Unverpacktladen eröffnen: so geht es + Checkliste

Der Unverpacktladen ist eine nachhaltige Geschäftsidee aus dem Lebensmittel-Einzelhandel für eine ökologisch orientierte Zielgruppe. Sein Alleinstellungsmerkmal ist der Verkauf von Waren ohne Einwegverpackung auf kleiner Fläche. Das Zero Waste Konzept ist ein Gegenentwurf zu klassischen Supermärkten und Discountern mit dem Ziel der Müllvermeidung. Wir zeigen, wie Sie einen Unverpacktladen eröffnen und bieten für Ihre Planung eine Checkliste zum Download.

1. Der Trend zum Unverpacktladen

Ein Unverpacktladen ist ein kleiner Lebensmittelladen, der seine Waren ohne Einwegverpackung lose verkauft. Die folgende Übersichtskarte des Verbandes des Unverpackt-Läden (Unverpackt e.V.) zeigt die Verbreitung dieser Geschäftsidee.

Standorte von Unverpackläden in Deutschland
Übersichtskarte von Unverpacktläden in Deutschland | Screenshot: Unverpackt e.V. - Verband der Unverpackt-Läden

Der Lebensmitteleinzelhandel ist umkämpft. Wie die Marktführer Aldi und Lidl zeigen, scheint der deutsche Verbraucher offenbar nur auf den Preis zu schauen, ungeachtet ökologischer Überlegungen. Doch deutschlandweite Bio-Ketten wie Denn`s oder regionale Bio-Supermärkte wie tegut oder Alnatura zeigen, dass nachhaltiger Konsum im Kommen ist. Lebensmittelskandale sowie Bewegungen wie Fridays for Future stellen die bisherige Art des Konsumierens mehr und mehr in Frage und eröffnen eine Nische für das alternative Konzept des Unverpacktladens.

Häufige Fragen: Unverpacktladen eröffnen

Am wichtigsten ist das eigenständige Konzept, das den Unverpacktladen von der Konkurrenz der Bio-Supermärkte unterscheidet. Ein geeigneter Standort ist unabdingbar. Die Kunden sollen den Unverpacktshop gut erreichen können. Ganz entscheidend sind gute Kontakte zu den geeigneten Lieferanten, beispielsweise Bio-Landwirten, um mit einem Sortiment anzutreten, das sich von dem der Konkurrenz unterscheidet. Ganz wichtig ist es, die Regeln zur Lebensmittelhygiene einzuhalten. Ein gutes Marketingkonzept und eine solide Finanzierung kommen hinzu, wobei hier manche Unternehmer auf Crowdfunding setzen. Was die Rechtsform angeht, so ist prinzipiell jede Rechtsform möglich. Häufig werden die Läden als Einzelunternehmen gegründet, viele Betreiber von Unverpacktshops empfehlen jedoch die Teamgründung. 

Die Kosten der Gründung umfassen die Investitionen in die Ladeneinrichtung, die Geschäftsausstattung, das Kassensystem sowie die Erstausstattung an Ware. Bei den laufenden Kosten sind die Personalkosten, die Raumkosten und die Marketingkosten zu berücksichtigen.

Neben dem stationären Geschäft setzen die Händler auf E-Commerce oder beschicken Wochenmärkte, für die dann die Anmeldung eines Reisegewerbes wichtig ist. Wer E-Commerce betreibt, braucht ein stimmiges Verpackungskonzept für die Lieferungen.

Die Frage ist insofern spannend als Unverpacktläden das Fehlen jeglicher Verpackung als USP für sich beanspruchen. Nun muss die Ware im E-Commerce grundsätzlich verpackt werden. Die Gründer eines Unverpacktladens lösen diesen Zwiespalt wie folgt:

  • Sie bieten die Onlinebestellung nur im regionalen Raum, den sie per ökologischen Lieferservice bedienen können.
  • Sie verwenden ausschließlich nachhaltiges, wiederverwendbares Verpackungsmaterial, das sich gut recyceln lässt.

Der Standort muss für ein ökologisches Lebensmittelkonzept geeignet sein. Ein gutes Indiz ist das Vorhandensein von Bio-Supermärkten wie Denn`s, tegut oder Alnatura. Da Unverpackläden von Bio-Landwirten Ware beziehen, sollten sich Bio-Landwirte in der näheren Umgebung befinden. Sicherlich braucht der Standort eine gewisse Kaufkraft, daher sollte bei der Standortwahl nach der Kaufkraftkennziffer geachtet werden. Entscheidend ist sicherlich, dass genügend Zielkunden am Standort leben, und dass der Betreiber die Öko-Szene am Standort gut kennt und mit ihr vernetzt ist.

