Mitarbeiter gewinnen, motivieren und halten: So gelingt es



Der erfolgreiche Umgang mit euren Mitarbeitern könnt ihr euch wie einen Dreiklang vorstellen: Mitarbeitergewinnung, -motivation und -bindung gehen fließend ineinander über. Damit es hierbei nicht zu Misstönen kommt, möchten wir euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben.

Theoretisch ist es leicht, Mitarbeiter zu finden und mit Aufgaben zu versehen. Aber es geht vielmehr darum, die richtigen Mitarbeiter zu finden und diese auf längere Sicht im Unternehmen zu halten. Wir zeigen euch, wie das gelingt.

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Mitarbeiter gewinnen: Qualifizierte Mitarbeiter gibt es nicht an jeder Ecke. Seid umso engagierter dabei, ihnen eine optimale Arbeitsumgebung zuzusichern. (Foto: piktochart)

#1 Denkt und plant langfristig

Ein typischer Fehler in der Start-up-Welt ist es, Mitarbeiter einzustellen, die Akutphasen ausbügeln sollen. Das ist aus zwei Gründen keine gute Idee: Zum einen wird der Mitarbeiter in eine Situation geworfen, in der die Überlastung nur noch eine Frage der Zeit ist.

Zum anderen macht ihr euch davon abhängig, ob die Zusammenarbeit mit dieser Person funktioniert. In einer solchen Notsituation gibt es keine Spielräume für Fehler und Erfahrungen, was die Anspannung aller Beteiligter beträchtlich erhöht.

So setzt ihr euch und eure Mitarbeiter unter Druck, die Einarbeitungszeit ist zu kurz und ihr steuert auf den Misserfolg zu. Der Frustlevel ist auf beiden Seiten entsprechend hoch.

Plant daher auch in Akutphasen langfristig. Sucht Mitarbeiter, die ihr im Unternehmen behalten und über einen längeren Zeitraum fördern möchtet. Eine solche Mitarbeiterbindung ist für alle Beteiligten sinnvoll, da sie Sicherheit und Stabilität verspricht.

#2 Zäumt das Pferd von hinten auf

Sollte man ja normalerweise nicht machen. Wenn ihr aber Mitarbeiter gewinnen, motivieren und behalten wollt, solltet ihr mit folgender vorausschauender Frage starten:

Wie gelingt es uns, Mitarbeiter im Unternehmen zu halten?

Schnell werdet ihr zu euren Kernwerten und dem Alleinstellungsmerkmal kommen. Darüber hinaus fallen euch sicherlich auch Benefits ein, die ihr euren Mitarbeitern bieten könnt. All diese Infos machen sich wunderbar in der Stellenanzeige und steigern die Chancen darauf, dass sich qualifizierte und engagierte Leute bei euch melden.

Zugleich setzt ihr Motivationsanreize und schlagt so gleich drei Fliegen mit einer Klappe.

#3 Seid flexibel – in jeder Phase

Die Arbeitswelt verändert sich rasant und verlangt von Angestellten eine permanente Anpassung an die neuen Umstände. Entsprechend wünschen sich Mitarbeiter euer Entgegenkommen, wenn es um Themen wie Home Office, flexible Arbeitszeiten oder Urlaubsplanung geht.

Höchste Zeit also, das starre “Das haben wir schon immer so gemacht”-Prinzip über Bord zu werfen und stattdessen eine Unternehmenskultur der Flexibilität zu entwickeln. Macht das mehr Arbeit? Absolut. Aber eure Mitarbeiter fühlen sich auf diese Weise wertgeschätzt und ernstgenommen. Das wiederum erhöht die Bindung zu eurem Unternehmen und motiviert.

#4 Erkennt das Bedürfnis nach Abwechslung und Weiterentwicklung

Umfragen zufolge wünscht sich ein Großteil der Millenials Herausforderungen und Vielseitigkeit bei der Arbeit. Da sie schon bald den Großteil der Angestelltenkohorte ausmachen, solltet ihr diese Bedürfnisse ernst nehmen und ihnen abwechslungsreiche Aufgaben sowie Chancen zur Weiterentwicklung durch Schulungen, Workshops, Masterclasses etc. ermöglichen.

Vergesst dabei aber nicht, euren Mitarbeitern regelmäßig Lob und Anerkennung für ihren Fleiß entgegenzubringen. Denn auch das ist den Umfragen zufolge wichtig für junge Fachkräfte.

#5 Seht den Mitarbeiter als Person und nicht als Werkzeug

Denkt bitte immer daran, dass eure Mitarbeiter einen Teil ihrer wertvollen Zeit damit verbringen, für euer Unternehmen zu arbeiten. Sie sind der Motor eures wirtschaftlichen Erfolges und sollten daher stets in ihrer individuellen Persönlichkeit respektiert werden.

Dazu gehört auch, sie täglich aufs Neue zu motivieren und ihnen in Mitarbeitergesprächen die Gelegenheit zu geben, Feedback zu äußern. So erfahrt ihr auch frühzeitig, wo der Schuh drückt, bevor der gefürchtete Dauerfrustzustand einsetzt. Denn demotivierte Mitarbeiter können einem Unternehmen erheblichen Schaden zufügen.

Durch mangelnde Produktivität zum Beispiel. Oder durch eine negative Außenkommunikation. Denn Mitarbeiter sind zugleich auch Markenbotschafter, die ihre Eindrücke kommunizieren – sowohl im privaten Kreis als auch via Social Media.

Hier stolpern viele Start-ups, da sie bei PR & Marketing nur die eigenen organisierten Kampagnen und Maßnahmen im Blick haben. Nicht aber die mindestens genauso wirksamen Botschaften, die Mitarbeiter ihren Freunden und Verwandten aus erster Hand übermitteln.

Mitarbeiter gewinnen, motivieren und behalten – der Dreiklang will geübt sein

Es braucht alle drei Bereiche, wenn ihr ein starkes Team für euer Start-up zusammenstellen wollt. Das Erfolgsgeheimnis hierbei lautet, jeden Sektor gleich wichtig zu nehmen und eure Mitarbeiter konsequent in den Mittelpunkt zu stellen, ohne zugleich das Tagesgeschäft zu vernachlässigen. Keine leichte Aufgabe. Aber eine lohnende.