- Um Investoren zu finden, brauchen Unternehmer ein überzeugendes Pitch Deck.
- Ein gutes Pitch Deck überzeugt durch Klarheit.
- 10 Folien müssen das Wichtigste kommunizieren.
- Vorlagen sollten nicht ohne Anpassung verwendet werden.
- Pitching Events dienen der Investorensuche.
| Was ist ein Pitch Deck?
Ein Pitch Deck ist eine visuelle Präsentation, die Gründer für ihren Pitch nutzen, um Investoren, Partner oder Kunden von einer Geschäftsidee zu überzeugen. Auf wenigen Folien werden die wichtigsten Informationen über das Unternehmen, das Geschäftsmodell, den Markt und das Team zusammengefasst.
Pitch Decks werden unter anderem auf Pitching Events eingesetzt, auf denen Start-ups nach Venture Capital (Risikokapital) suchen. Auch bei Elevator Pitches (Präsentation einer Geschäftsidee in 60 Sekunden) können Pitch Decks nützlich sein.
Business Angels (Mentoren mit Kapital) schauen sich oft erst das Pitch Deck eines Unternehmens an, bevor sie ausführlichere Informationen anfordern.
Das Pitch Deck soll Interesse wecken und einen Dialog anstoßen. Es müssen nicht alle Fragen abschließend beantwortet werden. Deshalb sollte ein Pitch Deck nicht nur informativ, sondern auch emotional ansprechend und visuell klar gestaltet sein.
Das Business Model Canvas hilft dabei, das Geschäftsmodell zu durchdenken, bevor es im Pitch Deck präsentiert wird.
Was ist ein Pitch?
Ein Pitch ist eine kurze, überzeugende Präsentation einer Idee vor einem Publikum, das für den nächsten Schritt im Gründungsprozess relevant ist (z. B. Geldgeber, Partner oder Mentoren). Als visuelles Hilfsmittel wird dazu in der Regel das Pitch Deck verwendet.
Man unterscheidet zwischen drei Arten von Pitches:
- Elevator Pitch
- Investoren-Pitch
- Sales Pitch
| Was macht ein gutes Pitch Deck aus?
Ein gutes Pitch Deck überzeugt durch Klarheit, Relevanz und Wirkung. Es soll Investoren oder Partner in kurzer Zeit vermitteln, dass eine Idee Potenzial hat.
Dabei geht es nicht darum, jede Frage im Detail zu beantworten. Viel mehr gilt es, Interesse zu wecken und einen Dialog zu eröffnen.
Folgende Punkte sind für ein Pitch Deck wichtig:
- Klare Struktur: Die Inhalte bauen logisch aufeinander auf und führen zu einem überzeugenden Gesamtbild.
- Starke Story: Die Präsentation erzählt eine nachvollziehbare Geschichte mit Problem, Lösung, Markt und Vision.
- Glaubwürdigkeit: Alle Aussagen sind realistisch, nachvollziehbar und mit Zahlen oder Beispielen unterlegt.
- Investorenperspektive: Das Deck liefert genau die Informationen, die ein Investor für eine erste Einschätzung benötigt.
Außerdem sollte jedes Pitch Deck diese Fragen beantworten:
-
Welches Problem löst das Angebot?
-
Wie sieht die Lösung konkret aus?
-
Wie groß ist der adressierte Markt?
-
Wie funktioniert das Geschäftsmodell?
-
Welche Fortschritte und Nachweise (Traktion) gibt es?
-
Wer steht hinter dem Unternehmen?
Strukturierte Modelle wie das Business Model Canvas und das Value Proposition Canvas helfen dabei, Antworten auf diese Fragen zu finden.
Wie viele Folien hat ein typisches Pitch Deck?
Die meisten überzeugenden Pitch Decks bestehen aus rund 10 Folien. In Ausnahmefällen können es bei komplexeren Produkten auch bis zu 20 sein.
