budget und vertriebsorientierter starten möchte oder muss, sollte sich ggf. im ersten Schritt mit Affiliate Marketing oder mit Suchmaschinenmarketing auseinandersetzen.

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