- Spezialist statt Bank: Wise konzentriert sich auf Fremdwährungen und internationale Zahlungen
- Hilft Währungswechsel vermeiden: Einnahmen in derselben Währung halten und ausgeben
- Keine Grundgebühr: Aber ausgehende SEPA-Überweisungen kosten bis zu 1 €
- Sinnvoll als Zusatzkonto: Wenn beim bisherigen Konto Fremdwährungsfunktionen fehlen
| Wise Business im Schnellcheck
| Merkmal | Wise Business |
|---|---|
| Anbieterart | Zahlungsinstitut, keine Bank |
| Monatliche Kontoführung | 0 € |
| Kontodaten zum Geldempfang | Einmalig 55 € für Geschäftskunden in Deutschland |
| SEPA-Überweisungen in Euro | Empfangen kostenlos; ausgehend laut Gebührenblatt bis zu 1 € |
| Lastschriften | Widersprüchliche Wise-Angaben; Details im Kostenkapitel |
| Währungen halten | Mehr als 40 |
| Internationale Zahlungen | Ja, abhängig von Währung und Zahlungsweg |
| Firmenkarten | Debitkarten |
| Bargeldeinzahlungen und Kreditrahmen | Nicht verfügbar |
| Gesetzliche Einlagensicherung | Nein; getrennte Sicherung der Kundengelder |
Unsere Einordnung: Wise passt zu Unternehmen, die regelmäßig Fremdwährungen empfangen und wieder ausgeben. Für überwiegende Euro-Zahlungen lohnt sich Wise aus unserer Sicht nicht. Nutzen sie stattdessen unseren Geschäftskonto-Vergleich, um ein passendes Konto zu finden.
| Für wen lohnt sich Wise Business?
Wise Business ist vor allem für Unternehmen mit wiederkehrenden Fremdwährungszahlungen interessant. Entscheidend sind die tatsächlich genutzten Währungen und Zahlungswege, nicht der Sitz der Kunden allein. Eine Rechnung nach Österreich in Euro erfordert kein Fremdwährungskonto.
Typische Szenarien für die Nutzung von Wise Business sind:
- Freelancer und Agenturen mit internationalen Kunden: Honorare gehen beispielsweise in USD oder GBP ein und bleiben in dieser Währung verfügbar.
- Unternehmen mit ausländischen Lieferanten: Fremdwährungseinnahmen dienen direkt zur Begleichung von Rechnungen in derselben Währung.
- Onlinehändler: Ein- und Verkäufe in mehreren Währungen lassen sich getrennt verwalten.
- Internationale Teams: Unternehmen bezahlen externe Fachkräfte und Dienstleister in unterstützten Landeswährungen.
- Geschäftsreisende: Die Debitkarte greift bei Zahlungen auf passende Währungsguthaben zu.
Entscheidungshilfe: Listen Sie Ihre typischen Währungen, monatlichen Zahlungseingänge und Ausgaben auf. Wise bringt einen konkreten Nutzen, wenn es dafür günstigere Zahlungswege oder benötigte Währungsguthaben bietet. Auch bei einer einzelnen hohen Überweisung lohnt sich ein Preisvergleich.
Wer überwiegend in Euro abrechnet, findet im Vergleich der Geschäftskonten für Freiberufler und Freelancer passende Alternativen.
| 5 zentrale Wise-Funktionen für Fremdwährungen
- Fremdwährungen halten: Guthaben in mehr als 40 Währungen verwalten.
- Zahlungen empfangen: Geld in unterstützten Währungen und über verfügbare Zahlungswege erhalten.
- International überweisen: Lieferanten und Dienstleister direkt in ihrer Währung bezahlen.
- Währungen umtauschen: Wechselkurs und Wise-Gebühr vor der Freigabe prüfen.
- Lokale Kontodaten nutzen: Für ausgewählte Währungen stehen Kontodaten für lokale Zahlungseingänge bereit.
Der Vorteil entsteht durch die Kombination: Einnahmen bleiben in der Fremdwährung verfügbar, bis das Unternehmen sie ausgibt oder umtauscht.
Beispiel: Ein Unternehmen erhält 10.000 US-Dollar und bezahlt anschließend eine Lieferantenrechnung über 3.000 US-Dollar aus diesem Guthaben. Für die 3.000 US-Dollar entfällt der Umweg über den Tausch in Euro. Die übrigen 7.000 US-Dollar bleiben als USD-Guthaben liegen oder werden in Euro gewechselt.
