9 Tools für die Online-Lohnabrechnung im Vergleich
Arbeitgeber können die Entgeltabrechnung mit einer Lohnsoftware selbst durchführen. Dafür braucht es ein Lohnprogramm, das gesetzliche Anforderungen erfüllt, leicht bedienbar ist und für wachsende Betriebe bezahlbar bleibt.
Wir haben 9 Lohnprogramme in der Praxis getestet und zeigen, warum Sage Payroll, Lexware Office und Dataline Testsieger sind.
Diana ist gelernte Hauswirtschafterin und Verkäuferin und gründete nach ihrem BWL-Studium ein eigenes Unternehmen. Während dieser Zeit machte sie viele Gründungsfehler. Als Redakteurin und System-Testerin bei Für-Gründer.de bewahrt sie Selbstständige vor teuren Fehlern.
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Das Wichtigste auf einen Blick
Die Top 3 Lohnprogramme des Vergleichs sind Sage Payroll (Note 1,1), Lexware Office (Note 1,5) und Dataline (Note 2,0).
Eine Lohnsoftware sollte leicht bedienbar sein. Die einfachste Bedienung bieten Sage Payroll, Lexware und Paychex.
Der Preis einer Software für die Online-Lohnabrechnung startet bei rund 3 € pro abzurechnendem Mitarbeiter im Monat.
Für Lohndienstleister und Steuerberater eignen sich besonders Agenda, Dataline und Quick-Lohn. Alle 3 sind mandantenfähig.
| Testsieger: Beste Lohnsoftware 2026
Für den Vergleich der besten Lohnprogramme 2026 haben wir 9 Programme mit Blick auf Funktionsumfang, Benutzerfreundlichkeit, Preis, Meldewesen und Support in der Praxis getestet.
Die 3 besten Entgeltabrechnungsprogramme unseres Vergleichs sind Sage Payroll (Note 1,1), Lexware Office (Note 1,5) und Dataline (Note 2,0).
Sage Payroll erzielte im Praxistest die Note 1,1 „sehr gut“ und ist somit Testsieger unseres Lohnsoftware-Vergleichs 2026.
Uns überzeugte der unkomplizierte Entgeltabrechnungsprozess, der aus 3 einfachen Schritten besteht. Zeitsparend im Lohn-Alltag ist zudem die automatische Entgeltabrechnung, die monatlich von selbst erfolgt.
Der Testsieger punktet zudem mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Lohn- und zusätzliche Personalmanagement-Funktionen gibt es bereits ab 3 € je Mitarbeiter.
Mir ist die einfache Bedienung während des Praxistests besonders positiv aufgefallen. Praktisch finde ich außerdem die ergänzenden HR-Funktionen und zahlreichen Auswertungen.
Diana Galkin
- Redakteurin bei Für-Gründer.de
Lohn und HR in Kombination
Bietet alle Funktionen für die fehlerfreie Online-Lohnabrechnung
Ergänzt um smarte HR-Funktionen für wachsende Unternehmen
Löhne in 3 Schritten abrechnen & HR-Prozesse effizient digitalisieren
Auf dem 2. Platz landet Lexware Office mit seiner Lösung für die Entgeltabrechnung. Die Lohnsoftware punktet mit einer besonders einfachen Bedienung und eignet sich daher sehr gut für Laien.
Da es sich bei Lexware um eine Buchhaltungssoftware handelt, können die Lohn-Funktionen nur in Kombination mit dem Buchhaltungsprogramm genutzt werden. Das ist jedoch optimal für alle, die noch eine ganzheitliche Lösung fürs Büro suchen.
Das Lohn-Tool von Lexware-Office ist so einfach gestaltet, dass selbst Nutzer ohne jegliche Lohnerfahrung problemlos Entgeltabrechnungen erstellen und versenden können.
Diana Galkin
- Redakteurin bei Für-Gründer.de
#3 Dataline (Note 2,0)
Dataline belegt mit seinem Tarif M den 3. Platz unseres Lohnsoftware-Vergleichs. Die Bedienung ist weniger intuitiv als bei Sage oder Lexware Office.
Dafür bietet Dataline die mit abstand ausführlichste Aufstellung der Arbeitgeberkosten im Vergleich. Pluspunkte sammelte das Lohnprogramm außerdem aufgrund seines umfangreichen Helpcenters, das selbst Sonderfälle verständlich erklärt.
Dataline überzeugt eher durch Detailgenauigkeit als durch eine einfache Bedienbarkeit. Dennoch kam ich im Praxistest sehr gut mit der Lohnsoftware zurecht. Für fortgeschrittene Nutzer ist das Lohn-Tool einen Blick wert!
Diana Galkin
- Redakteurin bei Für-Gründer.de
| Der Vergleich im Detail
Die folgende Tabelle zeigt die Bewertung aller getesteten Lohnabrechnungsprogramme anhand unserer 88 Vergleichskriterien.
Sage Payroll (Note 1,1): Sage bietet das beste Gesamtpaket aus einfacher Bedienung, Funktionsumfang und günstigem Preis.
Lexware Office(Note 1,5): Lexware ist besonders einsteigerfreundlich, aber nur in Kombination mit Buchhaltung erhältlich.
Dataline(Note 2,0): Dataline bietet transparente Abrechnungsprozesse, ist jedoch eher für fortgeschrittene Nutzer geeignet.
Paychex(Note 2,6): Paychex eignet sich hervorragend für Anfänger im Lohnbereich, es fehlen jedoch Angaben zu Preisen.
Cleverlohn(Note 2,7): Cleverlohn ist optimal für die vorbereitende Abrechnung, allerdings sind die Preise kaum skalierbar für wachsende Betriebe.
HeavenHR(Note 2,8): HeavenHR bietet eine umfassende Lösung für die Personalverwaltung, die kostenlose Testversion hatte jedoch nicht funktioniert.
Agenda(Note 3,0): Agenda ist mandantenfähig und zählt zu den besten Alternativen zu DATEV, benutzerfreundlich ist das Tool dennoch nicht.
Personio(Note 3,4): Personio glänzt mit einem modernen Design. Punktabzüge gab es für die fehlende Preistransparenz und Testversion.
Quick-Lohn(Note 3,8): Quick-Lohn ermöglicht die Abrechnung von Baulöhnen, ist jedoch schwer bedienbar und somit nicht für Anfänger geeignet.
| Die 9 besten Anbieter im Überblick
In diesem Kapitel stellen wir die 9 Lohnabrechnungsprogramme unseres Vergleichs vor.
Alle 9 Anbieter unseres Lohnsoftware-Vergleichs im Überblick
#1 Sage Payroll (Note 1,1)
Sage Payroll belegt mit der Note 1,1 den 1. Platz und ist somit Testsieger unseres Lohnabrechnungssoftware-Vergleichs 2026.
Überzeugt haben uns die einsteigerfreundliche Bedienung, die detaillierten und korrekten Entgeltabrechnungen sowie das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis.
Unser Testsieger bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine einfache Bedienung.
Sage Payroll getestet: die wichtigsten Ergebnisse
Vorbereitende Entgeltabrechnung
In unserer Testkategorie Vorbereitende Lohnbuchhaltung erreicht Sage Payroll mit 96 % die Höchstpunktzahl im Vergleich. Der Durchschnitt aller getesteten Anbieter liegt bei 72 %.
Arbeitgeber und Lohnverantwortliche verwalten Personalstammdaten für ihre Mitarbeiter. Alternativ können Angestellte ihre Daten im Self-Service selbst einsehen und anpassen.
Die Lohnsoftware prüft bei der Eingabe akribisch, ob die Daten korrekt und plausibel sind.
Um den Prozess der Entgeltabrechnung zu unterstützen, hat Sage Payroll bereits alle gängigen Anstellungsarten im System hinerlegt.
Beispielsweise die Festanstellung in Voll- und Teilzeit, Werkstudenten, Praktikanten oder Rentner.
Auch bei den verschiedensten Entgeltarten und variablen Vergütungsbestandteilen deckt Sage Payroll alle Eventualitäten ab.
