Die besten Geschäftskonten für Kleinunternehmer ab 0 €

Für viele Kleinunternehmer reicht ein schlankes Geschäftskonto ab 0 €. Entscheidend für die Kontowahl sind Rechtsform, Buchungsvolumen und Bargeldbedarf. Wir zeigen, welche Konten zu typischen Branchen passen. 

Außerdem beleuchten wir, wo schnell Zusatzkosten entstehen und welche Tarife für Kleinunternehmer weniger geeignet sind.

Redaktion

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Andrea Feustel verantwortet bei Für-Gründer.de die Bereiche Geschäftskonto, Firmenkreditkarten und E-Mail-Marketing-Software. Neben der Veröffentlichung von regelmäßigen Vergleichen stellt Andrea einzelne Anbieter im Detail vor und ordnet sie für Gründer und Selbstständige im Markt ein. Ihre Inhalte erscheinen als Texte, Social-Media-Beiträge und Videos auf YouTube.

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Das Wichtigste auf einen Blick
  • 11 Tarife für 0 € Grundgebühr: u.a. Vivid Standard, Accountable Free, Fyrst Base.
  • Separates Geschäftskonto erleichtert Finanzübersicht und Buchhaltung.
  • Keine Kontopflicht für Freiberufler + Soloselbstständige.
  • Privatkontonutzung: Viele Banken schließen geschäftliche Nutzung aus.
  • Typische Kostentreiber: Buchungen, Karten und Bargeld.

Bestes kostenloses Konto

Für Kleinunternehmer, die dauerhaft ohne Grundgebühr auskommen möchten, sind Vivid und Accountable Rechnungen Free besonders interessant. 

Vivid Standard ist der 0 € Tarif für Solo-Selbstständige und Freiberufler, Vivid Free Start steht für 0 € GbRs, UGs und GmbHs zur Verfügung. Dazu gibt es unbegrenzt viele Buchungen, Karten und Unterkonten sowie Cashback und Zinsen. 

Accountable Rechnungen Free ist eine kostenlose Kombination aus Rechnungs- und Buchhaltungstool und Bankingfunktionen. Alle Buchungen sind kostenlos, ebenso der Upload von 5 Belegen, 1 Unterkonto und ein Konto für Steuerrücklagen. 

Alternativen für 0 €: Fyrst Base, Qonto Starter, ING Businesskonto Tarif S

Bestes Konto für Bargeldbedarf

Wer regelmäßig Bargeld abheben und auch einzahlen möchte, fährt besonders gut mit Fyrst Base. 

Fyrst Base: Für natürliche Personen wie Freiberufler und Solo-Selbstständige entfällt die monatliche Grundgebühr, sonst liegt sie bei 6 € monatlicher Grundkosten.

Da Fyrst zum Haus der Deutschen Bank, profitieren Kunden vom weiten Filialnetz mit Bargeldzugang der Deutschen Bank und Postbank.

Alternativen: Starttarife der Commerzbank oder Deutschen Bank. 

Bestes Konto mit Buchhaltungsfunktionen

Wer Banking und Buchhaltung möglichst eng miteinander verbinden möchte, findet mit Lexware Tarif Solo und dem ING Geschäftskonto Tarif S  passende Angebote mit integrierten Rechnungs- und Buchhaltungsfunktionen.

Lexware Tarif Solo: Das Geschäftskonto zur Buchhaltungssoftware Lexware Office bietet mit kostenloser Debitkarte, 4 Unterkonten, unbegrenzt vielen Gratis-Buchungen ein attraktives Gesamtpaket. 

ING Geschäftskonto: S ist der beste Tarif der ING bei bis zu 50 Buchungen im Monat: 0 € Grundgebühr, jede Buchung 0,30 €, 5 Unterkonten inklusive, Rechnungsfunktionen, Tagesgeldoption, kostenlose Visa Business Debitkarte.  

Diese Konten empfehlen wir Kleinunternehmern nicht

Auch gut bewertete Geschäftskonten passen nicht zu jedem Kleinunternehmer. Entscheidend ist, ob Funktionen und Kosten zum eigenen Nutzungsprofil passen.

