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Erfolg durch Fokus und Kundennähe

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Advertorial

Augmented Reality ist im Unterhaltungsbereich längst erfolgreich. Dass es wirtschaftlich spannende Anwendungsgebiete in der Industrie und Wartung gibt, zeigt der Publikumspreisträger und Landessieger NRW des KfW Award Gründen 2020 oculavis. Ein Porträt.

oculavis 1200 publikumspreis Augmented Reality für industrielle Prozesse: Der Publikumssieger des KfW Award Gründen oculavis revolutioniert den Markt für Service & Wartung. (Foto: Plug & Play Germany GmbH)

Know-how über Ländergrenzen hinweg

Ortsunabhängigkeit ist ein Fortschritt der Digitalisierung, so kommen zahlreiche Remote Companys inzwischen komplett ohne Büro aus. Das Büro soll bei oculavis nicht abgeschafft werden, wohl aber der daran gebundene Wissenstransfer. Die entsprechende Vision des oculavis-Teams verrät Martin Plutz, Managing Director und Geschäftsführer des Unternehmens:

Das Ziel lautet, maschinenrelevantes Wissen an jeden Ort der Erde zu bringen, ohne dafür einen Fuß ins Flugzeug, die Bahn oder das Auto setzen zu müssen.

Technisches Wissen und physische Präsenz sollen voneinander entkoppelt werden. Was man von Online-Lernkursen kennt, wird nun auch bei der Wartung und Reparatur umsetzbar: Mit der Software-Plattform oculavis SHARE bietet das Start-up Workflows auf Abruf, um Mitarbeiter vor Ort gezielt anzuleiten. Plutz erklärt die Funktionsweise des Ganzen:

Für ungeplante Störungen und kollaborative Prozesse können sich Personen, die Maschinen bedienen, jederzeit über die Lösung mit Kolleg:innen im Büro oder im Homeoffice per Remote Expert Support verbinden.

So arbeitet das Team eng zusammen, ohne sich dafür jedes Mal persönlich austauschen zu müssen. Die Entlastung von der Notwendigkeit, Wissen ortsgebunden erwerben zu müssen, lässt sich auf verschiedene Prozesse anwenden, u. a. zur Unterstützung von Produktionsstandorten in Fernost bis hin zu Lieferantenaudits in der Automobilindustrie.

Das Erfolgsgeheimnis: Lösungen nah am Kunden und dessen Problemen entwickeln

Der Background am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen habe auf dem Weg zum Erfolg geholfen, erklärt Plutz:

Wir sind kein klassisches IT-Start-up, sondern kommen primär aus dem Maschinen- und Anlagenbau.

Dadurch konnten die Gründer die Probleme ihrer heutigen Kunden bis ins Detail verstehen, sezieren und eine sehr gut durchdachte, markttaugliche Lösung etablieren.

KI und Augmented Reality: das nächste Dreamteam?

Die erfolgreichen Unternehmer von oculavis wissen, dass sich ein Start-up nicht auf den verdienten Lorbeeren ausruhen, sondern sich selbst und die eigenen Services stetig weiterentwickeln sollte. Deshalb ist der nächste Schritt schon in Planung: So könne künstliche Intelligenz für Predictive Maintenance genutzt werden, um also Fehlzustände von Maschinen und Anlagen vorherzusagen.

oculavis darstellung 1200 Moderne Wartung mit Augmented Reality und Echtzeit-Kommunikation mit der Service-Zentrale: So modern arbeiten Techniker mit oculavis-Lösungen. (Foto: oculavis)

Ein denkbares Szenario sieht dann wie folgt aus:

Gelangt ein Algorithmus zu der Ansicht, dass nächste Woche meine Maschine kaputtgeht, ist spätestens der Moment gekommen, in dem auch mal ein Mensch auf die Situation schauen sollte.

Besagter Mensch ist ein Spezialist und kann dann die Vorhersagen der KI validieren. Auf diese Weise arbeiten künstliche Intelligenz und Mensch optimal zusammen. Plutz sieht noch weitere spannende Potenziale, beispielsweise im Bereich Computer Vision:

Wir arbeiten daran, automatisierte Text-, Objekt- oder Gesichtserkennung in unser Remote-Support-Modul zu integrieren, um Seriennummern oder Ersatzteile automatisch zu erkennen oder Gesichter von zufällig durch ein Videobild laufenden Kollegen zu verpixeln.

Der Kernmarkt bleibt jedoch der Maschinen- und Anlagenbau, wo die Lösung von Herstellern als Servicelösung für eigene Techniker und Endkunden eingesetzt wird.

Was oculavis von anderen Augmented-Reality-Lösungen unterscheidet

Augmented Reality, oder kurz AR, gibt es schon seit einigen Jahren und auch derartige Industrielösungen sind nicht neu. Wie kommt es also, dass oculavis damit so erfolgreich wurde und ist? Martin Plutz antwortet darauf:

Der wesentliche Erfolgsfaktor ist aus meiner Sicht unser tiefes domänenspezifisches Know-how im Maschinen- und Anlagenbau in Kombination mit hochwertiger Software.