Neben Grundgehältern und -löhnen konnten wir einmalige Prämien, Sonn- und Feiertagszuschläge, Kilometergeld, Sachbezüge und weitere Entgeltbestnadteile in der Abrechnung berücksichtigen.
Laufende Entgeltabrechnung
In der Kategorie Laufende Entgeltabrechnung erhielt Sage Payroll mit 95 % die Höchstpunktzahl des Vergleichs. Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller Anbieter in dieser Kategorie liegt bei 35 %.
Die Entgeltabrechnungssoftware ermöglicht eine vollständige und fehlerfreie Entgeltabrechnung, inklusive einer Auswertung aller Lohnnebenkosten.
Krankenkassenspezifische Beiträge ermittelt die Lohnsoftware ebenfalls problemlos und fehlerfrei. Dazu gehören beispielsweise der individuelle Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung, die U1- und U2-Umlage sowie die Insolvenzgeldumlage.
Zur Prüfung erhalten Lohnverantwortliche eine Testabrechnung, in der alle abgerechneten Mitarbeiter sowie individuelle Probe-Entgeltabrechnungen vollständig dargestellt werden.
Die erfassten Lohnkosten können dank der verschiedenen Export-Funktionen für die Finanzbuchhaltung exportiert werden.
Meldewesen und Bescheinigungen
Mit 93 % erzielt Sage Payroll neben Lexware Office (94 %) mitunter die höchste Punktzahl im Bereich Meldewesen und Bescheinigungen.
Die Lohnsoftware erledigt alle Meldungen an die Sozialversicherungsträger, die Minijobzentrale sowie das Finanzamt automatisch.
Auf wunsch können Arbeitgeber A1-Bescheinigungen bzw. A1-Anträge bei Auslandsentsendungen erstellen, Entgeltersatzleistungen beantragen (EEL) und Arbeitsbescheinigungen sowie Nebenverdienstbescheinigungen (BEA) für Mitarbeiter generieren.
Zudem ruft das System die elektronsiche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) von selbst ab.
Ein großer Vorteil ist, dass Sage Payroll automatisch an bevorstehende Meldefristen erinnert.
Systemvoraussetzungen
In der Kategorie Systemvoraussetzungen erzielt Sage Payroll 83 % von möglichen 100 % und liegt über dem Test-Durchschnitt von 63 %.
Die Software wird im Browser betrieben. Eine Installation auf dem eigenen Rechner wie bei den meisten anderen Systemen (z. B. DATALINE, Agenda oder Quick-Lohn) ist nicht notwendig.
Auf diese Weise läuft die Software unabhängig vom Betriebssystem.
Der integrierte Zugang für Steuerberater ist eine zusätzliche Unterstützung für alle, die ihre Entgeltabrechnungen von ihrem Steuerberater prüfen lassen möchten.
Praktisch ist, dass das Lohnprogramm die Erfassung mehrerer Firmen ermöglicht. Dadurch eignet es sich auch für große Unternehmen mit mehreren Betriebsstätten.
Dank der Mandantenfähigkeit eignet es sich aber auch für Steuerberater.
Sicherheit und Datenschutz
Sage Payroll erfüllt mit 98 % alle wichtigen Sicherheits- und Datenschutzstandards. Das Entgeltabrechnungsprogramm ist ITSG-zertifiziert und sorgt damit für einen sicheren Austausch zwischen dem Lohnprogramm und den Sozialversicherungsträgern.
Zusätzliche Sicherheit bietet das System mit der 2-Faktor-Authentifizierung, individuellen Rollen- und Genehmigungsprozessen und einem automatischen Sitzungsende nach 30 Minuten Inaktivität im Lohnprogramm.
Kunden- und Personaldaten sichert Sage auf Servern in Deutschland, die Server sind zudem nach ISO-27001-Standards zertifiziert.
Service und Support
Im Bereich Service und Support erzielt Sage Payroll 45 % und liegt damit leicht unter dem Durchschnitt von 51 %.
Das Support-Team ist nur per E-Mail bzw. Ticket-System erreichbar. Eine Support-Hotline konnten wir nicht entdecken.
Einen integrierten Chat für Rückfragen während der Anwendung gibt es ebenfalls nicht, obwohl im System auf einen Chat hingewiesen wird. Unter dieser Funktion fanden wir allerdings nur das Ticket-System.
Dafür antwortete uns der Support bei einer Nachfrage innerhalb von einem Tag.
Benutzerfreundlichkeit
Sage Payroll erzielt in der Kategorie Benutzerfreundlichkeit89 % und liegt damit weit über dem Durchschnittswert aller Anbieter aus dem Test von 33 %.
Die Lohnsoftware ist modern und sehr übersichtlich gestaltet. Dadurch eignet sich die Lohnsoftware sehr gut für Einsteiger und fortgeschrittene Lohnbuchhalter.
Zum Einstieg begrüßte uns das Lohnprogramm mit einer digitalen Produkttour, die uns durch die wichtigsten Bereiche der Software führte. Das erleichtert den Einstieg besonders für ungeübte Nutzer.
Die volle Punktzahl hat Sage aufgrund der längeren Ladezeiten nach beinahe jedem Speichervorgang und Prozessschritt nicht erreicht.
Wir hätten uns zudem eine Importfunktion für Personalstammdaten gewünscht. Dadurch hätten wir uns beim Anlegen des Personals zusätzlich Zeit gespart.
Welche Funktionen und Besonderheiten bietet Sage Payroll?
Sage Payroll deckt alle wichtigen Standardprozesse der Entgeltabrechnung ab:
Automatische Stammdatenprüfung
Fehlerfreie Berücksichtigung von individuellen Umlagen und Beiträgen
Erstellen von Testabrechnungen
Automatische Meldung bei den SV-Trägern und beim Finanzamt
Auswertungen für die Finanzbuchhaltung
Abruf der eAU
Erstellen von Anträgen und Bescheinigungen, z. B. Arbeitsbescheinigung
Das Lohnprogramm bietet für die Lohnabrechnung zusätzlich eine Besonderheit: Der Lohnabrechnungsprozess kann mit Sage vollständig automatisiert erfolgen.
Abrechnungs-Verantwortliche müssen lediglich das regelmäßige Abrechnungsdatum angeben (z. B. der 20. jeden Monats) und Sage Payroll erstellt Entgeltabrechnungen, Beitragsnachweise und weitere Dokumente automatisch.
Die Entgeltabrechnung verläuft mit Sage Payroll in 3 einfachen Schritten
Neben Funktionen für die Entgeltabrechnung punktet Sage Payroll mit einer integrierten Personalmanagement-Lösung.
Enthalten ist eine Abwesenheits- und Dokumentenverwaltung. Im Dokumentenmanagement-System können Personalverantwortliche zum Beispiel Entgeltabrechnungen, aber auch andere Dokumente wie Verträge oder sonstige Vereinbarungen in der digitalen Personalakte ablegen.
Vorteilhaft sind die zahlreichen Berichte, die Sage bietet. Dazu gehören beispielsweise Auswertungen zur Anzahl der Beschäftigten, nach Geschlecht, Alter, Fluktuation oder Abwesenheiten.
Vor- und Nachteile von Sage Payroll
Nun fassen wir die Vor- und Nachteile von Sage Payroll zusammen.
Einfache Bedienung
Korrekte Entgeltabrechnung
Automatische Abrechnung
Automatischer Meldungsversand
Integrierte Personalfunktionen
Günstiger Preis (ab 3 €/Nutzer)
Lange Wartezeiten
Wenige Support-Kanäle
Wie viel kostet Sage Payroll?
Die Preise für Sage Payroll starten je nach Tarif bei 20 € bis 40 € pro Monat.
In jedem Tarif sind bereits 5 Nutzer enthalten. Weitere Mitarbeiter kosten je nach Tarif 3 €, 5 € oder 7 € pro Monat zusätzlich.
In der folgenden Tabelle zeigen wir, wie viel Sage Payroll je Tarif bei 5, 10 und 20 Mitarbeitern kostet.