Entscheidend ist: Jede Folie muss einen klaren Mehrwert liefern. Ein hilfreicher Orientierungsrahmen ist die 10-20-30-Regel, bekannt geworden durch den US-Investor und früheren Markenbotschafter bei Apple Guy Kawasaki.
Die 10-20-30 Regel
- 10 Folien: Die wichtigsten Inhalte lassen sich kompakt auf zehn Folien darstellen – von Problem, Lösung, Markt und Geschäftsmodell bis hin zu Team und Kapitalbedarf.
- 20 Minuten: Selbst wenn mehr Zeit eingeplant ist, sollte der eigentliche Pitch maximal 20 Minuten dauern.
- Schriftgröße 30: Diese Faustregel sorgt dafür, dass die Folien nicht mit Text überladen sind. Wer gezwungen ist, sich kurzzufassen, wird automatisch klarer. Gleichzeitig bleibt die Präsentation auch auf Entfernung oder im Video-Call gut lesbar.
Diese Regel zwingt dazu, Inhalte zu priorisieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Genau das schätzen Investoren. Ein unstrukturiertes Pitch Deck schreckt sie hingegen ab.
Aufbau des Pitch Decks
Der Aufbau eines Pitch Decks folgt keinem starren Schema. Dennoch hat sich eine bestimmte Reihenfolge als besonders wirkungsvoll erwiesen.
Das folgende Schema dient Gründern als Orientierung. Es lässt sich je nach Geschäftsmodell, Zielgruppe oder Pitch-Situation flexibel anpassen:
| Folie | Erklärung |
| 1: Deckblatt | Das Start-up und der Anlass der Präsentation wird in wenigen Worten vorgestellt. Das sollte die Folie beinhalten:
|
| 2: Team/Gründer | Diese Folie gehört zu den wichtigsten Elementen im Pitch Deck. Sie sollte folgendes umfassen:
|
| 3: Problem | Auf dieser Folie wird das Problem der Zielgruppe nachvollziehbar beschrieben. |
| 4: Lösung | Das Produkt wird als optimale Lösung für das beschriebene Problem präsentiert. Vorsicht: nicht zu viele Fachtermini oder technische Details nennen. |
| 5: Produkt | Auf dieser Folie wird detaillierter auf die wichtigsten Funktionsweisen des Produkts eingegangen. Ein Prototyp oder eine Demo in Form eines Bildes, Webseite oder Software sind oft erfolgsentscheidend. |
| 6: Markt und Marketing | Auf dieser Folie werden folgende Fragen beantwortet:
Diese Punkte werden bestenfalls mit einer seriösen Marktstudie oder einer eigenen Marktforschung adressiert. |
| 7: Alleinstellungsmerkmal | Auf dieser Folie wird gezeigt, inwiefern sich das Produkt von den bereits bestehenden unterscheidet und was es überlegen macht. Hierzu kann ein Nutzenversprechen mithilfe eines Value Proposition Canvas erarbeitet werden. |
| 8: Wettbewerb | Diese Folie umfasst eine Auflistung der wichtigsten Wettbewerber und eine Beschreibung der Unterscheidungsmerkmale. Die Antwort "Wir haben keinen Wettbewerb" wird von keinem Investor akzeptiert. Der Wettbewerb und die eigene Positionierung können übersichtlich in einem Positionierungskreuz dargestellt werden. Zusätzlich sollte der Marktanteil berechnet werden. |
| 9: Geschäftsmodell und Prognose | Das Geschäftsmodell gehört zu den wichtigsten Folien. Daher sollte nachvollziehbar dargestellt werden, wie und ab wann man Umsätze generiert. Hat man mehrere Ideen für Einnahmequellen, sollte man sich auf die wesentlichen Umsatzträger fokussieren. |
| 10: Proof of Concept, Testimonials, Meilensteine | Der Proof of Concept, also ein Machbarkeitsnachweis des Geschäftsmodells, ist häufig eine zwingende Voraussetzung für einen erfolgreichen Pitch. Dieser Beweis kann bspw. durch erste Umsätze oder die Zahl aktiver Nutzer erbracht werden. Testimonials eventuell bestehender Kunden dürfen auf dieser Folie ebenfalls nicht fehlen. |
| 11: Call to Action | Abschließend muss konkret genannt werden, welche finanziellen Mittel gebraucht werden, wofür sie eingesetzt werden sollen und was damit erreicht werden kann. |
| Bonus-Folie: Bezug zur Veranstaltung | Wer mit dem Pitch Deck an einem Wettbewerb teilnimmt, kann eine Folie einbauen, die einen direkten Bezug zum Event herstellt: Warum die Teilnahme? Was verspricht man sich davon? |
Diese Folien dürfen in keinem Pitch Deck fehlen. Manche Investoren erwarten auch noch Informationen zur Markteintrittsstrategie, zum Status quo sowie der langfristigen Vision eines Start-ups.