  • Team- und Enterprise-Konten: Tarife wie Qonto Enterprise oder Holvi Business lohnen sich vor allem, wenn mehrere Nutzer, Karten oder Unterkonten benötigt werden. Für Einzelunternehmer und kleine Teams sind sie häufig überdimensioniert. Alternative: Ein Einstiegstarif wie Qonto Starter oder das ING Geschäftskonto im Tarif S.
  • Premium- und Full-Service-Konten: Ein Commerzbank PremiumGeschäftskonto Plus oder Fyrst Premium kann sich bei höherem Buchungsvolumen, intensiv genutztem Bankservice oder Kreditbedarf lohnen. Bei geringerem Buchungsumfang rechnen sich eher Tarife wie Commerzbank Klassik oder Fyrst Base. Tipp: Kostenlose Tarife finden Sie im Vergleich kostenloser Geschäftskonten.
  • Günstige Konten mit höheren Buchungskosten: Wer regelmäßig viele Buchungen hat, ist bei vielen Anbietern mit dem Einstiegstarif schlecht beraten. Denn in vielen Tarifen sind die Online-Buchungen in den Starttarifen teurer oder nur ein geringes Buchungskontingent kostenlos enthalten. Bei Holvi Flex beispielsweise können trotz fehlender Grundgebühr bei vielen Buchungen höhere Kosten entstehen. Alternative: Tarife mit vielen oder unbegrenzt enthaltenen Online-Buchungen wie bei Accountable Banking oder Vivid Standard. 
  • Spezialkonten für internationales Geschäft: Revolut Business ist vor allem für Fremdwährungen und internationale Zahlungen interessant. Eine deutsche IBAN bietet das Konto derzeit nicht. Wer überwiegend in Deutschland oder im SEPA-Raum arbeitet, benötigt diese Funktionen häufig nicht. Alternative: Ein günstiges Konto mit deutscher IBAN und starkem SEPA-Zahlungsverkehr, etwa von Finom oder der ING.

  | Wichtige Kontofunktionen für Kleinunternehmer

Für Kleinunternehmer sind vor allem die Kontofunktionen wichtig, die im täglichen Geschäft tatsächlich Kosten sparen oder die Kontonutzung erleichtern.

Deshalb konzentrieren wir uns auf fünf zentrale Punkte: 

  1. Niedrige Kontokosten: Eine geringe oder keine Grundgebühr und überschaubare Zusatzkosten sind besonders bei kleinen Umsätzen wichtig.
  2. Ausreichend Freiposten: Überweisungen, Lastschriften und andere Buchungen sollten möglichst im Tarif enthalten sein und zum eigenen Buchungsvolumen passen.
  3. Geschäftskarte inklusive: Eine Debit- oder Kreditkarte ist wichtig für betriebliche Einkäufe, Software-Abos und Reisekosten.
  4. Gutes Online- und Mobile-Banking: Überweisungen, Kontostand, Umsätze und Kartenverwaltung sollten einfach und schnell funktionieren.
  5. Bargeldeinzahlungen: Wer regelmäßig Bargeld einnimmt, sollte darauf achten, ob und zu welchen Kosten Einzahlungen möglich sind.
  6. Funktionen für Rechnungsstellung und Buchhaltung: Rechnungen versenden und empfangen, EÜR erstellen und (vorbereitende) Buchhaltung erledigen ist bei Bedarf in vielen Konten inklusive. 

Brauchen Kleinunternehmer Unterkonten?

Unterkonten sind für Kleinunternehmer kein Muss, können aber die Finanzorganisation deutlich erleichtern. Besonders sinnvoll sind sie, wenn regelmäßig Geld für Steuern, Rücklagen oder bestimmte Ausgaben getrennt zurückgelegt werden soll.

Für sehr kleine und überschaubare Betriebe reicht oft ein Geschäftskonto aus. Wer jedoch mit schwankenden Einnahmen arbeitet oder seine Rücklagen klar trennen möchte, profitiert von zusätzlichen Unterkonten.