Tarif
Payroll Essentials
Payroll Standard
Payroll Premium
Basis-Tarifpreis
20 €
30 €
40 €
Preis je weiterer Mitarbeiter
3 €
5 €
7 €
Preis für 5 weitere Mitarbeiter
35 €
55 €
75 €
Preis für 10 weitere Mitarbeiter
50 €
80 €
110 €
Preis für 20 weitere Mitarbeiter
80 €
130 €
180 €
Die Funktionen für die Entgeltabrechnung sind bereits im kleinsten Tarif Essentials enthalten. Außerdem können Arbeitgeber in diesem Tarif bereits Mitarbeiterdokumente verwalten und bis zu 3 Abwesenheitsarten anlegen.
Im Tarif Standard kommen noch die Arbeitszeiterfassung, Überstundenverwaltung, die vollwertige Urlaubsverwaltung und individuelle Rollen- und Genehmigungsprozesse hinzu.
Ab dem Tarif Premium profitieren Arbeitgeber von einer Schichtplanung, zudem können Mitarbeiter ihre Ausgaben in der mobilen App einreichen.
Sage Payroll ist eine cloudbasierte Software für die Lohn- und Gehaltsabrechnung. Das Tool kombiniert die eigentliche Payroll mit HR-Funktionen, sodass Unternehmen Personaldaten, Abrechnung und Meldewesen auf einer gemeinsamen Plattform verwalten. Dazu kommen unter anderem ein Mitarbeiter-Self-Service sowie der digitale Zugriff auf Gehaltsdokumente.
Wie hoch sind die Kosten für Sage Payroll?
Sage Payroll kostet mindestens 20 € pro Monat für 5 Nutzer. Weitere Nutzer können ab 3 € pro Mitarbeiter hinzugefügt werden. Sage bietet eine 30-tägige kostenlose Testphase.
Welche Lohnabrechnungssoftware ist die beste?
Sage Payroll ist mit der Note 1,1 Testsieger unseres Lohnsoftware-Vergleichs.
Welche Alternativen gibt es zu Sage Payroll?
Neben Sage (Note 1,1) erzielten auch Lexware Office (Note 1,5) und Dataline (Note 2,0) sehr gute Leistungen im Praxistest. Lexware Office und Lohn & Gehalt ist eine besonders einsteigerfreundliche Lösung und deckt die wichtigsten Entgeltprozesse ab.
Dataline benötigt eine längere Einarbeitungszeit, dafür bietet die Lohnsoftware eine sehr detailreiche Entgeltabrechnung, alle SV-Meldungen und zahlreiche Auswertungen. Dataline ist allerdings teurer als Sage oder Lexware.
Ist Sage Payroll einfach zu bedienen?
Sage Payroll ist eine einsteigerfreundliche Lösung, eignet sich aber auch gut für Fortgeschrittene. Dank eines einfachen 3-Schritte-Prozesses werden Nutzer bequem durch die Entgeltabrechnung geführt.
Die verlängerten Ladezeiten zwischen den einzelnen Schritten (z. B. Speichervorgänge zwischen Eingaben in der Personalakte) machen die tägliche Anwendung jedoch etwas zäh.
Unser Fazit
Sage Payroll ist Testsieger unseres Lohnsoftware-Vergleichs. Das Abrechnungsprogramm eignet sich genauso für Laien wie für geübte Anwender in kleinen bis größeren Betrieben bis 150 Mitarbeiter.
Zu den Vorteilen gehören der niedrige Preis ab 3 € pro Mitarbeiter, die einfache Bedienung und die genauen Abrechnungen, die Nutzer mit wenigen Klicks erstellen.
Die Buchhaltungssoftware Lexware Office erzielt mit seiner Lösung für die Lohnabrechnung die Note 1,5 und landet auf dem 2. Platz im Vergleich.
Aufgrund der sehr einfachen Bedienung eignet es sich hervorragend für Arbeitgeber, die zum ersten Mal und ohne Vorkenntnisse eigene Mitarbeiter abrechnen wollen.
Die Lohn-Lösung von Lexware Office deckt alle wichtigen Funktionen und Standard-Prozesse ab und punktet mit einer sehr einfachen Bedienung im Vergleich.
Lexware Office getestet: die wichtigsten Ergebnisse
Vorbereitende Entgeltabrechnung
Lexware Office erzielt in der Kategorie Vorbereitende Entgeltabrechnung92 % und liegt damit knapp hinter Sage (96 %).
Genau wie der Testsieger unterstützt Lexware alle gängigen Beschäftigungsarten (z. B. Voll- oder Teilzeit, Werkstudenten, kurzfristig Beschäftigte) und Entgeltarten.
Im Praxistest konnten wir zudem problemlos verschiedene Zuschläge wie Überstunden-, Sonn- und Feiertagszuschläge, Erschwerniszulagen und Bereitschaftszulagen in die Entgeltabrechnung einbeziehen.
Allerdings ist der Self-Service-Bereich für Mitarbeiter deutlich reduzierter gestaltet als bei Sage Payroll.
Lexware Office sendet zwar automatisch Gehaltsabrechnungen in das Self-Service-Portal, wodurch Angestellte selbst Dokumente einsehen und bei Bedarf herunterladen können.
Eigene Stammdaten ändern, Arbeitszeiten sowie Abwesenheiten eintragen, können Mitarbeiter jedoch nicht.
Ein weiterer Nachteil: Wir mussten im Praxistest alle Mitarbeiter einzeln anlegen. Einen CSV-Import gibt es nicht.
Laufende Entgeltabrechnung
In der Test-Kategorie Laufende Entgeltabrechnung erreicht Lexware Office 85 % und liegt damit über dem Vergleichsdurchschnitt von 35 %.
Die Entgeltabrechnung erstellt die Lohnsoftware korrekt, auch krankenkassenspezifische Beiträge und weitere Pflichtabgaben berechnet das System fehlerfrei.
Eine vollautomatische Abrechnung, wie sie etwa Sage Payroll ermöglicht, bietet die Software jedoch nicht.
Praktisch ist dafür, dass die Lohnabrechnungssoftware nach jeder Abrechnung automatisiert SEPA-Dateien für Entgeltzahlungen erstellt. Die Überweisung erfolgt anschließend manuell.
Für laufende Beitragszahlungen, zum Beispiel für Krankenkassenbeiträge, können Nutzer elektronische Lastschriftmandate innerhalb von Lexware Office erteilen. Dadurch ziehen die Sozialversicherungsträger Beiträge automatisch ab.
Meldewesen und Bescheinigungen
Mit 94 % von möglichen 100 % erzielt Lexware Office in der Kategorie Meldewesen und Bescheinigungen den Höchstwert im Vergleich.
Das Entgeltabrechnungsprogramm erstellt jede SV-Meldung automatisch. Dazu gehören beispielsweise die An- und Abmeldung bei den Sozialversicherungsträgern, der Minijob-Zentrale und dem Finanzamt, Sofortmeldungen für sofortmeldepflichtige Branchen, Jahresmeldungen und viele Meldungen mehr.
Darüber hinaus können Abrechnungs-Verantwortliche verschiedenste Bescheinigungen erstellen. Im Praxistest und bei unseren Recherchen sind wir unter anderem auf die Arbeitsbescheinigung (BEA), A1-Bescheinigung, Lohnsteuerbescheinigung oder die Bescheinigung zur Rentenversicherung (rvBEA) gestoßen.
Systemvoraussetzungen
Lexware Office erfüllt unsere Anforderungen an die Kategorie Systemvoraussetzungen zu 87 % von möglichen 100 %.
Die Software ist über jeden Browser bedienbar. Für mobile Nutzer gibt es zudem eine Android- bzw. iOS-App.
Vorteilhaft ist, dass größere Unternehmen bis zu 3 Betriebsstätten im System anlegen können.
Lexware Office bietet die Möglichkeit, einen Zugang für den Steuerberater anzulegen.
Mandantenfähig ist die Lohnsoftware allerdings nicht, weshalb sie sich nicht für Steuerberater eignet.
Sicherheit und Datenschutz
Lexware Office erfüllt zentrale Standards bei Sicherheit und Datenschutz und erreicht insgesamt 73 %. Zum Vergleich: Testsieger Sage Payroll erreichte im Test 98 %.
