Finom vs. Qonto: Welches Geschäftskonto lohnt sich mehr?

Finom und Qonto bieten Online-Geschäftskonten mit Gratisleistungen wie Buchungen, Karten und Unterkonten. Im Geschäftskonto-Vergleich erhielt Finom die Testnote 1,8 und Qonto die Testnote 2,7.  

Während Finom vor allem bei vielen Zahlungseingängen und kleineren Teams punktet, richtet sich Qonto stärker an wachsende Unternehmen. Wir zeigen die wichtigsten Unterschiede und für wen sich welches Konto besser eignet.

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Das Wichtigste auf einen Blick
  • Finom & Qonto: Keine eigene Banklizenz, Firmenkonten über Partnerbanken. 
  • Vorteile Finom: Cashback, Zinsen, alle eingehenden Buchungen kostenfrei.
  • Vorteile Qonto: Viele Karten, Unterkonten und Teamzugänge, begrenzte Anzahl Gratis-Buchungen.
  • Finom: Geeignet für Solo-Selbstständige & kleinere Unternehmen mit Buchungen bis 100.000 €. 
  • Qonto: Geeignet für Teams & größere Unternehmen mit höherem Umsatz, aber weniger Buchungen.

  | Konto-Vergleich Finom vs. Qonto

Ob Finom oder Qonto zu Ihrem Unternehmen besser passt, hängt von spezifischen Faktoren ab. Vor allem folgende Kriterien sollten bei der Anbieter- und Tarif-Wahl berücksichtigt werden: Anzahl monatlicher Buchungen sowie das erwartete Buchungsvolumen, Anzahl kostenloser Unterkonten und inklusive Kartenanzahl. 

Nach der Eingabe der für Sie relevanten Parameter zeigt Ihnen der Konto-Rechner die passenden Tarife an. 

Finom und Qonto im Überblick

Finom und Qonto sind Anbieter von digitalen Geschäftskonten mit Tarifen für nahezu alle Rechts- und Unternehmensformen: von Solo-Selbstständigen und kleinen Unternehmen bis hin zu Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG.

  • Finom: 5 Firmenkonto-Tarife mit Fokus auf Freiberufler, Soloselbstständige, wachsende Unternehmen und KMU
  • Qonto: 7 Firmenkonto-Tarife für Selbstständige, kleine Unternehmen und Startups mit bis zu 9 Mitarbeitern und größeren Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern.

Einschränkungen: Als reine Bezahl- und Finanzdienstleister haben sie keine Vollbanklizenz. Qonto und Finom beschränken sich damit auch auf reine Online-Services. Sie bieten weder ein Filialnetz noch das komplette Angebot einer Vollbank. Auf persönliche Ansprechpartner und Beratungsleistungen müssen Kunden von Qonto und Finom verzichten.

Vorteil: Durch den Wegfall von Kosten für Beratung und Filialservice sind monatliche Kontoführungsgebühren deutlich niedriger als bei klassischen Filialbanken wie der Commerzbank oder der Postbank.

Fakten zum Unternehmen Finom

  • Finom wurde 2020 in den Niederlanden von russischen Unternehmern gegründet.
  • Das FinTech zählt mittlerweile über 100.000 Kunden in Europa.
  • Deutsche Nutzer erhalten eine deutsche IBAN (DE-Kennung).
  • Die meisten Geschäftskunden haben ihren Firmensitz in Deutschland.
  • Finom besitzt keine Vollbanklizenz, sondern sind zugelassene Zahlungsinstitute unter Aufsicht der niederländischen Zentralbank.
  • Für Finom-Kunden gilt keine gesetzliche Einlagensicherung.

Fakten zum Unternehmen Qonto

  • Qonto wurde 2017 in Frankreich gegründet.
  • Heute zählt das Unternehmen über 600.000 Kunden in mehreren europäischen Ländern.
  • Deutsche Nutzer erhalten eine deutsche IBAN (DE-Kennung).
  • Qonto besitzt keine Vollbanklizenz.
  • Als primäre Aufsichtsbehörde überwacht die der Banque de France unterstellte ACPR die Zahlungsaktivitäten, die Sicherheit und die Konformität der gesamten Geschäftstätigkeit.
  • Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) kontrolliert die Aktivitäten der deutschen Niederlassung.

