Wichtige Social Media Plattformen für Ihre Öffentlichkeitsarbeit

Facebook, Twitter, Instagram. Die Anzahl der Social Media Plattformen wird immer größer und die Zielgruppen und Unterschiede werden immer spezieller. Wir bieten einen Überblick über alle wichtigen Social Media Plattformen. Die obersten Ziele sind dabei immer ähnlich: Bekanntheitssteigerung, Informationsstreuung und Zugang zu Kunden oder Zielgruppen.

Für die Wahl der richtigen Social Media Plattformen sind Kriterien wie Branche oder Inhalt der Kommunikation, aber auch eine Unterscheidung in B2C- bzw. B2B-Kommunikation notwendig. Bei der Auswahl hilft Ihnen auch ein Social Media Manager.



Soziale Netzwerke kurz vorgestellt: Was eignet sich für wen?

Social Media Plattformen haben es zum Ziel, Menschen digital miteinander zu verbinden. Prinzipiell kann sich jeder bei Social Media Plattformen anmelden und Informationen veröffentlichen. Die Bandbreite der Social Media Plattformen reicht von Neuigkeiten in Textform über Fotos und Videos bis hin zu Special Interest Themen. Die User tauschen sich aber nicht nur über die Social Media Plattformen aus, sondern sie helfen einander, geben sich Tipps und diskutieren miteinander. Folgende Social Media Plattformen zählen zu den Bekanntesten, die auch für Unternehmen bzw. Gründer gut genutzt werden können. Sie sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

Facebook: Die größte aller Social Media Plattformen

  • Seit wann? 2004
  • Zielgruppe? Alle (aber insbesondere B2C)
  • Schwerpunkt/Besonderheiten? Größtes, bekanntestes soziales Netzwerk

Bei Facebook kann jeder angemeldete Nutzer Inhalte publizieren. Dabei können Statusmeldungen gleichermaßen wie Fotos, Videos und Links zu anderen Webseiten veröffentlicht werden. Wer die Inhalte einsieht, bestimmt jeder Nutzer für sich. Auch ein privater Chat zwischen den Usern ist möglich. Unternehmen nutzen Facebook, um sich mit Ihren Fans oder Kunden auszutauschen und in informativer und serviceartiger Weise Inhalte zu teilen. Mittlerweile gehört es quasi dazu, dass Unternehmen bei Facebook auffindbar sind. Immer mehr Kunden informieren sich über Unternehmen via Facebook. Vor der Anmeldung bei Facebook sollten Sie eine Strategie für die sozialen Netzwerke entwickeln.

TIPP

Um auf Facebook zu überzeugen, müssen Sie einige Aspekte für Ihre Facebook Posts beachten. Lesen Sie hier weiter, um zu erfahren, wie der perfekte Facebook Post für Gründer aussieht.

flickr: soziales Medium mit Schwerpunkt Fotografie

  • Seit wann? 2004
  • Zielgruppe? B2C und B2B
  • Schwerpunkt? Für Hobby- und Profifotografen

flickr ist ein Social Media Kanal, auf dem Bilder hochgeladen werden. Für PR-Verantwortliche kann flickr auch genutzt werden, um Pressebilder zu hosten oder Kunden einen Einblick hinter die Kulissen des Unternehmens zu geben. Bei Google werden flickr Bilder verstärkt angezeigt.

Google Plus: SEO im Fokus

  • Seit wann? 2011
  • Zielgruppe? Alle 
  • Schwerpunkt? SEO-Relevanz

Google hat verhältnismäßig spät ein soziales Netzwerk errichtet. Viel genutzt wird Google Plus im Vergleich zu den anderen Social Media Plattformen nicht, aber es wirkt sich möglicherweise positiv auf das Suchmaschinenranking eines Unternehmens aus. Hierüber sind sich die Experten allerdings nicht ganz einig. Wer rein auf die Interaktion mit Usern aus ist und eine große Reichweite als Ziel hat, sollte seinen Schwerpunkt daher auf Facebook setzen.

Instagram: Aufsteiger unter den Social Media Plattformen?

  • Seit wann? 2010
  • Zielgruppe? Alle (aber insbesondere B2C)
  • Schwerpunkt? Nur Bilder und Videos

Instagram bietet zahlreiche Fotofilter an, die Bildbearbeitung für jedermann machbar werden lassen. In der Regel sind Instagrambilder erkennbar an starken Kontrasten und einer quadratischen Form. Instagram gehört zu Facebook, wird aber mittlerweile auch als Alternative zu Facebook, wo immer mehr Werbung und immer weniger private Posts angezeigt werden, immer beliebter unter den Social Media Plattformen. Mit Stand 2015 ist ein privater Austausch von Bildern hier deutlich vor der Nutzung von Unternehmenskanälen. Doch auch diese nehmen immer weiter zu. Hier gilt aber auf jeden Fall noch stärker als bei anderen Social Media Plattformen: Content und Mehrwert vor Werbung. Eine crossmediale Verbreitung via Facebook, Twitter und co. ermöglicht, die Bilder auch auf anderen Social Media Plattformen unkompliziert zu teilen.