Die Software ist DSGVO-konform, GoBD-konform und ITSG-zertifiziert.
Auch eine TÜV-Zertifizierung sowie eine Serverzertifizierung nach ISO 27001 sind vorhanden.
Die Daten werden auf Servern in Deutschland gespeichert.
Abstriche gibt es bei einzelnen Sicherheitsfunktionen. Eine 2-Faktor-Authentifizierung, ein automatisches Sitzungsende sowie individuelle Rollen- und Genehmigungsprozesse konnten wir im Test nicht feststellen.
Service und Support
In unserer Vergleichs-Kategorie Service und Support erreicht Lexware Office mit 88 % den Höchstwert im Vergleich.
Der Anbieter unterstützt mit einem KI-Chatbot in der Anwendung, der uns während des Tests nicht nur schnelle, sondern auch sehr hilfreiche Antworten lieferte.
Positiv sind uns auch das umfangreiche und einsteigerfreundliche Helpcenter sowie die weiteren Hilfsangebote aufgefallen.
Anwender unterstützt Lexware Office mit kostenlosen Live-Webinaren und Video-Tutorials zur Software.
Benutzerfreundlichkeit
Lexware Office erreicht in der Kategorie Benutzerfreundlichkeit 98 % von möglichen 100 %.
Gründe sind unter anderem das moderne Design der Software, die logische Menüführung und der unkomplizierte Abrechnungsprozess.
Dadurch fanden wir uns von der ersten Anmeldung bis zum Monatsabschluss sehr gut in der Lohnsoftware zurecht.
Lexware Office zählt somit neben Paychex und Sage Payroll zu den wenigen Lohnsoftwares am Markt, die sich für Anfänger hervorragend eignet.
Welche Funktionen und Besonderheiten bietet Lexware Office und Lohn & Gehalt?
Für die Entgeltabrechnung stellt Lexware Office alle wesentlichen Funktionen für die Entgeltabrechnung bereit:
Automatische Prüfung von Personalstammdaten
Abruf von Sozialversicherungsdaten und ELStAM-Daten
Fehlerfreie Berücksichtigung von individuellen Umlagen und Beiträgen
Erstellen von Testabrechnungen
Automatische Entgeltabrechnungen und Versand an Arbeitnehmer
Meldungen an Sozialversicherungsträger, Minijob-Zentrale und Finanzamt
Abruf der eAU und Elterneigenschaftsmerkmale
Erstellen von Anträgen und Bescheinigungen, z. B. A1-Bescheinigung, Arbeitsbescheinigung oder Lohnsteuerbescheinigung
Für die Entgeltabrechnung mit Lexware Office sind bei guter Vorbereitung lediglich 2 Klicks nötig.
Die Besonderheit der Lohnsoftware liegt vor allem in der engen Verzahnung von Buchhaltung, Lohnabrechnung und Entgeltauszahlung über das integrierte Geschäftskonto.
Dadurch können Unternehmen nicht nur die Entgeltabrechnung durchführen, sondern auch Belege für die Lohnbuchhaltung erstellen, Löhne und Gehälter auszahlen und elektronische Lastschriftmandate für alle Krankenkassen erstellen.
Das erleichtert Abläufe im Hintergrund deutlich, setzt aber zugleich voraus, dass Unternehmen mehrere Lösungen aus dem Lexware-Office-Umfeld nutzen.
Welche Vor- und Nachteile bietet Lexware Office und Lohn & Gehalt?
Wir zeigen nun, welche Vor- und Nachteile die Lohnsoftware von Lexware Office bietet.
Sehr einfache Bedienung
Umfangreiches Melde- und Bescheinigungswesen
Integrierte Buchhaltungsfunktionen
Erstellung von elektronischen Lastschriftmandaten
Lohnzahlung über integriertes Online-Banking möglich
Der Preis setzt sich aus der Buchhaltungssoftware für mindestens 7,90 € und der Lohnsoftware für mindestens 12,90 € pro Monat bei 2 Mitarbeitern zusammen.
Während der Preis der Buchhaltungssoftware vom gewählten Tarif abhängt, orientieren sich die Kosten für das Lohnprogramm an der Menge der abzurechnenden Mitarbeiter.
In der folgenden Tabelle zeigen wir, wie hoch die Kosten für 5, 10 und 20 Mitarbeiter je Buchhaltungs-Tarif ausfallen.
Basis-Tarif Buchhaltung
S
M
L
XL
Preis für 5 Mitarbeiter
33,80 €
38,80 €
44,80 €
58,80 €
Preis für 10 Mitarbeiter
47,80 €
52,80 €
58,80 €
72,80 €
Preis für 20 Mitarbeiter
73,80 €
78,80 €
84,80 €
98,80 €
Häufige Fragen zu Lexware Office und Lohn & Gehalt
Was kostet Lexware Office Lohn und Gehalt?
Lexware Office Lohn & Gehalt gibt es nicht als komplett eigenständige Lösung. Als Basis muss ein Buchhaltungssoftware-Tarif gewählt werden. Die Preise dafür starten bei 7,90 € pro Monat. Hinzu kommt das Lohnmodul, das für 2 abzurechnende Mitarbeiter bei 12,90 € pro Monat startet.
Kann man mit Lexware Lohnabrechnungen erstellen?
Ja, mit Lexware Office und Lohn & Gehalt ist das Erstellen von Entgeltabrechnungen problemlos möglich. Die Lohnsoftware unterstützt das elektronische Meldeverfahren, zum Beispiel für An- und Abmeldungen, aber auch für sofortmeldepflichtige Branchen wie Bau, Gebäudereinigung oder Gastronomie.
Zudem erstellt das Entgeltabrechnungsprogramm per Knopfdruck alle relevanten Abrechnungsdokumente und sendet sie den Mitarbeitern automatisch ins Self-Service-Portal.
Kann ich Lexware Lohn & Gehalt testen?
Lexware Office bietet eine 30-tägige kostenlose Testversion. Innerhalb der Testversion ist es auch möglich, die Funktionen der Entgeltabrechnung in einem bestimmten Maß zu testen.
Während des Praxistests konnten wir zum Beispiel keine echten Abrechnungen erstellen oder Meldungen versenden. Diese Funktion ist erst nach dem Kauf verfügbar.
Hinweis: Nur wenige Lohnsoftwares ermöglichen einen Praxistest des Meldewesens. Lediglich Paychex hat hierfür einen eigenen Test-Prozess aufgesetzt.
Was ist besser, DATEV oder Lexware Office?
Pauschal ist keines der beiden Systeme für alle Unternehmen besser. Lexware Office passt eher zu kleineren Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, die eine cloudbasierte, leicht bedienbare Lösung suchen und Buchhaltung sowie Lohnabrechnung möglichst in einem System bündeln möchten.
DATEV ist dagegen die stärkere Wahl, wenn Unternehmen komplexere Lohnprozesse abbilden müssen, bereits eng mit einer Steuerkanzlei im DATEV-Umfeld arbeiten oder eine Lösung für beliebig viele Arbeitnehmer benötigen.
Als Alternativen für DATEV empfehlen wir jedoch auch Agenda oder Quick-Lohn. Beide Lohnsoftwares decken komplexe Abrechnungsprozesse ab und ermöglichen einen kostenlosen Praxistest.
Unser Fazit
Die Lohnsoftware von Lexware Office punktet mit einer spielerisch einfachen Bedienung, umfangreichem Meldewesen und zusätzlichen Funktionen für die Buchhaltung und das Geschäftskonto.
Gerade für Gründer, die noch nach einer Lösung für Lohn, Buchhaltung und Geschäftskonto sind, bietet Lexware Office eine einsteigerfreundliche Komplettlösung.
Dataline Lohnabzug belegt mit der Note 2,0 den 3. Platz des Vergleichs.
Die Lohnsoftware richtet sich vor allem an geübte Nutzer, Lohndienstleister und Steuerberater.
Dataline überzeugt mit Detailtiefe im Abrechnungsprozess und umfangreichen Funktionen.
