Die Betriebshaftpflichtversicherung für Selbstständige

Die Betriebshaftpflichtversicherung zählt zu den gewerblichen Versicherungen und ist für die meisten Unternehmen unverzichtbar. Sie sichert Schäden ab, die im Betrieb durch die berufliche Tätigkeit von Ihnen oder Ihren Mitarbeitern verursacht werden. 
Wir erklären Ihnen, wer eine Betriebshaftpflichtversicherung benötigt, wie hoch die Beiträge liegen und wie Sie die besten Anbieter finden.

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Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Die Betriebshaftpflichtversicherung sichert Personen- und Sachschäden sowie deren finanzielle Folgen ab.
  • Für einige Branchen ist sie eine Pflichtversicherung, bspw. in Baustatik und Security.
  • Tarife beginnen bei unter 10 Euro pro Monat.

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1. Was ist eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Die Betriebshaftpflichtversicherung (BHV) gehört zu den gewerblichen Versicherungen. Sie deckt Schäden im beruflichen Kontext ab, die Sie oder Ihre Mitarbeiter an Dritten oder deren Eigentum verursachen. Neben Personen- und Sachschäden werden auch finanzielle Folgeschäden (sog. „unechte Vermögensschäden”) abgedeckt.
Die Betriebshaftpflichtversicherung sichert keine Schäden ab, die Dritten in Folge einer Fehlberatung entstehen. Diese sogenannten “echten Vermögensschäden”, werden von der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung gedeckt.

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2. Wer braucht sie?

Für einige Berufe ist die Betriebshaftpflichtversicherung in Deutschland eine Pflichtversicherung.

Liste der Pflichtberufe für Betriebshaftpflichtversicherung:

  • Bewachungsgewerbe, bspw. Türsteher, Sicherheitsdienst, Security
  • Betreiber von Schießstätten und Sportschützenvereinen
  • Betreiber von Flugplätzen mit Bodenabfertigungsdiensten
  • Betriebe aus der Entsorgung, z. B. bei der Lagerung von Abfällen
  • Jäger
  • Prüfingenieure, z. B. im Bereich Baustatik
  • Schausteller

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist außerdem für folgende Branchen und Tätigkeiten empfehlenswert:

Für das Baugewerbe ist die Betriebshaftpflichtversicherung keine Pflichtversicherung. Auftraggeber verlangen im Vorfeld aber oft einen Nachweis über den Abschluss einer betrieblichen Haftpflichtversicherung.
Darüber hinaus gibt es viele weitere Berufe, für die eine Betriebshaftpflichtversicherung sinnvoll sein kann. Wenn das Risiko für signifikante Schadensansprüche Ihres Betriebs hoch ist, ist eine gewerbliche Haftpflicht empfehlenswert.

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3. Welche Schäden werden abgedeckt?

Die Betriebshaftpflichtversicherung sichert folgende Schäden ab:

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Vermögensfolgeschäden
  • Umweltschäden
Schadensbeispiele

Beispiel Personenschaden: Eine ältere Kundin rutscht auf dem frisch gewischten Boden Ihres Friseursalons aus und bricht sich ein Bein. Sie muss im Krankenhaus ärztlich versorgt werden und erhält anschließend Reha-Maßnahmen.

Beispiel Sachschaden: Ihr Mitarbeiter verspachtelt bei einem Kunden die Wände und beschädigt mit der Spachtelmasse den teuren Parkettboden. Das Parkett muss daraufhin aufwendig ausgetauscht werden.

Beispiel Vermögensfolgeschaden: Eine Kundin stolpert mit dem Laptop in der Hand in Ihrer Eisdiele. Sie bleibt unverletzt. Der Laptop ist aber kaputt und muss aufwendig wiederhergestellt werden. Da die Kundin nicht auf ihre Daten zugreifen kann, erleidet sie einen mehrtätigen Verdienstausfall.

4. Leistungen, Kosten & Anbieter

In einem Schadenfall übernimmt die Betriebshaftpflichtversicherung folgende Leistungen:

  • Ausgleich des Schadens bei berechtigten Ansprüchen (bis zur vertraglich vereinbarten Deckungssumme)
  • Passiver Rechtsschutz: Die Versicherung prüft die Haftungsfrage und wehrt unberechtigte Schadensersatzforderungen ab. Kommt es zu einem Prozess, trägt die Versicherung die Gerichtskosten sowie die Ausgaben für Anwälte und Sachverständige.

