Was macht ein Chief Product Officer?



Der Chief Product Officer wird in Deutschland häufig als “Produktleiter” übersetzt. Aber wie genau sieht das Berufsbild des CPO aus? Marco von sevDesk hat uns diese und weitere spannende Fragen dazu beantwortet!

GründerDaily: Hallo Marco, welche Aufgaben und Ziele hat ein Chief Product Officer?

Marco von sevDesk: Der Chief Product Officer verantwortet die allgemeine Produktvision und ebnet den Weg dorthin. Außerdem sorgt er für die kontinuierliche Produktentwicklung und Verbesserung (Produktentwicklung, Produktdesign und Produktmarketing).


Marco Reinbold Zur Person


Der CPO sorgt dafür, dass das Herz jedes Unternehmens, das Produkt, stets am Puls des Kunden ausgerichtet ist, und dass die Produktstrategie in Einklang mit den Kundenbedürfnissen und Unternehmenszielen steht.

Der CPO erleichtert den Product Ownern die Ableitung der Produktvision auf ihre Verantwortungsbereiche, dient als Mentor für die Teams und gestaltet sowie koordiniert die Entwicklung der Strategie. Weiterhin ist er für die Zielvereinbarung und Jahresplanung verantwortlich.

GründerDaily: Welche Qualifikationen bzw. Eigenschaften muss ein CPO haben?

Marco:

  • Ein CPO muss Visionär sein und ein Gespür dafür haben, was der Kunde möchte, noch bevor es der Kunde selbst weiß.
  • Er vereint den Mut eines Unternehmers mit ausgeprägten, analytischen Fähigkeiten.
  • Er muss ein Gespür für Trends haben und immer den Markt im Blick haben.
  • Er muss ein Verfechter des eigenen Produktes sein und dieses von A bis Z kennen.
  • Mit seiner Kommunikations- und Moderationsfähigkeit zwischen Schnittstellen wie bspw. der Entwicklung und dem Marketing schafft er teamübergreifend ein einheitliches Verständnis für das Produkt und die geplante Entwicklung.
  • Essenziell für einen CPO ist die Fähigkeit, ein führungsstarker Leader zu sein und cross-funktional arbeitende Teams bei ihrer Zielerreichung zu unterstützen, zu managen und bei Bedarf führen zu können.

GründerDaily: Mit welchen Maßnahmen steigert der CPO die Performance?

Marco: Durch eine klare und am Kunden ausgerichtete Produktvision bietet der CPO seinem Team die Leitplanken für eine zielgerichtete und effiziente Produktentwicklung. Mit einem Auge für das Detail spornt er nicht nur sein Team zur Perfektion an, sondern erkennt auch interne Prozesslücken und unterstützt bei Bedarf bei der Optimierung.

Darüber hinaus hat der CPO Begeisterungsfähigkeit: Er zieht Teammitglieder und Außenstehende in den Bann seiner Produktvision und zeigt ihnen, dass sie Teil von etwas ganz Großem sind.

GründerDaily: Wie geht euer CPO mit den Herausforderungen Zeit- und Projektmanagement um?

Marco: Unser CPO besitzt eine starke Priorisierungsfähigkeit entlang der Kundenbedürfnisse und Unternehmensziele und weiß, diese transparent zu kommunizieren. Er durchdringt komplexe, scheinbar unbezwingbare Vorhaben und kann diese, sowohl aus Kunden als auch aus Mitarbeitersicht, in verständliche, nachvollziehbare Teilschritte aufbrechen.

GründerDaily: Welche Tipps für einen funktionierenden Workflow und die Kommunikation – intern wie extern – kann der CPO geben?

Marco: Why, How, What – Der Golden Circle von Simon Sinek – Erklär den Menschen, WARUM sie etwas machen oder machen sollen, dadurch entsteht intrinsische Motivation und man bekommt wirkliches Commitment.

Wichtig ist auch Transparenz, Transparenz und Transparenz – Als Product-Team ist man (zusammen mit der Entwicklung) der Maschinenraum des Unternehmens. Alle anderen Beteiligten (intern wie extern) bringen Anforderungen, Wünsche und Ideen vor und sind gleichzeitig von dir abhängig. Gib ihnen deshalb jederzeit die Möglichkeit, nachzuvollziehen, warum welche Entscheidungen getroffen werden.

GründerDaily: Vielen Dank für das Interview, Marco. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg!

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