Eine eigene Website erstellen – so einfach wirds gemacht



Sicherlich hat sich der eine oder die andere schon einmal Gedanken darüber gemacht, eine eigene Website erstellen zu wollen. Auch wenn es dank sozialer Medien wie Facebook, Twitter & Co. ein Leichtes ist, sich im Internet zu präsentieren, ist die eigene Homepage immer noch etwas anderes und bietet wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

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Mit diesen Tipps erstellst du deine eigene Website Schritt für Schritt. (Foto: Unsplash)

Anforderungen an deine Homepage

Bevor du nun anfängst, dich mit dem Thema eine eigene Homepage erstellen zu beschäftigen, solltest du dir kurz überlegen: Brauche ich wirklich eine eigene Website oder reichen mir meine Social-Media-Präsenzen? Falls deine Antwort ein Ja beinhaltet, dann solltest du dir noch die Fragen stellen: Welche Art Webseite brauche ich, welchen Zweck soll meine Homepage erfüllen? Schließlich gibt es hier die unterschiedlichsten Arten, dich im World Wide Web zu präsentieren.

Die einfache Website / Online-Visitenkarte

Eine relativ einfache Webseite ist der sogenannte Onepager. Hierbei handelt es sich um eine einzelne Seite. Dort finden sich so weiter keine Unterseiten, außer vielleicht die Pflichtangaben, die auf Extraseiten untergebracht sind. Als praktisches Beispiel kann man sich den Onepager wie eine Visitenkarte vorstellen, nur wird deine Visitenkarte eben online dargestellt.

Eine private Homepage

Eine private Homepage kann für viele verschiedene Zwecke genutzt werden. Während der Großteil der privaten Websites sich wohl rund um das Thema Haustiere oder die eigene Familie dreht, kannst du dort auch dein vielleicht außergewöhnliches Hobby der breiten Masse näherbringen. Natürlich kannst du damit auch deine eigene Vereinshomepage erstellen oder einfach nur die Erinnerungen und Bilder der letzten Familienfeier teilen und so den anderen Gästen zur Verfügung stellen. Hier sind deinen Ideen fast keine Grenzen gesetzt.

Deine Firmenpräsenz

Gerade im geschäftlichen Bereich – sei es nun, um seinen Betrieb vorzustellen oder seine Dienstleistungen und Waren anzubieten – ist es heute nahezu unerlässlich, eine eigene Website zu betreiben.

Wer online nicht präsent ist, existiert offline nicht

kommt nicht von ungefähr und beschreibt es eigentlich genau richtig. Allerdings sollte die Webseite stets aktuell gehalten werden, es gibt wohl kaum etwas Abschreckenderes für potenzielle Kunden, als veraltete Information zu Angeboten, der Firmenadresse oder den Öffnungszeiten vorzufinden.

Ein Blog

Der – oder auch das – Blog ist keine Website im eigentlichen Sinn. Hier handelt es sich eher um eine Art virtuelles Tagebuch oder auch Journal, in dem sich der „Blogger“ austoben kann und seine Geschichten oder Gedanken niederschreibt und der Öffentlichkeit zugänglich macht. Ein Blog kann entweder eigenständig genutzt werden oder kann auch mittlerweile oft in bereits bestehenden Webseiten gefunden werden.

Planung deiner Website

Egal, für welche Art Webseite du dich nun entschieden hast: Nimm dir etwas Zeit, um deine Website planen zu können. Einfach blind drauflos eine Homepage erstellen, kann man machen, sollte man aber nicht. Irgendwann kommst du sonst an einen Punkt, wo du dir denkst: Hier hätte ich vielleicht etwas anders machen sollen und du musst anfangen, etwas umzubauen, die Struktur deiner Webseite zu ändern oder im schlechtesten Fall fängst du wieder von vorne an.

Die Struktur deiner Website

Eine gut durchdachte Struktur einer Website sorgt dafür, dass sich ein Besucher auf deiner Homepage nicht „verläuft“, da er diese dann vielleicht genervt schließt, weil er die gesuchten Informationen nicht gefunden hat und im schlechtesten Fall auch nie wieder deine Seite aufruft.

