Herausforderung Wachstum: Themen, die Top 50 Start-ups beschäftigen



Konzeptentwicklung, Prototyping, Seedfinanzierung, Marktstart, Internationalisierung – Start-ups haben auf ihrem Weg in Sachen Wachstum allerhand Herausforderungen zu meistern. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Top 50 Start-ups des Jahres zu diesem Thema befragt – Trends ließen sich dabei eindeutig erkennen.

  • Hintergrund: 176 Gründerwettbewerbe aus dem Jahr 2017 haben wir analysiert, um aus den dort prämierten 752 Gewinnern die Top 50 Start-ups zu küren. Dabei spielten bspw. folgende Aspekte eine Rolle: die Anzahl aller Auszeichnungen, die Prämierungen bei verschiedenen Wettbewerben, die Platzierung sowie das Preisgeld und die Bedeutsamkeit des jeweiligen Wettbewerbs. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Im Schnitt haben die Top 50 Start-ups des Jahres 2017 etwas mehr als 10 Mitarbeiter. Acht der Unternehmen beschäftigen bereits über 20 Personen. Der Spitzenreiter hat die Zahl der Beschäftigten in den vergangenen fünf Jahren sogar auf über 50 erhöhen können. Das verläuft, gerade wenn man als Gründer bei null anfängt, in der Regel nicht geradlinig. Während man als Gründerteam insbesondere zu Beginn beim eigenen Gehalt Abstriche macht, ist dies bei Mitarbeitern kaum möglich – insbesondere auch in Hinblick auf die große Konkurrenz am derzeitigen Arbeitsmarkt. Selbst Konzerne müssen für ihre Verhältnisse innovative Wege beschreiten, wenn sie Fachkräfte gewinnen wollen.

Mitarbeiter verzweifelt gesucht

Und so stellt die Mitarbeitergewinnung für die Top 50 Start-ups als das aktuell größte Problem dar, wie unsere Umfrage unter den 50 Unternehmen zeigt. In Bezug auf die drei größten Wachstumsherausforderungen wurde die Suche nach dem passenden Personal am häufigsten thematisiert. Etwas über 20% aller Antworten entfielen auf den Teamauf- und -ausbau.

Wachstum
Die Wachstumsherausforderungen der Top 50 Start-ups 2017 auf einen Blick

Wachstum – Aller Anfang ist schwer

Rund zwei Drittel der Top 50 Start-ups sind jünger als zwei Jahre. Gerade in dieser Phase steht die Produktentwicklung deutlich im Fokus, wie die Ergebnisse der Befragung unterstreichen. Mit rund 18% der benannten Wachstumsherausforderungen belegen produktbezogene Faktoren den zweiten Platz auf der Liste. Hierzu zählen beispielsweise die Entwicklung der Software, der Abschluss der Pilotphase oder die Technologiestabilität. Ist diese Stufe erfolgreich beendet, sind es insbesondere Fragen zur Skalierung der Technologie oder der Produktion, die im Mittelpunkt bei den jungen Unternehmen stehen.

Nächster Stolperstein: Vertrieb

Nahezu 90% der Top 50 Start-ups haben im Schwerpunkt ein B2B-Geschäftsmodell. Lediglich sieben Start-ups adressieren vornehmlich Privatkunden. Herausforderungen im Vertrieb liegen bei den Start-ups gleichauf mit den produktbezogenen Faktoren. In den Antworten schlagen sich dabei zusätzlich zum allgemeinen Aufbau des Vertriebs die Besonderheiten von B2B-Geschäftsmodellen nieder. Dazu zählen Aspekte wie die „langsame Geschwindigkeit von etablierten Unternehmen“ oder „lange Verkaufszyklen”.

Evergreen Finanzierung

Nicht auf der Spitzenposition liegend, aber klassischerweise ein großes Sorgenkind von Start-ups in Deutschland bleibt die Finanzierung. 16% aller Antworten lassen sich unter diesem Themenfeld subsumieren. Neben der klassischen Wachstumsfinanzierung wurden vereinzelt auch Finanzierungsaspekte wie „Auftragsfinanzierung“ und „Liquiditätsverfügbarkeit“ genannt. An dieser Stelle bietet Factoring eine Möglichkeit, Finanzierungsprobleme zu lösen, wie Eva Sartorius von der A.B.S. Global Factoring AG betont: „Gerade für Start-ups ist es oft eine Herausforderung, größere Aufträge mit Eigenmitteln vorzufinanzieren. Mittels Factoring kann diese Hürde genommen und direkt Liquidität dem Unternehmen zugeführt werden.“

