Die eigene Kita eröffnen: digital von Anfang an
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Kita gründen: Das müssen Sie vor der Eröffnung Ihres Kindergartens wissen

Der Bedarf an Kita-Plätzen ist hoch, daher ist es eine interessante Geschäftsidee, einen Kindergarten zu eröffnen. Die Idee müssen zusammen mit einem pädagogischen Konzept konkretisieren. Eine Kita zu gründen ist ein Kraftakt: Sie benötigen eine Betriebserlaubnis und müssen Auflagen erfüllen, um öffentliche Fördergelder und Zuschüsse pro Kind zu erhalten, die einen großen Teil der Einnahmen einer Kita ausmachen.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie aus Ihrer Idee ein Konzept erstellen und was Sie brauchen, um eine Betriebserlaubnis zu erhalten. Unsere Tools für den Businessplan und den Finanzplan sowie eine kostenfreie Checkliste helfen Ihnen, wenn Sie Ihre Kita gründen.

Planungshilfen für die Gründung Ihrer Kita

Geschäftsmodell

Entwickeln Sie ein schlüssiges Konzept für Ihre Kita mit dem Geschäftsmodell-Check.

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Businessplan

Einfach den Businessplan schreiben - Gliederung, Leitfragen und Beispiel inklusive.

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Finanzplan

Der digitale Finanzplan führt Sie Schritt für Schritt durch alle wichtigen Bereiche.

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Rechtsformtest

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Formalitäten

Unser Gründungscockpit zeigt Ihnen u.a. wann Sie zu welchem Amt oder welcher Behörde müssen.

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Checkliste

Die Checkliste hilft Ihnen dabei, alle wichtigen Punkte auf dem Weg zur Gründung zu beachten.

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Eigene Kita gründen und sich erfolgreich selbstständig machen

Einen eigenen Kindergarten oder eine Kinderkrippe eröffnen, lohnt sich das? Zur Beantwortung dieser Frage sind neben dem Blick auf Ihre eigenen Finanzen und mögliche Fördergelder die aktuellen Zahlen zum Betreuungsangebot und dessen Nachfrage interessant:

Bedarf an Kindertagesplätzen steigt: Die Zahl der in Tageseinrichtungen betreuten Kinder zwischen drei und sechs Jahren wuchs laut Infos des Statistischen Bundesamtes von rund 1,94 Mio. im Jahr 2006 auf rund 2,05 Mio. im Jahr 2018 an. Bei den unter Dreijährigen war der Anstieg von rund 250.000 in 2006 auf 670.000 in 2018 noch deutlicher. Dennoch kennen viele Eltern das Problem: In vielen Bundesländern sind Betreuungsplätze in den örtlichen Kindergärten oder Kindertagesstätten (Kitas) rar. Um sich rechtzeitig einen Krippenplatz für den Nachwuchs zu sichern, melden Eltern diesen oftmals schon in der Schwangerschaft an. Angst, dass die Betreuungsplätze in Ihrer Kita unbesetzt bleiben, müssen Sie in naher Zukunft also eher nicht haben. Vielmehr sind die Bedingungen gut, wenn Sie eine Kita eröffnen wollen.

Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz und Ausbau der Betreuungsangebote: Die Nachfrage nach Kita-Plätzen übersteigt fast überall das Angebot, obwohl in Deutschland ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz besteht. Galt dieser lange nur für Ü3 (also über Dreijährige), gilt er seit Sommer 2013 auch für Kinder zwischen einem und drei Jahren, unter gewissen Voraussetzungen auch für Kleinkinder unter einem Jahr. Dieser Kindergarten-Rechtsanspruch treibt den Ausbau der Kinderbetreuungsangebote voran. Die Jugendämter greifen dabei gerne neben den bekannten Jugendhilfeträgern auch auf private Kitas, Kindergärten sowie Tagespflege oder Großtagespflege-Angebote von Tagesmüttern und Tagesvätern zurück. Je nach Bundesland erhalten Gründer für die Schaffung neuer Betreuungsplätze unterschiedliche Zuschüsse und Förderungen. Schon allein diese Tatsache macht die Gründung einer Kita für viele interessant.