Das Stichwort hier lautet Usability, was sich am leichtesten mit Benutzerfreundlichkeit übersetzen lässt. Wenn ich als Webseitenbesucher erst umständlich meine gewünschten Informationen zusammensuchen muss, weil diese auf der kompletten Webseite verstreut sind, dann ist der Frustfaktor groß und dein Besucher geht wieder. Deswegen der Rat: Plane deine Website im Voraus und schau dir an, wie andere Webseiten aufgebaut sind.

Diese Seiten braucht deine Homepage

In die grundsätzliche Überlegung der Struktur deiner Webseite sollten die folgenden Seiten unbedingt miteinfließen.

Startseite

Hier landet der Besucher deiner Webseite normalerweise, deswegen gilt es, dieser Seite die meiste Aufmerksamkeit zu schenken. Der Besucher muss hier mit einem kurzen, aber dennoch informativen Startseitentext abgeholt werden und zu weiteren Aktionen geleitet werden.

Kontakt

Eine Unterseite, meist mit einem Kontaktformular, das der Besucher ausfüllen kann, um mit dir in Kontakt zu treten. So ist ein schneller Kontakt zu dir gewährleistet, sollte es Fragen rund um deine Webseite geben. Gerade bei angebotenen Waren oder Dienstleistungen ein dies guter Punkt für die Usability, denn der potenzielle Kunde muss nicht erst die Seite verlassen und extra eine E-Mail schreiben, sondern kann direkt auf deiner Website bleiben.

Über mich

Auf dieser Seite kannst du dich selbst, deine Idee hinter der Website oder dein Business vorstellen und eine Art persönliche Beziehung zum Leser aufbauen. Bleibe hier aber auch beim Thema und schweife nicht zu sehr in Details ab, die eventuell nichts mehr mit deiner Webseite zu tun haben.

Impressum & Datenschutz

Ein leidiges Thema, dennoch sind diese beiden Seiten Pflicht und müssen gut erreichbar sein. Auf die Fragen „Brauche ich ein Impressum?“, „Was muss im Impressum stehen?“ und „Wie muss eine Datenschutzerklärung aussehen?“ wird an dieser Stelle nicht näher eingegangen. Das Internet ist hier eine gute Recherchequelle und es finden sich auch einige gute und sichere Generatoren, um sich diese Pflichtangaben erstellen zu lassen.

Die Gestaltung deiner Homepage

Egal welchen Anforderungen du nun für dich an deine Homepage stellst, die Gestaltung einer Website, der Aufbau von Webseiten folgt eigentlich immer einer gleichen Struktur.

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Wichtig bei der Websitegestaltung ist, dass der Nutzer sich schnell und einfach auf eurer Seite zurechtfindet. (Foto: Unsplash)

Header

Der Header, wie der Name schon vermuten lässt, ist der obere Teil einer jeden Webseite. Hier finden sich meist ein Navigationsmenü, ein eigenes Logo und ein großflächiges Bild. Gestalterisch sind in diesem Headerbild auf vielen Seiten zusätzliche Texte zu finden. Ob es nun die „Message“ der Seite ist, oder auch Aufforderungen zu weiteren Aktionen wie der Anmeldung für einen Newsletter oder Ähnliches, kann jeder Seitenbetreiber für sich entscheiden.

Body

Im Body, dem Hauptteil der Homepage, finden sich die wechselnden Inhalte, die durch den Inhaber festgelegt werden. Hier kannst du deinem Besucher deine Bilder und Texte anzeigen lassen.

Footer

Der Footer ist am Ende einer Website zu finden und wird meist dazu genutzt, bestimmte Unterseiten aufzulisten, die Verlinkung zu den Pflichtangaben wie Impressum oder Datenschutz unterzubringen, Kategorien der Homepage oder die beliebtesten Beiträge zu zeigen.

