OKR-Tools: Docs oder Dashboard?



Für die Umsetzung der OKR-Methode können euch verschiedene Tools helfen. Wir stellen euch 5 OKR-Tools kurz vor.

OKR-Tools
OKR-Tools unterstützen euch bei der Erstellung und Verwaltung von Unternehmenszielen – digital, ortsunabhängig und zugänglich für zahlreiche Nutzer. (Foto: Unsplash)

#1 7Geese

Bei dem Performance-Management-Tool 7Geese geht es darum, mit den Mitarbeitern gemeinsam an den Unternehmenszielen zu arbeiten und die Kommunikation zu verbessern. Es können die OKRs des Unternehmens, der Abteilung sowie der einzelnen Mitarbeiter übersichtlich dargestellt werden.

7Geese OKR-Tool
Bei 7Geese sind auf einen Blick die Objectives der Mitarbeiterin zu sehen inklusive Status. (Foto: 7Geese)

Mit dem Leistungsmanagement-Tool können nicht nur die OKRs erstellt und gemessen werden, sondern es stehen noch Features wie direktes und 360-Grad-Feedback, 1:1 Meetings von Mitarbeiter und Manager zur Verfügung.

  • kostenlose Testversion vorhanden
  • Die günstigste Version kostet 10 Dollar pro User und Monat, gefolgt von 14 und 19 Dollar je nach Features.

#2 Asana

Asana OKR-Tool
Mit Asana werden Unternehmensziele und Schlüsselergebnisse der Teams transparent dargestellt. (Quelle: Asana)

Das Projektmanagement-Tool Asana bietet eine anschauliche OKR-Vorlage, bei der ihr die Objectives und Key-Results auf einem Blick habt, inklusive Stand der Dinge, Abteilung und Mitarbeiter. Mithilfe des Asana Guides lassen sich schnell die Ziele erstellen. Welche Funktionen das sehr beliebte Tool noch bietet, erfahrt ihr in unserem Beitrag zu den besten Projektmanagement-Tools.

  • Basic: für bis zu 15 Personen kostenlos
  • Premium: 10,99 € / Nutzer pro Monat bei jährlicher Abrechnung, Gratistest möglich
  • Business: 24,99 € / Nutzer pro Monat bei jährlicher Abrechnung, Gratistest möglich
  • Enterprise: auf Anfrage

#3 Confluence

Confluence OKR-Tool
Ziele und Pläne sind das A und O für ein erfolgreiches Projektmanagement. Das Atlassian-Tool kann euch dabei helfen.(Foto: Confluence)

Confluence ist ein sehr vielseitiges Tool von Atlassian, mit dem man unter anderem die OKRs verwalten kann. Es lohnt sich, wenn die Software bereits von dem Unternehmen verwendet wird. Nur als Zusatzprogramm, um das OKR-Modell einzuführen, ist es sicherlich zu mächtig. Der Vorteil: Die Projekte und Dokumente lassen sich direkt mit den OKRs verlinken und es gibt auch eine OKR-Vorlage.

Tariflich gibt es verschiedene Kombinationsmöglichkeiten der Produkte – für die reine Erstellung und das Teilen von Arbeitsinhalten im Team oder spezifische Programme für Software- und IT-Teams.

  • Jedes Produkt gibt es in einem Free-Tarif: unterstützt 10 Benutzer oder 3 Agenten, 2 GB Speicherplatz, Community-Support

#4 Google Docs / G-Suite

Google Docs
Wenn ihr die OKRs in Tabellen und Dokumenten listet und bearbeitet, bieten sich zur Verwaltung die Google-Produkte an. (Quelle: Google Docs)

Ihr arbeitet alle gemeinsam mit Google Docs und legt alles in Google Drive ab? Dann bleibt dabei und legt euch einen Ordner für eure OKR-Sheets an. Denn je besser sich eure Mitarbeiter bereits mit Programmen auskennen, desto einfacher lassen sich neue Vorgehensweisen, Dokumente und Tabellen etablieren.