Es ist sicherlich ein für aktuelle Trends und Diskussionen aufgeschlossener Mensch. Der Gründer sollte versuchen, sich ein konkretes Bild von seinem Zielkunden zu machen. Am besten in Form einer Persona-Beschreibung. So ein Profil könnte so aussehen: Alter ab 25 Jahren, akademische Bildung, gutes Einkommen, aufgeschlossen für alternative Konzepte, in der Freizeit alternativ engagiert und politisch eher im grün-linken Spektrum verortet. 

In der Regel bieten die Shops Bio-Lebensmittel, ökologische Kosmetika und Haushaltswaren an. Manche ergänzen das Angebot um Bio-Feinkost. Häufig ist im Shop ein Café integriert, der zusätzlichen Umsatz und für Frequenz und Verweildauer im Geschäft sorgt. 

Die Bedienform ist keine reine Selbstbedienung, der Kunde wird auch beraten. Es herrscht eine persönliche Atmosphäre im Verkauf. Zusätzlich gibt es den Austauschservice für Behälter, in denen die unverpackten Waren transportiert werden. Häufig bieten die Läden einen Lieferservice, der stimmig zum Konzept per Lastenfahrrad oder Elektrofahrzeug durchgeführt wird.

Häufig findet sich die Rechtsform des kleingewerblichen Einzelunternehmers. Viele Anbieter schwören aber auf eine Gründung im Team. So finden sich in der Unverpackt-Szene viele GbRs und GmbHs. Vereinzelt gibt es die Rechtsform des Vereins, der den Unverpacktladen als gewerblichen Zweckbetrieb führt, oder die Genossenschaft, bei denen sich der Händler mit seinen Lieferanten zusammenschließt. 

In der Regel ja, weil die Geschäfte nicht über die Einkaufsmacht großer Ketten verfügen und weil das Bedienkonzept personalintensiver ist. Die Läden brauchen also eine gute Marge, die sich im Preis niederschlägt. Ziel eines Unverpacktladens muss es daher sein, mit individuellen, nicht vergleichbaren Sortimenten zu punkten und Serviceleistungen anzubieten, die ein Bio-Supermarkt nicht bieten kann. 

Der Unverpackt e.V. - Verband der Unverpackt-Läden ist ein Netzwerk, das dem Gründer eines Unverpacktladens für weniger als 100 € im Jahr viele Hilfestellungen bietet:

  • Hilfe bei der Standortsuche
  • Im Einzelfall Vermittlung von Partnern für die Gründung
  • Erfahrungsaustausch
  • Unterstützung bei Betriebsführung, Marketing und Arbeitsrecht
  • Pressearbeit für die Idee des Unverpacktladens
  • Tipps für geeignete Lieferanten und Dienstleister, die der Verband sehr selektiv empfielt.

Dafür bietet die Website des Verbandes einen Mitgliederbereich mit Forum zum Austausch, einen Cloudspeicher mit Dokumenten verschiedenster Art zum Download, ein Wiki mit typischen FAQs von Gründern und Betreibern von Unverpacktläden. Die Vorstände des Verbandes sind ebenfalls Betreiber von Unverpacktläden, die meisten davon sogar mit mehreren Standorten.

So kaufen Kunden im Unverpacktladen
Schaubild: Funktionsweise eines Unverpacktladens | Quelle: ois-ohne.de

2. Der Gründer als Zero Waste Verfechter

Die wichtigste Voraussetzung ist sicherlich, von der Idee selbst begeistert zu sein. Doch Idealismus allein genügt nicht. Was ist erforderlich, um einen Unverpacktladen zu gründen?

Erfahrung im Einzelhandel: Der Unverpacktladen ist eine Betriebsform des Lebensmitteleinzelhandels. Berufserfahrung im Einzelhandel kann daher nicht schaden, ist aber keine unabdingbare Voraussetzung. Dies zeigen viele Beispiele von Gründern, die ihren Unverpacktladen ohne Einzelhandelserfahrung gegründet haben.

Kaufmännische Kenntnisse: Wer im Einzelhandel an verantwortlicher Position gearbeitet hat, kennt alle wichtigen betriebswirtschaftlichen Sachverhalte der wirtschaftlichen Führung eines Handelsbetriebs. Der Quereinsteiger sollte sich diese Kenntnisse aneignen. Das ist gar nicht so schwer, denn zum einen gibt es die vielfältigsten Hilfen durch den Verband der Unverpackt-Läden. Außerdem haben einige Pioniere der Unverpackt-Szene, wie das Start-up "Original Unverpackt" aus Berlin ein Online-Schulungsprogramme aufgelegt, die dem Gründer ohne Einzelhandelserfahrung in die Details der Führung dieses alternativen Lebensmittelkonzeptes einführen.

Kontaktfreudigkeit und positive Ausstrahlung: Der Unverpacktladen ist vom Bedienkonzept keine reine Selbstbedienung. Es ist auch persönliche Beratung wichtig, speziell wenn es darum geht, den aufgeschlossenen Neukunden für das neue Ladenkonzept und die nachhaltige Form des Einkaufens zu begeistern.