Der Traum von der eigenen Kita

Erziehung, Bildung und Kinderbetreuung sind für Sie mehr als leere Schlagworte? Sie lieben Kinder und beschäftigen sich gerne den ganzen Tag mit ihnen? Sie haben Geduld und bleiben gelassen, auch wenn der Geräuschpegel durch eine Schar spielender und tobender Kinder hin und wieder an ihren Nerven zerrt? Sie fühlen sich gewachsen, Kindern Werte zu vermitteln, Streit zu schlichten und Vorschulkinder auf die Schule vorzubereiten? Auch der Umgang mit Kleinkindern macht Ihnen Freude? Sie können sich sogar vorstellen, mit unter Dreijährigen zu arbeiten, Füttern und Windeln wechseln inklusive? Dann besitzen Sie schon mal wichtige Voraussetzung für Ihre Existenzgründung mit einer Kita.

Darüber hinaus brauchen Sie fachliche Erfahrungen in der Pädagogik. Haben Sie diese nicht, müssen Sie entsprechend qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen. Interessant ist die Gründung eines eigenen Kindergartens daher auch für Erzieher und Pädagogen, die sich selbstständig machen möchten. Ihr pädagogisches Konzept und die Räumlichkeiten sind zentrale Elemente Ihrer künftigen Kita. Diese müssen Sie im Businessplan ausführlich beschreiben. Wir helfen Ihnen dabei und zeigen Ihnen, welche Rahmenbedingungen Sie beachten müssen, wenn Sie eine eigene Kita gründen wollen. 

Inhalt

  1. Sind Sie ein Unternehmertyp? Analysieren Sie Ihre Stärken und Schwächen
  2. Voraussetzungen und Genehmigungen für Ihre Kita
  3. So entwickeln Sie ein erfolgreiches Geschäftsmodell für Ihr Betreuungsangebot
  4. Businessplan und Finanzplan: Die Detailplanung für Ihre Kita
  5. Die Gründung Ihrer Kita– praktisch und formal
  6. Fazit – Kita gründen: Erfolgreich in die Selbstständigkeit

1. Sind Sie ein Unternehmertyp? Analysieren Sie Ihre Stärken und Schwächen

Kennen Sie eigentlich Ihre eigenen Stärken und Schwächen? Bevor Sie mit den Planungen Ihres Kindergartens starten, loten Sie Potenziale und Risiken aus. So können Sie schon vor der Eröffnung der Kita Schwerpunkte setzen und erfolgskritische Aspekte im Auge behalten.

Mit unserem kostenlosen Gründer-Test erfahren Sie, wie gut Ihre Voraussetzungen für eine erfolgreiche Existenzgründung sind. Anhand von 30 Fragen analysiert der Gründer-Test Ihre Stärken und Schwächen und zeigt Ihnen ausführlich Chancen und Risiken auf:

Persönlichkeit: Sie haben Einfühlungsvermögen, Geduld und starke Nerven? Sie sind Durchsetzungsstark, belastbar und gleichermaßen Teamplayer wie Führungspersönlichkeit? Dann haben Sie bereits einige wichtige Eigenschaften für die Leitung Ihrer Kita. Weitere grundlegende Unternehmereigenschaften wie Einsatzwille, Leistungsbereitschaft, Selbstvertrauen sowie die Fähigkeit zur Selbstmotivation und der souveräne Umgang mit Stress und Rückschlägen helfen Ihnen, wenn Sie Ihre Kita eröffnen und langfristig erfolgreich führen möchten.

Motivation: Bevor Sie Ihre Festanstellung kündigen und eine Kita eröffnen, fragen Sie sich selbst nach Ihren Beweggründen für die Selbstständigkeit.