Dataline Lohnabzug getestet: die wichtigsten Ergebnisse
Vorbereitende Entgeltabrechnung
In unserer Test-Kategorie Vorbereitende Entgeltabrechnung erzielt Dataline Lohnabzug mit 89 % eine überdurchschnittliche Leistung. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert aller getesteten Anbieter liegt bei 72 %.
Die Lohnsoftware unterstützt alle Beschäftigungs- und Entgeltarten sowie Zuschläge und prüft auch eingegebene Personalstammdaten akribisch auf mögliche Fehler.
Ein Mitarbeiter-Self-Service Portal gibt es in unserem getesteten Tarif M leider nicht, daher konnten wir nicht die volle Punktzahl vergeben.
Dadurch hätten Mitarbeiter die Möglichkeit, Entgeltabrechnung selbstständig einzusehen. Ein manueller Versand per Post oder E-Mail wäre nicht notwendig gewesen.
Hinweis: Das Portal kann in den Tarifen XS, S und M für 179 € pro Jahr hinzugebucht werden.
Laufende Engeltabrechnung
Im Bereich Laufende Entgeltabrechnung erzielt Dataline Lohnabzug insgesamt 75 % von möglichen 100 %. Somit liegt das Lohn-Tool noch weit über dem Durchschnitt aller Anbieter (35 %), aber hinter Sage (98 %) und Lexware (85 %).
Während des Praxistests ermittelte Dataline das steuerliche und sozialversicherungspflichtige Entgelt sowie das Arbeitgeberbruttokorrekt und zuverlässig.
Auch zusätzliche Abzüge wie der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, die U1- und U2-Umlage sowie die Insolvenzgeldumlage hat die Lohnsoftware problemlos berücksichtigt.
Positiv sind uns zudem die zahlreichen Auswertungen aufgefallen. Während des Tests standen unter anderem Brutto-Netto-Übersichten, Fehlzeitenübersichten, Beitragsnachweise, ELStAM-Protokolle, Jahresmeldungen und Erstattungsberichte zur Verfügung.
Wenn es um die Entgeltabrechnung geht, zeigt Dataline allerdings noch Automatisierungs-Potenzial. Wir konnten zum beispiel keine automatischen Entgeltabrechnungen wie bei Sage erstellen.
Der Versand von Entgeltabrechnungen an Mitarbeiter muss ebenfalls noch manuell erfolgen.
Meldewesen und Bescheinigungen
Mit 91 % in der Kategorie Meldewesen und Bescheinigungen liegt Dataline nur knapp hinter Testsieger Sage (93 %) und Lexware Office (94 %).
Das Lohnprogramm unterstützt sämtliche SV-Meldungen (DEÜV-Meldungen) und erstellt je nach Bedarf automatisch die passende Bescheinigung.
Dazu zählen etwa die Arbeitsbescheinigung (BEA), Meldebescheinigungen für Arbeitnehmer, Lohnsteuerbescheinigung und viele weitere Dokumente.
Leider ging aus dem Praxistest und unseren Recherchen nicht hervor, ob Dataline auch die Elterneigenschaft und Kinderzahl automatisch abruft, weshalb das Tool in dieser Kategorie nicht die volle Punktzahl erreicht.
Systemanforderungen
In der Kategorie Systemanforderungen schneidet Dataline mit 60 % knapp unter dem Durchschnittswert von 63 % ab.
Anders als die erstplatzierten Lohnprogramme Sage Payroll und Lexware Office muss Dataline lokal installiert werden.
Der Nachteil an der Installations-Lösung: Updates müssen regelmäßig installiert werden, um korrekt mit der Lohnsoftware zu arbeiten.
Einen Massenimport für Mitarbeiter gibt es zwar nicht. Dafür erstellt Dataline per Knopfdruck digital ausfüllbare Personalfragebögen, die neue Mitarbeiter unkompliziert ausfüllen können.
Während des Tests klappte die Datenübernahme bei uns problemlos.
Sicherheit und Datenschutz
In der Test-Kategorie Sicherheit und Datenschutz erfüllt Dataline mit 30 % kaum unsere Anforderungen (53 % Gesamtdurchschnitt).
Der Anbieter ist zwar GoBD- und DSGVO-konform. Allerdings konnten wir nicht herausfinden, wo Nutzer- und Mitarbeiterdaten gespeichert werden.
Zudem ist unklar, ob die Server zusätzliche Sicherheitsstandards erfüllen, wie es durch eine ISO-27001-Zertifizierung nachgewiesen wird.
Das größte Manko ist allerdings, dass Dataline nicht von Grund auf ITSG-zertifiziert ist. Diese Zertifizierung ist nötig, um SV-Meldungen, Beitragsnachweise und Lohnsteueranmeldungen zu übermitteln.
Ein Zertifikat müssen Nutzer erst über den Anbieter erwerben. Der Kostenpunkt liegt bei 60 € für 3 Jahre Laufzeit.
Zum Vergleich: Die meisten anderen Anbieter des Vergleichs stellen die Zertifzierung ohne Mehrkosten zur Verfügung.
Service und Support
Beim Service und Support erreicht Dataline 40 % und liegt somit 11 % unter dem Durchschnittswert von 51 %.
Der Anbieter setzt mit Telefon- und E-Mail-Support auf klassische Kontaktwege. Einen integrierten Live-Chat in der Anwendung haben wir während des Praxistests nicht entdeckt.
Hilfreich beim Einstieg und der täglichen Anwendung ist das sehr umfangreiche Helpcenter. Darin wird nicht nur die Anwendung beschrieben, sondern auch rechtliches Wissen rund um Sozialversicherungen, Lohnsteuer und sonstige Sachverhalte vermittelt.
Benutzerfreundlichkeit
In unserer Test-Kategorie Benutzerfreundlichkeit erreicht Dataline lediglich 35 % von möglichen 100 %. Der Gesamtdurchschnitt aller Anbieter in dieser Kategorie liegt bei 33 %.
Die Benutzeroberfläche wirkt zwar kaum modern, eine unterstützende digitale Produkttour (wie z. B. bei Lexware Office) fehlt komplett und die Funktionsbreite wirkt auf Einsteiger zunächst überfordernd.
Dennoch konnten wir unser Testszenario erfolgreich im Lohnprogramm durchspielen und eine korrekte Entgeltabrechnung erstellen.
Wer bereits Erfahrung mit Lohnabrechnungen mitbringt und komplexere Fälle (z. B. Pflegelohn) abrechnen möchte, ist mit Dataline gut beraten.
Welche Funktionen und Besonderheiten bietet Dataline Lohnabzug?
Dataline bietet alle nötigen Funktionen für eine reibungslose und korrekte Entgeltabrechnung:
Vollständige und fehlerfreie Entgeltabrechnung
Vordefinierte Entgeltarten und Vergütungsbestandteile (z. B. Zuschüsse, Prämien, Fahrtkosten)
Vordefinierte Anstellungsarten (z. B. Vollzeit, Gleitzeit, Midi- und Minijob, Rentner)
Sehr detaillierte Arbeitgeberkosten-Übersicht
Umfangreiche Auswertungen, inklusive Arbeitgeberkonten-Übersicht und eSTATISTIK
Jede Entgeltabrechnung mit Dataline erfordert eine genaue Prüfung der Vergütungsbestandteile.
Neben den wichtigen Grundfunktionen bietet Dataline noch eine Besonderheit.
Das System erstellt auf Wunsch digitale Personalfragebögen für unterschiedliche Beschäftigungsarten:
Reguläre Voll- oder Teilzeitbeschäftigung
Nebenbeschäftigung
Kurzfristige Beschäftigung
Werkstudenten
Damit können Arbeitgeber unkompliziert Personalstammdaten erheben und in das Lohnprogramm wieder importieren. So müssen Personalverantwortliche nicht alle Mitarbeiter manuell anlegen und können sich einige Klicks sparen.
Im Praxistest funktionierte das Ausfüllen und das Importieren in Dataline problemlos.
Welche Vor- und Nachteile bietet Dataline Lohnabzug?