Der Gründer als alternativer Netzwerker: Ein gutes Netzwerk an Lieferanten ist notwendig, um den Warenfluss für den verpackungsfreien Mini-Supermarkt zu gewährleisten. Kontakte zu Bio-Landwirten, auch zu Solidarischen Landwirtschaften (Solawis) sind hilfreich, um am Ende Produkte anbieten zu können, die es auch in einem Bio-Supermarkt à la Denn`s nicht gibt. Interessant ist in dem Zusammenhang, dass sich in der Unverpackt-Szene vereinzelt Händler mit Herstellern zu Genossenschaften zusammenschließen. Hilfreich sind ein Freundeskreis von nachhaltig orientierten Menschen oder Kontakte zu örtlichen ökologischen Bürgerinitiativen, anthroposophischen Vereinen oder Waldorfschulen. Denn diese Freunde und Kontakte sind die ersten potenziellen Kunden des neuen Unverpacktladens.

Risikofreude und unternehmerische Gene: Ein Unternehmen zu führen beinhaltet ein hohes Risiko und ist nicht für jedermann geeignet. Wir haben einen Selbsttest entwickelt, mit dem Sie Ihre unternehmerischen Eigenschaften für sich selbst prüfen können.

TIPP

Sie glauben, dass Sie das Zeug zum Gründen haben? Machen Sie den Gründer Check.

Zum Existenzgründer Check

3. Das Konzept konkretisieren

Lernen Sie hier 3 Unverpacktläden kennen, bevor wir Ihnen Methode und Tool der Geschäftsmodellentwicklung erläutern.

Um das Gesamtkonzept für einen Unverpacktladen zu erstellen, empfiehlt sich das Geschäftsmodell-Canvas als Entwicklungstool. Es beinhaltet 9 Leitfragen, mit denen der Unternehmer sein persönliches Konzept für seinen Unverpackt-Shop erarbeitet. 

#1 Gründer(team)
Jedes Teammitglied sollte vom Ideal beseelt sein, die Welt mit dem neuen Unverpacktladen etwas besser zu machen. Gleichzeitig sind Charme im Kundenkontakt, pfiffige Marketingideen und knallhartes betriebswirtschaftliches Kalkulieren angesagt. Viele gründen ihren Unverpackt-Shop als Einzelunternehmer. Teamgründungen finden sich jedoch häufiger. Denn im Team ergänzen sich die Gründungsmitglieder in ihren Fähigkeiten ergänzen.

#2 Geschäftsidee: Konkretisierung und Feintuning der Geschäftsidee Unverpacktladen
Lebensmittel und Haushaltsbedarf ohne Einwegverpackungen anzubieten ist das Kennzeichen aller Unverpackt-Läden. Aufgabe beim Konzept ist es, dieses Grundmodell unverwechselbar und einzigartig zu machen.

  • Produkte: Hier gilt es auch, auf eigene Produkte in Kooperation mit seinen Lieferanten zu setzen, um sich von Denn`s und Alnatura möglichst zu differenzieren.
  • Sortimentsumfang: Gibt es neben Bio-Lebensmitteln auch Bio-Feinkost, nachhaltige Haushaltswaren oder Bio-Kosmetik?
  • Shop-Café: Das eigene Shop-Café sorgt für Charme und Atmosphäre, die ein klassischer Supermarkt nicht bieten kann.
  • Service: Persönliche Beratung im Geschäft sowie Lieferservice schaffen zusätzliche Alleinstellung
  • Online-Vertrieb: Ist ein Shop-System geplant, eventuell mit der Möglichkeit, der Abholung vor Ort?
  • Vertrieb auf Wochenmärkten: Erfordert zusätzliche Kapazitäten, ist aber gleichzeitig aktive Akquise und Schaffung von Bekanntheit.

Das folgende Schaubild zeigt die grundsätzliche Funktionsweise eines Unverpacktladens gefolgt.

#3 Wie grün sind Ihre Kunden?
Schätzen Sie die Anzahl der Kunden im Einzugsgebiet Ihres Geschäftes, die bereit sind, ihre Einkaufsgewohnheiten zu ändern. Wie viele Menschen zählt Ihr persönlicher Bekanntenkreis, die in einem Unverpackt-Shop einkaufen würden. Gehen Sie in jedem Falle davon aus, dass es sich bei Ihrem Zielpublikum, um ein Nischenpublikum handelt.

#4 Wir grün ist der Standort?
Das Einzugsgebiet muss groß genug sein, denn Sie werden mit einem Unverpacktladen den typischen Billigkäufer nicht oder nur schwer erreichen. Je größer das Einzugsgebiet, desto höher die Anzahl der Menschen, die zu einem alternativ orientierten Nischenpublikum zählen. Hinweise auf einen geeigneten Standort können sein:

  • Art und Anzahl der Bio-Supermärkte, Hofläden und Bio-Bauernmärkten
  • Politische Verhältnisse: Anteil alternativer Wählergruppen 

Das Vorhandensein von tegut, Alnatura oder Denn`s muss kein Nachteil sein, denn es ist ein Hinweis auf einen Standort mit dem richtigen Publikum. Wenn es der Unternehmer des Unverpacktladens schafft, einen Teil der Einkäufe von den großen Bio-Märkten abzuzweigen, ist das schon ein Gewinn.

