Randstad-Studie Gen-Z will sich laut Umfrage selbstständig machen

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Die Generation Z will ihr eigener Chef sein. Zumindest in der Theorie. Immer mehr junge Menschen träumen davon, sich selbstständig zu machen, eigene Ideen zu verwirklichen und nicht länger nach den Regeln anderer zu arbeiten. Freiheit statt Fünf-Tage-Woche, Selbstbestimmung statt Chefetage. So sieht das Ideal aus. Doch die Realität erzählt eine andere Geschichte: Nur ein Bruchteil der jungen Deutschen wagt tatsächlich den Schritt in die Selbstständigkeit. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie groß die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist.

Junge Frau sitzt verzweifelt vor dem Laptop mit Handy in der Hand
Gen Z (Symbolbild): Viele wünschen sich die Selbstständigkeit, für die meisten sieht die Realität jedoch anders aus. Bild: Anna Tarazevich / Pexels.

Studie: Weniger Vollzeit, mehr Selbstständigkeit

Laut der Randstad-Studie "Der Gen Z-Blueprint für die Arbeitswelt"  wünschen sich viele Beschäftigte in Deutschland ein anderes Arbeitsleben. Nur 29 % der Befragten möchten künftig weiterhin in Vollzeit arbeiten. Aktuell tun dies jedoch noch 55 %. Besonders stark ist der Wunsch nach Veränderung bei der Generation Z ausgeprägt: Nur 7 % der jungen Deutschen sind derzeit selbstständig, doch rund 16 % würden diesen Weg gerne gehen.

Auch der KfW-Gründungsmonitor bestätigt diesen Trend: Während nur 25 % der 18- bis 67-Jährigen sich eine Selbstständigkeit vorstellen können, sind es bei den 18- bis 29-Jährigen schon 36 %.

Nebenberufliche Gründungen boomen

Der Wunsch nach Selbstständigkeit in den jüngeren Generationen spiegelt sich auch in aktuellen Gründungszahlen wider. Laut KfW sind Gründer im Durchschnitt 34,4 Jahre alt. Das ist der bisher niedrigste Wert. Die Zahl der Existenzgründungen 2024 auf rund 585.000. Ein Plus von 3 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig: Während Vollerwerbsgründungen auf etwa 203.000 zurückgingen, wuchs die Zahl der Nebenerwerbsgründungen deutlich auf rund 382.000. Damit machen Nebenerwerbsgründungen 65 % aller Gründungen aus.

Dieser Trend zeigt, dass viele Gründer den sicheren Weg bevorzugen. Nebenberuflich zu starten bedeutet, die eigene Geschäftsidee zu testen, ohne sofort auf das feste Einkommen zu verzichten. So entsteht Spielraum, um das Geschäftsmodell zu entwickeln und Risiken besser zu steuern. Für viele ist dieser flexible Einstieg heute der realistischste Weg in die Selbstständigkeit. Gerade für junge Menschen, die Freiheit suchen, aber Sicherheit nicht völlig aufgeben wollen.

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Gen-Z: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Aber die Randstad-Studie zeigt auch: Während sich viele junge Menschen Selbstständigkeit wünschen, sieht die Wirklichkeit anders aus. Nur wenige wagen tatsächlich den Schritt. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Laut KfW Research bleibt die Gründungsbereitschaft in Deutschland trotz positiver Zahlen auf niedrigem Niveau. Die größte Hürde ist die Angst vor finanziellen Risiken. Mehr als sieben von zehn Befragten nennen sie als Hauptgrund, nicht zu gründen. Ebenso verbreitet ist die Sorge vor zu viel Bürokratie. Deutschland gilt im internationalen Vergleich als komplizierter Standort, wenn es um behördliche Verfahren oder steuerliche Auflagen geht.

Hinzu kommen existenzielle Ängste: Viele fürchten den Verlust sozialer Sicherheit oder ein unregelmäßiges Einkommen. Besonders junge Menschen, die erst am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen, empfinden diese Unsicherheit als belastend. Ohne Rücklagen oder finanzielle Unterstützung erscheint eine Gründung oft zu riskant.

Auch das Startkapital bleibt ein zentrales Thema. Sechs von zehn Gründungsinteressierten geben laut KfW an, dass ihnen das notwendige Eigenkapital fehlt. Neben diesen strukturellen Hindernissen gibt es auch psychologische: Manche unterschätzen den Aufwand einer Gründung, andere zweifeln an ihren Fähigkeiten. Gerade die Generation Z, die Freiheit sucht, aber Stabilität schätzt, zeigt laut KfW-Analyse häufig ein geringes Vertrauen in die eigene unternehmerische Kompetenz. Die Folge: Der Wunsch bleibt – aber der Schritt zur Umsetzung wird vertagt.

Unterstützung in der Gründungswoche

Wer sich trotz aller Hürden selbstständig machen möchte, findet in den kommenden Wochen reichlich Unterstützung. Am 17. November startet die Gründungswoche Deutschland, eine bundesweite Aktionswoche des Bundeswirtschaftsministeriums. Sie bringt Gründer, Start-ups, Schulen, Hochschulen und Experten zusammen – mit Workshops, Vorträgen und Beratungsangeboten rund um die Themen Gründung, Finanzierung und Unternehmertum. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und Mut zu machen, die eigene Idee in die Tat umzusetzen.

Auch darüber hinaus gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich gezielt auf die Selbstständigkeit vorzubereiten. Für-Gründer.de bündelt umfassende Informationen, praxisnahe Leitfäden, Checklisten und kostenlose Tools für den gesamten Gründungsprozess: von der ersten Idee über den Businessplan bis zur Wahl der passenden Rechtsform und Finanzierung. So begleiten wir Unternehmer Schritt für Schritt bei ihrer Gründung.

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Quellen:

KfW Gründungsmonitor 2025

Randstad: Der Gen Z-Blueprint für die Arbeitswelt

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