Wichtig ist deshalb weniger die Anzahl der Unterkonten als die Frage, ob sie den eigenen Finanzalltag wirklich vereinfachen.

Bei der Kontowahl an Wachstum denken

Wer als Kleinunternehmer und womöglich zunächst nebenberuflich startet, sollte nicht nur auf den 0-Euro-Tarif schauen. Prüfen Sie auch, was der nächste Tarif kostet, wenn Buchungen oder Mitarbeiter hinzukommen.

  | Unsere Konto-Empfehlungen nach Branche

Die folgenden Empfehlungen orientieren sich an typischen Anforderungen der jeweiligen Branche. Der individuelle Zahlungsverkehr kann davon abweichen.

Branche Typischer Bedarf Kontoempfehlung Monatliche Grundgebühr Vorteile u.a. Zum Tarif
Kreative & digitale Dienstleistungen
z.B. Designer, Texter, Fotografen, Entwickler
Viele digitale Zahlungen, Rechnungen, Unterkonten Vivid Standard 0 € Unbegrenzte Online-Buchungen, Unterkonten, Karten und Rechnungstool Zum Tarif
Beratung, Bildung & Gesundheit
z.B. Coaches, Dozenten, Trainer, Ernährungsberater
Einfache Buchhaltung, Rechnungen und Steuerrücklagen Accountable Free 0 € Banking, Rechnungsstellung, Buchhaltung und automatische Steuerrücklagen Zum Tarif
Handwerk & lokale Dienstleistungen
z.B. Handwerker, Hausmeisterservices, mobile Friseure
Karte, Bargeld und Finanzierungsmöglichkeiten FYRST Base 0 € (für natürliche Personen wie Freiberufler und Solo-Selbstständige). Für andere Rechtsformen können Gebühren anfallen. 50 Online-Buchungen inklusive, Bargeldservice und Finanzierungsmöglichkeiten Zum Tarif
Stationärer Handel
z.B. Laden, Salon oder lokales Geschäft
Regelmäßige Bargeldeinzahlungen, Filiale und Beratung Commerzbank Klassik 15,90 €, bei Kontoeröffnung für 12 Monate 0 €  Filialnetz, Bargeldeinzahlungen und persönliche Beratung Zum Tarif
E-Commerce & Online-Handel
z.B. kleiner Onlineshop oder Etsy-Shop
Viele digitale Buchungen und Trennung von Rücklagen Vivid Standard 0 € Unbegrenzte Online-Buchungen, Unterkonten und digitale Karten Zum Tarif

  | Ist ein Geschäftskonto für Kleinunternehmer Pflicht?

Kleinunternehmer sind per Gesetz nicht automatisch zu einem Geschäftskonto verpflichtet. Für die gesetzliche Einordnung ist vor allem die Rechtsform entscheidend.

Bei welcher Rechtsform brauchen Kleinunternehmer ein Geschäftskonto?

In der Regel sind Kleinunternehmer Freiberufler, Gewerbetreibende und Soloselbstständige. Der Vollständigkeit halber führen wir hier aber auch die Rechtsformen GbR und UG und GmbH auf.

Unternehmensform Gesetzliche Geschäftskontopflicht? Besonderheit
Einzelunternehmen, Gewerbetreibende, Kleingewerbetreibende und Freiberufler Nein Ein separates Geschäftskonto ist freiwillig.
GbR / eGbR Nein Ein gemeinsames Gesellschaftskonto ist in der Praxis sinnvoll.
UG / GmbH Ja Ein eigenes Gesellschaftskonto ist in der Praxis erforderlich. Bei der Bargründung muss das Stammkapital der Gesellschaft zur freien Verfügung stehen; üblicherweise wird dafür bereits vor der Handelsregistereintragung ein Geschäftskonto für die Gesellschaft in Gründung eröffnet.

Was bedeutet Kleinunternehmer?

Kleinunternehmer ist keine Rechtsform, sondern eine umsatzsteuerliche Regelung (Kleinunternehmerregelung) nach § 19 UStG.

