Englische Grußformeln richtig einsetzen

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Für viele Unternehmen ist der internationale Austausch normal, auch über die klassische E-Mail. Hierfür werden englische Grußformeln genutzt. Wir stellen die geläufigsten vor.

Englische Grußformeln 1200 Vorsicht vor direkten Übersetzungen aus dem Deutschen: Englische Grußformeln folgen eigenen Regeln. (Foto: Unsplash)

Förmliche Grußformeln

  • Yours faithfully: Das häufig verwendete Äquivalent zu Mit freundlichen Grüßen im Deutschen. Wird üblicherweise bei unbekanntem Ansprechpartner genutzt.
  • Sincerely yours: Kommt zum Einsatz, wenn ihr den Mailadressaten kennt, persönlich ansprecht, aber dennoch förmlich bleiben wollt.
  • Yours sincerely: Diese Grußformel lässt sich auch problemlos umkehren und funktioniert trotzdem. Allerdings wird sie wie Sincerely yours nur selten genutzt.

Lockere Grußformeln

  • Kind regards: Lässt sich mit Viele Grüße übersetzen und passt gut in E-Mails mit Kontakten, die ihr bereits ein wenig kennt.
  • Best regards: Die Übersetzung Beste Grüße hat es auch in die beliebten deutschen Grußformeln geschafft – leider! Denn im Gegensatz zum englischen Original ist sie in deutschsprachigen E-Mails völlig fehl am Platz.
  • Best regards: Kann ebenso wie Kind regards für den ungezwungenen Kontakt verwendet werden.
  • Best wishes: Ein Hauch mehr Emotion findet sich in dieser Grußformel. Daher sollte sie auch nur dann angewendet werden, wenn eine vertraute Beziehung zwischen den E-Mail-Korrespondenten besteht.
  • All the best: Auch das ist eine herzliche Verabschiedung, die jedoch nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass Sender und Empfänger sich nahe stehen. Sie lässt sich damit als wohlwollende, aber unverbindliche Grußformel nutzen.
  • Der eigene Name: Modern ist es inzwischen, E-Mails nur mit dem eigenen Vornamen zu beenden.

No-Go-Grußformeln

  • See you later/soon: Wenn sich euer englischsprachiger Kontakt Tausende Kilometer oder sogar in Übersee entfernt befindet, ist es sehr unwahrscheinlich, sich später oder bald wiederzusehen. Deshalb sollten solche Floskeln vermieden werden.
  • With friendly regards: Klingt schrecklich falsch und ist es auch. Diese seltsame Formulierung entsteht, wenn man Mit freundlichen Grüßen wörtlich übersetzt. Dies solltet ihr lieber unterlassen und euch stattdessen auf gängige englische Grußformeln verlassen.
  • Bye: Diese Verabschiedung passt in eine umgangssprachliche Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht. Am Ende einer E-Mail ist die Formulierung jedoch zu flapsig.

Weitere Tipps für englische E-Mails

Überlegt vor dem Verfassen, ob britisches oder amerikanisches Englisch angebracht ist. Grundsätzlich wird amerikanisches Englisch nur für Korrespondenz mit US-Kollegen oder Kanadiern verwendet, britisches hingegen kommt für Briten, aber auch für den Austausch mit Einwohnern ehemaliger Kolonien zum Einsatz.

Hütet euch vor Formulierungen aus dem Denglischen. Dass Muttersprachler bei Handy im Gegensatz zu uns nicht an Mobiltelefone denken, ist inzwischen bekannt. Es gibt aber auch andere Formulierungen, die sich oft in E-Mails an englischsprachige Adressaten finden – zu oft. Beispiele sind Wait and drink tea, Buy a cat in a bag oder I have much around the ears.

Typisch für englischsprachige E-Mails ist die Verwendung kurzer, knapper Sätze. Das mögen auch deutsche Adressaten, bei den internationalen Gesprächspartnern könnt ihr aber besonders damit punkten.

Vermeidet Füllwörter wie finally oder nevertheless.

Nutzt Abkürzungen wie FYI (For your interest) oder PFA (Please find attached), um eure E-Mail noch knackiger zu formulieren.

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