Zielgruppen Qonto und Finom

Finom und Qonto bieten Online-Geschäftskonten für Gründer und Unternehmen, die ihre Finanzen rein digital organisieren wollen und eine Banking-App mit Zusatzfunktionen wie Rechnungsstellung wünschen. 

Finom fokussiert sich stark auf Solo-Selbstständige und kleine Teams mit integrierten Rechnungstools, während Qonto besser für skalierende KMUs mit Fokus auf professionelles Ausgabenmanagement und Team-Finanzen geeignet ist.

Zielgruppe Finom:

  • Freelancer, Solo-Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen/Start-ups (UG/GmbH).
  • Besonderer Bedarf: Kostengünstige Lösungen (oft mit kostenlosem Basistarif), integrierte Rechnungsstellung und Cashback-Programme für Kartenzahlungen.
  • Typischer Nutzer: Sucht ein einfaches Banking-Tool, das auch bei der Angebotserstellung und Belegerfassung im Alleingang unterstützt

Zielgruppe Qonto:

  • Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), aber auch etablierte Freiberufler.
  • Besonderer Bedarf: Team-Karten mit individuellen Limits, tiefgreifende DATEV-Schnittstellen, automatisierte Spesenabrechnung für Mitarbeiter und Zugang für Steuerberater.
  • Typischer Nutzer: Braucht eine skalierbare Lösung für strukturiertes Finanzmanagement, wenn das Unternehmen wächst und mehrere Mitarbeiter Zugriff auf Firmenkarten oder Ausgaben-Tools benötigen

Wie zufrieden sind die Kunden von Finom und Qonto?

Auf Bewertungsplattformen schneiden beide Anbieter insgesamt gut ab, wobei Qonto tendenziell etwas besser bewertet wird.

Finom:

  • Auf Trustpilot erreicht Finom 4,7 von 5 Sternen bei rund 12.000 Bewertungen, wobei etwa 8 % der Bewertungen nur einen Stern vergeben.
  • Im Google Play Store liegt Finom bei 4,3 Sternen.
  • Im Apple App Store erreicht Finom 4,7 Sterne.
  • Positiv bewertet: Inhaltlich loben Finom-Nutzer vor allem die schnelle und einfache Kontoeröffnung sowie die intuitive und übersichtliche Benutzeroberfläche, wie unsere KI-Analyse der Trustpilot-Bewertungen ergibt.
  • Eher negativ bewertet: Kritik gibt es am Support, der bei komplexeren Anliegen als langsam beschrieben wird, sowie an vereinzelten Problemen mit Überweisungen und Kontosperrungen.

Qonto:

  • Qonto kommt bei Trustpilot auf 4,8 Sterne bei rund 55.000 Bewertungen und weist einen geringeren Anteil an 1-Sterne-Bewertungen auf (etwa 4 %).
  • Im Google Play Store erhält Qonto 4,5 Sterne. Im Apple App Store erreicht Qonto wie Finom 4,7 Sterne.
  • Positiv bewertet: Bei Qonto heben Nutzer vor allem den schnellen und hilfreichen Support sowie die digitalen Zusatzleistungen hervor, etwa zur Rechnungsstellung.
  • Eher negativ bewertet:Kritisiert werden hingegen technische Änderungen, Preiserhöhungen und ebenfalls vereinzelt Kontosperrungen.

  | Vorteile von Finom und Qonto

Sowohl Finom als auch Qonto bieten attraktive Onlinekonten und moderne Finanzlösungen für Unternehmen. Die Wahl des Anbieters hängt stark von der Unternehmensgröße und dem individuellen Bedarf ab. 

Die größten Vorteile von Finom:

  • Zinsen: 5 % Zinsen aufs Guthaben in den ersten 5 Monaten
  • Aktion: 350 € Willkommensbonus bei Kontoeröffnung möglich
  • Attraktives Cashback: Finom bietet bis zu 3 % Cashback auf Kartenzahlungen, während Qonto kein Cashback anbietet. Über das Jahr hinweg können Sie so Hunderte Euro sparen.
  • Kostenfreie eingehende Buchungen: Unbegrenzt kostenfreie eingehende Buchungen in allen Tarifen.
  • Kostenloser Einstieg mit mehr Gratisbuchungen: Für Freelancer und Solo-Selbstständige bietet Finom den kostenlosen Tarif „Solo“ an, bei dem alle eingehenden Buchungen kostenfrei inklusive sind. 
  • Kostenfreie Bargeldabhebungen: Bei Finom sind im Gegensatz zu Qonto in allen Bezahltarifen Bargeldabhebungen im Monat gebührenfrei. Bei Qonto fallen grundsätzlich Gebühren an.
  • Zinsen für Tagesgeld: Finom bietet seinen Kunden Tagesgeld, Qonto hingegen nicht.
  • Fremdwährungskonto: Im Gegensatz zu Qonto bietet Finom bietet ein Fremdwährungskonto.  
Finom Konto im Vergleich mit Qonto
Finom bietet Vorteile wie Zinsen, Cashback und ungebgrenzt viele eingehende Buchungen.