Seit 2025 gilt sie grundsätzlich, wenn der Gesamtumsatz im Vorjahr höchstens 25.000 € betrug und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet.

Sofern sie diese Bedingungen erfüllen, können beispielsweise Einzelunternehmen, GbRs, UGs oder GmbHs Kleinunternehmer sein.

Mehr zur Kleinunternehmerregelung

Warum lohnt sich ein separates Geschäftskonto?

Ein separates Geschäftskonto lohnt sich unabhängig von der Unternehmens- und Rechtsform: 

Das Firmenkonto schafft eine klare Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Zahlungen. Das erleichtert die Buchhaltung und macht Kontobewegungen schneller nachvollziehbar.

Privatkonto geschäftlich nutzen: was die Banken-AGB sagen

Freiberufler und Solo-Selbstständige sind gesetzlich nicht zur Eröffnung eines separaten Geschäftskontos verpflichtet.

Ob sie ihr privates Girokonto für geschäftliche Zahlungen nutzen dürfen, hängt von den Bedingungen der jeweiligen Bank ab. Viele Banken schließen die gewerbliche oder selbstständige Nutzung privater Girokonten ausdrücklich aus.

Wer trotzdem geschäftliche Umsätze über ein solches Konto abwickelt, verstößt gegen die Kontobedingungen. Im schlimmsten Fall kann die Bank das Konto kündigen.

Deshalb gilt: Vor der geschäftlichen Nutzung eines Privatkontos immer die AGB und Kontobedingungen des konkreten Kontomodells prüfen. Das gilt auch für ein zweites Privatkonto, das ausschließlich für geschäftliche Zahlungen genutzt werden soll.

Kleinunternehmer, Kleingewerbe, Einzelunternehmen: der Unterschied

  • Kleinunternehmer: Beschreibt die steuerliche Behandlung nach § 19 UStG. Wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, ist deshalb nicht automatisch einer bestimmten Rechtsform zugeordnet.
  • Kleingewerbe: Beschreibt einen Gewerbebetrieb mit überschaubarem Umfang, für den kein kaufmännisch eingerichteter Geschäftsbetrieb erforderlich ist. Auch das ist keine eigene Rechtsform.
  • Einzelunternehmen: Bezeichnet die Unternehmensform, bei der eine einzelne Person das Unternehmen betreibt.

Wichtig: Die Begriffe schließen sich nicht gegenseitig aus: Ein gewerblicher Einzelunternehmer kann zugleich Kleingewerbetreibender sein und die Kleinunternehmerregelung nutzen.

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  | Was kostet ein Geschäftskonto für Kleinunternehmer?

Für ein Geschäftskonto zahlen Kleinunternehmer je nach Anbieter und Nutzung in den Starttarifen zwischen 0 € und rund 40 € pro Monat. In diese Kosten fließen ein: 

  • Grundgebühr
  • Transaktionskosten (Buchungen)
  • Karten
  • Bargeldtransaktionen
  • ggf. Auslandszahlungen

Die Brutto-Falle für Kleinunternehmer

Viele Geschäftskonten werden mit Nettopreisen beworben. Kostet ein Tarif beispielsweise 9 € netto, werden mit 19 % Umsatzsteuer tatsächlich 10,71 € fällig.

Da Kleinunternehmer in der Regel keine Vorsteuer abziehen, zählt für sie der Bruttopreis.

0 € oder günstiger Bezahl-Tarif?

Ein kostenloses Geschäftskonto lohnt sich vor allem für Kleinunternehmer mit wenigen monatlichen Buchungen und einfachen Anforderungen.

Wer nur einige Rechnungen bezahlt, wenige Zahlungseingänge hat und keine Zusatzfunktionen benötigt, kann mit einem 0-Euro-Tarif dauerhaft günstig fahren.

Ein Bezahl-Tarif wird interessanter, sobald regelmäßig viele Buchungen anfallen oder wichtige Leistungen im kostenlosen Tarif extra kosten.