#5 Preis & Strategie
Unverpacktläden sind keine Discountkonzepte. Preiskämpfe kann sich ein solches Konzept nicht leisten. Ziel muss es sein, das Angebot so einzigartig zu gestalten, dass der Preis beim Einkauf für den Verbraucher keine Rolle spielt. Da spielen die Atmosphäre im Geschäft, die positive Wirkung der Mitarbeiter sowie Serviceleistungen eine Rolle, die ein reiner Selbstbedienungsladen nicht leisten kann: Gastronomieleistungen wie das Café, ökologischer Lieferservice mit Lastenfahrrädern oder Geschenksortimente. 

#6 Marketing & Vertrieb
Genügend Kunden für das neue Einkaufen zu begeistern muss die Strategie für Marketing und Vertrieb sein, nicht nur in der Anfangsphase des Unverpackt-Shops. Eine packende Botschaft sollte Basis des Marketings und der Kommunikationsstrategie sein: Die Idee der aktiven Müllvermeidung oder der aktive Umweltschutz durch Einkauf im Unverpacktladen. Lokale Eröffnungs-PR in den örtlichen Tageszeitungen spielen hier ebenso eine Rolle wie die eigene Website mit Angeboten zur Eröffnung und stets aktuellen Inhalten. Auch die PR in sozialen Medien wie Instagram nutzen Gründer von Unverpackt-Shops aktiv. Die Investition in ein symbolstarkes Logo, in einen Firmennamen und in einen ökologisch anmutenden Firmenauftritt lohnen sich in jedem Fall. Denken Sie auch an Event-Marketing. Kundenevents und Veranstaltungen zum Thema "Nachhaltigkeit" werden die Zielkunden sicher gerne annehmen. Wichtig für den Inhaber bzw. für ein Mitglied der Geschäftsführung ist die Kontaktpflege zum örtlichen alternativen Netzwerk.

Neben dem stationären Geschäft kann ein Onlineshop helfen, wenn das Gründerteam genügend Kapazitäten hat, diesen Onlineshop professionell zu betreiben und stets aktuell zu halten. Der Shop kann auch als verlängertes Schaufenster dienen und dem Kunden die Möglichkeit bieten, Ware online zu reservieren und dann vor Ort abzuholen. Auch Marktstände auf Wochenmärkten können helfen, Kapazitäten im Warenlager auszulasten und zusätzlichen Umsatz zu generieren.

#7 Ausgaben
Wesentliche Ausgaben eines Unverpacktladens sind die Miete für Laden und Lagerräume, Wareneinkäufe sowie die Personalkosten. Nehmen Sie das Kostenschema einer BWA[Link] als Checkliste, um die Betriebskosten des Geschäfts möglichst vollständig zu eruieren.

#8 Einnahmen
Die Einnahmen eines Unverpackt-Shops stammen aus Verkäufen von Waren (Lebensmittel, Haushaltswaren, Feinkost), aus der Gastronomie, wenn im Shop ein Café integriert ist. Hinzu kommen die Einnahmen aus dem Online-Shop und den Wochenmärkten. Machen Sie sich im Konzeptionsstadium auch über die Höhe der Deckungsbeiträge bzw. die Preiskalkulation [Link] der Produkte Gedanken.

#9 Ressourcen
Fragen Sie ihr Konzept in diesem Schritt nach folgenden Punkte ab:

  • Wie hoch ist Ihr Eigenkapital, um große Investitionen wie den Ladenbau oder die Erstausstattung an Waren zu finanzieren?
  • Wer sind meine zukünftigen Lieferanten? Haben Sie genügend Kontakte zu Bio-Landwirten mit interessanten, nicht vergleichbaren Produkten? Oder auch Kontakte zu Solawis?
  • Kennen Sie einen guten Ladenbauer für den Unverpacktladen? Tipps dazu gibt es vom Unverpackt e.V. - Verband der Unverpackt-Läden. Streben Sie auch eine Mitgliedschaft im Verband der Unverpackt-Läden an.
  • Haben Sie die geeigneten Mitarbeiter, die für ein alternatives Einzelhandelskonzept brennen?

Mit diesen 9 Konzept-Fragen erarbeiten Sie jetzt systematisch das Geschäftskonzept für das Lebensmittelgeschäft ohne Einwegverpackungen. Nutzen Sie neben dem Geschäftsmodell Canvas auch ein Positionierungstool, sollten an Ihrem Standort weitere Unverpacktläden existieren. Das Positionierungstool hilft auch zur Abgrenzung der Sortimente, wenn starke Bio-Supermärkte an Ihrem Standort operieren.