Nachfolgend haben wir die wichtigsten Vor- und Nachteile von Dataline zusammengefasst.
Vordefinierte Beschäftigungs- und Entgeltarten
Alle SV-Meldungen (DEÜV)
Mandantenfähig
Für mehrere Betriebsstätten geeignet
Umfangreiche Auswertungen
Unmodernes Design
Serverstandort unbekannt
Viele kostenpflichtige Zusatzmodule
1 Jahr Mindest-Vertragslaufzeit
Wie viel kostet Dataline Lohnabzug?
Dataline Lohnabzug kostet zwischen 99 € und 1.499 € pro Jahr. Der Preis hängt vom gewählten Tarif und dem gewünschten Funktionsumfang ab.
In der folgenden Tabelle zeigen wir, welche Tarife es gibt, wie viel sie kosten und für wen sich welcher Tarif eignet.
Tarif
Preis pro Jahr
Besondere Merkmale
Zielgruppe
Lohn XS
99 €
Einfache Entgeltabrechnung ohne SV- und ELStAM-Meldeverfahren, keine Support-Leistungen
Kleinstunternehmen bis 5 Mitarbeiter, die gelegentlich Abrechnen und manuell An- und Abmelden
Lohn S
229 €
Entgeltabrechnung mit integriertem SV- und ELStAM-Meldeverfahren ohne Support-Leistungen, kein Abruf eAU, keine Zeiterfassung
Kleine Unternehmen mit bis zu 5 Mitarbeitern
Lohn M
349 €
Umfangreiche Lohnsoftware mit Meldewesen, Abruf der eAU, Zeiterfassung und Telefon-Support
Für kleine und mittlere Betriebe geeignet
Lohn L
999 €
Entgeltabrechnung und Meldewesen inklusive der Erweiterungen IW-ELAN, Mitarbeiter-Self-Service und Haushaltsscheck
Für kleine Lohndienstleister und Steuerbüros, die bis zu 4 Mandanten abrechnen wollen (bis zu 50 Abrechnungen pro Monat)
Lohn XL
1.499 €
Komplettlösung von Dataline inklusive aller Zusatzmodule
Für Lohnexperten, die bis zu 10 Mandanten verwalten möchten (bis zu 200 Abrechnungen pro Monat)
Häufige Fragen zu Dataline Lohnabzug
Wie hoch sind die Preise bei Dataline?
Dataline kostet je nach Tarif zwischen 99 € und 1.499 € pro Jahr. Im Schnitt sind das zwischen 8,25 € und knapp 124 € pro Monat.
Unser Fazit
Dataline zählt zwar nicht zu den einsteigerfreundlichsten Lösungen am Markt. Dafür erstellt es jedoch fehlerfreie Entgeltabrechnungen und deckt das Melde- und Bescheinigungswesen sehr umfassend ab.
Besonders für fortgeschrittene Anwender, z. B. Lohndienstleister und Steuerberater mit wenigen Mandanten (bis 10) lohnt sich ein näherer Blick auf Dataline.
Platzierungen 4 - 9
Nachfolgend stellen wir die Lohnprogramme auf den Rängen 4 - 9 im Kurportrait vor.
#4 Paychex Europe
Paychex Europe (Note 2,6) hat uns im Praxistest sehr gut gefallen. Die Lohnsoftware ist modern und spielerisch einfach zu bedienen. Dadurch eignet sich das Lohnprogramm sehr gut für Laien, die mit der Lohnabrechnung noch nicht vertraut sind.
Während des Tests konnten wir allerdings nur die nötigsten Beschäftigungsarten anlegen: Voll- und Teilzeitbeschäftigung, Minijob und Mehrfachbeschäftigung.
Auszubildende, kurzfristig Beschäftigte oder Werkstudenten konnten wir leider nicht anlegen.
Dafür unterstützt Paychex sowohl alle üblichen Entgeltarten als auch alle nötigen Meldungen.
Aufgrund mangelnder Preisangaben und fehlender Funktionen schaffte es Paychex nicht in die Top 3.
#5 cleverlohn
cleverlohn (Note 2,7) hat es auf den 5. Platz des Vergleichs geschafft. Bei dieser Lohnsoftware handelt es sich um kein ganzheitliches Payroll-System, wie es beispielsweise Dataline, Paychex oder Sage anbieten.
Stattdessen unterstützt der Anbieter die vorbereitende Lohnabrechnung und lässt die eigentliche Entgeltabrechnung von hauseigenen Lohn-Experten durchführen.
Arbeitgeber müssen lediglich Entgelte, Arbeitszeiten, Abwesenheiten und sonstige Vergütungsbestandteile in cleverlohn verwalten, freigeben und auf die fertigen Abrechnungen warten.
Praktisch ist auch, dass Mitarbeiter ihre Personalstammdaten selbst anpassen und ändern können. Außerdem haben sie jederzeit Zugriff auf ihre Entgeltabrechnung.
Was kostet cleverlohn?
cleverlohn rechnet nicht nach Tarif ab. Der Anbieter kalkuliert mit 13 € je abzurechnendem Mitarbeiter. Für 5 Mitarbeiter kostet der Service beispielsweise 65 € pro Monat, für 15 Mitarbeiter jedoch schon 195 € pro Monat.
Während cleverlohn für größere Unternehmen schnell teuer wird, eignet sich der Service vor allem für kleine Unternehmen mit wenig Abrechnungserfahrung.
#6 HeavenHR
HeavenHR (Note 2,8) belegt den 6. Platz des Vergleichs. HeavenHR ist eine ganzheitliche Personalmanagement-Software aus Deutschland, die mehr als die Entgeltabrechnung bietet.
Zu den Grundfunktionen gehört beispielsweise eine digitale Personalakte, Arbeitszeiterfassung und die Abwesenheits- und Urlaubsverwaltung.
Für die Lohnabrechnung unterstützt die HR-Software Arbeitgeber mit fristgerechten SV-Meldungen, automatisch erstellten Entgeltabrechnungen und vielen Funktionen mehr.
Was kostet HeavenHR?
HeavenHR gehört zu den kostspieligsten Lösungen unseres Vergleichs. Um das Tool zu nutzen, müssen Unternehmen das Basis-Modul HR-Admin für mindestens 99 € pro Monat buchen. Hinzu kommt das Modul für die Lohnabrechnung für weitere 12,50 € pro Mitarbeiter.
Wer die Funktionen für die Kommunikation mit den Sozialversicherungsträgern und dem Finanzamt nutzen möchte, muss mit weiteren 99 € pro Monat rechnen.
Ein Betrieb mit 5 Mitarbeitern kommt so auf mindestens 260,50 € pro Monat.
Der Anbieter stellt zwar eine kostenlose Testversion für 14 Tage zur Verfügung, allerdings hat der Praxistest bei uns direkt nach der Anmeldung nicht funktioniert.
#7 Agenda
Agenda (Note 3,0) belegt den 7. Platz im Vergleich. Die schwere Bedienbarkeit der unmodern wirkenden Lohnsoftware sorgte für diverse Punktabzüge.
Vorteilhaft ist jedoch, dass Agenda für die Abrechnung von Spezialfällen ausgelegt ist. Dazu gehört etwa die Abrechnung von Bau- und Pflege- und Tariflöhnen, die im Vergleich nur wenige Tools abdecken.
Mit seinem Angebot richtet sich die Lohnsoftware hauptsächlich an selbstständige Lohndienstleister und Steuerberater, die eine Alternative zum DATEV-Universum suchen.
Was kostet Agenda?
Agenda kostet je nach gewähltem Tarif zwischen 50 € und 79 € pro Monat. Für 50 € im Tarif Business können bis zu 2 Mandanten abgerechnet werden. Der Tarif Business für 79 € pro Monat ermöglicht das unbegrenzte Anlegen von Mandanten.