Die Lösungen von oculavis würde nicht nur gewisse Technologietrends wie Augmented Reality oder Datenbrillen aufgreifen, sondern den Kunden ermöglichen, ihre existierenden Prozesse neu zu denken und zu gestalten. Entsprechend stellt Plutz klar:

Dafür ist eine ganze Menge mehr notwendig, als einen Videocall mit Datenbrillen und AR-Features zu entwickeln.

Eine Integration in bestehende Prozesse bedürfe immer auch durchdachte Managementfeatures, Möglichkeiten zur Dokumentation und flexible Deployment-Optionen. Überraschenderweise enthält die Lösung auch Module, die wieder von dem Gedanken der „Remote Expert Guidance“ weggehen. Denn es geht um viel mehr als das:

An die erste Stelle der Wissensbereitstellung an Maschinen und Anlagen tritt mit unserem AR Workflow Modul eine „Self Guidance“ mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und strukturierten Feedbacks über deren Ausführung.

Erst wenn Maschinenbediener oder Techniker damit nicht mehr weiterkommen, wird der Remote Expert Support bemüht. oculavis bietet also eine ganze Kaskade an Smart Services an, welche die Kunden je nach Use Cases flexibel nutzen können.

Fokus auf dem Produkt behalten

oculavis 1200 publikumspreis 3 Alle Energie auf das Produkt und dessen Anwendung legen – so gelingt der Markteintritt nach oculavis. (Foto: oculavis GmbH)

Für das Team von oculavis ist klar, worauf der Fokus für die erfolgreiche Unternehmensgründung und -führung liegt: auf der Kernanwendung des Produktes. Zugleich sollten Gründer vermeiden, auf zu individuelle Bedürfnisse einzelner Kunden einzugehen, auch wenn das auf den ersten Blick wehtun mag. Plutz ist sicher: Nur durch einen dauerhaften Fokus lässt sich ein skalierbares Produkt schaffen, um es dann auch skalieren zu sehen.

Gründertrio ergänzt sich mit Kompetenzen

Die drei Gründer haben viel gemeinsam, so das Studium an der RWTH Aachen. Doch nicht alle haben dasselbe studiert: Plutz und sein Kommilitone Dr. Markus Große Böckmann widmeten sich dem Maschinenbau-Studium, Co-Founder Philipp Siebenkotten war in der Informatik unterwegs. Bereits im Studium haben die beiden Erstgenannten an einem Prototypen für die Softwarelösung getüftelt und an Pilotkunden lizenziert. Als der Softwarebereich wichtig wurde, kam Siebenkotten mit an Bord und die Firma konnte Vollgas geben.

Förderung ohne Abhängigkeit

Das Team von oculavis hat Plutz zufolge den Übergang von der Hochschule in die Wirtschaft sauber gemanagt und die Fragen nach geistigem Eigentum klar geregelt:

De facto ist es so, dass die am Institut entwickelten Software-Prototypen verworfen wurden und die gesamte Lösung neu entwickelt wurde.

Die Förderung war daher ideeller Natur, in Form von Netzwerken, die oculavis weiter nutzen konnte. Das EXIST Gründerstipendium im ersten Jahr wurde über die RWTH Aachen abgewickelt:

Hier ist natürlich auch im Rahmen dieses Förderprogramms vorgesehenes Budget geflossen, welches das erste Jahr als finanzielle Überbrückung für uns drei Gründer zu sehen ist.

Etwa ein Jahr haben Plutz und sein Team an den Inhalten des Unternehmens vor der Gründung 2016 gearbeitet, wodurch ein fliegender Start möglich wurde. Rückblickend sieht der Geschäftsführer genau darin den Startschuss für eine vielversprechende Zukunft:

Das war sicherlich auch ein wichtiger Faktor, der uns zu einem zügigen Erfolg am Markt geführt hat.

Auch heute sind die Gründer noch gut mit den verschiedenen Instituten und Einrichtungen der Fraunhofer Gesellschaft und der RWTH Aachen vernetzt. Gemeinsam arbeiten sie in Forschungsprojekten oder anderen Kooperationsformen an innovativen Ideen, Konzepten und Projekten.

Exkurs: So ging oculavis mit dem Corona-Jahr 2020 um

Die größte Herausforderung war und ist Plutz zufolge die interne Neuausrichtung der Arbeitsorganisation. Dazu sagt er:

In unserem Büro dürfen wegen der Corona Pandemie derzeit nur immer zehn Kollegen gleichzeitig anwesend sein anstelle aller.

Dafür gibt es jetzt ein Raumbuchungssystem, das eine rollierende Nutzung der Büros ermöglicht und gleichzeitig der Kontaktnachverfolgung dient. Das klappe alles auch sehr gut und habe sich sehr schnell eingespielt, sodass oculavis nicht nur mit der eigenen Lösung, sondern auch in der Arbeitsorganisation schon im New Normal angekommen.

So geht es bei oculavis weiter: Wachstum im Fokus

Im Fokus steht das weitere Wachstum des Kundenstammes und des Unternehmens. In einigen europäischen Ländern ist oculavis bereits mit einem aktiven Vertrieb vertreten. Die nächsten großen Schritte sind Asien und Nordamerika. Bis dato ist die oculavis GmbH zu 100 Prozent gebootstrapped. Eventuell wird sich das mit diesen Zielen ändern – aber das wird die Zukunft zeigen.

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