Acht SEO-Tools, die euch mehr über die Konkurrenz wissen lassen



Gründer befinden sich in einem permanenten Wettbewerbsumfeld. Das spiegelt sich im Online-Bereich wider: Genau wie du arbeitet schließlich auch deine Konkurrenz im Kampf um Kunden daran, ihre Websites zu optimieren. Höchste Zeit also, eine strategische Analyse vorzunehmen. Wir stellen euch Tools vor, mit denen euch das gelingt.

#1 Searchmetrics: Konkurrenz im Blick

Searchmetrics ist ein sehr mächtiges und umfangreiches Tool, mit dem ihr eure eigenen SEO-Aktivitäten und die der Konkurrenz genau unter die Lupe nehmen könnt.

Eine große Datenbank mit Keywords und Links sowie eine Vergleichsuntersuchung von Websites in sozialen Netzwerken wie Facebook und LinkedIn sorgen dafür, dass ihr differenziert und auf mehreren Ebenen scannen könnt.

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Diese acht Tools helfen euch, die Konkurrenz im Auge zu behalten. (Foto: piktochart)

Die Searchmetrics Suite wird unter anderem von Unternehmen wie Sixt, ebay und eventim, aber auch von kleineren Unternehmen genutzt.

#2 SimilarWeb

SimilarWeb gehört zu den umfangreicheren SEO-Tools, mit denen ihr gezielt Konkurrenz-Websites analysieren könnt. Das funktioniert so ähnlich wie bei Google Analytics, nur eben nicht für eure, sondern für die Seiten eurer Mitbewerber. Ihr erhaltet so detaillierte Informationen über Traffic, Referrals, die Interessen der Besucher und so weiter.

Allerdings ist SimilarWeb nicht mit der Präzision von Google Analytics zu vergleichen, wie SEM Deutschland in einem Testbericht feststellt. So wurde insbesondere die valide Datenbasis für Keyword-Ergebnisse angezweifelt.

Ihr solltet die Daten aus SimilarWeb daher mit Vorsicht genießen und sie eher als Richtwerte denn als feststehende Garanten sehen.

#3 WhatRuns

Ihr wollt schnell und unkompliziert unter die Oberfläche einer Konkurrenzseite schauen? Um herauszufinden, wie diese technisch läuft? Dank der Chrome-Erweiterung WhatRuns gelingt euch genau das. Mit nur einem Klick erfahrt ihr alles über eingesetzte Frameworks, das verwendete CMS, Themes, Widgets, Schriftarten etc. WhatRuns ist damit das ideale Tool, um euch einen schnellen Einblick über die Mechanismen hinter einer Website zu verschaffen.

#4 SISTRIX

Die SISTRIX-Toolbox bietet euch ein umfassendes Gesamtpaket, mit dem ihr hinter die Kulissen der Konkurrenz blicken könnt. Die Analyse der Rankings funktioniert dabei auf zwei Ebenen: der Domain- und der Keyword-Ebene. Damit ist sowohl die einfache Keyword-Recherche als auch das Aufspüren von Mitbewerbern mit der tabellarischen Angabe von Verhältnissen (Wettbewerbsstärke) via Angabe der URL möglich.

#5 WDF*IDF-Analyse

Eine WDF*IDF-Analyse misst die Häufigkeit aller Wörter, die in einem Text auftauchen und gewichtet sie. Dabei steht WDF für Within Document Frequency und IDF für Inverse Document Frequency. Wenn ihr die Domain zu einem gut rankenden Blogartikel der Konkurrenz zum Beispiel durch das WDF*IDF-Tool schickt, erfahrt ihr, welche Keywords mit welcher Schlagzahl in diesem Artikel auftauchen. Dazu braucht ihr vorab allerdings ein Keyword, auf das ihr euren eigenen Content analysieren wollt.

Und genau da liegt die Stärke einer WDF*IDF-Analyse: Mit ihr könnt ihr eure Landingpages, Blogbeiträge etc. optimieren oder mit dem richtigen Set an Keywords vorbereiten. Die Gefahr bei WDF*IDF ist jedoch, dass ihr auch Nonsens-„Keywords“ fälschlicherweise für wichtig erachtet. Wenn beispielsweise unter einer Shop-Seite allgemeine Infos über den Anbieter stehen, hat das nichts mit dem Ranking der spezifischen Seite zu tun.

