5 Durstlöscher vorgestellt



Die Auswahl an Szenegetränken ist groß, ob mit oder ohne Alkohol. Wir stellen fünf Geschäftsideen vor, die schmecken und erfrischen.

#1 Skadi – Cocktails zum Lutschen

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Cocktails zum Dahinschlürfen: Skadi bietet leckere Drinks im Beutel. (Foto: Skadi)

Es kann befriedigend sein, mehrere Dinge auf einmal zu tun – etwa Eis essen und einen Cocktail trinken. Luca Ohl hat diese Kombination erfunden und zur Marktreife gebracht. Sein 2017 gegründetes Berliner Unternehmen Free Spirit vertreibt unter der Marke Skadi Hochprozentiges zum Lutschen. Wie ein Wassereis kommen die Skadi-Cocktails in kleinen Plastikverpackungen daher. Sie lagern im Gefrierfach, werden kurz vorm Verzehr herausgenommen – und können anschließend genossen werden.

Auf die Idee kam Ohl, als er vor Jahren einmal in einer Eisdiele Prosecco-Eis gegessen hatte. Er wollte etwas Ähnliches herstellen, aber auf Basis von Cocktails. In der WG-Küche experimentierte er, wie man Alkohol gefrieren könne. Eines Tages gelang es. Seither sind die Cocktails zum Lutschen in den Sorten Gin Tonic, Frosé, Whiskey Sour, Sex on the Beach und Moscow Mule in Gebinden zu acht Einheiten im unternehmenseigenen Webshop erhätlich.

#2 Drinkselo – kalter Kaffee in knalligen Farben

Als Lara Zumbaum 2015 ihr Start-up gründete, hat sie die Kaffeekirsche, also jenen Teil, der die Bohnen umschließt, zum Tee verarbeitet. So war es in Kaffeeländern seit Jahrzehnten üblich. Die Berlinerin brachte diese Tradition nach Deutschland. Mit Erfolg: Zwei Jahre lang vertrieb sie das koffeinhaltige Erfrischungsgetränk.

Dann aber wurde die Kaffeekirsche als Zutat in der EU von heute auf morgen verboten, die Gründerin von Drinkselo (anfangs noch selosoda.com) musste umdenken: Sie importierte stattdessen grüne – das sind die noch nicht gerösteteten – Kaffeebohnen, gewann daraus ein Extrakt und stellte auf dieser Basis Limonaden her. “Selo green coffee – Kaffee in grün” heißt das neue Getränk. Es ist, wie sein Vorgänger, erfrischend, nicht zu süß und außerdem wachmachend wie ein doppelter Espresso. Drei Sorten hat das Start-up im Programm: Hibiskus/Lavendel, Orange/Kurkuma sowie Zitrone/Ingwer. Die Produkte sind in der Gastronomie sowie im ausgewählten Einzelhandel zu erstehen.

Zumbaum wartet nebenher immer noch auf die Zulassung der Kaffeekirsche. Sobald die Freigabe erfolgt, will sie auch die ursprüngliche Produktlinie wieder aufnehmen.

#3 St. Erhard – Craft Beer in ausergewöhnlichem Design

Dass das Bier des Bamberger Start-ups St. Erhard kein gewöhnliches ist, zeigt sich bereits auf den ersten Blick: Die minimalistische Form der Flasche, die Schrift, direkt aufs Glas gedruckt – das Design ist modern und preisgekrönt. Selbstverständlich ist auch der Inhalt nicht mit herkömmlichen Industriebieren zu vergleichen. St. Erhard ist ein Craft Beer, also mit hoher Handwerkskunst hergestellt. Zwar nicht in einer eigenen Brauanlage, aber unter Verantwortung eines eigenen Braumeisters bei verschiedenen Partnern.

Ursprünglich wollte Christian Klemenz nur ein Exportbier für den indischen Markt entwickeln. Im Rahmen eines Ausslandssemester in Ahmedabad kam ihm die Idee, den Subkontinent mit deutschem Bier zu versorgen. Das macht er seit 2012. Doch schnell kamen weitere Länder hinzu, von Schweden über Mexiko bis China. Außerdem versorgt St. Erhard natürlich Deutschland mit verschiedenen Sorten.

Um die komplette Wertschöpfungskette abzudecken, hat der Gründer in den folgenden Jahren außerdem die Groß- und Einzelhandelsmarken Bierothek sowie das Gastronomiekonzept Bierobar aufgebaut.

#4 Wholey – Smoothies zum Selbermachen

Alexander Carsten, Casimir von Carmer und Alexander Stahr sind ehemalige Leistungssportler. Als solche hatten sie immer den Anspruch, sich gesund zu ernähren – und das so unkompliziert wie möglich. Daraus entstanden im Jahr 2017 das Start-up Green Grizzly und die Marke Wholey. Die Berliner produzieren und vertreiben sogenannte ready-to-blend Smoothies und Shakes.

Das heißt: Die Früchte werden auf dem höchsten Reifegrad geerntet, innerhalb weniger Stunden schockgefroren und in einen Becher gegeben. Der Kunde bewahrt die Mischung in der Kühltruhe auf. Bei Bedarf nimmt er die Früchte heraus, gibt Wasser dazu und mixt im Mixer alles zu einem kühlen Getränk zusammen. Er steckt nur noch den mitgelieferten Strohhalm hinein – und fertig ist der Smoothie zum Verzehr.

Das Sortiment wurde im Laufe der Zeit immer größer. Neben grünen und fruchtigen Smoothies sind etwa auch ein veganer Shake auf Nussbasis oder ein Rote-Beete-Saft im Programm. Alle Produkte  sind vitaminreich, frei von Industriezucker, Konzentraten oder anderen Zusätzen.

#5 Teaballs – heißer oder kalter Tee to go

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Tee ohne Beutel: Lecker, schnell und leicht zu kochen dank der Teaballs. (Foto: Teaballs)

Simon Schmidt liebt es, Dinge zu erfinden. 2017 hat er sogar einmal den hessischen Gründerpreis für ein neuartiges Reparaturverfahren für Bahnschienen-Teile erhalten.

Seine jüngste Idee ist Tee aus dem Spender – als Alternative zu herkömmlichen Beuteln. Das ist nicht nur ergiebiger (bis zu 50 Getränke pro Einheit) und klecker-resistenter. Der Spender ist handlich und damit gut für unterwegs geeignet. Außerdem hat der Nutzer kein Entsorgungsproblem: Die Kügelchen lösen sich im Wasser auf – und fertig. Man kann im Übrigen sowohl kochend heißes als auch kaltes Wasser verwenden. Je nachdem, produziert man ein wärmendes, respektive erfrischendes Getränk. Das Unternehmen hat mehrere Sorten im Programm, etwa Minze oder Hibiskus/Hagebutte.

Hergestellt werden die Teaballs des Start-ups aus Gründau, indem aus ausgewählten Pflanzen in einem schonenden Dampfverfahren Extrakte gewonnen werden. Anschließend wird das Pulver verarbeitet und in die Tablettenform gepresst. Abgefüllt werden die Kügelchen in den Werkstätten des Behindertenwerks Main Kinzig.

  • Eine weitere interessante Getränke-Innovation findet ihr hier: Das Münchner Start-up air up über seine Revolution im Getränkemarkt. Womit erfrischt man sich im Büro, wenn es heiß ist? Mit unseren 5 Tipps gegen Hitze.
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