Eine Schnapsidee und drei Gadgets für den Sommer



Zum Sommeranfang haben wir vier Geschäftsideen passend zur Saison herausgesucht. Das sind ein Solar-Bratgerät, ein mobiles Wasserkraftwerk, ein Longboard, das nach dem Vorbild von Blättern entworfen wurde, und ein ganz spezielles Wassereis.

Bruzzlr: der Kohleausstieg

In vielen Parkanlagen ist offenes Feuer nicht erlaubt und das Grillen mit Kohle dementsprechend nicht möglich. Wer trotzdem bei schönem Wetter am Strand oder auf der Wiese eine Bratwurst zubereiten möchte, der sollte ein Auge auf den Bruzzlr werfen. Der faltbare Photonengrill bündelt das Sonnenlicht mithilfe eines ein Meter großen aufblasbaren Parabolspiegels und erhitzt eine Grillplatte innerhalb von fünf Minuten auf 300 Grad Celsius. Der Grill besteht aus Aluminium und Kunststoff, wiegt nur drei Kilogramm und wird mit einer Luftpumpe in Form gebracht.

Man braucht weder Feuer noch Kohle und es entsteht bei der Benutzung keine Asche. Damit eignet sich der Grill nicht nur für den Park, sondern auch für die Zubereitung einer warmen Mahlzeit beim Wandern. Diesen Sommer müssen Grillbegeisterte jedoch noch auf konventionelle Bratgeräte zurückgreifen, der Bruzzlr kommt voraussichtlich erst Sommer 2016 auf den Markt. Vorbestellungen werden ab September 2015 auf Kickstarter angenommen. Der Preis wird bei etwa 250 Euro inklusive Tasche, Pumpe und Pfanne liegen.

Der Bruzzlr grillt Würstchen mithilfe von Sonnenenergie. (Foto: Bruzzlr)
Der Bruzzlr grillt Würstchen mithilfe von Sonnenenergie. (Foto: Bruzzlr)

Blue Freedom: grenzenloser Strom unterwegs

Wo wir beim Wandern sind. Was macht ein zeitgemäßer Wanderer, wenn sein Smartphone der Saft ausgeht? Er lädt es mit einer mobilen Wasserturbine auf. Blue Freedom ist ein 20 cm kleines und 400 g leichtes Wasserkraftwerk, das dank USB-Schnittstelle problemlos Handys, Rasierapparate, Kameras oder LED-Lampen mit Strom versorgen kann.

Der Generator produziert maximal 5 Watt. Die Energie wird in einem Akku mit 5.000 mAh zwischengespeichert, sodass man seine Geräte auch aufladen kann, wenn sich gerade kein fließendes Gewässer in der Nähe befindet. So viel Freiheit hat allerdings auch seinen Preis. Das Münchner Start-up verlangt auf Kickstarter für ein mobiles Wasserkraftwerk 319 US-Dollar und konnte bereits knapp 180.000 US-Dollar einsammeln. Die ersten Geräte sollen Dezember 2015 ausgeliefert werden.

Eigentlich gehört sie ins Wasser. Das Miniwasserkraftwerk Blue Freedom.
Eigentlich gehört sie ins Wasser. Das Miniwasserkraftwerk Blue Freedom. (Foto: Blue Freedom)

Gridboard: mit Leichtigkeit dahingleiten

Das Longboard ist eigentlich der Vorgänger des modernen Skateboards. Doch in jüngster Zeit erfreut es sich wieder wachsender Beliebtheit. Im Vergleich zum Skateboard ist es deutlich länger, außerdem werden größere Räder montiert, was es schneller macht. Auf diesem Trend setzt das Grid genannte Carbonboard auch. Die Idee ist es, ein besonderes Longboard zu bauen, welches sich in seiner formellen Gestaltung, aber auch in seinen technischen Eigenschaften vom Standard abhebt.

Das aus Kohlenstofffaser hergestellte Deck verfügt über eine spezielle Gitterstruktur, die dem Aufbau von Blättern, Flügel und Knochen nachempfunden ist. Dadurch ist das Gridboard leichter, als welche aus Holz, und auf eine optimale Kraftverteilung ausgelegt. Das Gridboard wurde bereits mit dem Materialica Silver Award 2014 in der Kategorie Produkt ausgezeichnet sowie für den German Design Award 2016 nominiert. Auch diese Produktidee finanziert sich per Crowdfunding. Ein Gridboard kostet auf Indiegogo etwa 360 Euro.

Für seine Form erhielt das Griboard bereits Designpreise (Bild: http://www.gridboard.com)
Für seine Form erhielt das Griboard bereits Designpreise (Foto: Gridboard)

Shot Ice: eine Schnapsidee

Wie kann man einen Klassiker aus Kindheitstagen und ein Partygetränk noch besser machen? Indem man sie kombiniert! Das dachte sich zumindest der Erfinder des Shot Ices, Simon Schule Sutthoff. Der Werbeartikelspezialist aus Karlsruhe entwickelte bei einem sommerlichen Clubbesuch die Idee, ein Wassereis mit Alkohol zu kombinieren. Aus der Schnapsidee wurde schnell ernst und 2014 brachte er das Shot Ice zusammen mit seinem Freund Samson Berihu auf den Markt. Dieses ist in fünf Geschmacksrichtungen erhältlich: Cola, Pfirsich, Himbeere, Zitrone und Kirsch.

Das Shot Ice kombiniert Fruchtsaft mit Wodka (Bild: shotice.de)
Das Shot Ice kombiniert Fruchtsaft mit Wodka (Foto: Shot Ice)

Gepaart mit Wodka entsteht ein gefrorener Cocktail mit  10,5 Volumenprozent Alkohol. Beim Vertriebsweg richtet sich das junge Unternehmen an Veranstalter, beginnend von der kleinen Hausfete bis hin zum Rockfestival. Ein 200er Paket ist für circa 135 Euro über den Webshop von Shot Ice erhältlich.

Der Sommer liefert reichlich Anstöße für neue Geschäftsideen. Hier finden Sie weitere Inspirationen:

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