So entfallen zwei Währungswechsel für den direkt weiterverwendeten Betrag: USD in EUR und zurück in USD. Überweisungsgebühren fallen davon unabhängig an. Für gehaltene Fremdwährungen bleibt zudem das Wechselkursrisiko gegenüber dem Euro bestehen.
Fremdwährungen empfangen, halten und ausgeben
Internationale Überweisungen und Fremdwährungsguthaben sind unterschiedliche Leistungen. Ein Euro-Konto wickelt auch Auslandszahlungen ab, ohne ein dauerhaftes USD- oder GBP-Guthaben anzubieten.
Bei Wise bleiben unterstützte Fremdwährungen auf dem Konto. Lokale Kontodaten eröffnen zusätzlich lokale Zahlungswege. Das vereinfacht den Geldeingang, wenn Kunden sonst auf eine internationale SWIFT-Überweisung angewiesen wären.
Prüfen Sie für jede benötigte Währung drei Punkte bei Wise getrennt:
- Guthaben halten, Geld empfangen und lokale Kontodaten erhalten.
Die verfügbaren Währungen und Zahlungswege sind nicht bei allen drei Funktionen identisch.
Wechselkurs und Gebühren
Wise verwendet den Devisenmittelkurs und weist die eigene Gebühr separat aus. Die Kosten richten sich nach Währung, Betrag und Zahlungsweg.
So vergleichen Sie verschiedene Anbieter richtig: Geben Sie bei den Anbietern denselben Ausgangsbetrag, dieselbe Zielwährung und denselben Zahlungsweg ein. Vergleichen Sie den Betrag, der nach Abzug aller Gebühren beim Empfänger ankommt. Prüfen Sie die Angebote zeitnah, damit Kursschwankungen das Ergebnis nicht verzerren.
Bei SWIFT-Zahlungen kommen je nach Zahlungsweg Entgelte zwischengeschalteter Banken hinzu. Ein günstiger Wechselkurs allein garantiert deshalb noch keine günstige Überweisung.
Wise-Karte für Fremdwährungen
Die Wise Business-Karte ist eine Debitkarte: Zahlungen werden aus vorhandenem Guthaben gedeckt. Bei ausreichendem Guthaben in der Zahlungswährung entfällt der Währungswechsel.
Fehlt das passende Guthaben, tauscht Wise Geld aus einer anderen verfügbaren Währung um und berechnet dafür die Umtauschgebühr. Die Karte eignet sich damit für Geschäftsreisen und regelmäßige Ausgaben in Fremdwährungen. Einen Kreditrahmen bietet sie nicht.
Nicht jede dieser Funktionen ist exklusiv bei Wise
Mehrere Geschäftskonten verbinden Euro-Zahlungen mit internationalen Funktionen. Vivid, Finom, Revolut Business und bunq bieten je nach Tarif und Verfügbarkeit Fremdwährungsguthaben. Qonto integriert internationale Überweisungen über Wise.
Der entscheidende Vergleich betrifft die benötigten Währungen, Kontodaten und Gesamtkosten. Allein das Merkmal „Auslandsüberweisung verfügbar“ sagt noch nichts darüber aus, ob ein Konto Wise vollständig ersetzt.
| Wise als Hauptkonto: Leistungen und Grenzen
Wise eignet sich als Hauptkonto für digitale Unternehmen, die ihre Einnahmen und Ausgaben ohne Bargeldeinzahlungen oder Bankkredit abwickeln. Voraussetzung ist, dass die verfügbaren Zahlungswege alle betrieblichen Anforderungen erfüllen. Bei benötigten Lastschriften ist die widersprüchliche Dokumentation von Wise vor einem Kontowechsel zu klären.
Was Wise im Alltag abdeckt
Wise deckt zentrale Aufgaben im Zahlungsverkehr ab:
- Euro empfangen: SEPA-Zahlungseingänge sind kostenlos; für SWIFT-Eingänge gelten andere Preise.
- Euro überweisen: Für SEPA-Zahlungen nennt das Gebührenblatt bis zu 1 € je Transaktion.
- International zahlen: Geld in unterstützten Währungen senden, empfangen, halten und umtauschen.
- Ausgaben verwalten: Firmenkarten und Karten für Teammitglieder einsetzen.
- Zusammenarbeit organisieren: Teamzugänge und verfügbare Buchhaltungsintegrationen nutzen.
Für die Wahl als Hauptkonto zählen außerdem die Rechtsform, benötigte Schnittstellen und Freigaberechte. Gleichen Sie diese Anforderungen vor der Eröffnung mit dem verfügbaren Funktionsumfang ab.
