Tag der KMU KMU: Definition und Bedeutung erklärt

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Der Begriff "KMU" klingt für viele erst einmal technisch. Doch dahinter steckt ein großer Teil des wirtschaftlichen Alltags: Handwerksbetriebe, kleine Händler, Dienstleister, Gastronomen und viele Solo-Selbstständige. Am 27. Juni ist der internationale Tag der Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen. Wir nutzen den Tag als Anlass, um das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sichtbar zu machen.

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Zwei Unternehmer stehen lächelnd in einem kleinen Lebensmittelgeschäft.
Kleine und mittlere Unternehmen prägen die deutsche Wirtschaft – vom lokalen Geschäft bis zum wachsenden Mittelständler. Bild: Kampus Production / Pexels.

Was ist ein KMU?

Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (Abkürzung: KMU) sind Betriebe, die bestimmte Grenzen bei Mitarbeiterzahl, Umsatz oder Bilanzsumme nicht überschreiten.

Die Rechtsform ist dabei nicht entscheidend: Eine GmbH kann ebenso wie ein Einzelunternehmen, eine UG oder eine GbR als KMU gelten.

In Deutschland gehören fast alle Unternehmen zu den KMU: 2023 gab es laut Statistischem Bundesamt in Deutschland 3,2 Millionen KMU. Das entspricht einem Anteil von 99,3 %. Außerdem beschäftigten KMU 53 % der Arbeitstätigen.

Welche Kriterien gelten für KMU?

Die wichtigste Grundlage ist die KMU-Definition der Europäischen Kommission. Sie wird auch in Deutschland häufig verwendet, etwa bei Förderprogrammen.

Danach zählt ein Unternehmen zu den KMU, wenn es weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigt und entweder höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz erzielt oder eine Bilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro hat.

Die Differenzierung zwischen Kleinst-, Klein- und mittleren Unternehmen sieht wie folgt aus:

Größenklasse Mitarbeiter Jahresumsatz Bilanzsumme
Kleinstunternehmen <10 max. 2 Mio. € max. 2 Mio. €
Kleines Unternehmen <50 max. 10 Mio. € max. 10 Mio. €
Mittleres Unternehmen <250 max 50 Mio. € max. 43 Mio. €

Wer gerade startet, wenige Mitarbeiter hat und geringe Umsätze erzielt, fällt in der Regel in die Kategorie Kleinstunternehmen. Bei Förderanträgen kann die Prüfung allerdings komplizierter werden.

Denn es zählt nicht immer nur das einzelne Unternehmen: Auch Beteiligungen, verbundene Unternehmen oder Partnerunternehmen können eine Rolle spielen. Wer einen Förderantrag stellt, sollte daher prüfen, ob andere Unternehmen bei der Berechnung mitgezählt werden müssen.

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Welche Förderungen gibt es für KMU?

KMU können viele Fördermöglichkeiten nutzen. Besonders wichtig sind Förderkredite der KfW: Sie helfen bei Gründung, Nachfolge, Investitionen, Betriebsmitteln, Digitalisierung, Energieeffizienz oder Wachstum.

Ein wichtiges Programm ist der ERP-Förderkredit KMU. Er richtet sich an Gründer, Nachfolger, junge Unternehmen und etablierte KMU. Gefördert werden Investitionen und laufende Kosten, die für die unternehmerische Tätigkeit nötig sind. Es sind Kredite bis zu 25 Millionen Euro möglich.

Für Unternehmen, die schon länger am Markt sind, kann der KfW-Unternehmerkredit interessant sein. Er richtet sich an Firmen, die mindestens fünf Jahre bestehen. Gefördert werden Investitionen und Betriebsmittel. Auch hier nennt die KfW einen Kreditbetrag von bis zu 25 Millionen Euro.

Neben der KfW gibt es weitere Fördermöglichkeiten. Dazu gehören Landesförderbanken, regionale Programme, Zuschüsse für Beratung, Innovationsförderung oder Programme für Digitalisierung und Energie. Welche Förderung passt, hängt vom Standort, der Branche, dem Alter des Unternehmens und dem konkreten Vorhaben ab.

Für KMU lohnt sich daher eine sorgfältige Fördermittelrecherche. Denn viele Unternehmer finanzieren Investitionen aus Eigenmitteln oder teuren Krediten, obwohl Förderprogramme zur Verfügung stehen.

Tag der KMU: Wir machen Selbstständige sichtbar

Wir nehmen am 27. Juni den internationalen Tag der Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen zum Anlass, um die Menschen hinter den Betrieben sichtbar zu machen. Denn hinter dem Begriff KMU stehen Menschen.

Gründer, die den ersten Schritt wagen. Selbstständige, die jeden Monat neue Kunden gewinnen müssen. Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen. Familienbetriebe, die Verantwortung tragen. Kleine Teams, die mit wenig Budget viel bewegen.

Genau diese Unternehmen gehen im Alltag oft unter. Große Konzerne bekommen Schlagzeilen. Start-ups mit Millionenfinanzierung bekommen Aufmerksamkeit. Aber der lokale Dienstleister, der Handwerksbetrieb, die kleine Agentur oder der Händler um die Ecke bleiben unsichtbar.

Das wollen wir ändern – mit unserer Aktion "Wir sind KMU". Wir zeigen: KMU sind keine abstrakte Statistik. Sie sind echte Betriebe mit echten Geschichten.

Wer selbstständig ist, gegründet hat oder ein kleines Unternehmen führt, kann Teil der Aktion werden. Der Eintrag auf der KMU-Wand macht sichtbar, was sonst oft zu wenig gesehen wird: den Mut, die Arbeit und die Leistung kleiner Unternehmen.

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