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5 Geschäftsideen im Abo

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Inspiration

Man kann eine Zeitung abonnieren – oder Lego-Bausets. Wir stellen 5 Geschäftsideen vor, die Nützliches, Leckeres und viel Abwechslungsreichtum für die gesamte Familie direkt ins Wohnzimmer liefern.

#1 Naschhaus – Süße Überraschungen aus Schweden

Das Naschhaus ist sowohl ein Onlineshop, in dem mehr als 800 verschiedene schwedische Süßigkeiten angeboten werden.

naschhaus-geschäftsideen-im-abo Köstliche Leckereien in einer Box kommen direkt aus dem Naschhaus nach Hause. (Foto: Naschhaus)

Zudem gibt es einen Laden in Berlin-Friedrichshain. Doch Naschhaus-Gründerin Daniela Dittberner hat sich zudem noch etwas anderes einfallen lassen: die Naschhaus Abo-Box, eine monatliche Kiste mit Süßigkeiten, die direkt nach Hause geliefert wird.

Der Vorteil: Der monatliche Abopreis beträgt unter 30 Euro (in der günstigsten Variante, bei einer einjährigen Laufzeit knapp 27 Euro), der Warenwert aber mehr als 32 Euro. Außerdem birgt jede neue Lieferung neue Überraschungen.

Betriebswirtin Daniela Dittberner hatte eine gut dotierte Stelle. Doch als sie 2017 das leer stehende Ladenlokal entdeckt hatte, setzte sie ihren lang gehegten Traum vom eigenen Süßigkeitenladen um.

Dieser reifte schon als Kind, während der vielen Urlaube in Schweden, wo die Familie traditionell am Süßigkeiten-Samstag die Läden leer räumt und die Naschereien anschließend aufisst.

Leicht war der Start nicht. Die Kosten waren anfangs höher als die Einnahmen, zumal die Kunden nur wenige Euro ausgaben. Die Naschhaus-Box ermöglicht wiederkehrende, höhere Erlöse.

#2 Die Windelei – Stoffwindelservice

Windeln aus Plastik sind eine große Umweltsünde. Bis ein Kind trocken ist, werden anderthalb Tonnen Plastikmüll verursacht. Nachhaltiger sind Stoffwindeln, etwa die Produkte der Windelei. Sie kommen im Abo daher, das heißt: Sie werden gegen eine monatliche Gebühr von – je nach Servicepaket ab ca. 129 Euro pro Monat – geliefert, im gebrauchten Zustand abgeholt, anschließend gereinigt – und dann wieder, ganz frisch, ausgeliefert. So lange, bis das Kleine aufs Töpfchen geht.

Die gebürtige Rheinländerin und Wahl-Berlinerin Sonja Specks hatte lange Jahre in einer Chemiefirma gearbeitet.

Schon damals lag ihr Umweltschutz am Herzen, sie war Teil eines Teams, das umweltverträgliche Produkte – chromfreie Alternativen für Innenseitenbeschichtungen von Dosendeckeln – entwickelte.

Doch erst nach der Geburt ihres Sohnes wurde aus ihrer Mission, nachhaltiger zu leben, ein Start-up. 2018 gründete sie in Berlin die Windelei. Ein Jahr später lernte sie Franziska Reif kennen. Sie hatte die gleichen Überzeugungen – und gründete daher den Windelei-Ableger in München.

Mittlerweile "sind alle glücklich", wie es auf der Firmenwebseite so schön heißt: Die Eltern, die Kinder und die Gründerinnen, die einen Nerv getroffen haben.

#3 Lukas und Lara – Brieffreunde auf Tour

Früher hatten Kinder echte Brieffreunde. Sie hießen Mauro oder Erno, stammten aus Italien oder Finnland. Heute können Eltern ihren Sprösslingen Brieffreunde aus der Retorte bescheren. Das in der Grafschaft in der Nähe von Bad Neuenahr/Ahrweiler angesiedelte Start-up Lukas und Laura schickt den Abonnenten respektive deren Kindern ein Mal im Monat einen personalisierten Brief zu.

Der Clou: Jeden Monat kommt der Brief aus einem anderen Land, inklusive Fotos von Sehenswürdigkeiten und landestypischen Mitbringseln. Spannende Geschichten gibt es selbstverständlich auch.