  • Arbeiten Sie bereits als Erzieher/Erzieherin oder Pädagoge/Pädagogin? 
  • Wollen Sie in Ihrer eigenen Kita ein bestimmtes pädagogisches Konzept verwirklichen?
  • Hoffen Sie durch die Selbstständigkeit auf ein höheres Einkommen?
  • Suchen Sie als Elternteil einen Betreuungsplatz für Ihr Kind?
  • Wünschen Sie sich als Eltern für Ihr Kind ein spezielles pädagogisches Konzept, das Ihnen die Kindergärten vor Ort nicht bieten?
  • Wollten Sie einfach schon immer gern „etwas mit Kindern“ machen?
  • Ist die Existenzgründung ein Ausweg aus der Arbeitslosigkeit

Machen Sie sich auch finanzielle, persönliche und zeitliche Einschnitte bewusst, die die Selbstständigkeit vom allem zu Beginn bedeuten kann:

  • Haben Sie genügend Eigenkapital, um einen Teil Ihrer Kita zu finanzieren oder kalkulieren Sie ausschließlich mit Fördergeldern und Zuschüssen?
  • Sind Sie bereit überdurchschnittlich viel Zeit und Arbeit in Ihre Kita zu investieren und sich nicht nur um die Kinderbetreuung, sondern auch um Verwaltung, Mitarbeiterführung und Buchhaltung zu kümmern?
  • Unterstützen Ihr Partner und/oder Ihre Familie Ihren Schritt in die Selbstständigkeit?

Qualifikation: Haben Sie Erfahrungen im Bereich Pädagogik, beispielsweise als ausgebildeter Erzieher oder Pädagoge? Falls Sie über keine fachlichen Kenntnisse verfügen, müssen Sie entsprechend qualifiziertes Personal einstellen. Um die Betriebserlaubnis zur Eröffnung Ihrer Kita zu erhalten, müssen Sie dem Jugendamt namentlich nachweisen, dass Sie Fachkräfte mit einer anerkannten pädagogischen oder therapeutischen Ausbildung beschäftigen werden. In Frage kommen hier Erzieher, Heilpädagogen, Familienpfleger und Kinderpfleger. Die Anzahl der einzustellenden Mitarbeiter hängt von der Anzahl und dem Alter der Kinder ab, die Sie in Ihrer Kita oder Ihrer Kinderkrippe betreuen wollen. Der genaue Betreuungsschlüssel variiert in den einzelnen Bundesländern. Informieren Sie sich daher rechtzeitig bei Ihrem zuständigen Jugendamt, bevor Sie den Kindergarten eröffnen.

2. Voraussetzungen und Genehmigungen für Ihre Kita

Bevor Sie Ihren Kindergarten oder Ihre Kinderkrippe eröffnen dürfen, müssen Sie gem. §45 des Sozialgesetzbuches (SGB) VIII bei Ihrem zuständigen Jugendamt eine Betriebserlaubnis beantragen. Diese stellt u.a. sicher, dass die Kinder durch qualifizierte Fachkräfte betreut werden. Um die Betriebserlaubnis zu beantragen, müssen Sie ein detailliertes Betreuungskonzept entwickeln. Berücksichtigen Sie dabei folgende Punkte: 

  • Pädagogische Ziele und Grundlagen
  • Aufbau und die Struktur der Kita
  • Fachliche Betreuer
  • Größe der Gruppen
  • Altersgruppen der zu betreuenden Kinder
  • Inklusionsplätze
  • Strukturierung des Tagesablaufs
  • Lernangebote
  • Öffnungszeiten (Betreuungszeiten, Urlaubszeiten)
  • Mitspracherecht der Eltern

Auf wesentliche Punkte des Konzepts gehen wir gleich bei der Entwicklung des Geschäftsmodells noch näher ein. Außerdem brauchen Sie zur Beantragung der Betriebserlaubnis die Bau- und Lagepläne Ihrer Kita-Räumlichkeiten und einen detaillierten Finanzplan. Die genauen Bedingungen, die für die Erteilung der Betriebserlaubnis erfüllt sein müssen, sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Informieren Sie sich frühzeitig bei Ihrem zuständigen Jugendamt. Das jeweilige Landes-Kita-Gesetz regelt auch die Bezuschussung privater Kindergärten.