Die größten Vorteile von Qonto:

  • Mehr inklusive Karten: Qonto bietet tendenziell mehr inklusive virtuelle und physische Debitkarten als Finom in vergleichbaren Tarifen.  
  • Eingebaute Rechnungsstellung und komplexe Buchhaltungsfunktionen: Mit Qonto können Kunden bereits im kostenfreien Starter-Tarif die Rechnungsstellungsfunktion nutzen. Bei Finom sind Rechnungsstellungen erst ab dem Bezahltarif Basic möglich.
  • Mehr Buchhaltungsintegrationen: Qonto bietet zahlreiche Integrationen rund ums Finanzmanagement, darunter auch mehr für Schnittstellen für Buchhaltung als Finom. 
  • Bankkredit: Qonto vermittelt höhere Bankkredite (bis 1.000.000 €) als Finom (bis 50.000 €)
  • Unterkonten: Qonto bietet, je nach Tarif, bis 99 Unterkonten inklusive. Bei Finom sind es nur bis 15 Stück.
  • Gründungsservice: Qonto unterstützt Unternehmen wie GmbH und UG bei der Gründung inkl. Stammkapitaleinzahlung.
Qonto Vorteile im Vergleich mit Finom
Qonto bietet vor allem Teams Vorteile mit vielen Unterkonten und Zugängen.

  | Kontoeröffnung wo für welche Rechtsform möglich?

Beide Anbieter richten ihr Angebot an Unternehmen unterschiedlicher Rechtsformen. Sowohl bei Finom als auch bei Qonto stehen jedoch nicht alle Tarife allen Unternehmen zur Verfügung.

Finom:

  • Der kostenlose Tarif Solo ist ausschließlich für Sologründer und Freiberufler gedacht. 
  • Der kostengünstige Einstiegstarif Solo richtet sich an weitere Rechtsformen wie GbR, GmbH und UG
  • Erst ab dem Tarif Smart steht das Finom-Konto ausnahmslos allen Rechtsformen zur Verfügung. 

Qonto:

  • Der 0 €-Tarif Starter richtet sich ausschließlich an Freiberufler, Solo-Selbstständige und e.K.
  • Bereits der nächstteure Bezahltarif Basic steht wie - auch alle weiteren 5 Bezahltarife - von fast allen Rechtsformen zur Verfügung.
  • In keinem Tarif können Ltd. und Europäischen Gesellschaften ein Qonto-Konto eröffnen.

Fazit:

  • Die kostenlosen Einsteiger-Tarife sind nur für Einzelunternehmer wie Freiberufler oder Solo-Selbstständige verfügbar.

Außerdem:

  • Sowohl bei Finom als auch bei Qonto können Firmenkonten ohne Schufa-Abfrage eröffnet werden. Weitere Angebote stellen wir im Vergleich schufafreier Geschäftskonten vor. 
  • Die Kontoeröffnung ist nur online möglich. Wie list der Eröffnungsprozess? Wir erklären ihn im Beitrag Geschäftskonto online eröffnen.

  | Wer ist teurer - Finom oder Qonto?

Finom und Qonto bieten abweichende Tarifstrukturen und berechnen die Kosten für Online-Buchungen unterschiedlich. Für die Kontowahl ist beides entscheidend.

In diesem Fall ist Finom teurer:

  • Bei überschaubarer Buchungsanzahl und hohem Überweisungsvolumen eingehender und ausgehender Zahlungen ist Qonto Basic günstiger. Denn unabhängig von der gesamten Buchungssumme sind die 30 Buchungen inklusive sind.
  • Finom ist teurer, da ausgehende Buchungen über dem Inklusivbetrag 25.000 € anfallen. Es fällt eine prozentuale Gebühr an.

