Die perfekten Grußformeln für E-Mails



MfG, schöne oder sonnige Grüße? Das sind übliche E-Mail-Grußformeln. Was gibt es noch und warum sind sie so wichtig? Mehr in unserem Überblick.


Inhalt

Grußformeln E-Mails
MfG, viele Grüße oder doch lieber beste Grüße? Wie verabschiede ich mich in E-Mails am Besten?

Warum ist eine Grußformel am Ende so wichtig?

E-Mails trudeln nur so am laufenden Band ein, Briefe erhalten die meisten – wenn sie gerade keinen Geburtstag haben – wohl nur in Rechnungs- oder Werbeform. Aufgrund der Masse und Schnelllebigkeit werden Grußformeln oft nur kurz der Vollständigkeit halber eingefügt, während sich der E-Mail-Schreibende für den Anfang einer Nachricht viel Zeit nimmt, um die richtige Anrede und den richtigen Einstieg zu finden.

Für einen guten Eindruck sollte der Absender jedoch immer sorgen – insbesondere bei einem Erstkontakt zu potenziellen Kunden, Geschäftspartnern oder neuen Mitarbeitern. Umso stimmiger ist es, nach einer höflichen Anrede einen passenden Schluss mit persönlicher und wertschätzender Note zu formulieren.

Die Klassiker: Diese Grußformeln …

… gehen immer!

  • Mit freundlichen Grüßen: sehr traditionell, förmlich und höflich, aber nicht verkehrt – besonders beim Erstkontakt
  • Freundliche Grüße: die moderne Version von “Mit freundlichen Grüßen”
  • Viele Grüße: neutralste Option der “gängigen” Grußformeln

… nur nutzen, wenn man sich besser kennt!

  • Herzliche Grüße: wertschätzend, aber persönlich
  • Liebe Grüße: sehr persönlich
  • Sonnige Grüße: salopp, aber sympathisch / motivierend
  • Viele Grüße aus XY: abwechslungsreich, v. a. bei ständigem Kontakt

… bitte nicht!

  • Hochachtungsvoll: Ist nun wirklich sehr veraltet.
  • Gruß/Grüße: kurzum: desinteressiert und kurz angebunden.
  • Schöne Grüße: Ob sie wirklich schön sind, das kann nur der Empfänger entscheiden.
  • VG, LG, MfG und andere Abkürzungen: Keine Zeit für eine ausführliche Grußformel? Nicht gerade wertschätzend.
  • Keine Grußformel: Allerhöchstens, wenn es eine fließende Kommunikation innerhalb kurzer Zeitabstände ist – ansonsten wirkt das unhöflich.

Und was ist mit “Beste Grüße”?

Die sind sehr beliebt, aber besser zu vermeiden. Oder diplomatisch anzuwenden, wie der Kommunikationsprofi Jörg Röthlingshöfer, Geschäftsführer der PR-Agentur factum, empfiehlt:

Beste Grüße verwende ich selbst nicht so gern, weil es ja auch keine besseren Grüße gibt. Wenn das aber jemand schreibt, nutze ich das meistens trotzdem auch in meiner Antwort.

Röthlingshöfer hat noch einen Kandidaten für Grußformeln, den er besser in E-Mails weglassen würde:

Auf ihre Antwort freut sich XY – ist keine richtige Grußformel und stört mich deshalb. Passiert aber zum Glück nicht oft.

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Bitte keine Werbebotschaten ans Ende der E-Mail packen. Das hinterlässt einen schlechten Eindruck. (Foto: piktochart)

Passende Grußformeln: regional, saisonal und sehr persönlich

Achtet darauf, Grußformeln nicht zu unpersönlich und damit allzu standardisiert zu formulieren. Bereits mit kleinen Abwandlungen könnt ihr bewirken, dass ihr eure E-Mails mit Wünschen abschließt. Das kann ein Bezug zum Wetter , zum Wochenstart, Wochenende oder dem bevorstehenden Urlaub sein. So hinterlasst ihr eine individuelle Note.