3. So entwickeln Sie ein erfolgreiches Geschäftsmodell für Ihr Betreuungsangebot

Als nächstes brauchen Sie nun ein stimmiges Geschäftsmodell. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur Ihr pädagogisches Konzept, sondern folgende Punkte im Rahmen des Geschäftsmodell-Checks:

#1 Gründer

Welche Qualifikationen, Erfahrungen, Kenntnisse und Kompetenzen bringen Sie als Gründer mit, um einen Kindergarten zu eröffnen? Wo liegen Ihre persönlichen Stärken und Schwächen?

#2 Geschäftsidee

Wenn Sie eine Kita oder einen Kindergarten gründen wollen, haben Sie bestimmt auch schon ein pädagogisches Konzept im Kopf, das Sie verwirklichen wollen. Vielleicht schwebt Ihnen ein Waldkindergarten vor, in dem die Kinder naturverbunden aufwachsen und die meiste Zeit draußen verbringen. Vielleicht faszinieren Sie Konzepte nach skandinavischem Vorbild oder aber die hierzulande bewährten pädagogischen Ansätze von Maria Montessori oder Friedrich Fröbel? Integrativer Kindergarten, bilinguale Kita, Waldorf-Kindergarten, Freinet-, Reggio- und Kneipp-Pädagogik sowie Systemische Pädagogik sind weitere Ansätze, an deren Methodik Sie Ihre Kita ausrichten können. Sollen U3-Betreuung oder Inklusion Schwerpunkte für Ihren Kindergarten werden?

Machen Sie sich bewusst, was Ihnen bei der Kinder-Pädagogik wichtig ist, wie Sie den Tagesablauf der Kinder strukturieren und die Ernährung organisieren wollen. Überlegen Sie sich auch, wie Sie Ihre Kita kindgerecht einrichten und ausstatten und welche Betreuungszeiten Sie den Eltern anbieten wollen. Auch über den Namen sollte Sie sich an dieser Stelle bereits Gedanken machen, wenn Sie eine Kita eröffnen wollen. Er sollte zum Konzept der Kita passen, leicht zu merken sein und ein wohliges, heimeliges Gefühl vermitteln.

#3 Zielgruppen

Klar, wenn Sie eine Kita gründen, möchten Sie Kinder betreuen. Doch welche genau? Kinder ab drei Jahren bis zum Vorschulalter oder auch unter Dreijährige, vielleicht sogar Säuglinge? Und: Welche Eltern möchten Sie als Zielgruppe gewinnen? Alle, die dringend einen Betreuungsplatz für Ihr Kind brauchen, oder solche, denen die Erziehung ihres Kindes nach einem bestimmten pädagogischen Konzept am Herzen liegt? Definieren Sie Ihre Zielgruppe möglichst genau.

TIPP

Mit unserem Tool zur Standortanalyse finden Sie den passenden Standort, um die Zielgruppe für Ihre Kita zu erreichen.

Tool zur Standortanalyse

#4 Markt & Wettbewerb

Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist groß. Informieren Sie sich dennoch bei Ihrem Jugendamt, wie der Ausbau der Kita-Plätze aktuell in Ihrer Stadt aussieht. Analysieren Sie, ob es vor Ort einen Markt für Ihr spezielles Konzept gibt und welche pädagogischen Ansätze andere Kindergärten in der Nachbarschaft vertreten. Dabei hilft Ihnen unser Tool für die Konkurrenzanalyse.

#5 Preis & Strategie

Bei der Preiskalkulation gibt es für eine Kita eine Besonderheit. Zu den Elternbeiträgen erhalten Sie pro Kind auch einen öffentlichen Zuschuss. Elternbeiträge und Zuschüsse müssen in Summe sämtliche laufenden Kosten und Ihren Unternehmerlohn decken. Im ersten Schritt analysieren Sie dabei Ihre Ausgaben: Gründungskosten, Anschaffungskosten für Einrichtung, Spielgeräte und Spielzeug müssen Sie bei der Finanzplanung ebenso berücksichtigen wie die zu erwartenden laufenden Kosten des späteren Kindergartenbetriebs. Was die Zuschüsse pro Kind angeht, so müssen Sie sich gründlich über die an Ihrem Standort gültigen Regelungen informieren, wenn Sie eine Kita eröffnen.

