Betrug: McAfee warnt vor "Task-Scam" – Freelancer betroffen

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Verlockende Jobangebote in WhatsApp, Telegram oder LinkedIn – kleine Aufgaben, schneller Lohn, einfache Arbeit von zu Hause. Tausende Freelancer sind in den letzten Monaten auf genau solche Versprechen hereingefallen. Hinter der neuen Betrugswelle steckt der sogenannte Task-Scam. Laut einer aktuellen Analyse von McAfee hat sich die Zahl solcher Jobbetrugsfälle um über 1000 % erhöht. Wer selbstständig arbeitet oder Aufträge online sucht, ist besonders gefährdet.

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Arbeit im Homeoffice
Besonders Freelancer sind vom "Task-Scam" betroffen. Bild: Tima Miroschnichenko / Pexels.

Verlockende Jobs, falsche Versprechen

"Verdiene 300 Euro pro Tag – einfach von zu Hause!" Mit solchen Nachrichten locken Betrüger derzeit tausende Freelancer und Nebenberufler in die Falle. Über Messenger, soziale Netzwerke oder Jobportale werden scheinbar echte Angebote für Online-Jobs verschickt. Dahinter steckt der sogenannte Task-Scam – eine besonders heimtückische Form des Jobbetrugs.

Das Sicherheitsunternehmen McAfee meldet eine Zunahme um 1000 % innerhalb eines Jahres. Besonders betroffen: Selbstständige und Freelancer, die regelmäßig online nach Aufträgen suchen. Denn wer flexibel arbeitet, ist oft offen für neue Plattformen und kurzfristige Projekte – genau das nutzen Kriminelle aus.

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Was steckt hinter dem "Task-Scam"?

Der Begriff stammt vom englischen Task – Aufgabe. Die Betrüger versprechen kleine, harmlose Tätigkeiten: App-Bewertungen, Produkt-Likes, das Testen von Webseiten oder das Schreiben kurzer Rezensionen. Nach der ersten "Aufgabe" folgt häufig sogar eine kleine Auszahlung, um Vertrauen zu schaffen.

Dann kommt der Trick: Wer weiterarbeiten will, soll eine Vorauszahlung leisten – angeblich, um größere Aufträge freizuschalten oder Provisionen zu aktivieren. Viele zahlen. Danach bricht der Kontakt ab, das Geld ist weg. Einige Täter fordern auch Kryptozahlungen oder Ausweiskopien, um Identitäten zu missbrauchen. Manche Missbrauchsfälle führen zu Kreditbetrug oder illegaler Geldwäsche über gestohlene Konten.

Laut McAfee verlagern sich die Betrüger gezielt in Messenger-Dienste, um dort Freelancer anzusprechen, die auf seriöse Angebote hoffen. Der globale Schaden durch Jobbetrug belaufe sich bereits auf über 130 Millionen Euro. Auch Trend Micro bestätigt die Entwicklung. Die Analysten sprechen von einer "organisierten, internationalen Struktur" hinter den Scam-Netzwerken. Besonders auffällig sei, dass die Täter in Wellen auftreten – oft zeitgleich auf verschiedenen Plattformen – und mit KI-generierten Profilbildern und Texten arbeiten.

Die Polizei NRW rät ausdrücklich davon ab, auf vermeintliche Aufträge über WhatsApp oder Telegram zu reagieren, wenn zuvor kein persönlicher Kontakt oder schriftlicher Vertrag besteht. Viele Opfer bemerkten den Betrug erst, nachdem sie dreistellige Beträge überwiesen hatten.

Wie man sich vor "Task-Scam" schützt

Freelancer können sich gut vor der neuen Betrugsmasche schützen – wenn sie die typischen Signale erkennen. Erste Warnzeichen sind unverlangte Nachrichten über WhatsApp oder Telegram, private E-Mail-Adressen ohne Firmenbezug und übertrieben hohe Bezahlung für einfache Aufgaben. Spätestens wenn eine Vorauszahlung verlangt oder ausschließlich über Messenger kommuniziert wird, sollte man den Kontakt sofort abbrechen.

Grundregel Nummer eins: Niemals Geld überweisen, um einen Job zu bekommen. Seriöse Auftraggeber zahlen für Leistung, nicht umgekehrt. Angebote lassen sich leicht überprüfen: Wer hinter einer Firma oder einem Namen steckt, findet sich meist über Google, LinkedIn oder ein Impressum heraus. Fehlende Informationen sind ein klares Warnsignal.

Freelancer sollten zudem bevorzugt über etablierte Plattformen wie Upwork, Malt oder deutsche Vermittlungsportale arbeiten. Dort sind Auftraggeber verifiziert und Zahlungen abgesichert. Bei neuen Kontakten gilt: Keine Ausweiskopien, keine Bankdaten, keine Krypto-Transaktionen. Zwei-Faktor-Authentifizierung und starke Passwörter bieten zusätzlichen Schutz.

Wer trotzdem Opfer geworden ist, sollte sofort handeln:

  1. Zahlungen stoppen
  2.  Bank informieren
  3. Anzeige erstatten und Beweise sichern (Chatverläufe, Screenshots oder Überweisungsnachweise)

Wenn persönliche Daten weitergegeben wurden, hilft die Verbraucherzentrale beim Schutz vor Identitätsdiebstahl.

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