20 kostenfreie Tools

Businessplanvorlage, Finanzplan, SWOT etc. – unsere Tools für Gründer!

1x im Monat neue Geschäftsideen

Interessiert an neuen Geschäftsideen? Unseren Newsletter abonnieren!

Aktuelle Themen im Daily

Deine tägliche Dosis Unternehmertum gibt es in unserem GründerDaily!

Menü Schließen
Besser gründen – als Teil unserer großen Social Media Community

Gründungskosten und Investitionen beim Unternehmensstart

Bereits vor der formalen Gründung fallen diverse Gründungskosten an. Zu diesen Gründungskosten gehören z.B. Ausgaben für eine GmbH Gründung oder eine professionelle Marktstudie. Gründungskosten werden in der Regel relativ schnell abgeschrieben und müssen von Existenzgründern vorfinanziert werden.

Neben den Gründungskosten kommen auf dem Weg in die Selbstständigkeit auch Investitionen hinzu. Zu Investitionen gehören z.B. die Anschaffung einer Maschine oder der Umbau eines Ladens. 



Zwischen Gründungskosten und Investitionen unterscheiden

Je nach Komplexität Ihres Geschäftsmodells tätigen Sie bereits vor der Gründung Ausgaben. So kann es z.B. Sinn machen, eine fundierte Marktanalyse von einem externen Berater erstellen zu lassen, der das Marktpotenzial evaluiert. Oder aber Sie fahren auf Messen, um mögliche Lieferanten kennenzulernen. Die Ausgaben für diese sogenannten Gründungskosten tätigen Sie in der Regel vor der formalen Gründung und müssen entsprechend vorab von Ihnen privat finanziert werden. Auch die Kosten für die formale Gründung z.B. Notarkosten oder die Kosten für die Gewerbeanmeldung werden zu den Gründungkosten gezählt.

Gründungskosten sind in der Regel Ausgaben, die sich nicht direkt auf den Ertrag des Unternehmens auswirken. Entsprechend werden Gründungskosten meist auch relativ schnell abgeschrieben, oft direkt im ersten Geschäftsjahr.

Im Unterschied zu den Gründungskosten werden Investitionen im Normalfall erst nach der formal juristischen Gründung getätigt. Investitionen sind für den Unternehmensstart notwendige Ausgaben, die sich längerfristig positiv auf den Geschäftsverlauf auswirken sollten.

Die Ausgaben für Investitionen übersteigen in der Regel die Gründungskosten signifikant und werden von der Gesellschaft also z.B. von der GmbH, der GbR etc. bezahlt. Die meisten Investitionen werden bilanziert - d.h. sie stehen beim Geschäftsjahresende in der Bilanz - und werden je nach Absetzung für Abnutzung (AfA) über mehrere Jahre abgeschrieben.

Beim Unternehmensstart: Unterschied zwischen Gründungskosten & Investitionen

TIPP

Fragen Sie Ihren Steuerberater schon vor der Gründung, welche steuerlichen Aspekte Sie in Bezug auf die Gründungskosten und Investitionen beachten sollten. Einen Steuerberater finden Sie hier!

Kapitalbedarf: Gründungskosten und Investitionen berechnen

Ein wesentlicher Bestandteil für die Ermittlung des gesamten, für die Gründungsphase notwendigen Kapitalbedarfs, sind die Gründungskosten und die Ausgaben für Investitionen. Für die Berechnung können Sie auch hier zwischen Gründungskosten und Investitionen unterscheiden:

Gründungskosten

  • Administrative Gründungskosten: Zu den administrativen Kosten gehören z.B. Anwaltskosten, Anmeldungsgebühren für Patente, Gewerbeanmeldung etc.
  • Businessplan bezogene Gründungskosten: Vergessen Sie Gründungskosten für Gründercoaching, Marktforschung & -analyse sowie Beratungshonorare nicht!