Viele SEPA-Zahlungen: Wise und Vivid im Kostenvergleich
Für ausgehende SEPA-Überweisungen in Euro nennt Wise im Gebührenblatt bis zu 1 € je Zahlung. Das ist eine Obergrenze, kein einheitlicher Preis für jede Überweisung.
Vivid bietet SEPA- und SEPA-Echtzeitüberweisungen ohne Buchungsgebühr. Der Tarif Free Start für Unternehmen hat keine monatliche Grundgebühr. Für Selbstständige heißt der kostenlose Einstiegstarif Standard.
Die folgende Modellrechnung zeigt ausschließlich die Kosten ausgehender SEPA-Zahlungen und setzt bei Wise die Obergrenze von 1 € an:
| Ausgehende SEPA-Zahlungen pro Monat | Wise: Modell mit 1 € je Zahlung | Vivid Free Start: Buchungsgebühr |
|---|---|---|
| 10 | 10 € | 0 € |
| 30 | 30 € | 0 € |
| 100 | 100 € | 0 € |
Die tatsächlichen Wise-Kosten ergeben sich aus den angezeigten Einzelpreisen. Karten, Währungswechsel und andere Zusatzleistungen sind in dieser Rechnung nicht enthalten. Free Start umfasst nur ein EUR-Konto; Fremdwährungskonten erfordern bei Vivid einen Bezahltarif.
Für die Praxis: Bei vielen Euro-Überweisungen sind Konten mit kostenlosen Buchungen eine naheliegende Alternative. Unser Vergleich kostenloser Geschäftskonten trennt 0 € Grundgebühr von tatsächlich gebührenfreien Buchungen.
Wo Wise an Grenzen stößt
Wise vergibt keinen Kontokorrentkredit und bietet keine Bargeldeinzahlungen oder klassische Unternehmensfinanzierung. Wer diese Leistungen benötigt, braucht einen weiteren Anbieter.
Ein Kontokorrentkredit überbrückt beispielsweise kurzfristige Liquiditätsengpässe. Bei Wise müssen Zahlungen durch Guthaben gedeckt sein.
Für Handel, Gastronomie und andere Betriebe mit regelmäßigen Bareinnahmen ist ein Konto mit geeigneten Einzahlungswegen entscheidend. Ein digitales Konto ohne Bargeldservice erfüllt diese Anforderung ebenso wenig wie Wise.
Wann ein klassisches Geschäftskonto besser passt
Die Kontowahl richtet sich nach dem konkreten Bedarf:
- Viele SEPA-Zahlungen: Konten mit ausreichend kostenlosen Buchungen vergleichen.
- Regelmäßige Bareinnahmen: Einzahlungsstellen, Limits und Gebühren prüfen.
- Finanzierungsbedarf: Eine Bank mit passendem Kreditangebot wählen; die Zusage hängt von der Kreditprüfung ab.
- Fremdwährungsgeschäft: Benötigte Währungen, Zahlungswege und Umtauschkosten vergleichen.
Unsere Einordnung: Wise ist ein passendes Hauptkonto, wenn das Unternehmen seine Zahlungen vollständig damit abwickelt und die Gesamtkosten überzeugen. Für Betriebe mit Bargeld- oder Kreditbedarf kommt Wise als Ergänzung infrage.
| Wise zusätzlich zum Geschäftskonto: Wann lohnt sich das?
Ein Zusatzkonto bei Wise lohnt sich, wenn es eine konkrete Lücke des Hauptgeschäftskontos schließt: etwa fehlende Fremdwährungsguthaben oder teure internationale Zahlungen. Die Aufteilung folgt den Zahlungsströmen des Unternehmens.
So sieht die typische Aufteilung aus
| Hauptgeschäftskonto | Wise |
|---|---|
| Euro-Einnahmen und Euro-Rechnungen | Einnahmen und Rechnungen in unterstützten Fremdwährungen |
| Steuern, Sozialversicherung und Gehälter | Zahlungen an ausländische Dienstleister in Fremdwährungen |
| Lastschriften und laufende Euro-Verträge | Guthaben für wiederkehrende Fremdwährungsausgaben |
| Bargeldeinzahlungen und Finanzierung bei einer geeigneten Bank | Kartenausgaben in Fremdwährungen |
Die Aufteilung ist organisatorisch, nicht geografisch: Eine Euro-Rechnung eines ausländischen Lieferanten gehört genauso zum Euro-Zahlungsverkehr. Dafür ist Wise nicht allein wegen des Auslandsbezugs erforderlich.
