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5 Geschäftsideen aus Holz

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Inspiration

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Produkte aus Holz sind damit nachhaltig. Wir stellen 5 Geschäftsideen aus Holz vor, die zeigen, dass man allerhand aus Holz herstellen kann.

#1 My Esel – Fahrspaß auf Holz

Auf einem Esel kann man sich fortbewegen. Nur dauert es in der Regel recht lange, die Tiere sind störrisch und langsam. Ganz anders My Esel, die Fahrräder des gleichnamigen Unternehmens aus dem Österreichischen Traun. Mit ihnen kann man – vor allem, wenn man die E-Bike-Variante wählt – ziemlich schnell von A nach B kommen.

Geschäftsideen aus Holz Bikes aus Holz vereinen Natur und Mechanik zu einem Design-Stück. Die Räder von My Esel sehen nicht nur schick aus, sondern lassen sich auch wie ein normales Fahrrad nutzen. (Foto: My Esel)

Christoph Fraundorfer hat das Unternehmen vor fünf Jahren gegründet. Die Idee dazu war aus der Not heraus geboren.

Gründer Fraundorfer ist 1,95 Meter groß, mit seinen langen Beinen fand er in der Vergangenheit nie ein passendes Rad. Also baute er selbst einen Drahtesel.

Dass er sich für Holz als Material entschied, war seiner Profession geschuldet: Fraundorfer ist Architekt und Möbelbauer. Er kannte die Eigenschaften von Holz, es ist steif, es dämpft Vibrationen und es lässt sich durch einfaches Fräsen auf individuelle Bedürfnisse anpassen.

Kein Wunder, dass das Start-up vor allem Kunden mit individuellen Wünschen bedient: Es stellt insbesondere Pedelecs her, die auf den Fahrer angepasst sind. Für rund 3.500 Euro ist ein solches E-Bike aus Holz zu haben.

#2 Holzpost – Schöne Grüße aus Holz

Reisen bildet – und bringt geniale Ideen hervor. Eine solche Idee entstand im Angelurlaub in Schweden, an einem See inmitten des Waldes. Felix Bank saß mit einem Freund am Lagerfeuer und sinnierte darüber, ob auch ein auf einem gefundenen Holzbrettchen verfasster Urlaubsgruß beim Adressaten ankommen würde. Irgendwo hatten sie mal gelesen, dass jegliche Karte ankommt, solange sie nur ausreichend frankiert ist.

Die beiden wollten es wirklich wissen, sie schickten ihre Karte aus Kiefernholz ab – und siehe da: Sie fand ihren Weg zum Empfänger.

Der Empfänger war begeistert, noch mehr war es Felix Bank. Für ihn war dies der Startschuss zur Gründung seines Start-ups Holzpost. In diesem Jahr feiert es sein zehnjähriges Bestehen. An die Tausend Händler in der ganzen Welt beliefern die Friedrichsdorfer mit ihren Postkarten aus Holz.

Mittlerweile gehören zum Sortiment ferner Untersetzer, Lesezeichen, Visitenkarten oder Mousepads.

Sie alle werden aus Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft produziert. Außerdem fördert Holzpost mit seinem Engagement für die Organisation PrimaKlima die Wiederaufforstung von Wäldern.

#3 BeWooden – Fliegen und mehr aus Holz

Geschäftsideen aus Holz Modisch auffallen mit Stil: Diese Fliegen aus Holz sind ein echter Hingucker. (Foto: BeWooden)

Fliegen aus Holz – warum nicht? Sie knittern wenigstens nicht, sondern sitzen einen ganzen Abend lang so, wie sie sitzen sollen. Das 2013 in Düsseldorf gegründete Start-up BeWooden verkauft diese Accessoires für den Mann. Außerdem im Angebot sind mittlerweile Manschettenknöpfe, Uhren oder Broschen.

Die Idee zur Gründung von BeWooden nahm Gestalt an, nachdem einer der Gründer die Schreinerei seines Großvaters übernommen hatte.

Zur etwa gleichen Zeit wurde in der Nähe ein großes Möbelhaus eröffnet. Das Gründerteam war sich einig: Sie brauchten eine bahnbrechende Idee, um die Traditionswerkstatt in die Zukunft zu überführen.

Nun waren Holzfliegen keine Novität. Es gab sie schon auf dem Markt, laut BeWooden-Chef Henrik Roth bislang aber nur in minderwertiger Qualität. Der Handwerker setzte sich in den Kopf, höchste Güte plus Nachhaltigkeit zu garantieren.

Leicht war der Weg nicht, eine Crowdfunding-Kampagne zum Beispiel brachte nicht das erhoffte Kapital ein. Henrik Roth machte dennoch weiter. Und er hatte Glück – Style-Magazine wurden aufmerksam, Prominente ließen sich mit den Fliegen des jungen Unternehmens ablichten. So gelang der Durchbruch.

#4 Wuux – Surfbretter aus Holz

Schon Willi Margreiters Großvater war Tischler, sein Vater ist Tischler, er selbst ist es. Holz ist sein Werkstoff, Sport mag er auch, vor allem Sportgeräte.

Seine Verbindungen in die Surferszene brachten Willi Margreiter dazu, alles zu verbinden: Er hat ein Surfbrett aus Holz konstruiert.

Seit sechs Jahren gibt es seine Wuux Surfboards. Er fertigt die Bretter individuell nach Kundenwunsch an, die Kunden können aus 15 verschiedenen Modellen und 35 Holzarten wählen – darunter Bambus, Esche, Eiche oder Palisander.

Der Gründer liefert seine speziellen Boards mittlerweile in die ganze Welt – selbstverständlich auch ins Surferparadies Hawaii.

Wer nicht sofort 1.000 Euro und mehr für ein Sportgerät ausgeben will, kann auch erst einmal eins ausleihen. Das geht allerdings nur in Österreich und Bayern.

Als die Surfer der Welle am Salzburger Almkanal auf Willi Margreiter zukamen und ihm erzählten, dass herkömmliche Boards an den Betonrändern leicht brechen, machte er sich daran, eine stabilere Variante aus Holz zu bauen. Zwei Jahre brauchte er, er analysierte und tüftelte – dann gelang es ihm, eine Weltneuheit zu erschaffen.

#5 WOOD FELLAS – Sehen durch Holz

Ob Sonnenbrille oder Korrektionsfassung: Das Ottobrunner Unternehmen WOOD FELLAS entwirft und verkauft beide Varianten ausschließlich aus Holz. Produziert werden die Produkte an Standorten in Deutschland, Italien und China. Die Produktionsprozesse aber entwickeln die Gründer Jan Priepke und Stefan Muckenhirn ebenfalls selbst.

Angefangen haben beide 2003 mit dem Entwurf und Verkauf von Silberschmuck, später von Holzschmuck.

Aus dem Wunsch heraus, das Nachhaltige beizubehalten, aber trotzdem noch einmal etwas Neues zu machen, begann das Duo, Brillen aus Holz zu designen.

Der erste Auftritt auf der Internationalen Messe für Optik und Design opti in München mit einer kleinen Kollektion brachte dann so viel Zuspruch, dass sie das Projekt weiter verfolgten und mehrere Modelle konstruierten. 2012 gründeten sie WOOD FELLAS.

Noch einige Jahre fuhren die beiden zweigleisig. Seit 2015 konzentrieren sie sich auf die Brillen aus Holz, insbesondere auf optische Sehhilfen. In unzähligen Optikergeschäften in mehreren europäischen Länden sind die Modelle zu haben.

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