Als die Gründer Norbert Jansen und Jan Riedel Kinder waren, mussten ihre Eltern sich Anreize ausdenken, damit sie lesen. Norbert bekam zum Beispiel drei Mark pro gelesenem Buch. Viele Jahre später, längst erwachsen, fand er, dass es bessere Möglichkeiten geben sollte, um Kindern das Lesen schmackhaft zu machen.

Gemeinsam mit Jan Riedl entwickelte er die Idee, Lukas und Lara auf Weltreise zu schicken und die Kinder an ihren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Sie erinnerten sich nämlich daran, dass sie damals immer gerne Post aus dem Kasten fischten – und diese mit Begeisterung vorlasen.

Lukas und Lara gibt es im Abomodell ab einer Laufzeit von drei Monaten.

#4 Bauduu – aufbauen, abreißen

Bauduu 1200 Bei Bauduu werden Bausets kostengünstig geschickt und wieder entgegengenommen. Im Bild: Co-Founder Patrick Zimmermann (Foto: Bauduu)

Lego-Bausets sind teuer, dennoch werden sie von den Kindern oft nur ein, zwei Mal aufgebaut. Danach verstauben sie in einer Ecke des Kinderzimmers. Diese Erfahrung machten auch die Eheleute Lea-Maria und Patrick Zimmermann. Als Sohn Tizian vier war, entschlossen sie sich daher zur Gründung von Bauduu.

Das Prinzip ist ganz simpel:

Gegen eine monatliche Gebühr erhalten die Kunden jeden Monat ein neues Bauset. Das Kind kann es aufbauen und bespielen. Anschließend wird es wieder in seine Einzelteile zerlegt und ans Unternehmen zurückgeschickt. Im Gegenzug versendet Bauduu ein neues Set.

Alle Steine werden desinfiziert und gereinigt, bevor sie erneut auf den Weg gebracht werden.

Die monatlichen Kosten für das Bauspaß-Abo richten sich nach der Laufzeit und der Größe der Sets. Das günstigste Modell, das mittlere und kleinere Sets beinhaltet, kostet im Abo rund zehn Euro pro Monat.

Die Bankkauffrau und Betriebswirtin Lea-Maria Zimmermann hat in den ersten Jahren nach der Gründung 2013 mit spitzem Bleistift gerechnet. 150.000 Euro Kapital von der Bank reichten für den Anschub aus. Mittlerweile ist das Geld zurückgezahlt, das Unternehmen profitabel.

#5 iDesign Box – Basteln am laufenden Band

In der schnelllebigen Zeit hat man das Gefühl, nie etwas zu Ende zu bekommen. Wie schön ist es da als Ausgleich, etwas zu basteln. Das fertige Produkt in den Händen zu halten, erfüllt den Kreativen mit Stolz. Mit diesen Worten beschreibt Ariane Mackenzie, warum sie selbst gerne bastelt – und warum die IT-Beraterin aus Haar bei München 2016 iDesign Box gegründet hat.

Ein weiterer Vorteil der Box, die man sowohl einzeln, aber auch (dann im Verhältnis günstiger) als Drei-, Sechs- oder Zwölfmonatsabo bestellen kann:

Neben einer Schritt-für-Schritt-Bastelanleitung sind alle benötigten Materialien und Hilfsmittel in passender Menge in der Box. Das lästige Zusammensuchen aller Kleinigkeiten entfällt.

Außerdem kostet der Einkauf auf eigene Faust oft mehr, da man größere Mengeneinheiten als benötigt abnehmen muss. Der Rest ist Abfall und landet vielleicht für immer in einer Kiste.

Ariane Mackenzie hat die iDesign Box für Erwachsene und Jugendliche ab etwa 15 Jahren konzipiert. Gerade auch ältere Menschen gehören zu ihren Abnehmern, sagt die Gründerin, oder aber die Kinder und Enkel schenken den Senioren die monatliche Bastel-Überraschung.

  • Lest hier, wie Abo-Boxen funktionieren. Ebenfalls wird klar, dass so manches Geschäftsmodell gescheitert ist. Auch das im Artikel vorgestellte Start-up Wauz & Mauz hat sein Geschäft nach sieben Jahren kürzlich aufgegeben.
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