In diesem Fall ist Qonto teurer: 

  • Bei vielen eingehenden Buchungen und einem mittleren Betrag ausgehender Buchungen ist Finom günstiger.
  • Die Berechnung jeder Buchung über dem Gratiskontingent von 0,20 € schlägt sich hier schnell im Preis des Qonto-Tarifs nieder. Qonto Basic ist damit günstiger. 

Die folgenden beiden 2 Szenarien demonstrieren unsere Aussage und zeigen: 

  • Wann eignet sich der Einstiegstarif Basic von Finom besser?
  • Wann sollten Gründer auf den Einstiegstarif Basic von Qonto setzen.

2 Szenarien: Wer ist im Basic-Tarif günstiger?

Wir verdeutlichen anhand von zwei Szenarien für kleinere Unternehmen, wann Qonto im Tarif Basic günstiger ist und wann Finom im Tarif Basic günstiger ausfällt.

Szenario 1: Qonto Basic ist günstiger bei überschaubarer Buchungsanzahl und hohem Überweisungsvolumen eingehender und ausgehender Zahlungen.

Tarif Finom Basic Qonto Basic
Grundgebühr pro Monat 8,99 € bei Jahreszahlung 9 € bei Jahreszahlung
10 eingehende Buchungen, Gesamtsumme 20.000 €  0 € (denn alle inklusive) 0 € (denn bis zu 30 Buchungen inklusive)

20 ausgehende Buchungen, Gesamtsumme 100.000 €

22,50 € (denn bis 25.000 € monatlich inklusive, danach 0,03 %) 0 € (denn bis zu 30 Buchungen inklusive)
Gesamtkosten 31,50 €/Monat 0 €/Monat

Szenario 2: Finom Basic ist günstiger bei vielen eingehenden Buchungen und mittlerem Betrag ausgehender Buchungen. 

Tarif Finom Basic Qonto Basic
Grundgebühr pro Monat 8,99 € bei Jahreszahlung 9 € bei Jahreszahlung
250 eingehende Buchungen, Gesamtsumme 100.000 €  0 € (denn alle inklusive) 44 € (denn bis zu 30 Inklusiven, danach je Buchung 0,20 €)

100 ausgehende Buchungen, Gesamtsumme 30.000 €

1,50 € (denn bis 25.000 € monatlich inklusive, danach 0,03 %) 0 € (denn bis zu 30 Buchungen inklusive)
Gesamtkosten 10,49 €/Monat 53 €/Monat

 

Tipp: Bei vielen Buchungen oder hohen Buchungsbeträgen lohnt sich schnell ein Upgrade auf einen der höherpreisigen Finom- oder Qonto-Tarife. Nutzen Sie den Kontorechner und geben Sie in diesen die Anzahl an Buchungen und Buchungsvolumen in € an. Der Rechner zeigt Ihnen die für Sie passenden Tarife an. 

Monatliche Grundgebühr (Fixkosten) & Rabatte

Die Preise für Qonto und Finom liegen nicht weit auseinander:

  • Die monatlichen Fixkosten für die Kontoführung bei Finom liegen zwischen 0 und 339 €.
  • Bei Qonto zahlen Firmenkunden für die Grundgebühr pro Monat 0 bis 299 €.

Tarifstruktur bei Finom und Qonto:

0 €-Tarife: Beide Anbieter offerieren einen kostenlosen Einsteiger-Tarif. (Finom: Tarif Solo, Qonto: Tarif Starter)

Kostenpflichtig, aber mit günstiger Grundgebühr: Beide FinTechs bieten je 2 kostenpflichtigen Einstiegs-Tarife bis zu rund 25 € Grundgebühr pro Monat

  • Finom: Tarif Basic (ab 8,99 €/Monat), Tarif Smart ab 23,99 €)
  • Qonto: Tarif Basic (ab 9 €), Tarif Smart 19 €)

Premium-Tarife: Finom bietet seinen Premium-Tarif für 339 € monatlich, Qonto für 299 €.

Rabatte: Wer auf Jahreszahlung setzt, erhält bei Finom bis zu 27 % Rabatt auf die monatliche Grundgebühr. Bei Qonto profitieren Kunden bei Jahreszahlung von bis zu 20 % Rabatt.

350 € Willkommensbonus bei Finom

Aktuell bietet Finom Neukunden neben den 5 % Zinsen aufs Guthaben auch bis zu 350 € Willkommensbonus bei Kontoeröffnung.

