Krankenkassenvergleich: wichtig für Gründer und Selbstständige

Die Krankenversicherung ist für Gründer und Selbstständige eine sehr wichtige Versicherung und daher auch gesetzlich vorgeschrieben. Egal ob Sie Ihre Krankenversicherung über einen Makler oder online abschließen möchten, ein Krankenkassenvergleich ist im Vorfeld auf jeden Fall zu empfehlen. Vergleichen Sie Kosten und Leistungen und wägen Sie Vor- und Nachteile der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung ab.

Für einen umfassenden Krankenkassenvergleich sollten Sie mit einem unverbindlichen PKV-Vergleich starten, um dann die besten Tarife mit der gesetzlichen Krankenversicherung zu vergleichen.



Krankenkassenvergleich: private oder gesetzliche Krankenkasse

Existenzgründer und Selbstständige haben die Wahl zwischen der freiwillig gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Als freiwillig gesetzlich Versicherter besteht in der Regel die Möglichkeit, sich bei Versicherungsbeginn bei entsprechendem Nachweis zum Mindestbetrag versichern zu lassen. 2014 waren dies 308,99 € ohne Krankengeld. Generell hängt der Betrag aber vom Einkommen ab. Der Höchstbetrag wird dabei jedes Jahr neu gesetzlich festgelegt und greift ab einem bestimmten monatlichen Einkommen. 2014 lag die Bemessungsgrundlage beispielsweise bei 4.050 €, der Höchstbetrag für die gesetzliche Krankenversicherung entsprechend bei 603,45 € (ohne Krankengeld). Bei den gesetzlichen Krankenkassen sind die Leistungen, die Sie in Anspruch nehmen können, gesetzlich vorgeschrieben. Ein Krankenkassenvergleich fördert hierbei kaum Unterschiede zutage.

Bei der privaten Krankenversicherung sind die Beiträge individuell und vom Risiko und Leistungsumfang des jeweiligen Tarifs abhängig. Je nach Alter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang sind dabei Tarife von monatlich unter 100 € bis hin zu Beiträgen, die deutlich über dem Höchstbetrag der gesetzlichen Krankenversicherung liegen, möglich. Somit lohnt sich auf jeden Fall ein Krankenkassenvergleich zwischen den verschiedenen Anbietern.

Beide Krankenkassensysteme haben ihre Eigenheiten, daher lohnt sich im ersten Schritt ein Krankenkassenvergleich zwischen den Systemen, um Vor- und Nachteile der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung abzuwägen.

Krankenkassenvergleich der PKV

Bei der privaten Krankenversicherung gestaltet sich der Krankenkassenvergleich etwas komplizierter, da der komplette Leistungsumfang frei wählbar ist. Ein Krankenkassenvergleich für eine PKV ist daher nicht nur für Existenzgründer, Selbstständige sowie für Beamte sondern auch für besserverdienende Angestellte der richtige erste Schritt für den optimalen Versicherungsschutz. Wenn nämlich das Bruttogehalt eines Arbeitnehmers die Versicherungspflichtgrenze von über 53.550 € (gültig im Jahr 2014) mindestens ein Jahr überschreitet, kann in die private Krankenversicherung gewechselt werden – entsprechend wichtig ist dann auch ein Krankenkassenvergleich zwischen den PKV Anbietern.

Der entscheidende Vorteil bei der privaten Krankenversicherung ist der oft sehr günstige Beitrag. Aber auch die bevorzugte Behandlung eines Privatpatienten ist ein wichtiger Punkt bei einem Krankenkassenvergleich zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Speziell für junge und gesunde Menschen ist der Krankenkassenvergleich zwischen den PKV Anbietern lohnenswert. Allerdings ist der Krankenkassenwechsel zwischen den Systemen nicht ganz trivial, insbesondere wenn man von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln möchte.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung findet bei der privaten Krankenversicherung kein Ausgleich zwischen den verschiedenen Einkommens- oder Risikogruppen statt. Vielmehr konzentrieren sich die privaten Krankenversicherungen auf die Risikoverteilung innerhalb einer Tarifgruppe. Die einzelnen privaten Krankenversicherungen haben zahlreiche Tarifgruppen, schon allein aus diesem Grund lohnt sich ein unverbindlicher Krankenkassenvergleich.