Hinzu kommen Gebühren je Mitarbeiter:
0,65 € je Abrechnung (0,80 € zusätzlich bei Baulohn)
1,95 € je ausgewerteten Mandanten
1 € für Personalmanagement-Funktionen je Mitarbeiter
0,70 € für die Urlaubsverwaltung je Mitarbeiter
0,50 € je angelegter Personalakte
#8 Personio
Personio (Note 3,4) ist eine umfangreiche Personalmanagement-Software, die neben grundlegenden HR-Funktionen wie Zeiterfassung und Urlaubsverwaltung noch mehr zu bieten hat:
E-Signatur
Personaleinsatzplanung
Recruiting
Personalentwicklung
Mitarbeiterumfragen
In den letzten Jahren hat Personio auch eine integrierte Lösung für die Entgeltabrechnung geschaffen. Laut Anbieter soll dadurch die fehlerfreie und rechtskonforme Entgeltabrechnung möglich sein.
Zum Funktionsumfang zählt auch das Meldewesen und ein Zugang für den Steuerberater.
Da Personio keine Testversion (mehr) anbietet und auch seine Preise nicht transparent angibt, konnte der Anbieter keine bessere Wertung erhalten.
#9 Quick-Lohn
Quick-Lohn (Note 3,8) bildet das Schlusslicht des Verlgeichs. Die Lohnabrechnungssoftware unterstützt sowohl alle Standard-Abrechnungsprozesse als auch die Abrechnung von Baulohn.
Die Bedienung war für uns im Praxistest allerdings herausfordernder als wir zunächst dachten. Umso tiefer wir in die Software einstiegen, desto umständlicher wurde die Entgeltabrechnung.
Das größte Manko ist uns bei unserer Testabrechnung aus unserem Testszenario aufgefallen. Obwohl wir dieselbe Krankenkasse, Steuerklasse und sonstige relevante Angaben in den Personalstammdaten eingetragen hatten, verrechnete sich das Programm um mehrere hundert Euro.
Was kostet Quick-Lohn?
Die Preise von Quick-Lohn orientieren sich nicht nur an der Mitarbeiterzahl, sondern auch daran, ob Baulohn abgerechnet werden soll oder nicht.
Zum Beispiel verlangt Quick-Lohn für die Abrechnung von 5 Mitarbeitern ohne Baulohn 18 € pro Monat und mit Bau-Lohn 26 € monatlich.
| Vergleichskriterien
Für den Vergleich der besten Lohnsoftware 2026 haben wir 9 Programme auf 88 Kriterien geprüft.
Diese Kriterien haben wir in 8 Bereiche zusammengefasst:
Können Buchhaltungsprogramme an die Lohnsoftware angebunden werden?
#5 Sicherheit und Datenschutz
Sicherheitsanforderungen
Ist die Lohnsoftware DSGVO-konform?
Bietet das System eine Zwei-Faktor-Authentifizierung?
Gibt es ein automatisches Sitzungsende bei Inaktivität?
Unterstützt die Software individuelle Rollen- und Genehmigungsprozesse?
Serverstandort
Befinden sich die Server in Deutschland?
Liegt der Serverstandort in der EU, aber nicht in Deutschland?
Werden Daten auf Servern außerhalb der EU verarbeitet oder gespeichert?
System-Zertifizierung
Verfügt die Software über eine ITSG-Zertifizierung bzw. ein GKV-Zertifikat?
Ist das System TÜV-zertifiziert?
Ist die Lohnsoftware GoBD-konform?
Server-Zertifizierung
Sind die eingesetzten Server nach ISO 27001 zertifiziert?
Liegt eine Zertifizierung nach ISO 27018 vor?
#6 Service und Support
Support-Kanäle
Bietet der Anbieter Support per E-Mail an?
Ist ein telefonischer Support verfügbar?
Gibt es einen Support-Chat direkt in der Anwendung?
Ist der Support kostenpflichtig oder im Preis inbegriffen?
Erreichbarkeit
Ist der Support nur an Wochentagen zu den üblichen Bürozeiten erreichbar?
Gibt es einen 24/7-Notfallsupport?
Unterstützende Ressourcen
Gibt es eine kostenlose Schulung für Erstanwender?
Bietet der Anbieter ein kostenfreies Onboarding für Erstanwender an?
Steht ein Helpcenter mit Hilfebeiträgen zur Verfügung?
Gibt es Video-Tutorials zur Nutzung der Software?
Bietet der Anbieter ein Nutzerforum zum Austausch und zur Hilfestellung?
Werden Live-Webinare angeboten?
Sonstige Support- /Anbieter-Leistungen
Bietet der Anbieter die Lohnabrechnung auch als externe Dienstleistung an?
Sind die Kosten der Service-Leistungen transparent ausgewiesen?
#7 Benutzerfreundlichkeit
Registrierung und erste Anmeldung
Ist die Registrierung und erste Anmeldung schnell und unkompliziert online möglich?
Ist der Einstieg grundsätzlich unkompliziert, aber mit Wartezeiten verbunden?
Ist eine Registrierung oder erste Anmeldung nur auf persönliche Nachfrage möglich?
Ist kein Praxistest der Software möglich?
Einfacher Einstieg
Gelingt der Einstieg schnell und ohne Unterstützung des Support-Teams?
Digitale Produkttour durchs Tool
Gibt es eine digitale Produkttour durchs Tool, die alle Menüpunkte und Funktionen umfassend erklärt?
Benutzeroberfläche
Wie modern und übersichtlich ist die Benutzeroberfläche gestaltet? Dieser Punkt entscheidet, ob sich Erstanwender schnell im Lohnprogramm zurechtfinden.
Allgemeine Usability
Ist die Benutzerfreundlichkeit insgesamt hoch, bietet das System schnelle Ladezeiten und ist die Bedienung angenehm?
Menüführung
Bietet das System eine übersichtliche Menüführung, die eine intuitive Bedienung ermöglicht?
#8 Vertrag und Kosten
Paketpreis pro Monat
Wie viel kostet der gebuchte Tarif pro Monat?
Wie viele Nutzer (abzurechnende Mitarbeiter) sind im Paketpreis enthalten?
Wie viel kostet es, weitere Mitarbeiter hinzuzubuchen?
Wie viele Mitarbeiter umfasst das System? Gibt es eine Teamgrößen-Begrenzung?
Preis pro Abrechnung
Verlangt der Anbieter einen Preis pro Abrechnung oder gibt es einen Paketpreis, der bei größeren Teams vorteilhafter wäre?
Kostenpflichtige Zusatzmodule
Gibt es kostenpflichtige Zusatzmodule, zum Beispiel die Zeiterfassung, die gesondert hinzugebucht werden muss?
Vertragslaufzeit
Wie lange sind Nutzer an den Vertrag gebunden? 1 Monat, 6, 12 oder mehr Monate?
Einrichtungskosten
Wird die Einrichtung vom Support übernommen und fallen dafür Kosten an?
Bietet der Anbieter kostenlose oder kostenpflichtige Schulungen?
Entstehen einmalige oder laufende Support-Kosten?
Testphase
Ist es möglich, das Lohnprogramm kostenlos zu testen?
Wie lange dauert die Testphase? 7, 14, 30 oder mehr Tage?
| Lohnprogramme für besondere Zielgruppen
Nicht jede Lohnsoftware eignet sich gleichermaßen für jedes Unternehmen und für jeden Zweck.
Zum Beispiel benötigen Lohn-Verantwortliche, die bisher nur wenige (oder gar keine) Abrechnungen selbst durchgeführt haben Lohnprogramme, die eine einfache Bedienung ermöglichen.
Fortgeschrittene Nutzer und Lohnprofis sind dagegen auf Systeme angewiesen, die auch komplexe Fälle zuverlässig und fehlerfrei abrechnen.
Hinzu kommen branchenspezifische Anforderungen. In der Baubranche spielen beispielsweise Sofortmeldungen und branchenabhängige Mindestlöhne eine wichtige Rolle. In der Pflegebranche müssen dagegen häufig Tariflöhne und Fahrtkosten berücksichtigt werden.
In diesem Kapitel zeigen wir daher, welche Lösungen sich für welche Anforderungen besonders eignen:
Kleinbetriebe bzw. kleine Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern benötigen Lohnprogramme, die einfach zu bedienen, zuverlässig und preiswert sind.