Mehr zum Finom-Angebot

Kosten für Transaktionen bei Finom und Qonto

Deutlich größer als bei der monatlichen Grundgebühr sind die Unterschiede bei den Kosten für Online-Überweisungen (beleglose Buchungen SEPA).

Buchungskosten bei Finom

  • Finom arbeitet vor allem mit volumenabhängigen Gebühren.
  • Alle eingehenden Überweisungen kostenlos.
  • Ausgehende SEPA-Überweisungen sind bei Finom, je nach Tarif, im Rahmen von 2.500 € bis zu unbegrenzten Beträgen inklusive. Bei Überschreiten des inklusiven Buchungsbetrags fällt eine prozentuale Gebühr an, die nach oben gedeckelt ist. Je teurerer die Grundgebühr eines Tarifs ist, desto höher ist der Freibetrag und die prozentuale Gebühr sinkt.

Wie viel kostet der 0 €-Tarif von Finom tatsächlich?

Im kostenlosen Tarif Starter sind beispielsweise 2.500 € frei. Beträge darüber werden mit 0,3 % berechnet. Bei einem Volumen von 10.000 € würden also 22,50 € fällig (Rechnung: 0,3 % von 7.500 €). 

Buchungskosten bei Qonto

Bei Qonto sind je nach Tarif 5 bis 10.000 belelose Buchungen (eingehend und ausgehend) im Monat kostenlos. Danach wird eine feste Gebühr von 0,10 € bis zu 0,20 € pro Transaktion berechnet.

Wie viel kostet der 0 €-Tarif von Qonto tatsächlich?

Im kostenlosen Tarif Solo sind 5 Buchungen monatlich inklusive. Jede Überweisung darüber hinaus kostet 0,20 € unabhängig vom Betrag. Gründer des Starttarifs zahlen bei nur 8 Buchungen monatlich beispielsweise nur 0,60 €, auch wenn das gesamte Buchungsvolumen über 10.000 € liegt.

Empfehlungen

Qonto lohnt sich eher für Unternehmen, die im Monat nur wenige Überweisungen tätigen und erhalten, etwa Berater mit wenigen Kunden und Ausgaben. 

Wer hingegen ein niedrigeres Zahlungsvolumen bewegt, etwa im vier- oder niedrigen fünfstelligen Bereich als Startup oder Solo-Selbstständiger, dürfte mit Finom günstiger fahren.

Auch Unternehmen mit vielen eingehenden Überweisungen, etwa Onlineshops, zahlen womöglich bei Finom weniger.

Was kosten Auslandsüberweisungen bei Finom und Qonto?

Beide Anbieter ermöglichen Überweisungen in den sogenannten SWIFT-Raum, also in Länder außerhalb des SEPA-Raums (alle Länder außerhalb der EU-Staaten sowie sieben weitere wie Norwegen, die Schweiz und Großbritannien).

Die Preisstruktur ist grundsätzlich ähnlich:

  • Bei Finom und Qonto fallen für eingehende sowie für in Euro ausgehende SWIFT-Überweisungen in der Regel pauschal 5 € pro Transaktion an.
  • Bei ausgehenden Fremdwährungsüberweisungen erhebt Qonto mindestens 5 Euro pauschal oder alternativ eine prozentuale Gebühr, die meist etwas höher ausfällt als bei Finom. Finom berechnet ebenfalls 5 € plus eine prozentuale Gebühr, wodurch Finom bei Beträgen im vierstelligen Bereich und darüber tendenziell günstiger ist.
  • Eingehende SWIFT-Überweisungen bis 500 € sind bei Qonto gebührenfrei.
  • Für US-Dollar, Schweizer Franken und Britisches Pfund erhebt Qonto eine prozentuale Gebühr. Diese Gebühr ist niedriger als bei über 30 weiteren Währungen, jedoch in der Regel etwas höher liegt als bei Finom.

Gibt es ein Fremdwährungskonto?

Bei Finom lässt sich in allen Tarifen ein Fremdwährungskonto eröffnen, während dies bei Qonto nicht möglich ist.

Insgesamt ist Finom bei Fremdwährungen tendenziell etwas günstiger, insbesondere bei Beträgen im vierstelligen Bereich und darüber. Qonto kann hingegen bei SWIFT-Überweisungen in Euro vorteilhafter sein.