Neu: Seit 2016 können Unternehmen einen Instagram Business-Account erstellen.

LinkedIn: Networking im internationalen Raum

  • Seit wann? 2002
  • Zielgruppe? B2B
  • Schwerpunkt? Vor allem Führungskräfte und auf internationaler Ebene

LinkedIn ist wie Xing nur eher für den internationalen Raum ausgerichtet. Vielleicht ist das auch mit ein Grund, wieso sich dort deutlich mehr Führungskräfte finden als bei Xing. Ziel des Netzwerkes ist es, bestehende Geschäftskontakte zu knüpfen oder pflegen. Für Existenzgründer kann es also zum Networken oder zum Ausbau der Geschäftsbeziehungen in den internationalen Raum sinnvoll sein.

Meetup: Treffen außerhalb von Social Media Plattformen

  • Seit wann? 2002
  • Zielgruppe? B2B
  • Schwerpunkt? Eventorganisation, themenspezifisch

Meetup ist ein Networking-Portal, das die Organisation von offline Gruppentreffen auf der ganzen Welt erleichtert. Über die Plattform können Mitglieder gefunden werden und über Gruppen Mitglieder für Meetups zu verschiedenen Themen und Interessen (bspw. Politik, Bücher, Karriere...) eingeladen werden. Die User geben neben ihrer Postleitzahl auch Themenfelder an. Wenn Sie also ein Event organisieren, können Sie Teilnehmer über Meetup akquirieren. Über Gruppen und die Events können Sie sich als Experte positionieren.

pinterest: Austausch über ganz spezielle Themen

  • Seit wann? 2010
  • Zielgruppe? B2C
  • Schwerpunkt? Special Interest

Bei pinterest werden Bilder zu bestimmten Themen an Pinnwände geheftet und mit der Community geteilt. Diese können dann bewertet werden bzw. als Inspiration genutzt werden. Die Bilder fokussieren sich aber vor allem auf Special Interest Themen und sollen auch einen Mehrwert generieren. So finden sich viele Hobbykünstler, Köche oder Designer auf pinterest und tauschen über die Bilder Ideen aus. Wenn Sie also ein produzierendes Unternehmen haben, bietet es sich sehr gut an, sich via pinterest kundenorientiert zu positionieren.

Snapchat: Lohnenswert fürs Marketing

  • Seit wann? 2011
  • Zielgruppe? B2C
  • Schwerpunkt? Unterhaltung

Snapchat ist bei Social Media Managern umstritten, denn derzeit ist die Zielgruppe noch sehr jung, die hier - im wahrsten Sinne des Wortes - "herumgeistert". Doch es ist nun einmal die nächste Generation, die diese Social Media Plattform in Deutschland ins Rollen gebracht hat und damit die Debatte ausgelöst hat, ob Snapchat sogar Facebook eines Tages ablösen könnte. Snapchat ist eine Art Echtzeit-Unterhaltung, bei der man in maximal 10-sekündigen Abschnitten über den Tag hinweg seine Fangemeinde mit einer Geschichte auf dem Laufenden halten kann. Es braucht dabei vor allem eines: coole Akteure. Unterhaltung und Kreativität steht im Vordergrund, damit die Clips auch geschaut werden. Denn nach 24 Stunden sind diese nicht mehr anschaubar - neuer Tag, neuer Snap.

TIPP

Auch in den sozialen Medien kann Storytelling als Element der Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt werden.

tumblr: Die Unterschätzteste aller Social Media Plattformen?

  • Seit wann? 2007
  • Zielgruppe? B2B, B2C
  • Schwerpunkt? Blogger

Wer im internationalen Raum bloggt, nutzt tumblr: Texte, Bilder, Chatlogs, Links und Video- sowie Audiodateien können hier hochgeladen werden. Reblogging ist hier außerdem beliebt, d.h. vorhandene Inhalte werden von anderen Bloggern geteilt. In Deutschland ist tumblr zwar weniger verbreitet, aber trotzdem oft unterschätzt. Die Funktionalität ist einfach, Reblogging ermöglicht einen viralen Effekt, der sich auch auf SEO positiv auswirken kann, die Reichweite ist leichter auszufüllen als bspw. bei Facebook. Gerade für den Einstieg für Unternehmensblogs, kann über tumblr nachgedacht werden.