Die jährlichen Beiträge einer Betriebshaftpflichtversicherung beginnen bei ca. 90 Euro. Die Versicherungsprämie richtet sich nach

  • Branche: Im Bauhandwerk tragen Sie ein höheres Risiko als in einem reinen Bürobetrieb.
  • Umsatzhöhe des Unternehmens: Je mehr Umsätze ein Unternehmen erwirtschaftet, desto höher fällt seine Versicherungsprämie aus.
  • Mitarbeiterzahl: Je mehr Mitarbeiter mitversichert werden, desto höher ist die Versicherungsprämie.
  • Selbstbeteiligung: Bei einer höheren Selbstbeteiligung sinkt die Versicherungsprämie.
  • Zahlungsintervall: Ein hohes Zahlungsintervall senkt die Versicherungsprämie.
  • Zusatzleistungen: Der Versicherungsschutz im außereuropäischen Ausland kostet extra.

Die Höhe der Deckungssumme – also der Höchstsumme, die die Versicherung im Schadenfall erstattet – ist individuell anpassbar. Für Personenschäden sollte die Deckungssumme bei mindestens 3 Millionen Euro liegen, das zeigen Erfahrungswerte bei der Höhe der Schadensersatzforderungen.

Alle großen Versicherer wie AXA, Allianz oder HDI bieten gewerbliche Haftpflichtversicherungen an. Hiscox und mailo ermöglichen ihren Versicherungsnehmern eine optimale Absicherung durch spezielle Baukastensysteme.  
Wichtig ist, dass Ihre Betriebshaftpflichtversicherung genau auf Ihre Tätigkeit und alle damit einhergehenden Risiken zugeschnitten ist. Andernfalls entstehen Versicherungslücken und im Schadenfall besteht kein ausreichender Versicherungsschutz.

Tarifbeispiele für verschiedene Branchen
Den Beispielen sind folgende Faktoren zugrundegelegt: keine Neugründung, keine gemeldeten Vorschäden in den vergangenen 5 Jahren, Selbstbeteiligung von 250 Euro, monatliche Zahlungsweise (Versicherungssteuer im Tarif eingeschlossen).

BetriebsartJahresumsatzAnzahl der BeschäftigtenVersicherungssummemonatlicher Beitrag
Eisdiele250.000 €53.000.000 €17,97 €
Friseur100.000 €25.000.000 €8,63 €
IT-Spezialist400.000 €33.000.000 €21,03 €
Restaurant500.000 €85.000.000 €35,57 €
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6. Offene Fragen 

Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt alle Mitarbeiter eines Betriebes, vom Geschäftsführer und den festangestellten Mitarbeitern bis hin zu Aushilfen, Auszubildenden und Praktikanten. Subunternehmen und Leiharbeiter sind standardmäßig meist nicht mitversichert.

Der Versicherungsschutz der Betriebshaftpflichtversicherung gilt für Ihre Arbeit

  • in den eigenen Geschäftsräumen und Betriebseinrichtungen (Filialen, Lager)
  • auf dem Betriebsgelände
  • bei Ihren Kunden
  • an öffentlichen Plätzen

Auch für Freiberufler ist eine Betriebshaftpflichtversicherung sinnvoll. Wie im privaten Bereich kann auch im betrieblichen Kontext schnell ein Missgeschick passieren, das hohe Schadenersatzforderungen nach sich zieht. Die private Haftpflichtversicherung springt aber nur bei Schäden ein, die Sie als Privatperson Dritten zufügen. Für alle Schäden, die Sie Dritten bei Ihrer Arbeit verursachen, benötigen Sie eine Betriebshaftpflichtversicherung.

Besteht bei Ihrem Kleingewerbe das Risiko, Personen- oder Sachschäden zu verursachen, ist der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung sinnvoll. Wenn Sie in Ihrem Café einem Gast Verbrennungen durch ein heißes Getränk zufügen oder versehentlich einen Stuhl umstoßen, der das Arbeitsnotebook eines Kunden beschädigt, müssen Sie andernfalls mit Ihrem Privatvermögen haften – und zwar unbegrenzt.

7. Unser Fazit

Mit einer Betriebshaftpflichtversicherung sichern Sie sich für wenig Geld gegen hohe Schadensersatzforderungen ab.

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