Pause machen: entspannt, süß und digital



Mach mal Pause…. und nutze sie sinnvoll. Vielleicht mit einer Übung für euren Rücken, durch ein erholsames Schläfchen oder mit Sammeln von virtuellen Fußballbildern. 5 Geschäftsideen, die Pausen verbessern.

#1 MinQi – kurze Übungen für Körper und Geist

MinQi Gründerinnen
Fünf Minuten am Tag können Wunder bewirken. Die Gründerinnen von MinQi sorgen für erholsame Pausen, aus denen ihr gestärkt hervorgehen könnt. (Foto: MinQi)

Der Firmenname ist Programm: Min steht für Minuten, Qi für Energie: Die Übungen für Körper und Geist dauern im Schnitt nur fünf Minuten – anschließend soll der Stress nachlassen, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit größer sein. Die Nutzer können aus zwei Kategorien, Body und Mind, verschiedenste Sessions und Trainings auswählen, sie werden als Slow Motion-Animationen auf dem Smartphone oder dem Laptop gezeigt.

Die beiden MinQi-Gründerinnen Dr. Delphine Bradt und Dr. Sarah Mahr haben ein Jahr in die Produktentwicklung gesteckt, sie haben dafür mit Ärzten, einer Yogalehrerin und einem Filmproduzenten zusammengearbeitet. In dieser Zeit haben sie sich selbst finanziert, mittlerweile haben sie Risikokapital eingesammelt und sind in der nächsten Fundraising-Phase. Die MinQi-Zielgruppe sind Unternehmen jeder Größe.

So können sich die Mitarbeiter nicht nur alleine zwischendurch stärken, sondern auch in der Gruppe. Gerade während Teammeetings sei die kleine erholsame Pause ratsam, sagt Delphine Bradt. „Dann machen auch alle mit. Und danach können sie frischer weiter konferieren.“
Die Idee zu MinQi hatten die beiden übrigens während ihrer BWL-Promotion an der LMU in München. Sie waren im Stress und suchten einen Ausgleich.

#2 mysleepmask – für erholsamen Schlaf

Ein Mittagsschläfchen kann Wunder wirken. Manchmal reicht ein zehnminütiger Powernap, um anschließend wieder stundenlang konzentriert arbeiten zu können. Doch gerade nachmittags, wenn es hell ist und lauter als am Abend, fällt es vielen schwer einzuschlafen bzw. gut zu schlafen. Eine Lösung könnte die neuartige Schlafmaske des Start-ups mysleepmask sein. Fabian Karau hat es Ende 2019 in Frankfurt am Main gegründet. Seit seiner Jugend leidet er unter Migräne. Er braucht bei solchen Attacken immer Ruhe und absolute Dunkelheit. Früher wickelte er sich, um schlafen zu können, einen Schal um den Kopf, steckte sich Stöpsel in die Ohren. Doch man kann sich vorstellen, dass der Schal verrutschte, die Stöpsel nicht hielten – und dass das alles somit nicht brachte, was er sich erhoffte.

Sein eigenes, zum Teil gemeinsam mit der Hochschule Reutlingen entwickeltes Produkt ist eine Kombination aus Schlafmaske, Ohrenstöpsel und integrierten Taschen im Nacken für Gelpads, die wahlweise kühlen oder wärmen. Die Maske ist blickdicht, verrutscht nicht und lässt die Ohrstöpsel da, wo sie hingehören. Für rund 30 Euro kann sie im firmeneigenen Onlineshop erworben werden.
Eine Finanzspritze bekam das Start-up durch die Teilnahme an der Gründershow „Die Höhle der Löwen“. Ralf Dümmel und Nico Rosberg investierten 100.000 Euro.

#3 MUYA – süße Power

MUYA Pralinen
Süße Pause: Mit außergewöhnlichen, veganen Pralinen möchte Marie-Theres Mang Geschmacksvielfalt im Mund zaubern. (Foto: MUYA)

Lust, die Pause zu versüßen? Dann könnten die hübschen Pralinen von Marie-Theres Mang genau richtig sein. Eigentlich hatte sie vor, irgendwann das Café des Opas in München zu übernehmen. Deshalb machte sie eine Ausbildung zur Konditorin, schloss dann übrigens als Deutschlands beste Jungkonditorin ab. Nur hatte die Familie das Café zwischenzeitlich anderweitig vermietet. Die Lage war nicht optimal. Also arbeitete Marie-Theres Mang in mehreren Sterne-Restaurants – und entdeckte dort die Liebe zum Pralinen herstellen.