#6 Marketing & Vertrieb

Werbung brauchen Sie nicht, da die Nachfrage nach Kita-Plätzen größer ist als das Angebot? Das stimmt nur zum Teil, denn schließlich müssen die Eltern erst einmal erfahren, dass es Ihre Kita bzw. Ihre Kinderkrippe gibt. Außerdem werden die Eltern sich über Sie, Ihr Team und Ihr Konzept erkundigen wollen, bevor sie Ihnen ihr Kind anvertrauen. Machen Sie sich hier schon mal Gedanken, welche Marketingkanäle Sie dazu nutzen wollen. Erstes Marketing können Sie auch schon machen, bevor Sie die Kita eröffnen.

TIPP

Auch online sollte Ihre Kita einen guten Eindruck machen. Als Partner unterstützt Sie die Telekom bei Ihrer Website.

Professionelle Website

#7 Einnahmen

Die Einnahmen Ihrer Kita setzen sich aus Elternbeiträgen, kommunalen Fördermitteln, Landeszuschüssen und sonstigen Einnahmen wie Spenden und Sponsoring zusammen. Listen Sie zudem zusätzliche Einnahmequellen wie beispielsweise Essensgeld mit auf. Ermitteln Sie aus diesen Quellen die Einnahmen pro Kind und machen Sie qualifizierte Schätzungen zum Grad der Auslastung Ihrer Kita, um die Gesamteinnahmen abzuschätzen.

#8 Laufende Betriebskosten - operative Kosten

Bedenken Sie in der Konzeption, welche laufenden Kosten eine Kita verursacht. In der Praxis sind in der Kinderbetreuung folgende operative Kosten relevant:

  • Personalkosten (Löhne und Gehälter von Betreuern und Erziehern)
  • Wareneinsatz für Spielsachen und Verpflegung der Kinder
  • Mieten, Pachten, Leasing
  • Energiekosten
  • sonstige Betriebs- und Verwaltungskosten sowie die Finanzierungskosten

Sämtliche operativen Kosten müssen durch die Umsätze aus Elternbeiträgen, öffentlichen Zuschüssen und sonstigen Einnahmen gedeckt werden.

#9 Ressourcen

Was wird Sie die Eröffnung Ihrer Kita kosten? Wie viel Eigenkapital haben Sie, wie viel Fremdkapital müssen Sie aufnehmen? Eine solide Finanzierung ist entscheidend, um die hohen baulichen Auflagen einer Kita zu erfüllen. Eine weitere wichtige Ressource sind Ihre Mitarbeiter, wenn Sie eine Kita eröffnen. Wie händeringend Betreuer aktuell gesucht werden, wissen Sie sicher selbst am besten. Schenken Sie der Auswahl und Bindung qualifizierter Fachkräfte daher höchste Priorität.

Gründertest und Geschäftsmodell, wenn Sie eine Kita eröffnen wollen

Gruendertest

Gründer-Test machen

Wer noch ganz am Anfang der Existenzgründung steht, sollte zunächst die eigenen Stärken und Schwächen kennen. Dabei hilft der Gründer-Test.

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Geschäftsmodell entwickeln

Ist meine Idee auch wirklich gut und habe ich an alles gedacht? Prüfen Sie Ihr Geschäftsmodell anhand der kritischen Faktoren ganz einfach online.

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4. Der Business- und Finanzplan: Die Detailplanung für Ihre Kita

Ihr Geschäftsmodell steht. Darin haben Sie bereits wichtige Aspekte für die Beantragung der Betriebserlaubnis Ihrer Kita erarbeitet. Nun geht es darum, Ihr Konzept detailliert in einem tragfähigen Business- und Finanzplan auszuarbeiten. Businessplan und Finanzplan sind Ihre zentralen Planungsinstrumente, mit denen Sie die Realisierung Ihres Konzepts einer ersten kritischen Prüfung unterziehen und Kreditgeber und Investoren von Ihrem Vorhaben überzeugen müssen. Wenn Sie eine Kita gründen, brauchen Sie den Finanzplan zudem zur Beantragung der Betriebserlaubnis.