Konzept entwickeln

Mit dem Businessmodel Canvas prüfen Sie Ihr Geschäftskonzept auf wichtige Faktoren.

Zum Konzept Check
Richtig positionieren

Nutzen Sie unser Positionierungstool zur Präzisierung Ihres Konzeptes.

Zum Positionierungs-Tool

4. Business- und Finanzplan

Mit dem Geschäftsmodell Canvas haben Sie bereits eine wesentliche Vorarbeit für den späteren Businessplan geleistet. Alle Canvas-Bereiche werden jetzt in den Businessplan übertragen und dort präzisiert. 3 zusätzliche Kapitel im Businessplan sind jetzt besonders zu beachten:

  • Finanzen
  • SWOT-Analyse
  • Executive Summary

Businessplan schreiben

Informieren Sie sich im Detail, was beim Businessplan zu beachten ist. Denken Sie daran, dass Sie für jede wichtige Finanzierung im Laufe Ihrer Unternehmensentwicklung einen Businessplan benötigen.

Zum Leitfaden Businessplan

Finanzplan: Unverpacktladen eröffnen

Als wesentliche Vorarbeit für den Finanzplan planen Sie Umsätze und Kosten des Unverpacktladens und erfassen alle notwendigen Investitionen sowie anfallende Gründungskosten. Daraus ergibt sich ein Liquiditätsbedarf, den Sie finanzieren müssen.

Inhalte des FinanzplansDaran müssen Sie denken!
Umsatzplanung

Welche Umsätze planen Sie im Bereich Ladenverkauf, Café und Catering, Online-Verkauf, Verkauf über Wochenmärkte usw.

Planung variabler Kosten

Hier geht es insbesondere um die Planung des Wareneinsatzes bzw. des Warenverbrauchs.

Planung fixer Kosten

Wesentliche Kostenblöcke beim Unverpacktladen sind Ladenmiete und Personal.

Planung einmaliger Gründungskosten

Beratungskosten, Gewerbeanmeldung eventuell auch für Reisegewerbe, Erstellung des Hygienehandbuchs

Investitionsplanung

Ladeneinrichtung: Die Ladeneinrichtung eines Unverpacktladens ist in der Regel aus Massivholz gefertigt. Das schafft die Atmosphäre im Geschäft. Sie brauchen Regale, Tresen für die Kasse, Gravity-Bins für die Selbstbedienung, Sitzgruppen für den Gastronomiebereich des Unverpacktladens, Lagerräume für Lebensmittel und ein Kassensystem mit Grammwage.

LiquiditätsplanungWird ermittelt aus Umsatzplanung, Kostenplanung und Investitionsplanung sowie vorhandenen Eigenmitteln. Hier wird ein Finanzierungsbedarf angezeigt. Reichen die ersten Umsätze und die Eigenmittel aus oder ergibt sich ein Finanzierungsbedarf bzw. eine Finanzierungslücke?
FinanzierungsplanIm Finanzierungsplan erläutern Sie, wie Sie den Finanzierungsbedarf decken bzw. eine Finanzierungslücke schließen.
RentabilitätsrechnungDie Rentabilitätsrechnung zeigt die Rentabilität des laufenden Geschäfts. Sie ergibt sich aus Umsatzplanung und Kostenplanung.

Eine geeignete Finanzplanungs-Software hilft Ihnen, sich voll und ganz auf die Planung der Umsätze, Kosten, einmaligen Gründungskosten und Investitionen zu konzentrieren. Alle anderen Planungen leiten sich daraus ab und bauen aufeinander auf. Das spart Zeit und Stress. Außerdem ist das Risiko von Fehlberechnungen minimal.

Den Online-Finanzplan jetzt kennenlernen

SWOT-Analyse: Unverpacktladen eröffnen

Die SWOT-Analyse im Businessplan des Unverpacktladens dient dazu, Risiken des Geschäftskonzeptes darzustellen. Typische Überlegungen für einen Unverpacktladen sind in diesem Zusammenhang:

Umfeldanalyse: Welche Chancen und Risiken spielen für den Unverpacktladen eine Rolle
Zuerst betrachtet der Unternehmer sein Umfeld und mögliche Auswirkungen für sein Konzept:

  • Welche Wettbewerber gibt es?
  • Wie hoch ist der Anteil "grüner" Konsumenten
  • Welche politischen, gesamtgesellschaftlichen Trends sind für mein Geschäftsmodell relevant: Umwelt, Fridays for Future

Analyse der Stärken und Schwächen
Natürlich ist die Analyse der Stärken und Schwächen immer unternehmensbezogen. Außerdem existiert eine Stärke oder Schwäche immer nur im Vergleich mit Kundenbedürfnissen und der Konkurrenzsituation. Denken Sie beim Unverpacktladen an folgende Dinge:

