Mit Factoring die Liquidität sichern und zahlungsfähig bleiben

Wenn Sie Factoring zur Rechnungsvorfinanzierung einsetzen, gehört der Ärger mit unbezahlten Rechnungen und Mahnungen der Vergangenheit an. Denn beim Factoring bekommen Sie Ihr Geld nicht von Ihrem Kunden, sondern von einer Factoringesellschaft, der Sie die Rechnungen verkaufen. Sie erhalten sofort Ihr Geld und sind gegen Zahlungsausfälle geschützt.

Hier zeigen wir Ihnen, wie Factoring als Finanzierungsalternative im Detail funktioniert, welche Formen von Factoring es gibt und was Sie bei der Wahl eines Factoringanbieters beachten müssen.

Vorteile von Factoring im Überblick

Hier sehen Sie auf einen Blick die wesentlichen Vorteile von Factoring. Sie sind sofort liquide, anstatt unbezahlte Rechnungen vor sich herzuschieben. 

Kein Stress mit säumigen Zahlern. Mahnwesen, dem Geld hinterhertelefonieren und Inkasso entfallen. 

Sie sind geschützt vor Forderungsausfällen, denn die Factoringgesellschaft übernimmt das Risiko. Ihr Ansehen bei Geschäftspartnern steigt, bei den Lieferanten und vor allem bei den Banken.

Factoring - Schematischer Ablauf zwischen Unternehmen, Kunden und FactoringgesellschaftDas Beziehungsdreieck im Factoring: Unternehmen, Kunde und Factoringgesellschaft, in der Praxis oft auch Factor genannt.

Kein Ärger mehr mit unbezahlten Rechnungen: Beispiel aus der Praxis

Unbezahlte Rechnungen sind aus mehreren Gründen gefährlich:

  • Bis ihr Kunde die Rechnung zahlt, fehlt Ihnen Geld.
  • Ein Zahlungsausfall mindert Ihren Gewinn, erhöht das Verlustrisiko und das Risiko einer Liquiditätskrise.
  • Mahnwesen ist aufwändig und Inkasso zeitraubend.
  • Sie riskieren Ärger mit der Hausbank, wenn Sie wegen säumigen Zahlern Ihren Dispokredit überziehen.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein Unternehmen hat Ärger mit unbezahlten Rechnungen und muss Zahlungsausfälle hinnehmen. Der Unternehmer wendet sich an die Hausbank und bittet um eine Ausweitung des Kontokorrentkredits. Die Bank lehnt ab und verweist auf die unsicheren Forderungen. Diese unsicheren Forderungen würden das Risiko für die Bank ungebührlich erhöhen, so die Argumentation. Mit Factoring erhöhen Sie Ihre Liquidität und reduzieren Ihre Dispokredite. Existenzgefährdende Situationen, weil ein Kunde zu spät oder gar nicht zahlt, entfallen.

Nun zeigen wir Ihnen die wichtigsten Aspekte von Factoring im Überblick. Zuerst gehen wir auf den Ablauf der Rechnungsvorfinanzierung ein. Anschließend erklären wir Ihnen den Unterschied zwischen echtem und unechtem Factoring und erläutern weitere Factoringarten. Wichtige Punkte sind der Factoringvertrag, weil sich im Factoringvertrag Fallstricke verbergen können, und die Wahl des Factoringanbieters. Ob die Kreditausfallversicherung eine Alternative zum Factoring darstellt, klären wir ebenfalls. Welche falschen Vorstellungen Geschäftsleute zum Thema Factoring haben, zeigen wir in einem letzten Punkt.

Wichtige Aspekte von Factoring im Überblick

Wenn Sie Factoring als Finanzierungsinstrument einsetzen wollen, müssen Sie dieses Instrument im Detail verstehen und beherrschen. Daher sehen Sie hier im Überblick, was Sie wissen müssen.

Rechnungsvorfinanzierung schafft schnelle Liquidität

... wie geht das? Alles über Factoring, Vorteile, Nachteile, Auswirkungen auf Kalkulation und Finanzen und wie Sie Factoring richtig einführen.

Echtes und unechtes Factoring - Zahlungsausfallrisiko

Was ist wenn die Rechnung platzt? Wer trägt das Risiko? Alles über die wichtigste Frage beim Factoring.

Arten von Factoring

Welche Arten von Factoring gibt es? Was ist dabei für Gründer relevant? Ein Überblick.