Mit unserer kostenfreien Businessplansoftware gelingt Ihnen die Planung ganz einfach. Das Tool führt Sie Schritt für Schritt durch alle Kapitel und unterstützt Sie mit Leitfragen zum Inhalt. Nachfolgend stellen wir Ihnen weitere zentrale Inhalte des Businessplans vor.

#1 Rechtsform

Wissen Sie schon, in welcher Rechtsform Sie Ihre Kita gründen wollen? Gründen Sie Ihre Kita als Elterninitiative, macht es Sinn, als Rechtsform den eingetragenen Verein (e. V.) zu wählen. Die Vorteile:

  • Für die Gründung eines eingetragenen Vereins ist kein Eigenkapital erforderlich.
  • Wird der Verein als gemeinnützig anerkannt, bringt das Ihrer Kita Steuervorteile.
  • Der Verein haftet als juristische Person, d.h. Sie und die anderen Eltern haften nicht mit Ihrem Privatvermögen. 

Ist keine Elterninitiative an der Gründung der Kita beteiligt, kommt auch jede andere Rechtsform in Betracht. Bei der Entscheidung sind immer Ihr Startkapital sowie haftungs- und steuerrechtliche Aspekte ausschlaggebend. Bei uns finden Sie einen Überblick über die gängigen Rechtsformen Ihre Kita.

Rechtsform Gründungspaket

Egal ob als Einzelunternehmer, GbR, UG oder GmbH. Für Ihre Kita bieten die Gründungspakete Unterstützung bei wichtigen formalen Fragen.

Gründungspaket wählen
Checkliste Gründung GmbH

Rechtsformtest

Sie sind noch unsicher bei der Wahl der passenden Rechtsform für Ihre neue Kita? Dann nutzen Sie unseren kostenfreien Rechtsformtest.

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#2 Standort: Finden Sie die ideale Lage für Ihre Kita

Haben Sie bereits einen bestimmten Standort ins Auge gefasst, dann teilen Sie diesen dem Jugendamt mit. Die Mitarbeiter ermitteln den dortigen Bedarf an Betreuungsplätzen. Besteht entsprechender Bedarf, wird Ihre Kita in den Kita-Bedarfsplan aufgenommen. Diffiziler als die Standortsuche ist die Auswahl einer geeigneten Immobilie für Ihre Einrichtung. Je nach Bundesland können die Kommunen die Anforderung an die Räumlichkeiten von Kitas individuell festlegen. Ansprechpartner hierzu finden Sie in den Bauaufsichts-, Jugend- und Gesundheitsämtern. 

Generell gilt: Wenn Sie eine Kindertagesstätte gründen wollen, müssen Sie Räumlichkeiten finden, in denen Sie Gruppenräume, Schlafmöglichkeiten, ausreichend Wasch- und Toilettenräume sowie Küche, Mitarbeiter- und Abstellraum einrichten können. So sieht es das Kita-Gesetz vor. Dass die Räume hell, warm, sauber, trocken und belüftbar sein und den Sicherheitsvorschriften sowie den Brandschutzvorschriften entsprechen sollten, versteht sich fast von selbst, ist aber auch gesetzlich vorgeschrieben, wenn Sie einen Kindergarten eröffnen wollen. Denken Sie an die Sicherung von Treppen und Steckdosen und gestalten Sie Ihre Gruppenräume so, dass die Kinder darin gefahrlos spielen können.

Eine Immobilie mit Garten oder Hof, in dem die Kinder spielen und toben können, ist sicher auch Ihr Traum. Es geht im Zweifel aber auch ohne: Verfügt Ihre Kita über keine eigenen Außenanlagen, muss sich allerdings zumindest ein Park oder Spielplatz in unmittelbarer Nähe befinden.

TIPP

Den richtigen Standort für Ihre Kita finden? Unser Tool zur Standortanalyse hilft Ihnen dabei.