Dazu können zusätzliche Überweisungen, Lastschriften, Karten oder Bargeldeinzahlungen gehören. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Grundgebühr, sondern der Gesamtpreis pro Monat.

Beispielrechnung

Angenommen, ein kostenloses Konto enthält 10 Buchungen pro Monat. Jede weitere Buchung kostet 0,40 €. Ein Bezahl-Tarif kostet 9 € monatlich und enthält 50 Buchungen. Bei 40 Buchungen ergeben sich:

  • 0-Euro-Tarif: 30 zusätzliche Buchungen × 0,40 € = 12 € pro Monat
  • Bezahl-Tarif: 9 € pro Monat

In diesem Beispiel ist der Bezahl-Tarif trotz Grundgebühr günstiger.

Faustregel: Ein 0-Euro-Konto eignet sich vor allem bei wenigen Buchungen. Steigt das Buchungsvolumen regelmäßig, sollten Kleinunternehmer prüfen, ob ein Tarif mit Grundgebühr und mehr Inklusivleistungen insgesamt günstiger ist.

Filialbank, Direktbank oder Neobank: Preisspannen im Vergleich

Wie sich die Kosten zusammensetzen stellen wir, je nach Anbietertyp, beispielhaft vor:

Kosten Fintech / Neobank Direktbank Filialbank
Grundgebühr pro Monat ca. 0–7 € ca. 0–10 € ca. 15–25 €
15 Buchungen pro Monat ca. 0–1,50 € ca. 0–3 € ca. 3,75–6 €
Physische Debitkarte ca. 0–5 € ca. 0–10 € ca. 0–15 €

Die Werte dienen als Orientierung: Fintechs sind häufig besonders günstig, während Filialbanken höhere Gebühren verlangen. Dafür bieten sie aber auch Leistungen wie persönliche Beratung, Bargeldservice und Finanzierung.

Tipp

20 kostenpflichtige Buchungen zu je 0,30 € verursachen bereits 6 € zusätzliche Kosten im Monat.

Zwei Bargeldeinzahlungen zu je 3 € kommen ebenfalls auf 6 €.

Deshalb lohnt sich der Blick auf das eigene Nutzungsverhalten, nicht nur auf die Grundgebühr.

Gibt es kostenlose Geschäftskonten für Kleinunternehmer?

Ja, einige Geschäftskonten gibt es ohne monatliche Grundgebühr. Die meisten von ihnen bieten zusätzlich ein festes Monatskontingent an inklusiven Transaktionen.

Beispiele kostenloser Geschäftskonto-Tarife sind:

  • Vivid Standard mit unbegrenzt vielen Online-Überweisungen, Karten und Unterkonten
  • Qonto Starter u.a. mit 5 Inklusivbuchungen und Debitkarte sowie ING Geschäftskonto im Tarif S mit 0 € Grundgebühr, einer physischen Karte und 0,30 € je belegloser Buchung.
  • Fyrst Base umfasst u.a. 50 beleglose Buchungen und eine physische Debitkarte. 

Wichtig: 0 € Grundgebühr bedeutet nicht automatisch, dass alle Leistungen kostenlos sind. Mehr Tarife für Kleinunternehmer zeigt unser Vergleich kostenloser Geschäftskonten.

Tipp

Kleinunternehmer sollten Umsatzgrenzen, Belegpflichten und Buchhaltung im Blick behalten. Kontoführungsgebühren sind als Betriebsausgabe absetzbar, die enthaltene Umsatzsteuer jedoch nicht als Vorsteuer.

Alle Details zur Kleinunternehmerregelung, zu Buchhaltung und Steuern haben wir in der Ratgeberseite Kleinunternehmer zusammengestellt. 

  | Geschäftskonto eröffnen oder wechseln

Die Kleinunternehmerregelung betrifft die Umsatzsteuer, nicht die Rechtsform. Für die Kontoeröffnung sind deshalb vor allem Ihre Unternehmensform, Ihre Tätigkeit und die Anforderungen des Anbieters entscheidend.