Factoring-Vertrag: Was Gründer wissen müssen

Welche Tücken lauern im Factoringvertrag? Wie ein Mustervertrag aussieht und was Sie auf keinen Fall tun dürfen.

Checkliste Wahl des Factoringanbieters

Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihren Factoringanbieter aus? Sie erhalten eine Checkliste und wir stellen beispielhaft Factoringpartner vor.

Kreditversicherung versus Factoring - was ist besser?

Gibt es mit einer Versicherung gegen Kreditausfälle eine echte Alternative zum Factoring? Ist sie für Gründer geeignet? 

Alles über Rechnungsvorfinanzierung

Mit Rechnungsvorfinanzierung oder Factoring gehören Probleme mit unbezahlten Rechnungen der Vergangenheit an. Beim Factoring erstellen Sie eine Kundenrechnung, verkaufen diese Kundenrechnung an eine Factoringgesellschaft, welche diese Rechnung bezahlt. Sie erhalten sofort Ihr Geld, auch wenn ihr Kunde später oder verspätet bezahlt.

Factoring als Methode der Rechnungsvorfinanzierung wirkt positiv auf

  • Ihre kurzfristige Liquidität
  • Ihre Finanzierungskennzahlen und Ihr Working Capital Management
  • Ihr Ansehen bei Ihren Geschäftspartnern steigt, weil Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen. 

Wir stellen Ihnen die Vorteile von Factoring bzw. der Rechnungsvorfinanzierung vor. Dabei erfahren Sie, wie Banker Unternehmen bewerten, die Factoring als Finanzierungsalternative einsetzen. Sie sehen Beispiele, wie sich Factoring auf wichtige Finanzkennzahlen positiv auswirkt.

Natürlich hat Factoring auch Nachteile. Diese Nachteile erläutern wir ebenfalls und zeigen auf, wie Sie diese vermeiden. Ein wichtiger Punkt ist die Factoringgebühr. Wie hoch ist sie und wie setzt sie sich zusammen? Außerdem erhalten Sie Tipps, wie Sie Factoringgebühren sinnvoll gegenfinanzieren. Dabei erfahren Sie, ob es Fälle gibt, die den Einsatz von Factoring aus betriebswirtschaftlichen Gründen verbieten. Außerdem erläutern wir, welche Schritte wichtig sind, um Factoring bei Ihnen im Unternehmen einzuführen: mehr erfahren.

Echtes versus unechtes Factoring

Wenn Sie mit einem Factoringanbieter ins Geschäft kommen, sind viele Dinge wichtig. Insbesondere die Frage, bei wem die Risiken des Zahlungsausfalls liegen. Um das Zahlungsausfallrisiko geht es, wenn wir den Unterschied  zwischen echtem und unechtem Factoring erläutern.

Hier der wichtigste Grundsatz: Nur beim echten Factoring sind Sie vor Zahlungsausfällen geschützt. Beim unechten Factoring müssen Sie eine erhaltene Zahlung Ihrer Rechnung zurückerstatten, wenn der Kunden zahlungsunfähig werden sollte. Sie werden sich jetzt fragen, warum es unechtes Factoring überhaupt gibt? Wir erläutern Ihnen, in welchen Fällen unechtes Factoring sinnvoll ist.

Echtes Factoring und unechtes Factoring wirken unterschiedlich auf wichtige Liquiditätskennzahlen und auf die Höhe des Eigenkapitals. Diese Wirkungen erläutern wir anhand eines Zahlenbeispiels, bei dem Sie auch die Denkweise Ihrer Hausbank kennenlernen.

Vergleich echtes und unechtes Factoring im Hinblick auf FinanzkennzahlenEchtes und unechtes Factoring im Vergleich

Welche Arten von Factoring gibt es noch?