Sidebar

Wer viele Informationen auf seiner Seite unterzubringen hat, für den ist eine Sidebar wohl unerlässlich. Dabei handelt es sich um eine Spalte, die je nach Belieben entweder links oder rechts angezeigt werden kann und mit verschiedensten Inhalten gefüllt werden kann. Oft landen hier auf Monate basierende Archive, Verlinkungen zu anderen Webseiten oder auch Werbebanner.

Homepagebaukasten oder doch selbst programmieren?

Die Frage, ob du lieber auf ein klassisches Homepage-Baukastensystem zurückgreifen möchtest oder deine Website komplett selber erstellst, hängt natürlich von deinen Kenntnissen ab. Viele Nutzer werden hier aber eines der bereits vorhanden Baukastensysteme nutzen. Was für dich am passendsten ist, kannst du im Flowchart in diesem weiterführenden Artikel rund um das Thema Website erstellen nachlesen.

Das Homepage-Baukastensystem

Es sind mittlerweile die verschiedensten Homepage-Baukasten-Anbieter im Internet zu finden. Die einen bieten dir die Möglichkeit, eine vorgefertigte Homepage einfach nur noch mit deinen Inhalten zu füllen und schon bist du online. Bei anderen wiederum kannst du Designelemente mit deiner Maus per Klick hinzufügen, ändern oder verschieben. Größen lassen sich so ebenso schnell und einfach bearbeiten und Inhalte an die Stellen verschieben, wo du sie gerne anzeigen lassen möchtest.

Vorteile

Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Hier sind keine großartigen Kenntnisse notwendig. Du kannst deine Inhalte wie Texte und Bilder einfügen und speichern, fertig ist die Website. Auch über sicherheitsrelevante Dinge oder aktuelle Updates der benutzten Software für einen Baukasten musst du dir keine Gedanken machen, das erledigt der Anbieter für dich.

Nachteile

Natürlich gibt es auch Nachteile bei der Nutzung eines Homepage-Baukastens. So haben manche Anbieter Einschränkungen bei der Seitenzahl, die du maximal als Unterseiten anlegen kannst, designtechnisch ist man auch oft an die fertigen Designs gebunden und kann selbst keine Änderungen einbauen. Und auch der Kostenfaktor sollte Beachtung finden. Monatlich können hier schnell etliche Euro für alles zusammenkommen.

Eine Homepage programmieren

Eine Homepage komplett selber zu entwickeln bzw. zu programmieren ist natürlich die eleganteste Lösung. Hier kann die komplette Website nach den eigenen Vorstellungen umgesetzt werden.

Vorteile

Der Vorteil ist: Du hast hier alles selbst in der Hand, du kannst dich vollkommen frei entfalten und dein Design und deine Funktionen so erstellen, wie du es gerne haben möchtest. Nur deine Fantasie und deine Kenntnisse setzen hier Grenzen.

Nachteile

Der größte Nachteil ist schnell gefunden: Hier sind zwingend die entsprechenden Kenntnisse vonnöten, um solch ein Projekt umzusetzen. Wer mit den Begriffen HTML, CSS, Javascript, PHP oder auch MySQL nichts anfangen kann, der sollte lieber auf eines der Baukasten-Systeme zurückgreifen. Und auch der Kostenfaktor sollte hier nicht vergessen werden, denn die schönste Website bringt dir rein gar nichts, wenn du sie nicht auch irgendwo veröffentlichen kannst.

Du brauchst hier entweder einen Anbieter, der dir Webspace zur Verfügung stellt, auf dem du dann deine Seite betreiben kannst. Im besten Fall bekommst du gleich noch eine passende Webadresse dazu, im schlechtesten Fall musst du diese noch zusätzlich buchen. Oder aber, wenn die Kenntnisse ausreichend sind: Du betreibst einen eigenen kleinen Server für deine Webseite, der dann aber auch entsprechend gewartet werden muss – Stichwort Sicherheit und relevante Updates regelmäßig einpflegen.