twitter: 140 Zeichen für Ihre News

  • Seit wann? 2006
  • Zielgruppe? B2C (auch B2B)
  • Schwerpunkt? Echtzeit Medium

Twitter ist ein Mikroblogging-Dienst, über den Nachrichten an eine Community gesendet werden können. Diese sogenannten Tweets sind auf 140 Zeichen begrenzt. Grundgedanke des Mediums war es, live von sämtlichen Personen mitzubekommen, was passiert. Mehr Zeichen wurden hierfür nicht angedacht. Viele Journalisten nutzen Twitter als Recherchequelle und auch zahlreiche Unternehmen streuen Informationen über Twitter. Aufgrund der Masse, die Twitter an Nachrichten streut, sollten Sie hier besonders darauf achten, wie Sie Ihren Tweet gestalten.

WhatsApp: Der Mogler unter den Social Media Plattformen

  • Seit wann? 2009
  • Zielgruppe? B2C
  • Schwerpunkt? Private Konversationen

WhatsApp ist eigentlich gar keine klassische Social Media Plattform, da ein Austausch in er Regel nur One-to-One erfolgt und das dem Grundgedanken von Social Media widerspricht. Doch nicht nur privat, auch für Unternehmen wird WhatsApp immer bedeutsamer.

WhatsApp ist ein Chat-Dienst, der über das Handy als kostengünstiger SMS-Ersatz (ca. 1 Euro pro Jahr) gedacht ist. Immer mehr Unternehmen nutzen WhatsApp für sich. So kann man WhatsApp beispielsweise für Serviceanfragen, Bestellungen, Buchungen oder Reklamationen nutzen. Hierfür kann man WhatApp auch über den Browser bedienen. Dennoch ist zu bedenken, dass WhatsApp personell viel Kapazität benötigt und rechtlich bewegt man sich in einer bisher undefinierten Grauzone. Fragen beantworten und informieren sollte rechtlich kein Problem sein, verkaufen und werben ist da schon kritischer.

Xing: Für Netzwerker und Experten

  • Seit wann? 2003
  • Zielgruppe? B2B
  • Schwerpunkt? Business-Netzwerk

Xing ist ein reines B2B-Netzwerk, das Karriere und Networking in den Vordergrund stellt. Privates wird hier weniger besprochen, dafür gibt es hilfreiche Gruppen zu verschiedenen Karrierethemen. Auch für die Mitarbeiterakquise oder für die Ausschreibung von Stellen ist Xing hilfreich. Auf Xing können Sie sich als Arbeitgeber oder Experte positionieren.

YouTube vs. Vimeo: Social Media Plattformen für Videos

YouTube

  • Seit wann? 2005
  • Zielgruppe? B2B, B2C
  • Schwerpunkt? Videos

Auf YouTube kann man Videos hochladen und unkompliziert auf anderen Seiten einbetten. Für Unternehmen bietet YouTube die Möglichkeit, sich als Experte zu positionieren und in Videos einen emotionalen Bezug zu Usern herzustellen. Bei Google werden die Metadaten von Videos gesondert bewertet. Sie sollten sich also über aussagekräftige Bezeichnungen der Videos und Beschreibungen Gedanken machen.

Vimeo

  • Seit wann? 2004
  • Zielgruppe? B2B, B2C
  • Schwerpunkt? Videos

Vimeo ist eine Alternative zu YouTube, die grundlegend ähnliche Funktionen hat. Bei beiden Plattformen können Videos bspw. auch geteilt oder mit Likes versehen werden. Vimeo ist aber deutlich kleiner als YouTube. Dafür wird über Vimeo gesagt, dass die Qualität der hochgeladenen Videos bei Vimeo höher ist und die Bedienung benutzerfreundlicher sei. Wer hier sehr häufig etwas veröffentlicht, muss aber im Gegensatz zu YouTube zahlen. Alles in allem würden wir also eher zu YouTube raten. Insbesondere aufgrund der höheren Reichweite der Social Media Plattform.

Passende Social Media Plattform gefunden? So geht's weiter!

Wenn Sie den passenden Kanal gefunden haben, benötigen Sie eine Social Media Strategie. Nur so können Sie die ausgewählten Sozialen Netzwerke optimal als PR-Instrument einsetzen. Machen Sie sich hierfür auch mit den allgemeinen Kriterien für gute Öffentlichkeitsarbeit vertraut. Wenn Sie sich näher für Facebook interessieren, erfahren Sie hier, was einen perfekten Facebook Post ausmacht. Auch für Twitter haben wir Ihnen Tipps für den perfekten Tweet erstellt. Zu guter Social Media Arbeit gehört ein regelmäßiges und strategisch durchdachtes Social Media Monitoring.

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