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Viele Analysetools haben sowohl Stärken als auch Schwächen. Daher lohnt es sich häufig, mehrere Tools zu kombinieren. (Foto: piktochart)

Bei vielen Seiten mag das einfach zu unterscheiden sein, doch nicht immer ist die Begriffstrennung eindeutig möglich. Auch hier gilt also wieder: Die Ergebnisse dieser Analyse genau betrachten und mit den Resultaten weiterer Tools abgleichen.

#6 SEMrush

SEMrush ist eine beliebte Software-as-a-Service-Lösung und gilt in der Online-Marketing-Welt als das Schweizer Taschenmesser für Analysen. Neben einem umfangreichen Site Audit eurer Website ist das Keyword Positionstracking besonders interessant. Dort kannst du die Performance deiner eigenen Inhalte bei Google abchecken und zugleich sehen, wo deine Konkurrenz steht. Dabei erkennst du auch, welche Inhalte bei den anderen am stärksten performen – inklusive URL.

  • Ebenfalls spannend: Ihr könnt bei SEMrush aufdröseln, woher eure Wettbewerber ihre Backlinks beziehen. Wer weiß: Vielleicht möchte derjenige ja auch auf eure Seite verlinken? In jedem Fall ist es erhellend, zu erfahren, wer Links zur Konkurrenz setzt und warum.

#7 XOVI

Die All-in-One-Lösung XOVI wird von großen Unternehmen wie der Allianz genutzt, richtet sich mit seinen günstigen Preismodellen jedoch auch an Einzelunternehmer und Start-ups. Wie die anderen vorgestellten Tools dient XOVI sowohl der Analyse der eigenen Website als auch der Konkurrenz. Neben den Keywords der Wettbewerber könnt ihr auch Social Signals und die eigene Position im Wettbewerbsumfeld überblicken.

Mit dem Reporting bietet XOVI eine Schnittstelle zwischen Projektmanagement und Datenverarbeitung. Projekte sind so leichter planbar, das klare Dashboard vereinfacht die Nutzung zusätzlich.

#8 Google Alerts

Ein Klassiker unter den Analysetools ist die Einrichtung von Google Alerts. Vielleicht ist das nicht so fancy wie die Nutzung einer komplexen Plattform, dafür aber hocheffektiv und zuverlässig. So könnt ihr für jedes Keyword einen separaten Alert einstellen. Auf diese Weise werdet ihr via Mail darüber auf dem Laufenden gehalten, welcher Konkurrent neuen Content mit euren Top-Keywords veröffentlicht. Das ermöglicht eine schnelle Anpassung der eigenen Strategie.

  • Mit Google Alerts könnt ihr ganz nebenbei auch euer Monitoring unterstützen. Richtet einfach einen Alert mit eurem Unternehmensnamen ein und ihr erhaltet sofort Kenntnis darüber, wo ihr in Medien, Blogs und so weiter auftaucht.

Tools ersetzen die händische Analyse nicht

Werkzeuge sind hilfreich, damit ihr eure Konkurrenz umfassend analysieren könnt. Doch die meisten Tools funktionieren nur dann, wenn ihr sie mit entsprechend sinnvollen Informationen füttert. Es lohnt sich also, wenn ihr wie die Goldgräber von Klondike selbst auf die Suche geht. Checkt selbst das Netz ab, erschließt euch relevante Keywords für euer Business und gebt diese von Hand bei Google ein, um die stärksten Konkurrenten ausfindig zu machen.

Nehmt euch die Zeit, die Homepages und Unterseiten der anderen zu betrachten. Wie ist der Look? Welche Farben werden genutzt? Wo sind Call to Actions platziert?

Aus dieser persönlichen, aktiven Recherche werdet ihr mit Sicherheit viel für eure eigene Webpräsenz lernen. Ein netter Nebeneffekt ist, dass ihr die vorgestellten Tools weitaus zielgerichteter benutzt, als wenn ihr nur im Nebel stochert.

Fazit

Viele moderne Werkzeuge helfen euch dabei, eure Online-Marketing-Strategie zu optimieren. Dabei ist der Einfluss von Suchmaschinenoptimierung nicht zu unterschätzen, weshalb sich die erfolgreichen Tools genau darauf konzentrieren. Natürlich muss auch der entsprechende Content stimmen, aber das ist ein Thema für sich.

Probiert einfach aus, mit welcher Lösung ihr am besten zurechtkommt und kombiniert im Idealfall mehrere Werkzeuge miteinander, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Vergesst zugleich nicht, eure Konkurrenten eigenständig zu analysieren, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse optimal mit den Tools zu kombinieren.

Und denkt dran: Behaltet den User anstelle von Google im Blick. Mehr dazu in unseren SEO-Trends 2019.

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