  • Ist das Konzept im Vergleich zu Bio-Supermärkten oder Hofläden von Biobauern differenziert genug? Eine gute Bio-Szene zeigt, dass der Markt Potenzial hat. Ein zu ähnliches Konzept führt dazu, dass der Kunde keinen zwingenden Grund sieht, im Unverpacktladen einzukaufen.
  • Erreichbarkeit des Standorts: Gute Verbrauchervorsätze mögen wanken, wenn sich die Anfahrt zum Standort durch fehlende Parkmöglichkeiten zum Stress ausartet. Kundenfrequenz ist im stationären Handel das A und O. Fehlt die Frequenz, fehlen Umsätze und die Ware veraltet. Das wirkt sich negativ aus auf Liquidität und die Möglichkeit, das Geschäftsmodell attraktiv zu halten. Eventuelle Standortnachteile können durch Lieferservice, Onlinehandel oder die Beschickung von Wochenmärkten ausgeglichen werden.
  • Finanzielles Polster: Fehlende Finanzierungsmöglichkeiten sind immer eine Schwäche. Eine gute Finanzierung ist daher das A und O.
  • Abläufe und Warenhandling: Supermärkte sind in der Regel Profis im Bereich Warenhandling. Schlechte Abläufe in diesem Bereich führen zu Warenschwund, Kundenunzufriedenheit und Ertragsproblemen.

5. Finanzierung

Gibt es typische Finanzierungsstrategien für einen Unverpacktladen? Sehen Sie hier, welche Strategien Gründer verfolgen.

Art der Finanzierung Was wird finanziert?
CrowdfundingFinanzierung von Investitionen. Eine Eine Crowdfunding-Kampagne kann auch Teil der PR-Strategie sein (Beispiel: ois-ohne.de, Bad Tölz)
Eigenkapital, Investitionskredite, FörderkrediteFür die größeren Investitionen wie Ladeneinrichtung und Erstausstattung der Ware.
LeasingKleineres Gerät, beispielsweise das Kassensystem.
Betriebsmittelkredit, KontokorrentkreditFinanzierung des laufenden Geschäfts und vor allem der Nachkäufe von Waren
Genossenschaftlicher LieferantenkreditIst der Lieferant Teil des Unternehmens, stellt er die Ware zur Verfügung und rechnet nach Verbrauch ab. Das senkt die Kapitalbindungskosten der Lagerhaltung.

6. Rechtsform und Gründungsformalitäten

Der Unverpacktladen ist ein alternatives Geschäftsmodell. Daher finden sich bei der Rechtsform vereinzelt sehr unkonventionelle Lösungen.

Typische Rechtsformen

Wer eine Stichprobe auf der Übersichtskarte des Verbandes der Unverpackt-Läden (Unverpackt e.v.) macht, wird feststellen, dass die beliebtesten Rechtsformen für den Unverpacktladen der Einzelunternehmer als Kleingewerbetreibender und die GbR sind. Mancher gründet auch in der Rechtsform einer GmbH. Vereinzelt findet sich auch die OHG oder sogar die Rechtsform des Vereins oder der Genossenschaft. Die Wahl der Rechtsform sollte strategischen Gesichtspunkten folgen. Was spricht für die einzelnen Rechtsformen:

RechtsformVorteilNachteilBeispiel
Einzelunternehmen Kleingewerbe

Unkompliziert und einfach zu gründen; Laden muss nur einen Inhaber ernähren

Gefahr der Überforderung des Einzelgründers; unbegrenzte Haftungunverpackt GD, Schwäbisch Gmünd
GbRUnkompliziert zu gründen; Aufteilung der Verantwortlichkeiten, z.B. 1 Verantwortlicher für den Laden, 1 Verantwortlicher für das BackofficeDas Umsatzvolumen muss von Anfang an stimmen, um beide Gründer zu ernähren; unbegrenzte Haftung; Umwandlung in GmbH ist komplexfreiTag bio | verpackungsfrei| idstein GbR, Idstein
GmbH bzw. UGAufteilung der Verantwortlichkeiten; Begrenzung des Risikos; Leichtere Aufnahme von InvestorenKompliziertere GründungOriginal Unverpackt GmbH, Berlin
VereinMitglieder finanzieren das GeschäftVereine dürfen nicht gewerblich tätig sein; der Laden kann allenfalls als Zweckbetrieb geführt werden.Alte Pferdemetzgerei Rekiz e. V.
GenossenschaftGenossen finanzieren das Geschäft; Einbeziehung der Lieferanten in ein genossenschaftliches, basisdemokratisches und solidarisches NetzwerkEntscheidungsfindung kann schwierig sein, keine hohen Gewinne für Einzelne möglich; Kosten durch Mitgliedschaft im genossenschaftlichen PrüfverbandUnverpackt-Laden Oberland eG, Bad Tölz

Wer mit Inhabern und Betreibern von Unverpacktläden spricht, bekommt häufig den Tipp zu hören, möglichst im Team zu gründen. Mit unserem Rechtsformtest können Sie prüfen, welche Rechtsform für Sie optimal ist. 