Den allgemeinen Ablauf, die Dauer und die vollständige Unterlagenübersicht finden Sie im Ratgeber im großen Geschäftskonto-Vergleich. Geschäftskonto eröffnen.

Gewerblich oder freiberuflich tätig? - Unterschied in der Kontoeröffnung

  • Als gewerblicher Einzelunternehmer benötigen Sie je nach Anbieter insbesondere Ihre Gewerbeanmeldung.
  • Freiberufler brauchen keine Gewerbeanmeldung, müssen ihre Tätigkeit aber gegebenenfalls mit einem Schreiben des Finanzamts nachweisen. Hinzu kommt ein gültiger Identitätsnachweis.
  • Auch im Nebenerwerb können Sie ein Geschäftskonto eröffnen. Die nebenberufliche Tätigkeit ersetzt jedoch nicht die erforderliche gewerbliche oder steuerliche Anmeldung.

Ist es ein Problem, wenn Kleinunternehmer noch keine Steuernummer haben?

Es kann tatsächlich einschränkend sein im Eröffnungsprozess, wenn Sie noch keine Steuernummer haben.

Klären Sie daher vor dem Antrag, ob Sie Ihre betriebliche Steuernummer nachreichen dürfen. Manche Anbieter ermöglichen das, andere benötigen bereits entsprechende Nachweise für die Freischaltung.

Eine schnelle Online-Antragstellung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass Sie das Konto sofort nutzen können.

Bisherige Geschäftszahlungen aufs neue Konto umstellen

Haben Sie bisher private und geschäftliche Zahlungen über dasselbe Konto abgewickelt, stellen Sie gezielt die betrieblichen Zahlungseingänge und Abbuchungen um.

1. Private Zahlungen bleiben auf dem Privatkonto.

2. Aktualisieren Sie die Bankverbindung in Ihren Rechnungsvorlagen, bei Kunden, Lieferanten und gegebenenfalls beim Finanzamt sowie bei Zahlungsdiensten.

3. Prüfen Sie außerdem betriebliche Daueraufträge, Lastschriften und Abos.

4. Ersetzen Sie ein bestehendes Geschäftskonto, lassen Sie es zunächst parallel weiterlaufen, bis die Umstellung abgeschlossen ist. Sichern Sie vor der Kündigung Ihre Kontoauszüge und weiteren Kontounterlagen.

Wichtig: Verlassen Sie sich nicht auf einen automatischen Wechsel. Ob und in welchem Umfang der Anbieter unterstützt, sollten Sie vorab klären. Die gesetzliche Kontenwechselhilfe für Verbraucher gilt nicht für Geschäftskonten.

Sonderfälle: nebenberuflich, vor der Gewerbeanmeldung, Kontowechsel

Nicht jede Kontoeröffnung läuft nach dem Standardfall ab. Diese Besonderheiten sollten Kleinunternehmer kennen:

  • Nebenberufliche Selbstständigkeit: Auch wer nur nebenberuflich gründet, kann ein Geschäftskonto eröffnen. Für die Bank sind vor allem Rechtsform und Geschäftstätigkeit relevant. Gerade im Nebenerwerb kann ein separates Konto helfen, private und geschäftliche Zahlungen von Beginn an sauber zu trennen.
  • Vor der Gewerbeanmeldung: Freiberufler benötigen grundsätzlich keine Gewerbeanmeldung. Gewerbetreibende müssen sie dagegen bei vielen Banken bereits bei der Kontoeröffnung vorlegen. Bei UG und GmbH wird häufig schon vor der Handelsregistereintragung ein Konto für die Gesellschaft in Gründung eröffnet, um das Stammkapital einzuzahlen.
  • Kontowechsel: Einige Banken unterstützen beim Wechsel, beispielsweise zum "Umziehen" von Daueraufträgen und Zahlungspartnern. Unser Tipp: Trotzdem sollte das alte Konto zunächst parallel weiterlaufen, bis Lastschriften, Abos, Kunden und Lieferanten auf die neue IBAN umgestellt sind. IBAN gesucht? Nutzen Sie unseren IBAN Rechner.
Tipp

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  | Häufige Fragen

Muss ich als Kleinunternehmer ein Geschäftskonto haben?

