33 praktische SEO-Tipps



Was sind die häufigsten Fehler in der Suchmaschinenoptimierung? Welche Rankingfaktoren sind auch langfristig relevant? Und wie schaffe ich nutzerzentrierten Content? Wir stellen die wichtigsten Evergreen-Tipps und No-Gos für SEO vor.

SEO 33 Tipps Google
Suchmaschinenoptimierung Schritt für Schritt: Mit diesen 33 Evergreen-Tipps verbessert ihr euer Ranking bei Google. (Foto: Unsplash)

Höchste Zeit für Mobiloptimierung

Das January Core Update 2020 von Google bringt gravierende Veränderungen mit sich, die wesentliche Ranking-Faktoren betreffen. Mit den brandaktuellen Änderungen dazu beschäftigen wir uns in einem Artikel am Donnerstag.

Dies solltet ihr aber grundlegend über Suchmaschinenoptimierung für Smartphones, Tablets und Co. wissen:

  1. Responsives Webdesign ist der von Google empfohlene Ansatz. Das bedeutet, dass eure Website unabhängig vom verwendeten Gerät denselben HTML-Code bereitstellt, die Inhalte sich jedoch nach der Bildschirmgröße richten.
  2. Nutzt das URL-Prüfungstool. Dieses verrät euch, ob sich eure Website bei Google im mobilen Index befindet oder nicht.
  3. Texte sollten auf mobilen Webseiten besonders gut strukturiert sein. Beispielsweise durch die Platzierung von Bulletpoints oder Sprungmarken gleich zu Beginn der Seite.
  4. Die Ladezeit mobiler Webseiten sollte unter 4 Sekunden liegen. Dies erreicht ihr u. a., indem ihr die zu ladenden Daten wie Bilder komprimiert. Smartphone- und Laptop-Nutzer verfügen häufig nur über einen begrenzten Traffic von ihrem Mobilfunkanbieter ärgern sich, wenn dieser durch das Surfen auf eurer Website unnötig stark verbraucht wird. Außerdem erhöht sich die Absprungrate mit jeder Sekunde, in der eure Website lädt.
  5. Keywordorientierung spielt beim mobilen Surfen eine untergeordnete Rolle. Die Nutzererfahrung ist deutlich wichtiger für das Google-Ranking. Dazu nun mehr.

Sichtbarkeit, nutzerzentrierter Content vs. Keyword-Orientierung

Der viel genutzte Spruch „Content is King” spielt bei der Suchmaschinenoptimierung eine unverändert große Rolle. Erst recht, weil das Internet täglich von Videos, Grafiken und Texten überflutet wird. Sowohl große als auch kleine Unternehmen betreiben Content Marketing, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen. Hier setzt sich vor allem Qualität durch.

Das gilt es über Content Marketing zu wissen:

  1. Pflegt Google My Business. Ein starkes Instrument für Local SEO und ein effektives Seeding-Tool für Content Marketing. Teasert eure Inhalte in Google My Business an – die GMB-Präsenzen sehen User nämlich drei- bis viermal so häufig wie die eigentliche Website.
  2. Die Keyword-Dichte hat fast ausgedient. Es spielt nur noch eine untergeordnete Rolle, wie oft das besagte Keyword im Text vorkommt. User Signals – also das Verhalten des Nutzers auf der Seite nach dem Klicken auf den Google-Link – sind entscheidend. Darüber hinaus sind Themen wichtiger als Keywords.
  3. Bei der Content-Erstellung immer aus Sicht des Kunden denken. Welche Informationen erwartet der Webseitenbesucher bei der Suchanfrage? Mit welchen Inhalten kann dessen Problem gelöst werden?
  4. Je länger ein Text ist, desto besser? Diese Zeiten sind vorbei. Nutzwert steht an oberster Stelle. Wenn ein Text von 400 Wörtern ausreicht, um die Fragen des Users zu beantworten, solltet ihr diesen nicht künstlich aufblähen.
  5. Traffic über das Haupt-Keyword ist oft geringer als über Longtails. Daher solltet ihr bei der Content-Erstellung auch Neben-Keywords mit geringerem Suchvolumen in den Text integrieren.
  6. Content sollte möglichst vielfältig sein und Abwechslung bieten. Dazu gehören neben Texten eben auch Videos, Podcasts, Infografiken, Fotos und Zitate. Reine Textwüsten sind unattraktiv und haben entsprechend negative User Signals zur Folge.
  7. Eine hohe Absprungrate muss nicht unbedingt ein Hinweis auf schlechten Content sein. Messt ihr gleichzeitig eine hohe Verweildauer, kann es gut sein, dass die Fragen des Users auf eurer Website zufriedenstellend beantwortet wurden und er einen positiven Eindruck von eurem Unternehmen gewonnen hat. Nicht jeder Klick ist ein Lead, ihr zahlt mit hochwertigem Content langfristig auf die Kundengewinnung und Kundenbindung ein.
  8. Guter Content ist die Basis für ein gutes Ranking. Man kann es gar nicht oft genug sagen: Hochwertige Inhalte sind die Grundlage eures Erfolges im Netz.

Webseiten-Relaunch und die Folgen für das Google-Ranking

Wer eine neue Webseite launcht, der darf zumindest kurzfristig mit einer eingeschränkten Sichtbarkeit bei Google rechnen, da der Suchmaschinengigant die Änderungen erkennen und verarbeiten muss. Mit diesen Tipps und Erfahrungen wird der Webseiten-Relaunch dennoch zum Erfolg:

  1. Bei unstrukturierten Relaunches drohen hohe Einbrüche. Webseiten haben so schon einmal einen Einbruch der Sichtbarkeit bei Google von teilweise 98 Prozent über mehrere Monate erlitten. Das Hauptproblem: Google wie auch die Nutzer finden altbekannte Webseiten nicht mehr.
  2. Die korrekten Weiterleitungen von alten URLs via 301 sind wesentlich. Tote URLs sollten unbedingt vermieden werden.
  3. Die Diskussion um die Anwendung von 404- oder 410-Statuscodes wird überbewertet. Werden einzelne Seiten komplett entfernt, löscht Google diese aus dem Index.
  4. Die Ranking-Regeneration kann bis zu ein Jahr dauern. Bei einem kompletten Relaunch inklusive neuer URL-Struktur müsst ihr mit vier bis zwölf Monaten rechnen, bis sich das Google-Ranking erholt.
  5. Lasst euch Zeit zwischen den Relaunches. Mehrere größere Aktualisierungen hintereinander sollten mit einem Abstand von mindestens sechs bis zwölf Monaten durchgeführt werden.

Backlinks gewinnen und eine Google-Abstrafung vermeiden

Eine Vielzahl an Backlinks in der entsprechenden Qualität hilft, bei Google gut zu ranken. Greift man allerdings auf falsche Linkbuilding-Strategien zurück, kann es sein, dass Google euch abstraft. Diese Tipps sollten ihr daher zu den beiden Themen Linkbuilding und Google Penalty kennen:

  1. Linkgewinnung: Ein Anruf beim jeweiligen Webmaster kann Wunder bewirken. Im Gespräch sollte jedoch nicht um die Verlinkung gebeten, sondern der Mehrwert des eigenen Contents dargestellt werden. Die Verlinkung folgt dann meist von ganz alleine, auch wenn as heutzutage angesichts des hohen Begehrens für die Suchmaschinenoptimierung nach guten Backlinks seltener geworden ist.
  2. Media Monitoring: Google Alerts informieren euch über Erwähnungen. Sollte im Text die Verlinkung zu eurer Webseite fehlen, genügt manchmal ein kleiner Anruf, um einen weiteren wertvollen Backlink zu erhalten. Auch hier sind die Chancen aus dem unter Punkt 19 genannten Grund eher gering, aber einen Versuch ist es wert.
  3. Durch Webspamming erzeugte Backlinks sind der Hauptgrund für Abstrafung. Diese führt zu einer Abwertung der eigenen Suchergebnisse und kann im schlimmsten Fall sogar den temporären Ausschluss aus dem Suchindex bedeuten.
  4. Zu Webspamming gehören Linkkäufe und selbst gesetzte Links in Foren und Blogkommentaren. Auch die häufige Verbreitung von Pressemitteilungen zur Linkgenerierung oder Links in Katalogen und Verzeichnissen können von Google je nach Ausmaß als Webspam erkannt werden.
  5. Manuelles Entfernen solcher Links kann eine Abstrafung verhindern. Bei Links, die nicht selbst entfernt werden können, kann man als Webmaster auf das Disavow Links Tool von Google zurückgreifen.
  6. Das Ranking fällt nach Aufhebung einer Penalty oft schlechter aus als vorher. Häufig sind entfernte Links der Grund dafür, da Google diese vor der Abwertung noch als vollwertige Links gewichtet hat. Suchmaschinenoptimierung hat eben auch damit zu tun, was ihr unterlasst bzw. vermeidet.

User Signals: das A und O in der Suchmaschinenoptimierung

Woran erkennt Google eigentlich, ob ein Webseitenbesucher mit dem Klick auf eine Webseite sein Problem lösen konnte? Positive User Signals sind für Google ein sehr wichtiger Rankingfaktor, daher sollten Sie diese drei User Signals unbedingt kennen:

  1. Anzahl der Seitenaufrufe und die Verweildauer sind wichtige User Signals. Je mehr Seitenaufrufe und je höher die Verweildauer, desto besser.
  2. Content-Interaktion ist ebenfalls ein relevanter Faktor. Klickt der Nutzer auf Buttons, Links oder Formularelemente? Nutzt er den Scroll-Balken, um sich auch den unteren Bereich einer Webseite anzusehen?
  3. Hochwertiger Content erhöht die Chance auf Returning Visitors. Hat einem Besucher der Inhalt einer Webseite geholfen, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines wiederholten Besuches größer, als wenn die Webseite nur nutzlose Inhalte zur Verfügung stellt.

Das sind die häufigsten SEO-Fehler

Bei der Suchmaschinenoptimierung scheitert es meistens an den grundlegenden Dingen. Daher stellen wir nachfolgend die sechs häufigsten SEO-Fehler vor:

  1. Der Title-Tag ist leer oder beschreibt den Inhalt der Seite nicht in ausreichendem Maß. So fehlen wichtige Informationen für Google und damit auch für den Nutzer.
  2. Die Website enthält mehrere Einzelseiten zu demselben Keyword. Das führt zu Keyword-Kannibalisierung, die Inhalte konkurrieren also unter- und miteinander.
  3. Der Keyword-Dichte wird eine zu hohe Relevanz zugeordnet. Google denkt immer weniger in Keywords, sondern in Themen. Der Unterschied zwischen „Migräne” und „starker Kopfschmerz” wird für Google also immer geringer.
  4. Themenseiten decken nicht ganzheitlich das Themengebiet ab. So werden nicht alle Zielgruppen angesprochen, die User Signals fallen in Teilen negativ aus.
  5. Ihr ignoriert den Suchkontext. Mit der Suchanfrage „Halsschmerzen” wird in der Regel keine wissenschaftliche Abhandlung über die Entstehung von Halsschmerzen, sondern eine Lösung zur Behebung der Schmerzen gesucht.
  6. Ihr aktualisiert einmal erstellten Content nicht mehr. Veraltete Texte mit überholten Informationen führen zu negativen User Signals und verschlechtern das Ranking der Seite bei Google.
  • Ihr möchtet noch mehr über ein gutes Google-Ranking erfahren? Auf unserer Seite SEO geben wir einen guten Überblick über die verschiedenen Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung. Wer schnellere Erfolge erzielen möchte, der sollte es mit Google Ads versuchen.
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