Wann sich das Zusatzkonto lohnt
Ein zweites Konto bietet einen messbaren Nutzen, wenn mindestens einer dieser Punkte erfüllt ist:
- Benötigte Funktion fehlt: Das Hauptkonto bietet keine Guthaben oder lokalen Kontodaten in der gewünschten Währung.
- Zahlungen werden günstiger: Der Gebührenvergleich Ihrer tatsächlichen Zahlungswege zeigt eine Ersparnis nach allen Zusatzkosten.
- Währungswechsel entfallen: Einnahmen und Ausgaben in derselben Fremdwährung lassen sich direkt verrechnen.
Bei regelmäßigen Zahlungen summiert sich der Vorteil. Auch eine einzelne große Überweisung rechtfertigt einen Vergleich; allein die Anzahl der Zahlungen entscheidet nicht über den Nutzen.
Wann ein zweites Konto keinen Mehrwert bringt
Ein zweites Konto bringt wenig Mehrwert, wenn das bestehende Konto alle benötigten Währungen und Zahlungswege bereits zu vergleichbaren oder niedrigeren Gesamtkosten abdeckt.
Das betrifft insbesondere passende Tarife von Vivid, Finom, Revolut Business und bunq. Bei Qonto ist die Wise-Infrastruktur für internationale Überweisungen bereits eingebunden. Das ersetzt jedoch nicht automatisch ein Konto zum dauerhaften Halten von Fremdwährungen.
Auch eine klassische Bank mit Auslandszahlungsverkehr reicht aus, wenn keine Fremdwährungsguthaben benötigt werden und die Kosten für die tatsächlichen Zahlungen überzeugen.
Der Nachteil: mehr Komplexität
Ein zweites Konto bedeutet zusätzliche Kontoauszüge, Buchungen und Abstimmungen. Guthaben verteilen sich auf mehrere Anbieter; Zugänge und Freigaben müssen ebenfalls verwaltet werden.
Rechnen Sie den Aufwand mit: Vergleichen Sie die jährliche Ersparnis bei Zahlungen und Währungswechseln mit Einrichtungsgebühren sowie dem zusätzlichen Aufwand für Buchhaltung und Kontoverwaltung. Ein Zusatzkonto lohnt sich bei positiver Gesamtrechnung oder wenn es eine benötigte Funktion bereitstellt.
| Welche Geschäftskonten statt Wise?
Die Alternativen unterscheiden sich vor allem beim Halten von Fremdwährungen, beim Tarifmodell und bei klassischen Bankleistungen. Die Tabelle zeigt, wann Wise daneben einen zusätzlichen Nutzen bietet.
| Anbieter | Passender Einsatz | Zusätzliches Wise-Konto sinnvoll, wenn … |
|---|---|---|
| Vivid | SEPA-Zahlungsverkehr; Fremdwährungskonten im Bezahltarif | … Wise die benötigte Währung oder den Zahlungsweg günstiger abdeckt. |
| Finom | Finanzverwaltung, Fremdwährungs-Wallets und internationale Zahlungen | … Funktionen fehlen oder konkrete Transaktionen mit Wise günstiger sind. |
| Qonto | Euro-Geschäftskonto mit internationalen Überweisungen über Wise | … Fremdwährungen gehalten oder zusätzliche lokale Kontodaten benötigt werden. |
| Revolut Business | Mehrere Währungsguthaben, Zahlungen und Ausgabenverwaltung | … Währungen, Limits oder Gesamtkosten des gewählten Tarifs nicht passen. |
| bunq | Bankkonto mit Fremdwährungsfunktionen | … benötigte Währungen oder Zahlungswege fehlen. |
| FYRST | Euro-Zahlungsverkehr, Bargeldservice und Finanzierung | … zusätzliche Fremdwährungsguthaben oder günstigere internationale Zahlungswege benötigt werden. |
Die Bewertung bezieht sich auf den passenden Tarif und die tatsächlich verfügbaren Funktionen. Kein Anbieter ersetzt Wise allein deshalb vollständig, weil er Auslandsüberweisungen anbietet.
Vivid: günstige SEPA-Zahlungen, Fremdwährungen im Bezahltarif
Das Vivid-Geschäftskonto verbindet gebührenfreie SEPA-Zahlungen mit Funktionen für Karten und Finanzverwaltung. Das ist für Unternehmen mit vielen Euro-Buchungen relevant.