Fazit:
Letztlich hängt die günstigere Wahl stark vom Tarif, dem Zahlungsverhalten und den genutzten Währungen ab.

Bargeld & Karten

Wer viele physische und virtuelle Karten benötigt, fährt tendenziell mit Finom besser: 

  Finom  Qonto
Virtuelle und physische Karten Bereits im Smart-Tarif für bis zu 100 Mitarbeiter inklusive Im Smart-Tarif maximal 2 physische Karten und 50 virtuelle Karten inklusive 
Kreditkarten Nicht möglich Nicht möglich
Bargeldabhebungen In den Bezahltarifen bis 2.000 € bzw. bis 15 Stück kostenfrei, danach prozentuale Kosten Je Abhebung 2 €
Bargeldabhebungen weltweit Je Tarif 1-3 % 2 %
Bargeldeinzahlungen Nicht möglich Nicht möglich

Fazit:

  • Finom ist bei Kartenzahlungen und Abhebungen tendenziell etwas günstiger.
  • Wer nur drei- bis niedrige vierstellige Bargeldbeträge pro Monat abhebt, kann im Finom Basic- oder Smart-Tarif sogar gebührenfrei bleiben.
  • Die tatsächlichen Kosten hängen jedoch stark vom individuellen Nutzungsverhalten ab.

  | Zusatzfeatures

Finom und Qonto bieten ihren Kunden mehr als reines Online-Banking und Zahlungsfunktionen. 

Geldanlage und Kredite

Das Angebot im Bereich Geldanlage ist bei beiden Anbietern eher eingeschränkt: Weder können Unternehmen Gelder als Festgeld anlegen noch ein Firmendepot eröffnen.

Vorteil Finom: Finom bietet ein verzinstes Tagesgeldkonto, auf dem Unternehmen zunächst von einem Aktionszins profitieren und anschließend einen Guthabenzins erhalten.

Fazit: Unternehmen sollten daher Finom und Qonto vor allem als Zahlungskonto einsetzen und überschüssige Liquidität anderweitig anlegen.

Wer alternative Konten mit Festgeld, Tagesgeld oder ein Firmendepot sucht, findet passende Angebote hier:

Cashback bei Finom oder Qonto?

Kunden von Qonto müssen auf Cashback verzichten. Finom-Nutzer profitieren ab dem Bezahltarif Basic von 0,50 % bis 3 % Cashback.

Weitere Konto-Angebote stellen wir im Vergleich Geschäftskonten mit Cashback vor.

Digitalen Services: Wer bietet mehr?

Finom und Qonto bieten beide integrierte Rechnungs- und Buchhaltungsfunktionen, die über ein reines Geschäftskonto hinausgehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Schnittstellen: Beide Anbieter lassen sich mit gängigen Buchhaltungssystemen wie Datev, Lexware und Sevdesk verbinden; Sage wird von keinem unterstützt.
  • Datev-Anbindung: Über eine Schnittstelle können Überweisungsdaten direkt an den Steuerberater übermittelt werden.
  • Zusatzfunktionen: Rechnungen, Mahnungen, Angebote und sogar eine EÜR lassen sich direkt im Konto erstellen – bei den meisten Geschäftskonten ist das nicht möglich.
  • Unterschied bei den Tarifen: Bei Qonto werden viele Funktionen erst im Tarif für 49 Euro pro Monat freigeschaltet, während sie bei Finom bereits im Basic-Tarif vollständig enthalten sind (im Einsteiger-Tarif noch nicht).

Vorteil Finom: Finom überzeugt vor allem durch einen schnellen Rechnungserstellungsprozess, automatisierten Zahlungsabgleich und eine gute Belegerkennung.

Vorteil Qonto: Qonto punktet hingegen mit einer intuitiven Bedienung, einem sauberen Angebots- und Rechnungsworkflow sowie einem guten Zahlungsabgleich, hat jedoch Einschränkungen bei erweiterten Buchhaltungsfunktionen. 

In unserem Rechnungssoftware-Vergleich von 15 Programmen landen beide Anbieter im Mittelfeld. Finom und Qonto können somit durchaus mit professioneller Rechnungssoftware mithalten.

Zum Rechnungsprogramm-Vergleich

  | Sicherheit bei Qonto und Finom

Finom und Qonto verfügen über keine Vollbanklizenz und unterliegen daher nicht der gesetzlichen Einlagensicherung. Diese würde im Fall einer Insolvenz bis zu 100.000 Euro entschädigen. 

