Anstieg um 58 % Betrug in der Wirtschaft: So schützen sich Start-ups

Best Practice

Im Jahr 2024 wurden laut Angaben des BKA in Wiesbaden insgesamt 61.358 Fälle von Wirtschaftskriminalität erfasst. Das ist ein gewaltiger Anstieg von knapp 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Situation 2025 merklich bessert. Wir zeigen, wie Start-ups sich schützen können.

Mitarbeiter stiehlt vertrauliche Akten aus einem Büro
Wirtschaftskriminalität: Start-ups sind ein leichtes Ziel. Bild mit ChatGPT erstellt.

Wirtschaftskriminalität steigt um 58 %: die Gründe

Der sprunghafte Anstieg ist in erster Linie zurückzuführen auf zwei krasse Entwicklungen:

  1. Betrugsfälle insgesamt: Hier wurden 39.207 Fälle erfasst, was einen massiven Anstieg von 116,7 % gegenüber 2023 bedeutet.
  2. Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen: Die Zahl explodierte um 847,6 %, von 2.169 im Jahr 2023 auf 20.553 Fälle im Jahr 2024.

Ein maßgeblicher Auslöser für diese Explosion: Ein umfangreiches Ermittlungsverfahren in Schleswig‑Holstein, das beide Phänomenbereiche erfasst und somit zu diesem auffälligen Fallanstieg geführt hat.

Auch wenn der sprunghafte Anstieg der Fallzahlen vor allem auf ein groß angelegtes Ermittlungsverfahren zurückgeht, bleibt die Bedrohung für Unternehmen in Deutschland real. Wirtschaftskriminalität ist kein Ausnahmephänomen einzelner Branchen, sondern kann jede Firma treffen – unabhängig von Größe oder Rechtsform. Besonders gefährdet sind Start-ups, die oft noch keine ausgereiften Schutzmechanismen etabliert haben.

Start-ups: Leichte Beute für Wirtschaftskriminelle?

Laut einer KPMG-Studie aus dem Jahr 2023 waren 30 % der kleinen Unternehmen in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren von Wirtschaftskriminalität betroffen. Bei großen Unternehmen lag der Wert mit 45 % deutlich höher.

Die Autoren vermuten jedoch, dass gerade bei kleineren Firmen die Dunkelziffer erheblich ist – unter anderem, weil ihnen oft Ressourcen und ausgereifte Kontrollmechanismen fehlen.

Start-ups zählen in der Regel zu dieser Unternehmensgruppe: Sie verfügen selten über spezialisierte Sicherheitsabteilungen und müssen gleichzeitig in einer frühen Wachstumsphase viele geschäftliche Entscheidungen treffen. Diese Kombination macht sie zu einem potenziell attraktiven Ziel für Wirtschaftskriminelle.

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Start-ups im Visier von Kriminellen: besonders in der Frühphase sind sie ein leichtes Opfer. Bild mit ChatGPT erstellt.

Sorgfältige Prüfungen decken Wirtschaftskriminalität auf

Ein erheblicher Teil der Wirtschaftsdelikte entsteht, weil Unternehmen falsche Mitarbeiter einstellen, unzuverlässigen Partnern vertrauen oder zu wenig Sorgfalt bei der Auswahl von Dienstleistern walten lassen. Risiken im Vorfeld zu erkennen, ist nicht immer möglich. Sogenannte "Background Checks" können jedoch wertvolle Hinweise liefern. Solche Hintergrundprüfungen werden unter anderem von spezialisierten Ermittlungsbüros durchgeführt.

Ein anonymisiertes Fallbeispiel verdeutlicht, wie dadurch schwerwiegende Folgen verhindert werden können: Eine in Frankfurt ansässige Detektei berichtet von einem Fall, in dem ein leitender Vertriebsmitarbeiter sensible Firmeninformationen an einen direkten Wettbewerber weitergab. Erst durch diskrete Observation gelang der Nachweis und das Unternehmen konnte weiteren Schaden verhindern.

Kriminalitätsverdacht im Unternehmen professionell klären

Kriminalität ist immer ein sensibles Thema. Deshalb ist es wichtig, nicht vorschnell zu handeln. Wer etwa einen Mitarbeiter des Betrugs bezichtigt, ohne handfeste Beweise zu haben, wird im schlimmsten Fall wegen Verleumdung angeklagt und muss mit einer Geld- oder gar Freiheitsstrafe rechnen.

Es ist also besser, bei Verdachtsfällen interne Ermittlungen professionell durchführen zu lassen. Detekteien können diskret prüfen, ob ein Verdacht begründet oder unbegründet ist. Dabei haben sie (wenn auch nicht behördlich legitimiert) das Recht, Beweise zu sammeln, die vor Gericht verwendet werden dürfen. Diese Beweise können sie der Polizei übergeben, um eine offizielle Strafverfolgung einzuleiten.

Detektiv observiert Zielperson aus dem Auto mit Spiegelreflexkamera
Professionelle Detektive können diskret Verdachtsfälle prüfen. Bild mit ChatGPT erstellt.

Fazit: Wirtschaftskriminalität vorbeugen, Ruf wahren

Gerade Start-ups müssen sich erst einmal am Markt behaupten, bevor sie Vertrauen gewinnen können. Der Aufbau einer guten Reputation braucht jedoch Zeit und hängt stark mit Sicherheitsbewusstsein, Transparenz und Verlässlichkeit zusammen.

Das Beauftragen einer professionellen Detektei hat damit auch eine Signalwirkung. Durch konsequente Aufklärung und Prävention signalisieren Start-ups, dass sie Risiken aktiv managen. Dies macht sie nicht nur zu einem unattraktiven Ziel für Kriminelle, sondern trägt auch nachhaltig zur Stärkung ihrer Glaubwürdigkeit bei. Diese Glaubwürdigkeit hilft sowohl bei der Akquise von Kunden als auch der Gewinnung von Partnerschaften.

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