TIPP

Finden Sie die optimale Rechtsform für Ihr Ladengeschäft

Zum Rechtsformtest

Gewerbeanmeldung und Vorschriften

Ein Unverpacktladen ist grundsätzlich ein Gewerbe, benötigt daher die Gewerbeanmeldung Beschickt der Gründer Wochenmärkte mit einem mobilen Stand, braucht er ein Reisegewerbe. Die Gewerbeanmeldung ist abhängig davon, ob der Unverpacktladen alle relevanten Regeln im Lebensmittelhandel erfüllt bzw. einhält.

Vorschriften und Regelungen im Lebensmittelhandel
Hier ein kurze Überblick über die Genehmigungen und Rechtsvorschriften im Handel mit Lebensmittel, die für einen Unverpacktladen einschlägig sind:

RegelungErläuterung
Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB)Ist das Kernstück aller Regelungen im Umgang mit Lebensmitteln.
EU-Verordnung Nr. 178/2002 (EU-Basisverordnung)Regelt das Prinzip der Rückverfolgbarkeit von Waren und Herkunftsnachweise. Diese Regel ist für Unverpacktläden ein Vorteil, weil hier mit regionaler Nähe gepunktet wird.
Europäisches Hygienerecht für allgemeine Lebensmittelhygiene und Hygienevorschriften für Lebensmittel tierischen UrsprungsRegelt die Pflichten zur Dokumentation der Lebensmittelhygiene, definiert Anforderungen an die Betriebsstätten und die Räumlichkeiten, die richtige Wasserversorgung, den richtigen Umgang mit Lebensmittelabfällen, sowie Regeln zu Lagerung, Schutz gegen Verderb und Ungeziefer, Enthält außerdem Bestimmungen zu Personalhygiene, Schulung und Info der Mitarbeiter. Der Shopbetreiber sollte sich hier ein entsprechendes Hygiene-Handbuch erstellen.
Nationale Lebensmittelhygiene-VerordnungDer Inhaber hat die Pflicht, seine Mitarbeiter in Sachen Hygiene zu schulen.
InfektionsschutzgesetzWichtig ist eine Schulung der Mitarbeiter bezüglich Infektionsschutzgesetzt. Das Gesetz regelt auch Tätigkeitsverbote vor, wenn kritische Fakten eintreten.
Lebensmittelinformations-VerordnungUnternehmer muss über die Inhaltsstoffe umfassend informieren. Beim Supermarkt übernehmen das die Lieferanten, beim Unverpackt-Shop muss das der Unternehmer unter Umständen selbst machen, was aber ein Vorteil sein kann.
Meldepflichten, Schulungs- und BelehrungspflichtenBei der Gewerbeanmeldung muss der Unverpacktladen auch bei der Lebensmittelüberwachung angemeldet werden. Bei der Gründung bedarf es einer Belehrung durch das Gesundheitsamt oder einen dazu befugten Arzt.

Detaillierte Informationen dazu bieten die örtlichen IHKs.

7. Marketing, Personal & Vertrieb

Aufgabe des Marketings ist es, am Anfang das Geschäft bekannt zu machen und die ökologisch orientierte Zielgruppe am Standort für das neue Ladenkonzept zu begeistern.

Marketing für den Unverpacktladen
Hier die wichtigsten Punkte für den Gründer eines Unverpackt-Shops:

  • Das Branding muss stimmen: Firmenname, Logo und CI
  • Auch die Ladeneinrichtung sollte stimmig sein: Naturholz-Regale statt die üblichen Metall oder Pressholz-Einrichtungen
  • Eine eigene Website, die stets aktuell und gepflegt ist in Kombination mit Maßnahmen des lokalen Onlinemarketings mit Google My Business
  • Klassische Guerilla-Werbetaktiken einsetzen: Zum Beispiel Autobeklebung
  • Ganz wichtig: Eine Eröffnungs-PR in den aktuellen Tageszeitungen starten

Eröffnungs-PR ist insofern chancenreich, als die Journalisten angesichts der aktuellen Umweltdiskussion gerne Nachhaltigkeitsthemen aufgreifen. 

POS-Marketing für den Unverpacktladen
Der Point of Sale (POS), also der Laden selbst, ist ein Marketing-Instrument. Beim Unverpacktladen reichen die Möglichkeiten von der klassischen Angebotstafel für aktuelle Angebote bis hin zu Kundenevents im Geschäft. Der Inhaber sollte an Aktionen denken, die zur Philosophie und zur Zielgruppe passen. Auch das POS-Marketing kann über Online-Medien zusätzlich propagiert werden. Bei guten Kundenevents kommt auch die lokale Presse.

