Wirkungsvolle Presseportale und Tipps für mehr Reichweite in der PR

Sie wollen eine Unternehmensinformation veröffentlichen und haben eine Pressemitteilung geschrieben. Neben dem Versand an einen ausgewählten Presseverteiler können Sie die Pressemitteilung auch über Presseportale verbreiten und so die Reichweite der Information erhöhen.

Wenn Sie Ihre Pressemeldung über Presseportale verschicken, sollten Sie bewusst auswählen, wo Sie diese publizieren. Übergeordnete Presseportale können Ihnen dabei Zeit ersparen. Wenn Budget vorhanden ist, können kostenpflichtige Anbieter einen großen Mehrwert bieten.

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Die Bedeutung der Presseportale für Ihre PR

Presseportale sind ein Instrument der Online-PR. Ein Presseportal hilft Ihnen dabei, Ihre Pressemitteilungen breitflächiger zu verteilen. So werden die Meldungen bei Google und ggf. dadurch auch von Journalisten besser gefunden. Laut einer Studie von Adenion wird auch zwei bis vier Jahre nach einer Publikation noch jede dritte Pressemitteilung bei Google gefunden. Ob Journalisten tatsächlich Presseportale aktiv nutzen, darüber gibt es verschiedene Stimmen. Sicher ist jedoch, dass Journalisten Google als Hauptrecherchequelle für Themen nutzen. Wenn Ihre Pressemitteilung dort also gut auffindbar ist, steigen die Chancen einer Medienerwähnung.

Kostenfreie vs. kostenpflichtige Presseportale

Presseportale unterscheiden sich in kostenfreie und kostenpflichtige Presseportale. Kostenfreie Presseportale veröffentlichen Ihre Meldung und begünstigen so die Online-Reichweite Ihrer Meldung. Kostenpflichtige Presseportale übernehmen darüber hinaus zudem u.a. den Versand an einen speziellen Verteiler, den die Portalbetreiber aufbereitet haben. Auch bei kostenfreien Presseportalen können teilweise weitere Leistungen zusätzlich bezahlt werden. Zusatzleistungen umfassen dabei bspw.:

  • Versand über den Nachrichtenticker einer Agentur (bspw. dpa)
  • Weiterleitung per E-Mail an einen Presseverteiler
  • Einbindung der Pressemitteilung auf weitere Homepages

Schwierig ist jedoch die Einschätzung, wie zweckmäßig der Presseverteiler kostenfreier Presseportale ist und ob Journalisten die Informationen dann auch tatsächlich nutzen.

Eines der kostenpflichtigen Presseportale, das auf jeden Fall von Journalisten genutzt wird, ist die dpa-Tochter newsaktuell. Die Preise unterscheiden sich hierbei je nach Art des Materials (Text, Bild, Video, Audio) und Zielgruppe (deutschlandweit oder international bzw. Fachverteiler). Folgende Pakete bietet das Presseportal newsaktuell exemplarisch an (Stand Oktober 2015):

  • Fachpresse und regionale Medien kosten ab 109 Euro aufwärts.
  • Die Kosten für eine Textverbreitung in Deutschland (bis 300 Wörter) liegen bei 360 Euro.
  • Die Text- und Bildverbreitung in Deutschland ohne Wortbegrenzung beginnt ab 715 Euro pro Mitteilung.

Das nachfolgende Video zeigt, wie die Verbreitung bei diesem kostenpflichtigen Presseportal funktioniert:

Inhaltliche Unterschiede der Presseportale

Eine weitere Unterscheidung der Presseportale, neben Preis und Leistungen, ist die thematische Ausrichtung. Eine Studie von PR-Gateway unterscheidet Presseportale nach sieben verschiedenen Kategorien.

  1. Allgemeine Presseportale: Diese Presseportale sind nicht an ein Thema oder eine Branche gebunden. Es können Pressemitteilungen aller Art eingestellt werden.
  2. Social Media via Presseportale: Bei übergeordneten Anbietern wie bspw. PR-Gateway (mehr dazu unten im Text) können Pressemitteilungen automatisiert an Ihre eigenen Social Media-Kanäle weitergeleitet werden. Sie werden bspw. bei Facebook als Notiz veröffentlicht, ohne dass zusätzliche Arbeitsschritte von Ihnen nötig sind.
  3. Presseportale für E-Business: Diese Presseportale eignen sich, wie der Name vermuten lässt, für E-Business-Unternehmer.
  4. Wirtschafts- und Finanzportale: Hierbei handelt es sich ebenfalls um branchenspezifische Presseportale.
  5. Event-Portale: Diese Presseportale eignen sich besonders für Veranstalter von Events, Messen o.ä.
  6. RSS-Feeds: Hier wird Ihre Pressemitteilung über einen Newsticker publiziert.
  7. Bildungs- und Jobportale: Nicht nur Pressemitteilungen, sondern auch Stellenausschreibungen können automatisiert an entsprechende Portale verschickt werden.

Welche reichweitenstarke und kostenfreie Presseportale gibt es?