Standortanalyse-Tool

#3 Personalgewinnung: Finden Sie qualifizierte Mitarbeiter

Abhängig von der Anzahl der zu betreuenden Kinder und dem jeweils gültigen Verteilungsschlüssel müssen Sie eine entsprechende Anzahl qualifizierter Betreuer einsetzen. Diese müssen eine fachspezifische Ausbildung oder ein Studium beispielsweise als Erzieher, Pädagoge, Heilpädagogen oder Kinderpfleger absolviert haben. Neben Anzeigen in örtlichen Printmedien sowie den bekannten Job-Portalen und speziellen Stellenbörsen für Erzieher bieten sich auch Aufrufe in den sozialen Medien an, um auf Ihre Stellenausschreibungen aufmerksam zu machen. 

#4 Finanzplan: Behalten Sie den Überblick über Ihren Kapitalbedarf

Auch wenn Ihre Kita von Land und Gemeinde gefördert wird, müssen Sie Ihre Ausgaben im Blick behalten. Wie viel Eigen- und Fremdkapital Sie für die Gründung Ihres Kindergartens oder Kinderkrippe brauchen, hängt im Wesentlichen von der Größe Ihrer Einrichtung samt kindgerechter Planung Ihrer Außenbereiche ab. Kalkulieren Sie folgende Posten für die Eröffnung und den späteren Betrieb Ihrer Kita ein:

KostenartDetails
Gründungskosten / StartkostenGründungsberatung durch spezielle Kita-Berater, Businessplan- und Finanzierungsberatung, Standortanalyse
Logo, Webseite und Corporate Design, Gestaltung Geschäftsausstattung
Markenanmeldung
Gewerbeanmeldung, ggf. Gesellschaftsvertrag, Handelsregistereintrag, Notargebühren
Makler- und Abstandszahlungen
Werbemaßnahmen zur Eröffnung (Anzeigen, Flyer)
InvestitionenUmbau und Renovierung der Räumlichkeiten sowie das Honorar eines auf Kitas spezialisierten Architekten aufgrund der Auflagen durch die Behörden
Einrichtung (u.a. kindgerechte Möbel, Regale, Schränke, Waschbecken, Toiletten), Ausstattung (z. B. Spielzeug, Lernmaterialien, Bilderbücher, Spielgeräte fürs Außengelände, Handtücher, Küchenutensilien)
Grundbestand Getränke und Lebensmittel (z. B. Wasser, Milch, Babynahrung) sowie Hilfsmittel und andere Verbrauchsmaterialien (z. B. Windeln, Toilettenpapier, Stifte, Papier, Bastelmaterial)
Später Reparatur und Ersatz von Einrichtung und Geräten
Laufende KostenMiete bzw. Pacht der Räumlichkeiten
Versicherungen (u.a. Betriebshaftpflicht, Berufsunfähigkeits- und Krankenversicherung)
Beiträge (z. B. Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Berufsverband für Kindertagespflege e. V.)
Gebühren (z. B. Müllentsorgung)
Strom, Wasser, Heizung, Telefon und Internet
Lohnkosten und Sozialabgaben für Ihre Angestellten
Getränke und Lebensmittel (z. B. Wasser, Milch, Babynahrung) sowie Hilfsmittel und andere Verbrauchsmaterialien (z. B. Windeln, Toilettenpapier, Stifte, Papier, Bastelmaterial)
Werbung
Beratung (z.B. Steuerberater)
sonst. operative Kosten (z.B. Telefon und Internet)
Weiterbildungen (für Sie selbst und für Ihr Team an Betreuern und Erziehern)

#5 Finanzierung sichern

Die Möglichkeit, Fördergelder von Land und Kommune zu erhalten, macht die Gründung einer Kita für viele besonders interessant. Grundvoraussetzungen für die Förderung sind die Aufnahme Ihrer Einrichtung in den Kita-Bedarfsplan und die Erteilung der Betriebserlaubnis. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrem Jugendamt vor Ort, da die Bedingungen dazu in den jeweiligen Städten und Gemeinden sehr unterschiedlich sind. Darüber hinaus sollten Sie sich über generelle Fördermöglichkeiten für Existenzgründer und die Förderkredite der KfW informieren, bevor Sie Kredite aufnehmen oder private Investoren suchen.

