Die Firmenrechtsschutzversicherung für Selbstständige

Die Firmenrechtsschutzversicherung zählt zu den betrieblichen Versicherungen und ist für die meisten Unternehmen unverzichtbar. Sie kommt für Kosten auf, die Ihnen aus eventuellen Rechtsstreitigkeiten entstehen.

Lesen Sie nachfolgend mehr über die wesentlichen Dinge bei der Firmenrechtsschutzversicherung wie bspw. was und wer versichert wird. Es gibt zahlreiche Angebote für die Firmenrechtsschutzversicherung - vergleichen Sie!

Schadenbeispiel: Mietrechtsschutz

Im Rahmen Ihrer betrieblichen Expansion ziehen Sie mit Ihrem Unternehmen in neue Räumlichkeiten. Ihr Vermieter des alten Büros weist Sie bei der Übergabe auf mehrere Kratzer im Empfangsbereich hin und möchte aufgrund dieser Mängel die Mietkaution einbehalten. Die Kratzer waren jedoch bereits zum Zeitpunkt Ihres Einzugs dort und nun möchten Sie einen Anwalt beauftragen, um sich gegen Ihren alten Vermieter zu wehren.

Wer braucht eine Firmenrechtsschutzversicherung?

Im Geschäftsalltag kann schnell einmal ein rechtlicher Konflikt entstehen. Darüber hinaus kann selbst ein kleiner Fehler des Unternehmensinhabers eine Strafverfolgung nach sich ziehen. Kleine Unternehmen geraten dann schnell in die Situation, die Kosten von Anwälten und Gerichtsverfahren nicht mehr bezahlen zu können. Daher ist eine Firmenrechtsschutzversicherung für Selbstständige und Unternehmer in der Regel sehr empfehlenswert. Sie begleicht im Ernstfall die Rechnung des Anwalts und ermöglicht kompetenten Rechtsbeistand auch für Kleinunternehmer und Selbstständige.

Wer und was sind mitversichert?

Grundsätzlich kommt die Firmenrechtsschutzversicherung für Kosten aus juristischen Auseinandersetzungen auf, die durch Mitarbeiter oder Inhaber eines Betriebes in der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit verursacht haben. In welchem Umfang die Versicherung die Kosten übernehmen kann, hängt von der beantragten Police ab. Grundsätzlich gibt es aber die Optionen, folgende Risiken mitzuversichern: Verkehr, Immobilien, Privatleben und Verkehr. Eine private Rechtsschutzversicherung erübrigt sich, wenn sich der Unternehmer für die letzte Option entscheidet.

Leistungen und Kosten der Firmenrechtsschutzversicherung?

Die Firmenrechtsschutzversicherung übernimmt die zur Wahrnehmung der Unternehmensinteressen nötigen Kosten für juristische Auseinandersetzungen. Eine Rechtstreitigkeit kann beispielsweise mit Mitarbeitern, Vermietern, Lieferanten oder Kunden entstehen. Im Falle eines gerichtlichen Verfahrens übernimmt die Rechtschutzversicherung die Gerichts- und Anwaltskosten. Auch eine mögliche Kaution, Zeugengelder, Sachverständigen- und Gutachterkosten sowie je nach Ausgang des Prozesses die Kosten des Gegners werden von der Rechtsschutzversicherung beglichen bis zur vereinbarten Versicherungssumme beglichen. Darüber hinaus werden – vorsätzliches Handeln ausgeschlossen – die Kosten einer strafrechtlichen Verfolgung des Unternehmensinhabers übernommen. Schlussendlich übernehmen viele Rechtschutzversicherer auch die Kosten für die anwaltliche Beratung im Vorfeld eines Prozesses.

Was ist nicht versichert?

Im Falle eines Vorsatzes ist eine Übernahme der Kosten durch die Firmenrechtsschutzversicherung ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere im Fall von Betrug oder Diebstahl. Die Kosten bei Vorsatz trägt die Firmenrechtsschutzversicherung zwar bis zum Urteil, allerdings müssen die Kosten bei einer Verurteilung wegen Vorsatz zurückgezahlt werden. Bei bloßer Fahrlässigkeit ist dies nicht der Fall.

Sollte ein Rechtsstreit seinen Ursprung vor dem Abschluss oder innerhalb einer Wartezeit (abhängig vom Versicherer) nach Abschluss des Versicherungsvertrages haben, besteht kein Rechtsschutz durch die Firmenrechtsschutzversicherung. Durch diese Regelung schützen sich Versicherungen vor Kosten, die bereits bei Abschluss einer Firmenrechtsschutzversicherung absehbar sind.

TIPP

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Was bedeutet der Begriff „Wartezeit“?

Bis der Schutz der Rechtsschutzversicherung in Kraft tritt, gibt es bei einigen Leistungsarten der Firmenrechtsschutzversicherung eine Wartezeit von bis zu drei Monaten. Erst dann tritt der Schutz in Kraft und der Versicherer schützt sich vor kurzfristiger Ausnutzung einer Police. Folgende Leistungsarten der Firmenrechtsschutzversicherung unterliegen einer Wartezeit: Daten-Rechtschutz, Arbeitsrechtschutz. Wenn jedoch bereits eine vorherige Rechtsschutzversicherung bestand, kann die Wartezeit entfallen. Dies gilt auch im Falle von Leistungsarten, in denen der Firmeninhaber keinen Einfluss nehmen kann. Sollte bereits eine Versicherung bestehen, müssen sich diese zur Vermeidung einer Wartezeit um mindestens einen Tag überschneiden.

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