Ich mag den intensiven, vielfältigen Geschmack auf so kleinem Raum.

Seit Anfang dieses Jahres geht sie dieser Leidenschaft als Unternehmerin nach: Sie gründete in Berlin das Start-up MUYA. In aufwändiger Handarbeit stellt sie vegane Pralinen her, die sie im eigenen Online-Shop und im KaDeWe verkauft. Marie-Theres Mang hat bescheiden angefangen, in einer gemieteten Küche und ohne jegliches Startkapital. Doch das war auch nicht nötig. Denn nachdem sie einigen Bloggern Pralinen hatte zukommen lassen und diese begeistert darüber schrieben, lief ihr Geschäft sehr gut. Muya war bald profitabel.
Im nächsten Jahr bezieht Marie-Theres Mang aber wahrscheinlich einen eigenen Laden mit Küche und Verkaufstresen.

#4 Fanzone – zwischendurch mal sammeln

Vielleicht habt ihr früher in der Hofpause Panini-Fußballbilder gesammelt und ins Album eingeklebt. Dann könnte euch auch die neue, digitale Variante des jungen Berliner Start-ups Fanzone gefallen. Seriengründer Dirk Weyel hat es im Herbst letzten Jahres gemeinsam mit Björn Hesse und Claudio Weck gegründet. Die Idee hinter Fanzone:

Der Handel mit den Sammelkarten basiert auf der Blockchain-Technologie, die zum Beispiel auch bei Transaktionen von Kryptowährungen eingesetzt wird.

Anders als etwa Bitcoins sind die Sammelkarten aber nicht austauschbare Einheiten, sogenannte Non-Fungible Token (NTFs). Es handelt sich also um limitierte, zum Teil seltene virtuelle Karten.

Rechtzeitig vor der Europameisterschaft hat Fanzone den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Kooperationspartner gewonnen. Seit diesem Frühjahr steht Fanzone den Sammelfans im Web und in den App-Stores von Google und Apple zur Verfügung. Sie können Bilder der deutschen Fußball-Nationalmannschaften (Männer, Frauen, U21) kaufen und handeln sowie an Fantasy Sports Challenges teilnehmen. Künftig sollen aber weitere Sportarten hinzukommen. Außerdem wollen die Berliner den internationalen Markt erobern.

#5 vCoach – einfach kommunizieren lernen

Warum nicht ein kleines Päuschen nutzen, um sich weiterzubilden, etwa die Kommunikation zu verbessern. Die aktuelle Forschung zeigt:

Wer gut kommunizieren kann, ist erfolgreicher.

Hier setzt das junge Start-up vCoach an. Das Versprechen der Münchner:

Nur fünf Minuten Training am Tag reichen aus, um schon nach zwei Wochen selbstbewusster auftreten und besser überzeugen zu können.

Der Nutzer braucht lediglich die Anwendung auf seinem Smartphone zu öffnen und sich selbst dabei zu filmen, wie er einen Vortrag hält. Im Anschluss erhält er eine Videoanalyse mit Feedback und weitere passgenaue Übungen.

Entwickelt wurde das bereits mit dem HR Innovation Award ausgezeichnete und auf Künstliche Intelligenz basierende Programm von Stephanie Mayer, Benjamin Gumpp, Tobias Hölzer und Clemens Lechner. Letzterer ist Deutscher Meister im Debattieren. Die Intention zum Start-up ging aber von den beiden erstgenannten aus. Sie waren Arbeitskollegen im Mediensektor, nahmen öfters an Trainings teil – und fanden: Das geht noch effektiver. Das sehen die kürzlich eingestiegenen Kapitalgeber offenbar ähnlich: Sie haben einen hohen sechsstelligen Betrag investiert.

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