Businessplan schreiben

Der Businessplan ist Ihr Plan fürs Business. Und mit unserer Lösung können Sie einfach und schnell loslegen - Gliederung, Leitfragen und Beispiel inklusive.

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Professioneller Finanzplan

Bisher wurden Finanzpläne meist mühsam mit Excel erstellt. Der digitale Finanzplan führt Sie hingegen Schritt für Schritt durch alle Bereiche.

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#6 Werbung: Machen Sie Ihre neue Kita bekannt

Die Nachfrage nach Kita-Plätzen übersteigt in vielen Bundesländern das Angebot und Ihre Kita wird nach Erhalt der Betriebserlaubnis in die Betreuungslisten oder Kita-Planer der Jugendämter aufgenommen. Diese Tatsachen werden Ihr nötiges Werbebudget in der Regel überschaubar halten. Nichtsdestotrotz müssen Sie Ihre potenziellen Kunden auch auf anderem Wege darüber informieren, dass es Ihren Kinderarten überhaupt gibt und was diesen vielleicht von anderen Kindergärten unterscheidet. Eine professionelle, ansprechende Website, auf der Sie die Eltern über Ihre Betreuungs-Philosophie, Ihr Team und Ihr pädagogisches Konzept informieren, ist daher ein absolutes Muss. Beginnen Sie mit der Werbung schon, bevor Sie Ihre Kita eröffnen. Sie können beispielsweise in sozialen Netzwerken den Status Ihrer Bauarbeiten dokumentieren oder Pressemeldungen an die lokalen Zeitungen schicken. Eine aussagestarke Google My Business Seite ist ein weiteres Element Ihrer lokalen Marketingstrategie.

So stellen Sie sicher, möglichst voll belegt in Ihr erstes Kindergartenjahr zu starten.

5. Die Gründung Ihrer Kita – praktisch und formal

Nun geht es an die praktischen Schritte Ihrer Gründung, die noch vor der Eröffnung Ihrer Kita zu beachten sind. Dabei steht einiges an Papierkram an: Formalitäten wie Gewerbeanmeldung, die Eröffnung eines Geschäftskontos und der Abschluss wichtiger Versicherungen müssen noch erledigt werden. Damit Sie nichts vergessen, haben wir alle wichtigen Schritte und Behördengänge in einer übersichtlichen Checkliste für Sie zusammengefasst:

Bürokratie - kein Problem

Welche Gründungsschritte sind konkret nötig? Welche Ämter spielen eine Rolle? Wo muss ich mich anmelden? Das Gründungscockpit hilft weiter.

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Checkliste Kita eröffnen

Sie wollen eine Kita eröffnen? Unsere Checkliste führt Sie durch die praktischen Gründungsschritte. Sie können diese einfach herunterladen.

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Fazit – Kita gründen: Erfolgreich in die Selbstständigkeit

Wer eine Kita gründen und öffentlich geförderte Betreuungsplätze anbieten will, braucht in erster Linie zwei Dinge: eine Betriebserlaubnis und fachliche Qualifikationen bzw. entsprechend ausgebildete Mitarbeiter, die die Kinder betreuen. Als Grundlage dient Ihr pädagogisches Konzept, das Sie zu einem tragfähigen Geschäftsmodell ausarbeiten. Ein hieb- und stichfester Businessplan sowie ein belastbarer Finanzplan sind entscheidend. Denn damit behalten Sie einen Überblick über Ihre Finanzen und überzeugen mögliche Kreditgeber und Investoren. Auch die Jugendämter werden Ihre Kalkulation sehen wollen, bevor Sie Ihre Kita in den Bedarfsplan aufnehmen und Ihre Kita-Plätze fördern.

Unsere kostenfreie Checkliste verschafft Ihnen einen detaillierten Überblick über alle notwendigen formalen Gründungsschritte. Arbeiten Sie diese Checkliste Schritt für Schritt ab, bevor Sie Ihre Kita eröffnen.

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