Je nach Relevanz kann das Pitch Deck um diese Folien erweitert oder die wichtigsten Infos in die vorhandenen Seiten des Pitch Decks eingearbeitet werden.

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| Beispiel: Das Pitch Deck von AirBnB
Das Pitch Deck von Airbnb wird meistens als perfektes Paradebeispiel vorgestellt: Es ist klar, emotional, reduziert und schafft auf den ersten Blick Vertrauen in das Geschäftsmodell.
Wir gehen die wichtigsten Folien nacheinander durch.
Deckblatt

Das Deckblatt des AirBnB Pitch Decks überzeugt durch klare Gestaltung und starke Botschaft. Logo, Produktname und der prägnante Satz "Book rooms with locals rather than hotels" (Deutsch: "Zimmer bei Ortsansässigen statt bei Hotels buchen") vermitteln auf einen Blick, worum es geht.
Das authentische Hintergrundbild unterstreicht die Idee der persönlichen Unterkunft und erzeugt sofort ein Gefühl für das Produkt. Insgesamt wirkt die Folie modern, professionell und reduziert.
Problem

Die Problemfolie im AirBnB Pitch Deck ist ein gutes Beispiel für eine klare, investorenorientierte Darstellung. In drei kurzen Aussagen benennt sie nachvollziehbare Schwächen im bestehenden Markt:
- hohe Preise,
- unpersönliche Hotelerlebnisse und
- fehlende Alternativen.
Visuell wird das Problem durch ein Bild mit abgelebtem "HOTEL"-Schriftzug symbolisch verstärkt. Die Folie verzichtet auf lange Erklärungen und arbeitet stattdessen mit präziser Sprache und guter Textstruktur.
Problemlösung

Die Lösungsfolie bringt AirBnBs Mehrwert klar auf den Punkt: Die Plattform schafft einen einfachen Weg, private Unterkünfte zu vermieten oder zu buchen.
Die Vorteile für Reisende und Gastgeber werden mit drei eingängige Icons visualisiert:
- Geld sparen,
- Geld verdienen und
- kulturellen Austausch ermöglichen.
Die grafische Aufbereitung ist übersichtlich und emotional zugleich. Hintergrundbild, Farbwahl und Icons schaffen einen positiven Eindruck und machen die Lösung sofort greifbar.
Markt

Marktzahlen überzeugen, sofern sie klar gestuft und glaubwürdig sind. AirBnB zeigt, wie man das Marktpotenzial auf einer einzigen Folie verständlich darstellt: vom Gesamtmarkt (TAM) über den adressierbaren Teil (SAM) bis hin zum aktuellen Marktanteil (SOM) von AirBnB.
Durch die visuelle Gewichtung der Zahlen mit großer, roter Typografie entsteht sofort Aufmerksamkeit. Gleichzeitig bleibt die Folie aufgeräumt und verständlich. Quellenangaben am unteren Rand erhöhen die Glaubwürdigkeit gegenüber Investoren.