Echtes und unechtes Factoring sind für Unternehmer die wichtigsten Factoringarten. Aber es gibt weitere Differenzierungen. Im Abschnitt Factoringarten zeigen wir Ihnen weitere Formen des Factoring. Dabei erläutern wir:

  • Ausschnittsfactoring und Einzelfactoring: Bei diesen Factoringarten wählen Sie aus, welche Rechnungen welcher Kunden Sie über Factoring vorfinanzieren lassen.
  • Inhouse Factoring: Wenn Sie Debitorenmanagement selbst machen wollen und auf die Serviceleistungen der Zahlungseingangskontrolle, des Mahnwesens und des Inkassos bewusst verzichten. Der Factoringdienstleister übernimmt beim Inhouse Factoring nur die Rechnungsvorfinanzierung und den Zahlungsausfallschutz.
  • Fälligkeitsfactoring: Wenn Sie auf die Rechnungsvorfinanzierung verzichten und lediglich das Debitorenmanagement und das Zahlungsausfallrisiko an den Factoringdienstleister auslagern.
  • Offenes versus stilles Factoring: Beim offenen Factoring tritt die Factoringgesellschaft gegenüber ihren Kunden auf, beim stillen Factoring dagegen nicht. Wir erläutern Vorteile und Nachteile dieser beiden Factoringarten.
  • Branchenfactoring: In manchen Branchen gibt es für das Factoring spezialisierte Dienstleister. Wir erläutern den Grund dafür und zeigen, in welchen Branchen dies der Fall ist. Speziell das Factoring für Freiberufler oder das Start-up-Factoring ist für Gründer interessant.
  • Onlinefactoring: Nahezu alle Anbieter von Factoringdienstleistungen bieten heute die Abwicklung des Rechnungsverkaufs und der Rechnungsvorfinanzierung über Onlinekundenbereiche ab. Wir zeigen, wie typischerweise ein solcher Ablauf funktioniert.
  • Reversefactoring: Das ist nichts anderes als Einkaufsfinanzierung. Reversefactoring ist eine Factoringalternative, wenn Sie beispielsweise im Einzelhandel gründen wollen.

Factoringvertrag - was ist wichtig?

Wenn Sie einen Factoringdienstleister wählen, sollten Sie typische Vertragsmodalitäten beim Factoring kennen. Sie sollten also wissen, wie ein typischer Factoringvertrag aussieht. Welche Punkte im Factoringvertrag sind für Unternehmer wichtig? Diese Regelungen sollten Sie beachten:

  • Welche Art von Factoring regelt der Vertrag?
  • Wie sind die Gebühren geregelt?
  • Was sieht der Vertrag zum Ablauf des Factoring vor?
  • Wer haftet beim Zahlungsausfall?
  • Wie lang dürfen die Zahlungsziele einer Rechnung sein?
  • Zahlt die Factoringgesellschaft die Rechnung zu 100% aus oder gibt es einen Sicherheitseinbehalt?
  • Wie ist das Debitorenmanagement geregelt?

Außerdem zeigen wir Ihnen typische Fallstricke, die sich in einem Factoringvertrag verbergen können. Der Punkt Vertragsgestaltung ist deshalb wichtig, weil Sie damit Fehler bei der Wahl einer Factoringgesellschaft vermeiden. Insbesondere, wenn nicht klar ist, ob ein Anbieter unechtes Factoring anbietet.

Den richtigen Factoringanbieter wählen

Im Abschnitt Factoringanbieter lernen Sie die Entscheidungskriterien kennen, nach denen Sie ihren Factoringpartner auswählen. Außerdem stellen wir Ihnen ausgewählte Factoringdienstleister vor, die speziell für Gründerunternehmen interessant sind. Dabei lernen Sie den Unterschied zwischen klassischen Factoringgesellschaften und Online Factoring-Partnern kennen, die sehr unkomplizierte Verfahren des Rechnungsankaufs praktizieren.

Kreditausfallversicherung als Alternative zum Factoring

Was ist besser, Factoring oder Kreditausfallversicherung?  Auch die Kreditausfallversicherung ist ein Weg, sich vor Zahlungsausfällen zu schützen. Wir vergleichen die Kreditausfallversicherung mit dem Factoring als zusätzliche Entscheidungshilfe. Dabei zeigen wir Ihnen, ob die Kreditausfallversicherung für Gründerunternehmen eine sinnvolle Alternative darstellt.

Fazit: Factoring optimiert das Working Capital Management

Die Vorteile von Factoring liegen auf der Hand: schnelle Liquidität, Auslagerung des Debitorenmanagements und Schutz vor Zahlungsausfällen. Gerade Banker schätzen es, wenn sich Unternehmer aktiv um ein optimales Working Capital Management bemühen. Informieren Sie sich gerne weiter auf unseren vertiefenden Ratgeberseiten zum Thema "Factoring". Starten Sie mit dem detaillierten Ablauf der Rechnungsvorfinanzierung.

Aktuelles aus unserem GründerDaily