Die Tarifgrenze ist entscheidend: Free Start und Standard bieten ausschließlich EUR-Konten. Für Fremdwährungskonten ist ein Bezahltarif erforderlich. Internationale Zahlungen unterliegen eigenen Gebühren und Kontingenten.
Vergleichen Sie deshalb die Gesamtkosten des passenden Vivid-Tarifs mit der Kombination aus günstigem Euro-Konto und Wise. Der kostenlose Einstiegstarif allein ist kein Ersatz für ein Fremdwährungskonto.
Finom: Fremdwährungen und Finanzverwaltung
Das Finom-Geschäftskonto verbindet Zahlungsverkehr mit Rechnungsstellung, Kartenverwaltung und Buchhaltungsfunktionen. Zum internationalen Angebot gehören Fremdwährungs-Wallets und Auslandsüberweisungen.
Für die Entscheidung zählen die freigeschalteten Währungen, die Kontodaten und die Gebühren Ihrer typischen Zahlungen. Ein hohes Fremdwährungsvolumen allein ist kein Argument für ein zusätzliches Wise-Konto. Ausschlaggebend ist der Vergleich der konkreten Transaktionen.
Qonto: Wise steckt bereits im Geschäftskonto
Das Qonto-Geschäftskonto nutzt Wise für internationale Fremdwährungsüberweisungen. Dafür ist kein separates Wise-Konto erforderlich. Es gelten die Konditionen des Qonto-Tarifs, nicht automatisch die Preise eines direkten Wise-Kontos.
Die Integration ist besonders praktisch, wenn Unternehmen aus ihrem Euro-Konto Rechnungen in Fremdwährungen bezahlen. Sie ist von einem eigenen Fremdwährungsguthaben zu unterscheiden.
Ein zusätzliches Wise-Konto hat einen anderen Zweck: Fremdwährungen aufbewahren, später in derselben Währung ausgeben oder zusätzliche lokale Kontodaten nutzen.
Revolut Business: mehrere Währungen in einem Geschäftskonto
Revolut Business verbindet mehrere Währungsguthaben mit internationalen Zahlungen, Karten und Ausgabenverwaltung. Damit ist es eine Alternative für Unternehmen, die diese Aufgaben in einem Konto bündeln.
Beim Vergleich zählen Grundgebühr, Umtauschkontingente und Zusatzgebühren außerhalb der enthaltenen Leistungen. Auch der Zeitpunkt des Währungswechsels beeinflusst die Kosten. Rechnen Sie mit Ihrem tatsächlichen Monatsvolumen und den benötigten Währungen.
bunq: Bankkonto und Fremdwährungen kombinieren
bunq kombiniert ein Bankkonto mit Fremdwährungskonten. Zum Angebot gehören lokale IBANs für Euro-Zahlungen, darunter eine deutsche IBAN, sowie Guthaben in bis zu 20 Fremdwährungen.
Das passt zu Unternehmen, die Euro-Banking und internationale Zahlungen in einer App verwalten. Prüfen Sie die benötigten Währungen, Tarifvoraussetzungen und Zahlungsgebühren getrennt. Die deutsche IBAN allein sagt nichts über die Konditionen eines Fremdwährungskontos aus.
FYRST: Hauptkonto für Zahlungsverkehr, Bargeld und Finanzierung
Das FYRST-Geschäftskonto ist ein Angebot der Deutschen Bank. Es verbindet digitalen Euro-Zahlungsverkehr mit Bargeldservice und Finanzierungsmöglichkeiten nach Kreditprüfung. Auch Auslandsüberweisungen gehören zum Angebot.
Die Kombination mit Wise ist sinnvoll, wenn FYRST die Anforderungen an das Hauptkonto erfüllt und Wise zusätzliche Fremdwährungsguthaben oder günstigere internationale Zahlungswege liefert. Vergleichen Sie dabei beide Gebührenmodelle mit den tatsächlich anfallenden Zahlungen.
| Wise Business im Detail: Funktionen, Kosten und Sicherheit
Wise Business berechnet keine monatliche Kontoführungsgebühr. Kosten entstehen für Kontodaten zum Geldempfang, einzelne Zahlungen, Währungswechsel und Zusatzleistungen. Die folgende Übersicht gilt für Geschäftskunden in Deutschland; Prüfstand ist der 1. Oktober 2026.