So werden Kundengelder bei Finom und Qonto verwahrt

Sowohl Finom als auch Qonto verwahren Kundengelder getrennt vom eigenen Unternehmensvermögen. Dadurch würden Guthaben im Falle einer Insolvenz des Anbieters nicht zur Begleichung von Unternehmensschulden verwendet.

Qonto:

  • Kundengelder werden bei mehreren Partnerbanken wie Crédit Mutuel Arkéa, Natixis und Rothschild Martin Maurel verwahrt.
  • Die Verwahrung unterliegt der Aufsicht der französischen Finanzbehörden.
  • Geht eine Partnerbank insolvent, greift die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde.
  • Rechtlicher Rahmen: Bei Qonto gilt deutsches Recht mit Gerichtsstand in Deutschland.

Finom:

  • Kundengelder werden über eine unabhängige Treuhandstiftung verwaltet, die von der niederländischen Zentralbank beaufsichtigt wird.
  • Die Stiftung hält die Gelder unter anderem bei Banken wie BNP Paribas.
  • Kundengelder sind im Insolvenzfall von Finom geschützt.
  • Bei Finom gilt niederländisches Recht, sodass Streitigkeiten vor niederländischen Gerichten geklärt werden.

Gut zu wissen

Ob Schutzmechanismen von Finom und Qonto im Ernstfall tatsächlich greifen, kann natürlich niemand mit Sicherheit wissen. In den vergangenen Jahrzehnten sind in Europa sehr große Banken wie die BNP Paribas oder die Société Générale nicht bankrott gegangen, auch nicht in der großen Finanzkrise 2008.

Dennoch ist das Verfahren nicht wirklich transparent: Unternehmen können nicht einsehen, wie Finom und Qonto die Gelder genau anlegen, sondern müssen sich auf die Angaben der Anbieter und die Aufsicht durch Zentralbanken und Behörden verlassen.

Die Frage der Einlagensicherung wird vor allem dann relevant, wenn dauerhaft größere Guthaben auf dem Geschäftskonto liegen.

Wer das Konto hauptsächlich für den laufenden Zahlungsverkehr nutzt und nur wenige Tausend Euro vorhält, dürfte diesem Punkt meist weniger Bedeutung beimessen als Unternehmen mit hohen Liquiditätsreserven.

Tipp

Wer ein günstiges Geschäftskonto bevorzugt, das unter die deutsche Einlagensicherung fällt, kann sich die digitale Bank Fyrst anschauen, die zur Deutschen Bank gehört.

Zur Analyse des Fyrst-Kontos

  | FAQ

Was sind die Nachteile von Finom?

Finom bietet viele Funktionen für Selbstständige und Unternehmen, hat aber auch einige Einschränkungen:

  • Keine Bargeldeinzahlungen: Bareinnahmen können nicht direkt auf das Konto eingezahlt werden.
  • Keine klassische Bank: Finom verfügt nicht über eine eigene Vollbanklizenz. Kundengelder werden über Partnerbanken verwahrt und sind getrennt vom Unternehmensvermögen geschützt.
  • Kein Filialnetz: Als reine Online-Lösung gibt es keine Beratung vor Ort.
  • Kosten im kostenlosen Tarif: Im Solo-Tarif sind ausgehende Überweisungen begrenzt. Darüber hinaus fallen Gebühren an. Begrenzte kostenlose Bargeldabhebungen: Je nach Tarif gelten Limits für kostenfreie Abhebungen. Danach können Gebühren entstehen.
  • Kostenloser Tarif nur für Einzelunternehmer und Freiberufler: Unternehmen wie GmbHs, UGs oder GbRs müssen einen kostenpflichtigen Tarif buchen.
Welche Nachteile hat Qonto?

Qonto richtet sich vor allem an Unternehmen, die ihre Finanzen digital verwalten möchten. Im Vergleich zu klassischen Geschäftsbanken gibt es jedoch einige Einschränkungen:

  • Keine Bargeldeinzahlungen: Bareinzahlungen sind bei Qonto nicht möglich. Für Unternehmen mit regelmäßigen Bareinnahmen ist das Konto daher weniger geeignet.
  • Zusätzliche Gebühren: Neben der monatlichen Kontoführungsgebühr können Kosten für zusätzliche Buchungen, Bargeldabhebungen oder Fremdwährungszahlungen anfallen.
  • Keine Filialen: Qonto ist eine reine Online-Lösung. Eine persönliche Beratung vor Ort gibt es nicht.
  • Eingeschränkte Kreditmöglichkeiten: Ein klassischer Dispokredit gehört nicht zum Standardangebot. Überziehungsmöglichkeiten sind nur unter bestimmten Voraussetzungen verfügbar.
Wie seriös ist Finom?