Das kostet dich eine eigene Homepage

Kosten bei einem Homepage-Baukasten

Es gibt verschiedene Preismodelle bei den gängigen Homepage-Baukasten-Systemen. Von einer kostenlosen Homepage, die meist nur rudimentäre Einsatzmöglichkeiten bietet, bis hin zu exklusiven Services, die einfach alles inklusive haben. Unbegrenzte Seitenanzahl, eine eigene Domain, persönliche E-Mail Adressen, unbegrenzte Upload-Möglichkeiten, SEO-Maßnahmen, mobile Webseite – eben alles, was du für eine erfolgreiche Webseite benötigst. Die Preisspanne geht hier von kostenlos über 10 Euro, 20 Euro, 30 Euro monatlich, je nach persönlichem Bedarf gestaffelt.

Kosten für selbst gehostete Website

Fortlaufende Kosten bei einer eigenen Website sind natürlich auch vorhanden. Die Domain muss jährlich bezahlt werden, der Webspace oder eben der eigens betriebene Server. Hier können die Kosten stark variieren und eine genau Zahl ist hier nur schwer zu nennen. Ein vernünftiger Server kostet Geld, Webspace ist ab 1,90 Euro im Monat zu haben und der jährliche Preis einer Domain hängt von der gewünschten Endung und vom Anbieter ab. .de-Domains sind teilweise für 5 bis 10 Euro im Jahr zu haben, während für neuere Endung auch mal 100, 200 oder 300 Euro jährlich anfallen.

Und so findest du deine passende Domain

Noch vor der allgemeinen Planung deiner Website solltest du dir Gedanken über den Namen deiner Homepage machen – und um die URL. Hier ist es sicherlich sinnvoll, einen Namen zu wählen, der beispielsweise deinen Firmennamen repräsentieren kann, oder auch den Inhalt deiner Webseite. Aber nicht immer ist die eigene Wunschdomain noch frei.

Ist meine Wunschdomain noch frei?

Die einfachste und schnellste Möglichkeit, herauszufinden, ob die gewünschte Domain noch frei ist, lautet: Ein Browserfenster öffnen, den Domainnamen in der Browserleiste eintragen und abwarten, was passiert. Öffnet sich hier bereits eine Webseite, dann muss ein anderer Name ausgewählt werden. Tut sich hier erst einmal nichts, dann stehen die Chancen gut, dass diese Domain vielleicht noch nicht vergeben wurde.

Handelt es sich bei deiner Wunschdomain um eine deutsche Domain mit der Endung .de, dann kannst du auf der Seite der DENIC, der zuständigen Vergabestelle, kontrollieren, ob diese Wunschadresse wirklich noch frei ist. Falls ja, dann steht deinem Projekt fast nichts mehr im Weg. Und falls diese doch nicht mehr frei ist, dann musst du eben eine neue Runde Namensfindung betreiben.

Welche Domain-Endung soll ich verwenden?

Deutschsprachige Webseiten nutzen zum größten Teil die Domain-Endung .de. Hier gibt es natürlich auch Ausnahmen, gerade dann, wenn deine Wunschdomain bereits vergeben ist. Dann ist es vielleicht eine Überlegung wert, eine der vielen Endungen zu nutzen, die es mittlerweile auf dem Domainmarkt zu erwerben gibt.

Betreibst du beispielsweise ein Informationsportal, dann kann auch eine .info-Domain für dich interessant sein. Versuchst du, mit deiner Webseite ein internationales Publikum anzusprechen, wäre eine .com-Domain ein interessanter Ansatz. Eine pauschale Aussage, welche Domain-Endung die für dich passende ist, gibt es wohl eher nicht.

Regelungen bei der Domainauswahl

Nicht alle Domains können immer und überall einfach so registriert werden, denn auch deine Domainauswahl unterliegt ein paar Regeln. So können beispielsweise .de Domain in der Regel nur von Personen registriert werden, die auch eine deutsche Wohnadresse vorweisen können. Die jeweiligen Regelungen finden sich bei den jeweilig zuständigen Registraren auf der Seite.

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