Wochenmärkte als zusätzliche Vertriebsschiene
Der Gründer sollte auch an Bio-Wochenmärkte denken. Selbst gut etablierte Bio-Bäckereien mit großem Filialnetz nutzen diese Möglichkeit. Ein Bio-Marktstand schafft zusätzlichen Umsatz und Bekanntheit, positioniert den neuen Unverpacktladen als Teil der örtlichen Bio-Szene und grenzt sich erneut gegen den Wettbewerb der Bio-Supermärkte ab.

Vertriebsschiene Online
Zu überlegen ist ein Onlineshop zu Unterstützung des lokalen Geschäfts, mit der Möglichkeit, Waren im Geschäft vorzubestellen bzw. über den Lieferservice liefern zu lassen. Wichtig ist auch hier das Verpackungskonzept. Wer als Unverpacktladen online verkauft, muss nachhaltigen Versand mit wiederverwertbaren, plastikfreien Verpackungen überzeugend kommunizieren.

Personal
Ein Unverpacktladen hat grundsätzlich an 6 Tagen in der Woche geöffnet. Ohne unterstützendes Personal funktioniert ein Unverpacktladen nicht, weil es den Inhaber überfordern würde. Die Mitarbeiter müssen nicht nur vom Konzept überzeugt sein. Servicebereitschaft, Herzlichkeit und Empathie sind wichtig, damit die Kunden gerne wiederkommen. In vielen Unverpacktläden arbeiten Freunde oder Familienmitglieder des oder der Inhaber häufig auf 450 € Basis. Eine gute Personalplanung für die Zeiten hoher Kundenfrequenz ist wichtig. Idealerweise lagern die Unternehmer Nebentätigkeiten an externe Dienstleister aus, z.B. an Putzteams für die Ladenreinigung.

Filialisierung
Die Vorstände des Unverpackt e.V. sind alles Betreiber von mindestens 2 Unverpacktläden. Eine Filialisierungsstrategie kann nach erfolgreicher Geschäftseinführung daher sinnvoll sein.

8. Versicherung & Buchhaltung & Software

"Es spart Zeit und Nerven, von Anfang an jemanden speziell mit der Buchhaltung zu beauftragen." (Original Unverpackt, Berlin)

Ware ohne Einwegverpackungen verkaufen stellt die Organisation eines Lebensmittelhändlers vor Herausforderungen. Im folgenden Abschnitt zeigen wir Hilfsmittel und Software für den Unverpacktladen.

Warenwirtschaft: Kassensystem mit Grammwage
Ein Kassensystem mit Grammwage ist zwingend für jeden Unverpacktladen. Zuerst wird die Verpackung des Kunden gewogen, die dann beim Kassieren der Ware vom Gewicht wieder abgezogen ist. Sinnvoll ist auch ein Warenwirtschaftssystem, das mit Grammware umgehen kann. Es erleichtert später die Inventur.

Buchhaltungsprogramm
Ein Buchhaltungsprogramm ist sicher auch hilfreich. Allerdings sollte sich der Gründer auch überlegen, die Buchhaltung an einen externen Dienstleister abzugeben und auf ein System zu setzen, das auf die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Buchhalter bzw. Steuerbüro setzt.

Versicherungen
Wichtig sind sicherlich die üblichen Unternehmensversicherungen wie Haftpflicht oder Krankenversicherung. Auch typische Einzelhandelsversicherungen wie Betriebsunterbrechungsversicherungen sollten geprüft werden.

Versicherung

Ihren Unverpacktladen richtig versichern.

Zum Angebot
Software

Optimale Abläufe für Ihren Unverpacktladen

Leitfaden
Büro digital

Die optimale Buchhaltungssoftware für Ihren Unverpackt-Shop

Zum Angebot

9. Fazit: Ideale, Netzwerk, Macher-Qualitäten

Begeisterung für das Zero Waste Ideal einer Zukunft mit weniger Müll, betriebswirtschaftliches Know-how und unternehmerischer Instinkt sind wichtig, um einen Unverpacktladen erfolgreich zu führen. Ein gutes Netzwerk in die lokale LOHAS-Szene bzw. Kontakte zu Bio-Landwirten oder Solawis helfen, ein Angebot auf die Beine zu stellen, das sich auch vom "grünsten" Bio-Supermarkt als Bereicherung des örtlichen Angebotes abhebt. Die Stärke des Unverpacktladens ist nicht der kleinste Preis, sondern ein Angebotskonzept, bei dem der Preisvergleich keine Rolle spielt, und ein Service, bei dem der Kunde auch bereit ist, ein paar Euro mehr zu bezahlen.

Denken Sie bei der Gründung an die erforderlichen Genehmigungen und konzipieren Sie eine Rechtsform, mit der Sie eventuell auch Lieferpartner mit ins Boot holen. Alle weiteren Schritte der Eröffnung finden Sie in einer umfangreichen Gründungscheckliste, welche die Besonderheiten eines Unverpacktladens enthält.

Branchen-Guide herunterladen