Finom gilt als seriöser Anbieter für Geschäftskonten. Das Unternehmen ist ein reguliertes E-Geld-Institut mit Sitz in den Niederlanden und wird von der niederländischen Zentralbank beaufsichtigt.

Kundengelder werden getrennt vom Unternehmensvermögen verwahrt und sind dadurch im Falle einer Insolvenz von Finom geschützt.

Zu beachten ist, dass Finom keine eigene Vollbanklizenz besitzt. Die Kontoführung und Verwahrung der Gelder erfolgt daher über regulierte Partnerbanken.

Ist Finom russisch?

Nein, Finom ist kein russisches Unternehmen. Finom wurde 2019 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Amsterdam (Niederlande). Das Unternehmen ist in der EU tätig und wird von der niederländischen Zentralbank beaufsichtigt.

Allerdings stammen einige der Gründer ursprünglich aus Russland. Dies hat in der Vergangenheit vereinzelt zu Nachfragen geführt. 

Finom selbst ist jedoch ein niederländisches Unternehmen, unterliegt europäischem Recht und betreibt sein Geschäft innerhalb des EU-Regulierungsrahmens. 

Wie seriös ist Qonto?

Qonto gilt als seriöser Anbieter für digitale Geschäftskonten. Das Unternehmen ist als Zahlungsinstitut lizenziert und wird in Frankreich von der Banque de France sowie der Aufsichtsbehörde ACPR kontrolliert.

Kundengelder werden getrennt vom Unternehmensvermögen verwahrt und bei Partnerbanken abgesichert. Im Insolvenzfall wären Guthaben dadurch geschützt. Zudem greift nach Angaben von Qonto die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Kunde.

Welche Alternativen gibt es zu Finom?

Welche Alternative zu Finom am besten geeignet ist, hängt von den Anforderungen des Unternehmens ab. Besonders häufig werden Qonto, Vivid und Kontist als Alternativen gewählt.

  • Qonto eignet sich für Selbstständige, Freiberufler sowie Unternehmen jeder Größe und überzeugt mit Unterkonten, Teamkarten und umfangreichen Buchhaltungsschnittstellen.
  • Vivid Business ist vor allem für Unternehmen interessant, die von Cashback-Programmen, verzinsten Unterkonten und einer großen Anzahl kostenloser Pockets profitieren möchten.
  • Kontist richtet sich ausschließlich an Freiberufler und Einzelunternehmer. Der Fokus liegt auf der automatischen Steuerberechnung und der Bildung von Steuerrücklagen direkt über das Geschäftskonto. Holvi kombiniert Geschäftskonto, Rechnungsstellung und Ausgabenmanagement in einer Lösung und richtet sich vor allem an Selbstständige und kleinere Unternehmen.

  | Fazit

Mit Finom und Qonto können Unternehmen vergleichsweise günstig Überweisungen tätigen, Debitkarten nutzen, Rechnungen erstellen und über Schnittstellen wie DATEV Daten an den Steuerberater übermitteln.

Finom:

  • Tendenziell günstiger als Qonto z.B. bei Karten und Auslandsüberweisungen
  • Besonders geeignet für Solo-Selbstständige mit 4- bis niedrigen 5-stelligen Umsätzen
  • Vorteilhaft bei vielen (eingehenden) Transaktionen
  • Es gilt niederländisches Recht, wo Verfahren geführt werden müssen.

Qonto:

  • Eignet sich eher für wachsende Unternehmen mit weniger Transaktionen
  • Ideal z.B. für Berater mit hochpreisigem Angebot und wenigen laufenden Ausgaben
  • Gerichtsstand in Deutschland: Im Streitfall werden rechtliche Auseinandersetzungen vor einem deutschen Gericht geklärt.

Finom und Qonto zählen zu den 10 besten Anbietern von Online-Konten in unserem Geschäftskonto-Vergleich.

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