Alleinstellungsmerkmal

Diese Folie hebt die Wettbewerbsvorteile von AirBnB präzise und visuell ansprechend hervor. Sechs kompakte Punkte zeigen, was AirBnB von anderen Plattformen unterscheidet: darunter Nutzerfreundlichkeit, Markenstärke, Monetarisierungsmöglichkeiten und ein klarer First-Mover-Vorteil.
Die sechs Symbole funktionieren wie Markenanker: Sie bleiben visuell haften und erleichtern es, die Argumente emotional abzuspeichern.
Geschäftsmodell

Wie verdient AirBnB Geld? Ganz einfach: 10 % pro Buchung. Diese Klarheit überzeugt auch ohne viele Worte.
Unterstützt wird das Modell durch konkrete Zahlen zu Marktanteil, durchschnittlichem Buchungswert und prognostiziertem Umsatz.
Proof of Concept
Diese Folie nutzt echte Nutzerstimmen, um Vertrauen aufzubauen und den emotionalen Mehrwert des Produkts zu unterstreichen. Die Zitate sprechen verschiedene Aspekte wie einfache Nutzung, Einnahmemöglichkeiten und das persönliche Erlebnis an.
Fotos und Herkunft der Personen verleihen den Aussagen Authentizität. Dadurch wirkt die Folie glaubwürdig und schafft Nähe.
Call to Action

Investoren wollen verstehen, was mit ihrem Geld passieren soll. Diese Folie beantwortet das mit drei Kernzahlen:
- Investmentbedarf,
- Zielvolumen und
- erwarteter Umsatz.
Die visuelle Gestaltung mit drei gleich großen Kreisen ist übersichtlich und signalisiert Struktur. So bekommen Investoren eine nachvollziehbare Grundlage für die Entscheidungsfindung.
| Pitch Deck erstellen: Typische Fehler und Tipps
Die richtige Struktur ist die Erfolgsgrundlage für ein Pitch Deck. Allerdings können unerfahrenen Gründern trotzdem noch gravierende Fehler im Pitch Deck passieren.
Wir haben die wichtigsten zusammengetragen:
- Zu kleine Schrift, zu viel Text: Die Schriftgröße 28 wirkt groß, ist für Text aber empfehlenswert. So gerät man schon nicht in Versuchung, zu viel Text auf eine Folie zu packen. Der Leser sollte nämlich innerhalb weniger Sekunden den Inhalt einer Folie aufnehmen können. Dies ist bei zu vielen und zu langen Erläuterungen und Aufzählungen nicht möglich. Im Idealfall befinden sich auf jeder Folie maximal drei Punkte.
- Schlechtes Foliendesign: Das Design muss kein Kunstwerk sein. Schriftgröße und -farbe sowie Abstände zueinander sollten allerdings einheitlich dargestellt werden. Eine individuell von einem Profi erstellte Präsentation ist trotz alledem deutlich beeindruckender als ein Standarddesign.
- Fehlende Corporate Identity: Das Logo sollte auf jedem Slide integriert werden. Auch die Farben, Schriftarten und Designs sollten sich an der Corporate Identity orientieren, sonst bleibt das Unternehmen nicht im Gedächtnis. Die große Ausnahme stellt die Folie mit der Darstellung des Problems dar: hier empfehlen Experten, das Logo auf keinen Fall zu integrieren und andere Farben zu verwenden, um das Produkt nicht unterbewusst mit dem Problem zu verknüpfen.
- Animationen und Übergänge: Bewegbilder in Präsentationen waren zu Beginn der Jahrtausendwende angesagt. Heute sind Animationen nur noch nervig und sollten in keinem Pitch Deck für Investoren verwendet werden.
- Keine KPIs: Das Publikum möchte wissen, in was es investieren soll. Deshalb sollte das Pitch Deck alle KPIs enthalten, die für Investoren relevant sind.
- Rechtschreib- oder Grammatikfehler: Wer in einer so wichtigen Präsentation schludert, der macht dies womöglich auch im Geschäftsalltag. Davon wird zumindest der ein oder andere Investor ausgehen.