TIPP

Für einen umfassenden Krankenkassenvergleich sollten Sie einen unverbindlichen PKV-Vergleich erstellen lassen – so können Sie Kosten und Leistungen dann mit der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichen!

Krankenkassenvergleich der gesetzlichen Krankenkassen

Bei den, auf dem Solidarprinzip fußenden, gesetzlichen Krankenkassen gibt es vor allem unterschiedliche Merkmale im Bereich des Kundenservices sowie bei den Bonus- und Wahltarifen. Daher bietet sich auch innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung ein Krankenkassenvergleich an.

Die Höhe des Beitragssatzes bemisst sich bei der gesetzlichen Krankenkasse an der Höhe des Einkommens, hat jedoch auch eine Obergrenze. Der Beitragssatz wird von der Bundesregierung festgelegt und liegt derzeit bei 15,5 Prozent bzw. 14,9 Prozent (ohne Krankengeld) des Monatseinkommens (Stand: 2014). Auch der Leistungsumfang ist bei der gesetzlichen Krankenkasse im Sozialgesetzbuch festgeschrieben, daher sind diese Faktoren für einen Krankenkassenvergleich innerhalb des gesetzlichen Krankenversicherungssystems zu vernachlässigen.

Nichtsdestotrotz kann man gerade beim Wahltarif sowie bei der Überschussausschüttung durch einen Krankenkassenvergleich jede Menge Geld sparen. Einer der wichtigsten Punkte für Existenzgründer und Selbstständige ist die Tatsache, dass die Familienangehörigen unabhängig vom Einkommen und Beitrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden können.

Eine gesetzlich krankenversicherte Person steht es natürlich jederzeit frei, diverse Zusatz- bzw. Sonderleistungen für ein Aufgeld abzuschließen. In diesem Fall lohnt sich besonders ein Krankenkassenvergleich, denn nicht alle gesetzlichen Krankenkassen bieten jede Zusatzleistung an.

Beitragsentwicklung beim Krankenkassenvergleich beachten?

Was man bei einem Krankenkassenvergleich nicht direkt erfährt, ist die zu erwartende Beitragsentwicklung, die speziell bei den privaten Krankenkassen ein Thema ist. Da es keine verlässlichen Zahlen zur Beitragsentwicklung der PKV gibt, ist ein Krankenkassenvergleich diesbezüglich auch nur sehr schwer möglich. In der Regel hängt die Beitragsentwicklung der privaten Krankenversicherung von der Höhe der Altersrückstellungen der einzelnen privaten Krankenversicherung ab.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Beitragsentwicklung abhängig vom eigenen Einkommen und der Bemessungsgrenze, die jedes Jahr neu festgelegt wird und sich an der Entwicklung des durchschnittlichen Brutto-Lohnniveaus der Versicherten orientiert.

Fazit Krankenkassenvergleich: Regelmäßig erstellen lassen!

Ein Krankenkassenvergleich ist für Gründer und Selbstständige auf jeden Fall zu empfehlen. Um Ihren optimalen Tarif zu finden, gilt es zuerst die Vor- und Nachteile der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung zu eruieren. Bei der gesetzlichen Krankenkasse kann die Familienversicherung ein Vorteil sein, für die private Krankenversicherung sprechen Flexibilität und Individualität - bei der PKV ist es z.B. möglich, mit einem günstigen Tarif zu starten und dann nach erfolgreicher Gründung den Leistungsumfang zu erweitern.

Nach der Gegenüberstellung sollten Sie sich einen unverbindlichen PKV Krankenkassenvergleich erstellen lassen - so können Sie dann auch die Kosten und Leistungen gegenüberstellen und entscheiden, welcher Tarif am besten zu Ihnen passt.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, regelmäßig einen Krankenkassenvergleich zu erstellen, da der Wechsel innerhalb der Krankenkassensysteme relativ einfach ist und sich die Tarife insbesondere bei den privaten Krankenversicherungen stark verändern können. Mit einem regelmäßigen Krankenkassenvergleich können Sie so Kosten sparen!

TIPP

Nach dem Krankenkassenvergleich sollten Sie die zweite wichtige Versicherung - die Berufsunfähigkeitsversicherung - prüfen!

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