Nein, nicht automatisch. Für Einzelunternehmer und Freiberufler besteht grundsätzlich keine gesetzliche Pflicht. Bei UG und GmbH ist ein eigenes Gesellschaftskonto dagegen erforderlich für die Einzahlung des Stammkapitals.

Entscheidend ist also die Rechtsform, nicht die Kleinunternehmerregelung.

Welches ist das beste Konto für Kleinunternehmer?

Welches Konto am besten geeignet ist, hängt von Rechtsform und Nutzung ab. Im Geschäftskonto-Vergleich ist Vivid das beste Online-Geschäftskonto und bietet Einstiegstarife ab 0 €.

Wer regelmäßig Bargeld einzahlt oder abhebt, ist beispielsweise auch bei Fyrst richtig.  

Wann werden Kleinunternehmer vom Finanzamt geprüft?

Kleinunternehmer werden nicht nach festen Zeitabständen geprüft. Das Finanzamt wählt Betriebe unter anderem nach Risikokriterien und per Zufallsauswahl aus.

Eine Betriebsprüfung kann daher auch ohne konkreten Verdacht stattfinden und wird in der Regel vorher angekündigt.

Welches Geschäftskonto ist für Kleinunternehmer kostenlos?

Mehrere Anbieter haben Geschäftskonten ohne monatliche Grundgebühr, darunter Vivid Standard, Fyrst Base, Qonto Starter, ING Businesskonto Tarif S und N26 Business Standard.

Je nach Tarif können jedoch Kosten für zusätzliche Buchungen, Karten oder Bargeldtransaktionen anfallen. Einen Überblick bietet unser Vergleich kostenloser Geschäftskonten.

Brauche ich als nebenberuflicher Kleinunternehmer ein Geschäftskonto?

Nein, nicht automatisch. Auch bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit kommt es auf die Rechtsform und die Bedingungen der Bank an. Ein separates Geschäftskonto ist aber sinnvoll, um private und geschäftliche Zahlungen sauber zu trennen.

Kann ich als Kleinunternehmer ein zweites Privatkonto geschäftlich nutzen?

Nur wenn die Bank das erlaubt. Viele Privatkonten dürfen laut Kontobedingungen ausschließlich privat genutzt werden. Das gilt auch für ein zweites Privatkonto, das nur für geschäftliche Zahlungen vorgesehen ist.

Kann ich ein Geschäftskonto schon vor der Gewerbeanmeldung eröffnen?

Teilweise ja. Welche Nachweise erforderlich sind, hängt vom Anbieter und der Rechtsform ab. Einige Banken verlangen die Gewerbeanmeldung bei der Eröffnung. Andere Banken ermöglichen die Kontoeröffnung bereits vorher oder erlauben das Nachreichen bestimmter Unterlagen. 

Sind Kontoführungsgebühren für Kleinunternehmer steuerlich absetzbar?

Ja. Geschäftlich veranlasste Kontoführungsgebühren können als Betriebsausgabe berücksichtigt werden. Kleinunternehmer können die darin enthaltene Umsatzsteuer jedoch grundsätzlich nicht als Vorsteuer abziehen. 

  | Fazit Kleinunternehmer-Geschäftskonto

Für Kleinunternehmer zählt vor allem ein Konto, das zum tatsächlichen Geschäftsalltag passt. Viele Zusatzfunktionen sind nur dann sinnvoll, wenn sie auch genutzt werden.

Je nach Bedarf sind bei der Kontowahl folgende Punkte wichtig:

  • geringe Fixkosten
  • ein zum Buchungsvolumen passendes Inklusivkontingent
  • Bargeldein- und -auszahlungen
  • benötigte Karten
  • Finanzierungsmöglichkeiten

Gut zu wissen: Einzelunternehmer und Freiberufler müssen kein separates Geschäftskonto eröffnen. Für UGs und GmbHs ist ein Geschäftskonto notwendig für die Stammkapitaleinzahlung. 

Empfehlung:

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