Investitionen

  • Investitionen in die Produktion: Die meist größten Ausgaben sind die Investitionen in Immobilien, Einrichtung (z.B. des Ladens), Fahrzeuge, Material und Lagerbestände.
  • Investitionen in das Produkt: Unbedingt notwendig und oft relativ kostenintensiv sind die Investitionen in die Produktentwicklung und das Design sowie Materialkosten etc.
  • Investitionen ins Marketing: Ein professioneller Auftritt ist ein Muss – denken Sie an die Investitionen in eine eigene Website, das Corporate Design (Logo, Geschäftsunterlagen etc.) sowie Marketingmaterial (Visitenkarten, Flyer etc.).
  • Investitionen in die Geschäftsausstattung: Auch bei der Geschäftsausstattung fallen diverse Investitionen an: Büroeinrichtung, Telefon etc.
  • Maklerkosten: Zwar sind Maklergebühren keine direkten Investitionen, dennoch sind die Kosten hierfür nicht zu vernachlässigen. Denken Sie insbesondere an die Gebühren für Immobilienmakler und für Personalvermittlungen. 

Um Ihnen die Berechnung der Gründungskosten & Investitionen zu erleichtern, haben wir ein kostenloses Tool entwickelt, dass Sie hier runterladen können.

Tool für die Berechnung der Gründungskosten & Investitionen

Wo können Sie bei Gründungskosten & Investitionen sparen?

Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten, wie Sie Ihr Budget für Ihre Gründung effizienter einsetzen können. Folgende kostengünstige Alternativen sollten Sie prüfen, um Investitionen und Gründungskosten zu senken:

  • Geschäftsform: Anstatt direkt eine GmbH zu gründen können Sie mit der kostengünstigeren UG starten.
  • Maklergebühren: Den richtigen Standort zu haben, kann entscheidend sein. Nichtsdestotrotz sollten Sie versuchen, die Maklergebühren zu verhandeln. Wenn Sie keine Maklergebühren bezahlen möchten, können Sie versuchen, sich direkt an die Verwaltungen zu wenden.
  • Gründerzentren & Bürogemeinschaften: Nutzen Sie die bereits bestehende Infrastruktur eines Gründerzentrums. Diese kostengünstige Alternative zu einem eigenen Büro bietet auch für Nicht-Gründer eine Reihe an Vorteilen (Netzwerk, kurzfristig buch- und kündbar, gute Lage, Meeting Räume etc.).
  • Gebrauchte Güter: Büroeinrichtungen, Geräte, Anlagen, Maschinen etc. kosten wesentlich weniger (meist nur etwa 1/3 bis 1/4 des Neuwerts), wenn sie gebraucht gekauft werden. Dies verringert die Höhe der Investitionen beträchtlich.
  • Leasing: Nutzen Sie sinnvolle Finanzierungformen. Durch ein Leasing können Sie beispielsweise Investitionen in Fahrzeuge, Maschinen und Geräten deutlich verringern.

Ziel ist es…

…dass Sie in Ihrem Businessplan die Kosten für den Unternehmensstart transparent auflisten. Idealerweise unterscheiden Sie dabei zwischen Gründungskosten und Investitionen.

Da die Gründungskosten vor der formalen Gründung anfallen, sollten Sie diesen Punkt mit Ihrem Steuerberater besprechen. In Bezug auf die Investitionen gibt es eine Reihe an Optionen, wie Sie Kosten einsparen und Ihren Kapitalbedarf senken können. Hier können Sie insbesondere bei dem Businessplan Leser mit sinnvollen, kostengünstigen Alternativen punkten.

Die Gründungskosten und Investitionen bilden den ersten wichtigen Bestandteil des Kapitalbedarfs. Der zweite berechnet sich anhand der laufenden Kosten, die Sie im nächsten Kapitel des Finanzplans erarbeiten werden.

Nächster Artikel:
Laufende Kosten