- Fehlender Call to Action: Was soll mit dem Pitch Deck erreicht werden? Viele Start-ups vergessen den CTA komplett oder trauen sich nicht, diesen ins Pitch Deck zu integrieren. Hier hilft eine große Prise Mut, denn Investoren wollen klare Ansagen.
Pitch Deck mit KISS und MOM testen
Ein einfacher Tipp, um das Pitch Deck zu optimieren, ist die Verwendung von KISS und MOM.
KISS steht für "Keep It Short and Simple": Maximal 10 Slides. Klare Sprache. Keine Fachbegriffe.
Das Publikum soll das Produkt oder den Service problemlos verstehen. Das schafft man am einfachsten, indem man das Produkt bzw. einen Prototyp zeigt.
Eine weitere Möglichkeit sicherzustellen, dass der Pitch nicht zu kompliziert ist: der MOM-Test. Dabei wird die Idee den eigenen Eltern oder Großeltern gepitcht.
Klingt absurd, aber an den Reaktionen lässt sich gut erkennen, ob das Pitch Deck zu kompliziert ist: Wenn sie Rückfragen stellen, falsche Schlüsse ziehen oder gar nichts verstehen, ist der Pitch zu komplex.
| Vorlagen, Muster und Tools
Ein überzeugendes Pitch Deck lebt nicht nur von seinen Inhalten, sondern auch von einer klaren, professionellen Gestaltung. Wer auf Vorlagen oder Tools zurückgreifen möchte, findet mittlerweile eine Vielzahl an Lösungen.
Zur Auswahl stehen kostenlose Designplattform, gratis Vorlagen sowie kostenpflichtige, spezialisierte Services für Start-ups.
Im Folgenden stellen wir einige dieser Angebote. Außerdem klären wir darüber auf, worauf bei der Auswahl und Nutzung dieser Lösungen zu achten ist.
Kostenlose Powerpoint-Templates
Im Internet finden sich zahlreiche gratis Templates und Vorlagen. PowerPoint Pitch Decks werden aber kaum noch verwendet, da spezielle Tools deutlich bessere Funktionalitäten bieten.
Auf keinen Fall sollten Start-ups kostenlose Vorlagen und Muster unverändert nutzen. Ein Pitch Deck muss unbedingt auf die Corporate Identity des Unternehmens angepasst werden.
Fertige Templates können Fehler enthalten und sollten unbedingt geprüft werden. Wer trotzdem eine PowerPoint-Vorlage verwenden möchte, kann unsere kostenlose Pitch-Deck-Vorlage herunterladen.
Pitch-Deck-Tools im Vergleich

Kostenlose Präsentationssoftware
| Tool | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
| Apple Keynote |
|
| Nutzer im Apple-Ökosystem |
| Canva |
|
| Nutzer mit wenig Design-Erfahrung |
| Google Slides |
|
| Teams, die online kollaborieren wollen |
| Microsoft PowerPoint |
|
| Unternehmer mit Design-Ressourcen, die die Office-Umgebung nutzen |
| Peetch |
|
| Gründer und Start-ups mit Anspruch auf stilvolle Gestaltung und Pitch-Fokus |
Kostenpflichtige Pitch-Deck-Software
| Anbieter | Features | Kosten | Geeignet für |
| Envato Elements |
|
| Unternehmer oder Gründer mit Design-Know-how |
| Haiku Deck |
|
| Selbstständige und Start-ups, die ein fokussiertes, reduziertes Design bevorzugen |
| Prezi |
|
| Gründer und kleine Teams, die ihr Pitch Deck dynamisch und direkt präsentieren möchten |
| Slidebean |
|
| Start-up-Gründer mit wenig Zeit, aber hohem Anspruch an Struktur und Unterstützung |
| XTensio |
|
| Selbstständige, Agenturen oder Start-ups mit komplexen Kommunikationsbedarfen |
| Pitch |
|
| Gründerteams oder Start-ups, die kollaborativ arbeiten, Feedback direkt einbinden und moderne Präsentationen gemeinsam entwickeln möchten |
| Genially |
|
| Unternehmer oder Coaches, die interaktive Inhalte und Storytelling benötigen |
Pitch Deck erstellen lassen
Keine Zeit oder Lust, ein Pitch Deck selbst zu bauen? Kein Problem. Diese Profis bieten Beratung, professionelle Erstellung oder auch Kontrolle und/oder Anpassung von Slides an:
| Anbieter | Angebot |
| Pitch Guru | Starter (ab 100 Folien): 34,95 € pro Folie |
| Slidebean | Pitch Deck Design: ab 799 $ für bis zu 20 Folien |
| UnicornPitch | Basic Design: ab 29 € pro Folie |
| Wie nutzt man das Pitch Deck?