Mymüsli verwendet beispielsweise schon sehr lange das OKR-Modell und verrät in einem Blogbeitrag auf ihrer Seite:

Wir verwenden zur Abbildung von OKRs Google Apps bzw. Google Drive: Dort haben wir einen shared OKR Ordner, in dem wiederum für jede Abteilung und für jeden Mitarbeiter die OKRs als Spreadsheet liegen.

Die G Suite bietet zahlreiche Tools wie Docs, Tabellen und Präsentationen an, sodass ihr diese optimal im Team ortsunabhängig nutzen könnt – ob für OKRs oder andere Projekte.

  • Basic-Version: 4,68 Euro pro Nutzer und Monat
  • Business-Version: 9,36 Euro pro Nutzer und Monat (unbegrenzter Speicherplatz und Archivierungsfunktion)
  • Enterprise-Version: 23 Euro pro Nutzer und Monat (erweiterte Einstellungen und Funktionen, u. a. Vault und unbegrenzter Cloudspeicher)

#5 Perdoo

Perdoo OKR-Tool
Spezifische OKR-Tools wie Perdoo unterstützen euch bei der Umsetzung der OKR-Methode im Unternehmen. (Foto: Perdoo)

Wer ein spezifisches OKR-Tool sucht, kann Perdoo ausprobieren. Der Einstieg erfolgt schnell per Mailadresse und mit der Starter-Version lässt sich das Tool leicht ausprobieren – mit unbegrenzten Nutzern und Zielen. Wer sich jedoch die Visualisierung der OKRs wünscht, Google Sheets integrieren und Daten exportieren möchte, braucht die Premium-Version. Bei beiden Versionen ist eine Slack-Integration möglich.

  • Starter: frei pro Nutzer und Monat inkl. (Weekly-Check-ins, Google SSO, Best practices)
  • Premium: 6 Euro pro Nutzer und Monat (Roadmap and Explore, Graphs and visualizations, Custom reports, Data exports)
  • kostenloses OKR-Spreadsheet

OKR-Tools: ein paar Tipps zum Abschluss

Egal, für welches der OKR-Tools ihr euch entscheidet. Um die OKR-Methode richtig umsetzen zu können, muss das Tool einfach und flexibel handhabbar sein. Analysiert dafür, welche Programme euer Unternehmen bereits verwendet, mit welchen OKR-Tools die Mitarbeiter gut umgehen können und ob sie offen sind, neben den bisherigen Programmen gegebenenfalls noch ein neues Tool zu lernen und zu pflegen. Denn es bringt nichts, wenn dies als Zusatzlast empfunden wird und mehr Zeit für die Toolpflege in Anspruch genommen wird als für die Erreichung der Key Results.

Wichtig sind folgende Schritte vorab zu durchdenken:

  • Vision und Mission formulieren: Dafür reichen Zettel und Stift, um Struktur in die eigenen Gedanken zu bekommen und die angedachten Unternehmensziele in eine sinnvolle Reihenfolge zu bekommen und die passenden Schlüsselergebnisse zu formulieren.
  • Welche Ablageorte – Cloud oder Laufwerk – stehen euch bereits zur Ablage von OKR-Dokumenten zur Verfügung? Dropbox, Google Drive, ein spezielles Laufwerk?
  • Legt fest, wer die OKR-Tabellen pflegt, sodass die Anpassungen auch zeitnah für alle Mitarbeiter zu sehen sind.
  • Welche Anforderungen habt ihr an das Tool: Reine OKR-Messung, -Verwaltung oder wollt ihr schicke Dashboards für alle Teams und Mitarbeiter?
  • Wenn ihr weitere Prozesse im Unternehmen modernisieren wollt, schaut euch direkt umfassendere Tools und Apps an.

Ob Cloud oder Tool: Das Wichtigste ist, dass die OKRs zentral für alle Abteilungen, Teams und Mitarbeiter abgelegt und im Alltag sichtbar für die Teammitglieder sind, sodass sie sich täglich daran erinnern, was zu erreichen ist. Diese Transparenz hilft alle Beteiligten, gemeinsam an den großen Unternehmenszielen zu arbeiten.

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