Bürokratie und Regularien

Auch Bürokratie und Regularien gehören für die Top 50 Start-ups zu den größten Herausforderungen auf ihrem Wachstumspfad. In der Clusterung aller Antworten entfallen 15% der genannten Punkte auf diese Felder. Während allgemeine Nennungen wie „Bürokratie“ oder „politische Rahmenbedingungen“ nur vereinzelt vorkommen, bezieht sich ein Großteil der Antworten speziell auf Aspekte der Produktzulassung in Deutschland, maßgeblich in Verbindung mit Medizinprodukten und klinischen Studien. Dies ist wenig verwunderlich, da gut ein Viertel der Top 50 Start-ups aus den Bereichen Medizintechnik, Health & Life Science oder Biotechnologie stammt.

Internationalisierung auf einem guten Weg

Das Wachstum in Märkten außerhalb Deutschlands ist für Start-ups heutzutage nahezu eine Selbstverständlichkeit. Auch wenn der Markteintritt in neue Länder mit einer Vielzahl an Unwägbarkeiten verbunden ist. Mit einem Anteil von knapp 60% ist die Mehrzahl der Top 50 Start-ups bereits international aktiv.

Andere europäische Länder stehen dabei im Zentrum der Expansionsaktivitäten. Gefragt nach den drei wichtigsten Zielmärkten für ihre Unternehmen, entfielen über 50% der Antworten auf ein Land in Europa bzw. den Sammelbegriff EU. Der asiatische Raum folgt mit knapp 21% aller Antworten, unmittelbar vor Nordamerika mit 19%. Weit abgeschlagen sind südamerikanische und afrikanische Märkte.

Zielmärkte Top 50
Die wichtigsten Zielmärkte der Top 50 Start-ups 2017 in %.

Betrachtet man die Länder einzeln, ergibt sich ein etwas anderes Bild. So wurden die folgenden Länder am häufigsten als die wichtigsten Märkte genannt:

  • USA 16%
  • (D)ACH-Region (Österreich und Schweiz) 15%
  • China 8%
  • Japan 6%

Im Durchschnitt sind die bereits international aktiven Top 50 Start-ups übrigens in rund fünf Ländern tätig. Vier dieser Unternehmen verkaufen ihre Produkte sogar in zehn oder mehr Märkten außerhalb Deutschlands. Der Spitzenreiter ist in 20 Ländern weltweit tätig.

Von den bisher nur in Deutschland aktiven Unternehmen plant die Hälfte im Jahr 2018 den Schritt, in andere Märkte zu expandieren. Berührungsängste haben die befragten Start-ups mit der Internationalisierung auf jeden Fall nicht, da dieses Thema kaum als Wachstumsherausforderung genannt wurde.

Probleme mit der Liquidität

Eins von fünf der Top 50 Start-ups hat in unserer Befragung eingeräumt, bereits mit Liquiditätsengpässen konfrontiert gewesen zu sein. Gefragt nach den konkreten Ursachen, sind erwartungsgemäß Probleme bei der Investorensuche der häufigste Grund. Außerdem resultierten Liquiditätsprobleme aus Besonderheiten des B2B-Geschäfts wie z.B. „Produktionsvorfinanzierung“ oder „lange Zahlungsziele“ sowie Zahlungsausfälle. Diese Risiken sind jedoch vermeidbar: „Großkunden verlangen oftmals lange Zahlungsziele. Mit einem Factoringpartner ist dies kein Problem. Und wenn einmal eine Zahlung ausfällt, ist das Start-up ebenfalls vor existenzbedrohlichen Auswirkungen geschützt“, führt Helmut Karrer von A.B.S. Global Factoring aus.

Und wo drückt der Schuh noch?

In Bezug auf die für Gründer nötige Infrastruktur bestehen für die Top 50 Start-ups keine größeren Probleme, wie die Ergebnisse der Befragung zeigen. „Büroflächen“, „Logistik“ oder der „Zugang zu Rohstoffen“ wurden nur vereinzelt genannt. „Zeit“, „Geduld“ und „PS auf die Straße bringen“ sind einerseits zwar sehr unspezifische Antworten. Andererseits spiegeln sie aber genau den Alltag in einem Start-up wider. Ebenso wie das Empfinden, „alles gleichzeitig“ machen zu müssen, vielen Gründern bekannt vorkommen dürfte, wenn es darum geht, mit dem eigenen Unternehmen zu wachsen. Aber darin besteht ja schließlich auch der Reiz des Gründens.

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