Grußformeln zum Wochenstart

  • einen gelungenen Wochenstart
  • einen guten Start in die Woche
  • einen erfolgreichen Tag
  • noch einen schönen Montag

Grußformeln mit Wetterbezug

  • Viele Grüße aus dem nebligen Berlin
  • Beste Grüße ins sonnige Köln
  • Sonnige Grüße
  • Herzliche Grüße aus dem regnerischen München

Grußformeln vor dem Wochenende

  • eine gute Restwoche
  • ein schönes Wochenende
  • ein schönes, langes und erholsames Wochenende

Grußformeln vor dem Urlaub

  • viele Grüße und einen schönen Urlaub
  • beste Grüße und einen erholsamen Urlaub
  • viele Grüße und eine gute Zeit in Holland
  • herzliche Grüße und genieße die Zeit

Grußformeln im Rahmen eines Projekts

  • Viele Grüße im Namen des gesamten Teams
  • Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und sende beste Grüße
  • Ich freue mich wieder von Ihnen zu hören und sende viele Grüße
  • Danke für Deine Hilfe und viele Grüße

Grußformeln bei Krankheit

  • Weiterhin alles Gute
  • Gute Besserung und bis bald am Telefon
  • Eine schnelle Genesung wünscht

Grußformeln während der Corona-Krise

  • Beste Grüße und bleiben Sie gesund
  • Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund
  • Und besonders herzlich: Bleibt gesund! Alles Gute für dich und Deine Familie!

Welche Grußformeln passen zu den Feiertagen?

Ostern, Pfingsten, Weihnachten und Silvester sind gute Gelegenheiten, um mit entsprechenden Grußformeln Abwechslung in die Kommunikation zu bringen. Nutzt die Chance für eine nette, persönliche Verabschiedung. Die folgenden Grußformeln könnt ihr für die Feiertage verwenden:

Ostern

  • Ein frohes Osterfest wünscht …
  • Mit österlichen Grüßen (nach …)
  • Ein frohes Osterfest
  • Frohe Ostern

Pfingsten

  • Wir wünschen Ihnen / Euch / Dir ein erholsames Pfingstwochenende
  • Herzliche Pfingstgrüße
  • Frohe Pfingsten wünscht …
  • Schöne Pfingstgrüße

Weihnachten

  • Fröhliche / Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünscht …
  • Schöne Weihnachtsgrüße und Wünsche
  • Fröhliche / Frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage
  • Frohes Fest und schöne Feiertage

Silvester/ Neujahr

  • Wir wünschen einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr
  • Wir wünschen Ihnen / Euch / Dir ein ein frohes, glückliches und gesundes neues Jahr
  • Ein glückliches, gesundes und frohes neues Jahr wünscht …
  • Wir wünschen einen guten Start ins neue Jahr

Welche Grußformeln liegen im Trend?

Gibt es in der Welt der Unternehmenskommunikation Trends, die sich abzeichnen? Jörg Röthlingshöfer, Geschäftsführer der PR-Agentur factum, hat ein paar interessante Beobachtungen hierzu gemacht:

Was mir beim Screening meiner letzten Mails aufgefallen ist, dass viele schon relativ früh liebe Grüße/herzliche Grüße schreiben anstatt mit freundlichen Grüßen. Was aber wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich so viel mit Start-ups in Kontakt war. Aber auch Mitarbeiter von traditionellen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen verwenden immer häufiger liebe Grüße.

Bei den häufigsten Grußformeln hat Röthlingshöfer ganz ähnliche Erfahrungen gemacht wie wir auch beim Check unseres Mail-Postfachs: Die beliebtesten Grußformeln, sind “Viele Grüße”, “Herzliche Grüße”, “Liebe Grüße” und “Mit freundlichen Grüßen”.

Um sich davon abzuheben, können sich Unternehmer überlegen, ob sie eine Grußformel für das Unternehmen definieren, um einen gewissen Eindruck zu erzeugen – passend zum gesamten Firmenauftritt und der Signatur. Aber Vorsicht: Es muss unbedingt zur Zielgruppe passen.