Ist das Pitch Deck fertig, geht es an die Investorensuche. Dabei kann es helfen, wenn das Start-up bereits Networking betrieben hat.
Das Pitch Deck wird im ersten Schritt digital (als PDF) an einen Investor versandt. Erst nach positiver Rückmeldung wird ein Termin zum eigentlichen Pitch vereinbart.
Wer keinen Kontakt zu Investoren hat, kann über Pitching Events Business Angels oder VCs gewinnen. Wir haben eine Übersicht über die besten Pitching Events erstellt.
| Häufige Fragen zum Pitch Deck
Kapitalgeber haben die Qual der Wahl und müssen eine fundierte Entscheidung treffen können, welches Start-up am erfolgversprechendsten ist und dementsprechend die Finanzierung erhalten soll. Kapitalgeber bekommen teilweise über 100 Anfragen monatlich, welche wiederum mit einer gewissen Sorgfalt überprüft werden müssen. Einsendungen in Form eines Businessplans sind selten hilfreich, da die Zeit zur vollständigen Durchsicht meist fehlt.
No-Gos im Pitch Deck sind überladene Folien, unrealistische Prognosen, fehlende Wettbewerbseinordnung, Fachjargon ohne Erklärung, unklare Finanzzahlen und der Satz "Wir haben keinen Wettbewerb". Mehr dazu im Abschnitt "Typische Fehler und Tipps".
Ein Pitch läuft meist als kurze Präsentation ab, in der Gründer ihre Geschäftsidee vor Investoren oder Entscheidern vorstellen. Ziel ist es, Interesse bei den Investoren zu wecken.
Ein Pitch dauert meist 5 bis 10 Minuten, gefolgt von einer Fragerunde.
Ein Pitch beginnt idealerweise mit einer starken Einstiegsaussage – etwa einer provokanten Frage, einer eindrücklichen Zahl oder einem klar formulierten Problem. So wird sofort Aufmerksamkeit erzeugt und der Kontext für die Lösung geschaffen.
Der Begriff Pitch bezeichnet die Präsentation (mit oder ohne Pitch Deck), während das Pitch Deck nur die Folien bezeichnet, die zur Unterstützung herangezogen werden.
Nein, besonders bei sehr komprimierten Events, bei denen jedem Start-up nur eine Minute zur Verfügung steht, kann man auf ein Pitch Deck verzichten. Bei Pitches mit einem etwas größeren Zeitrahmen werden Pitch Decks allerdings gerne genutzt.
Investoren und Banken interessiert vor allem, ob das Geschäftsmodell tragfähig ist. Besonders wichtig sind Problem und Lösung, Marktpotenzial, Umsatzmodell, Wettbewerbsvorteil, Team und Finanzbedarf.
Ein Pitch Deck für Investoren fokussiert auf Skalierbarkeit, Marktpotenzial, Geschäftsmodell und Finanzbedarf. Für Kunden oder Geschäftspartner stehen dagegen Produktnutzen, konkrete Anwendungsfälle und Mehrwert im Vordergrund. Ziel und Tonalität unterscheiden sich entsprechend.
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