In Deutschland gibt es über 30 kostenfreie Presseportale, die für allgemeine Themen zugänglich sind - Sie können folglich kaum alle bedienen und müssen priorisieren. Somit ist ein weiteres entscheidendes Kriterium für die Auswahl des geeigneten Presseportals auch die Reichweite. Hierbei gibt es zahlreiche Rankings, die die Presseportale einstufen. Im Folgenden berufen wir uns auf eine Studie aus dem Jahr 2018 von PR-Gateway. Hierbei wurden sowohl die Besucher als auch die Seitenaufrufe der Presseportale berücksichtigt. Außerdem aber auch der Google PageRank, also die Linkpopularität, sowie der Alexa Rank, der sich nach dem Gesamttraffic einer Seite richtet. Hieraus ergeben sich die folgenden Top 3 Presseportale:

  • fachzeitungen.de
  • firmenpresse.de
  • unternehmen-heute.de

Ein Nachteil einiger Portale ist jedoch: Manche lassen Hyperlinks oder Videos in den Meldungen nicht zu. Sie sollten also immer abwägen, welche Aspekte eines Presseportals Ihnen am Wichtigsten sind und nicht allein auf die Reichweite blicken.

TIPP

Egal, für welches dieser Presseportale Sie sich entscheiden, am Ende zählt vor allem eines: die Pressemitteilung. Hier erfahren Sie, wie Sie die perfekte Pressemitteilung schreiben.

SEO und Presseportale: 3 Tipps für eine höhere Reichweite

Um die ideale Reichweite durch Presseportale zu erhalten, sollten Sie folgende Regeln beachten:

  • Regelmäßig Pressemitteilungen auf Presseportale stellen
  • Pressemitteilungen über mehrere Presseportale bekannt machen
  • Keine Links einbauen, die auf die eigene Website führen oder, falls nicht vermeidbar, die Links als No-Follow-Links kennzeichnen

Regelmäßigkeit und die Veröffentlichung über mehrere Presseportale sind also notwendig, um das Google-Ranking positiv zu beeinflussen. Außerdem erhalten Sie durch die verschiedenen Zielgruppen der Presseportale mehr Reichweite, wenn Sie die Pressemitteilung auf mehrere Presseportale stellen. Links in Pressemitteilungen werden von Google negativ und als Eigenwerbung bewertet.

Will man all diese Tipps für Presseportale beachten, so kostet das zwar kein Geld, dafür aber sehr viel Zeit. Dabei ist nicht nur das Erstellen der Pressemitteilung gemeint, sondern auch das Anmelden und regelmäßige Einstellen bei allen Portalen. Außerdem sollten Sie sich kontinuierlich informieren, welche Presseportale sich weiterentwickelt haben oder im Ranking runtergestuft wurden.

Durch übergeordnete Presseportale können Sie diese Zeit einsparen. Übergeordnete Presseportale sind zwar kostenpflichtig, dafür sind Sie aber immer auf dem aktuellen Stand der Dinge. Neue Presseportale werden dort automatisch integriert, außerdem müssen Sie Ihre Pressemitteilung nur einmal einstellen, alles weitere übernimmt das System. Zu den übergeordnete Presseportalen gehören beispielsweise PR-Gateway, Connektar oder pressrelations.de. Der Versand von einer Pressemitteilung über eines dieser Presseportale kostet ab 25 Euro aufwärts. Jedoch bieten alle Anbieter auch günstigere Abopakete für Ihre Pressemitteilungen an.

So finden Sie die passenden Presseportale für Ihr Unternehmen

Auf was kommt es nun an, wenn Sie die passenden Presseportale für Ihr Unternehmen auswählen wollen? Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Habe ich Budget für Presseportale?

Wenn ja:

  • Wie viel? Reicht es für die Anmeldung...
  • ...für kostenpflichtige Presseportale?
  • ...oder für übergeordnete Presseportale?
  • ...oder für Zusatzleistungen kostenfreier Presseportale?

Anschließend und wenn nein:

  • Welche Presseportale haben aktuell die größte Reichweite?
  • Welche Presseportale sind für meine Zielgruppe relevant?
  • Welche Presseportale bieten mir die Möglichkeit, neben Text auch etwa Links, Bilder, Video- oder Audiodateien zu veröffentlichen?
  • Benötige ich Links und wenn ja, könnten diese von Google negativ bewertet werden?

Außerdem sollten Sie intern eine verantwortliche Person festlegen, die im Blick behält, dass regelmäßig Pressemitteilungen über Presseportale publiziert werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, insbesondere wenn Sie kein Budget für kostenpflichtige Presseportale haben, einen eigenen Presseverteiler zu erstellen. Dort sollten alle Pressekontakte gelistet sein, die bereits mit Ihrem Unternehmen in Kontakt standen und somit auch ein bereits vorhandenes Interesse an Ihrem Unternehmen haben. Für eine tatsächliche Berichterstattung kommt es aber am Ende nicht nur auf die Auswahl der Presseportale an, sondern auf den Inhalt und die Aufarbeitung Ihrer Pressemitteilung. Diese vier Punkte sollten Sie auf jeden Fall beachten, wenn Sie eine Pressemitteilung schreiben.

TIPP

Der Versand der Pressemitteilung über Presseportale erhöht zwar die Reichweite. Dennoch sollten Sie diese auch gezielt an ausgewählte Journalisten verschicken. Lesen Sie hier weiter, um mehr Tipps für Ihren Presseverteiler zu erfahren.

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