Beruflich wie privat: Wie locker darf eine Grußformel sein?

Standardisierte Grußformeln gehen immer. Fragt euch dennoch bei jeder Nachricht: Wie gut kenne ich die Person, um was geht es in meiner Mail und welchen Eindruck möchte ich hinterlassen?

Während bei Erstkontakt oder Pressemitteilungen häufig mit “Mit freundlichen Grüßen” verabschiedet wird, enden beim persönlichen Kontakt die Nachrichten meist mit “viele Grüße” oder “liebe Grüße”. Wir empfehlen, im beruflichen Kontext verschiedene Grußformeln zu verwenden, abhängig vom Alter, der Position sowie Bekanntschaft des Adressaten. Denn nicht jeder ist vielleicht so jung und hip und möchte sich gleich mit den sehr persönlichen “lieben Grüßen” verabschieden lassen.

Eines steht auf jeden Fall fest: Absolute No-gos sind aufdringliche Werbebotschaften. Diese nerven nicht nur, sie sind auch im Sinne der DSGVO nicht erlaubt.

Ein Extra-Tipp vom Kommunikations-Experten Jörg Röthlingshöfer:

Behaltet den Adressaten im Blick! Die Grußformel ist eine schöne Gelegenheit, um eine persönliche Note in eine Mail zu bringen, sie ist aber auch ein Ausdruck von Respekt gegenüber dem Empfänger. Euer Verhältnis zum Adressaten sollte daher den Ton angeben, Antwortmails sollten den Ton des Gegenübers aufgreifen.

Wenn ein Investor eure E-Mail bis zum Ende durchgescrollt hat, verschreckt ihn bitte nicht durch einen aufdringlich gut gelaunten Wetterbericht. Umgekehrt könnt ihr bei einem Start-up-Wettbewerb eventuell mit einer originellen Grußformel punkten – solange sie leicht verständlich ist und zum Stil eures Start-ups passt. Im Verlauf eines E-Mail-Kontaktes kann sich der Ton aber durchaus verändern und der Vertrautheit des Umgangs mit dem Gesprächspartner anpassen.

  • Satzzeichen – ja oder nein?: Hinter der Grußformel kommt im Deutschen im Gegensatz zum Englischen kein Komma. Auch Punkte oder Ausrufezeichen gehören nicht ans Ende.

Fazit: Was ist nun richtig – was falsch?

Richtig oder falsch gibt es bei Grußformeln nur bedingt. Schließlich muss diese zum Unternehmen, zum Absender und zum Empfänger passen. Als Berater eignet sich “Mit freundlichen Grüßen” also eher als für ein hippes Start-up. Wer aber immer mit “sonnigen Grüßen” unterschreibt, wird vielleicht auch irgendwann nicht mehr ernst genommen.

Sinnvoll ist also, sich Gedanken darüber zu machen, welche Grußformeln für euer Start-up authentisch wirken können. Diese solltet ihr dann auch einheitlich an eure Mitarbeiter kommunizieren. Unterschätzt die Tragweite von E-Mails nicht: Mit jeder sendet ihr auch ein kleines Stück in die Welt, das zu eurem Gesamtimage beiträgt.

Übrigens: Unser Unternehmerheld – Deutschlands erste Gründerplattform, mit der ihr u.a. kostenfrei einen Businessplan schreiben könnt – unterzeichnet beispielsweise als Teil des Storytellings der Marke mit “heldenhaften Grüßen”. Bei Für-Gründer.de ziehen wir in der Regel “Viele Grüße” vor – manchmal wechseln aber auch wir ab…

In diesem Sinne: Tschö mit Ö und bis bald

Euer Team von Für-Gründer.de

  • Tipp: Informiert euch auch über Pflichtangaben und Marketingmöglichkeiten in eurer E-Mail-Signatur oder lest hier, weshalb E-Mail-Marketing noch lange nicht tot ist. Erfahrt weiterhin, wie ihr einen ansprechenden Werbebrief formuliert.