Mit einem durchschnittlichen Preis von rund 4 € pro Mitarbeiter zählt Sage Payroll mit seinem Tarif Essentials zu den kostengünstigsten Lohnprogrammen am Markt. Gleichzeitig ist es einsteigerfreundlich und erfordert kein umfassendes Fachwissen.
Noch einfacher, aber etwas teuerer, ist Lexware Office mit seiner Lohn- und Gehaltslösung. Zwar kosten 2 Mitarbeiter bereits 20,80 € pro Monat (jeder weitere im Schnitt nur ca. 4 €), dafür profitieren kleine Betriebe von umfangreichen Buchhaltungsfunktionen und einem besonders leichten Einstieg.
Damit ist Lexware Office optimal für alle kleinen Unternehmen, die ihre Buchhaltung und ihre Abrechnungsprozesse in einem Tool verwalten möchten.
Eine weitere Empfehlung für Kleinbetriebe ist cleverlohn, sofern nur wenige Mitarbeiter abgerechnet werden müssen. In der unkomplizierten Web-Anwendung können Arbeitgeber Personaldaten verwalten, Urlaube angeben sowie eventuelle Prämien und Sonderzahlungen. Am Ende des Abrechnungszeitraums wird die Entgeltabrechnung von den cleverlohn-Experten erledigt.
Dadurch vermeiden Arbeitgeber zwar Fehler in der Abrechnung. Allerdings kostet der Service je abzurechnender Mitarbeiter bereits 13 € pro Monat. Dadurch steigen die Kosten bei 5 Mitarbeitern auf 65 € pro Monat. Weitere Gebühren für die Software entstehen dafür nicht.
#2 Abrechnungsprogramme für Steuerberater und Lohnprofis
Für Steuerberater, erfahrene Lohnbuchhalter und Unternehmen mit komplexeren Anforderungen eignen sich vor allem Agenda Personalabrechnung, Quick-Lohn und Dataline Lohnabzug.
Alle 3 Kandidaten sind mandantenfähig, wodurch Steuerberater ihre Kunden mit einem Tool abrechnen können.
Außerdem bringen sie ein breites Funktionsangebot mit. Insbesondere Agenda und Quick-Lohn ermöglichen zusätzlich die Abrechnung von besonderen Abrechnungsfällen wie Baulohn.
Die folgende Tabelle zeigt, wie viel welche Software kostet, absteigend nach Note sortiert.
Lohnprogramm
Test-Note
Durchschnittlicher Einstiegspreis pro Monat
Dataline Lohnabzug
2,0
8,25 €
Agenda Personalabrechnung
3,0
50 €
Quick-Lohn (ohne Baulohn)
3,8
18 €
#3 Lohnabrechnungsprogramme für Bauunternehmen und Pflege
Für Unternehmen mit branchenspezifischen Anforderungen kommen vor allem Agenda Personalabrechnung und Quick-Lohn infrage.
Agenda: Die Lohnabrechnungssoftware Agenda unterstützt neben Standard-Abrechnungen auch die Berechnung von Bau-, Pflege- und Tariflöhnen. Gerade für Unternehmen mit komplexeren Abrechnungsanforderungen oder für Kanzleien, die unterschiedliche Sonderfälle abbilden müssen, bietet Agenda die nötige Flexibilität.
Quick-Lohn: Das Lohnprogramm von Quick-Lohn ermöglicht ebenfalls die Abrechnung von Baulohn und deckt alle nötigen Standard-Anforderungen, Meldungen und Entgeltarten ab. Dank der Mandantenfähigkeit eignet sich das Tool ebenfalls für Kanzleien und Lohndienstleister.
| Die richtige Lohnsoftware auswählen
Die passende Lohnsoftware ist selten die mit den meisten Funktionen, der einfachsten Bedienung oder dem niedrigsten Preis.
Eine Software für die Entgeltabrechnung muss allem voran zum Unternehmen, internen Prozessen und vorhandenem Know-how beim Thema Lohnabrechnung passen.
In diesem Kapitel zeigen wir, wie Lohn-Verantwortliche das passende Entgeltprogramm für ihren Betrieb finden.
Für die Auswahl der passenden Software empfehlen wir ein Vorgehen in 4 Schritten:
Im ersten Schritt sollten Unternehmen klären, an welchen Stellen die neue Lohnsoftware den größten Mehrwert schaffen soll.
Dabei helfen unter anderem diese Fragen:
Wie viele Mitarbeiter müssen monatlich abgerechnet werden?
Wie komplex ist die Entgeltabrechnung im Unternehmen?
Sollen nur Standardfälle abgebildet werden oder auch Besonderheiten wie Zuschläge, Prämien, Minijobs, Sofortmeldungen oder Mandanten?
Wird eine Schnittstelle zu Zeiterfassung, HR-System oder Finanzbuchhaltung benötigt oder soll die Lohnsoftware diese Funktionen abdecken?
Wie viel Know-how zur Lohnabrechnung ist intern vorhanden?
Überlegen Sie gezielt, welche Anforderungen die Software erfüllen muss und welche Funktionen im Alltag wirklich benötigt werden.
#2 Anbieter auswählen
Stehen die Anforderungen fest, geht es an die gezielte Auswahl geeigneter Anbieter. In die engere Auswahl kommen nur Lösungen, die zu den fachlichen, organisatorischen und technischen Kriterien passen.
Soll das Lohnprogramm zum Beispiel keine HR-Funktionen abdecken, sondern nur die Entgeltabrechnung, fallen zahlreiche Personalmanagement-Lösungen aus dem Pool der möglichen Anbieter.
#3 Praxistests durchführen
Um herauszufinden, welche Lohnsoftware wirklich zum Unternehmen passt, müssen Lohn-Verantwortliche zwingend Praxistests durchführen. So zeigt sich schnell, ob die Software die gewünschten Anforderungen im Arbeitsalltag tatsächlich erfüllt.
Sinnvoll ist es, typische Abrechnungsfälle aus dem Unternehmen im Test nachzustellen. Beispielsweise für Vollzeit-Kräfte, Minijobber oder Werkstudenten mit flexiblem Stundenkontingent.
Auch die Mitarbeitenden, die später mit der Software arbeiten, sollten einbezogen werden. Auf diese Weise lässt sich gut einschätzen, ob Bedienung, Prozesse und Funktionsumfang wirklich passen.
#4 Finale Fragen klären und Auswahl treffen
Nach den Praxistests lässt sich die Auswahl meist auf wenige passende Lösungen eingrenzen. Vor der finalen Entscheidung sollten noch einige zentrale Fragen geklärt werden:
Wie gut und wie schnell ist der Support erreichbar?
Wie aufwendig sind Einführung, Schulung und Datenmigration?
Lassen sich bestehende Stammdaten in das neue System übernehmen?
Sind Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen flexibel?
Passt die Software auch langfristig zur Entwicklung des Unternehmens?
Erst wenn diese Punkte beantwortet sind, sollte die endgültige Auswahl getroffen werden.
| Unser Fazit
Sage Payroll ist mit der Note 1,1 Testsieger des Lohnsoftware-Vergleichs 2026.
Das Lohnprogramm bietet eine einfache Bedienung, erstellt korrekte Entgeltabrechnungen und punktet mit einem vollständig automatisierbaren Abrechnungsprozess.
Hinzu kommen wichtige Grundfunktionen für die Personalverwaltung:
Digitale Personalakte
Arbeitszeiterfassung
Urlaubs- und Abwesenheitsverwaltung
Schichtplanung
Mit einem Einstiegspreis von 20 € pro Monat (rund 4 € pro Nutzer) bietet Sage Payroll zudem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich.
Wer eine einfach zu bedienende Lösung für die Entgeltabrechnung sucht, kann Sage Payroll 30 Tage kostenlos testen.
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Diana ist gelernte Hauswirtschafterin und Verkäuferin und gründete nach ihrem BWL-Studium ein eigenes Unternehmen. Während dieser Zeit machte sie viele Gründungsfehler. Als Redakteurin und System-Testerin bei Für-Gründer.de bewahrt sie Selbstständige vor teuren Fehlern.