Was kostet Wise Business?
| Leistung | Kosten beziehungsweise Einschränkung |
|---|---|
| Kontoführung | 0 € monatlich |
| Freischaltung von Kontodaten zum Geldempfang | Einmalig 55 € für Geschäftskunden in Deutschland |
| Lokale Zahlungseingänge, etwa EUR per SEPA | Kostenlos über unterstützte lokale Zahlungswege; Ausnahmen für bestimmte Verfahren |
| EUR-Überweisung innerhalb SEPA ohne Umtausch | Laut Gebührenblatt bis zu 1 € je Zahlung |
| Währungsumtausch: variabler Gebührenanteil | Laut Gebührenblatt 0,02 % bis 4,46 % |
| Währungsumtausch: fester Gebührenanteil | Laut Gebührenblatt bis zu 13,80 € |
| Bestimmte Zahlungen in derselben Fremdwährung | Laut Gebührenblatt bis zu 10,13 € |
| Zusatzgebühr für bestimmte Auslandszahlungen in derselben Währung | Laut Gebührenblatt bis zu 8 € |
| SWIFT-Zahlung empfangen | Währungsabhängig: z. B. 2,39 € bei EUR, 6,11 USD bei USD |
| Physische Karte | Laut aktueller Kartenpreisseite erste Karte kostenlos; Teamkarte 4 € |
| Digitale Karte | 0 € |
| Ersatzkarte | 4 € |
| Bargeldabhebungen bis 250 € je Kalendermonat und Konto | Keine Wise-Abhebegebühr |
| Bargeldabhebungen oberhalb von 250 € | 2,69 % auf den Mehrbetrag |
| Dauerauftrag | Laut Gebührenblatt kostenlos; Transaktions- und Umtauschkosten gesondert prüfen |
| Lastschrift | Wise-Hilfe und Gebührenblatt widersprechen sich; siehe unten |
| Vereinbarte Überziehung | Nicht verfügbar |
Grundlage sind das Wise-Business-Gebührenblatt vom 12. August 2026 (PDF), der Anhang mit den länderspezifischen Gebühren (PDF) sowie die aktuelle Wise-Business-Preisübersicht. Die Gebührenkorridore sind keine pauschalen Preise für jede Zahlung. Maßgeblich für den konkreten Auftrag ist die vor Freigabe angezeigte Gebühr.
Die einmaligen 55 € betreffen die Freischaltung von Empfangskontodaten für ein in Deutschland ansässiges Unternehmen. Daraus folgt keine Zusage einer deutschen IBAN. Bei lokalen Eingängen bestehen Ausnahmen für besondere Zahlungswege, beispielsweise CHATS.
SEPA-Überweisungen in Euro: bis zu 1 € je Zahlung
Das Gebührenblatt nennt für eine Euro-Überweisung innerhalb der SEPA-Zone ohne Währungswechsel bis zu 1 € je Transaktion. Der tatsächlich berechnete Betrag steht vor der Freigabe im Wise-Rechner.
Für den Monatsvergleich addieren Sie die Gebühren Ihrer typischen Zahlungen. Die Rechnung „100 Überweisungen = 100 €“ beschreibt ausschließlich das Szenario mit 1 € je Zahlung. Sie ist keine Prognose der tatsächlichen Kontokosten.
Währungsumtausch: Die Kosten hängen von der Transaktion ab
Das Gebührenblatt nennt beim Währungsumtausch einen variablen Anteil von 0,02 % bis 4,46 % und einen festen Anteil von bis zu 13,80 €. Die Kombination richtet sich nach der jeweiligen Transaktion.
Davon zu unterscheiden sind Überweisungen ohne Währungswechsel. Für bestimmte Zahlungen in derselben Fremdwährung nennt das Dokument bis zu 10,13 € sowie für bestimmte grenzüberschreitende Zahlungswege eine Zusatzgebühr bis zu 8 €. Diese Obergrenzen sind keine pauschalen Aufschläge auf jeden Umtausch.
Für die Kalkulation: Nutzen Sie den Wise-Rechner mit Ihrer Währung, Ihrem Betrag und dem konkreten Empfängerland. Die weit gefassten Gebührenkorridore ersetzen kein individuelles Preisangebot.
Die Gebühren sind transparent, aber nicht einfach
Welche Gebühren anfallen, hängt vom Zahlungsweg ab. Trennen Sie beim Vergleich drei Vorgänge:
- Währungswechsel: fester und variabler Gebührenanteil.
- Überweisung ohne Währungswechsel: Gebühr für den betreffenden Zahlungsweg.
- Finanzierung der Zahlung: eigene Gebühren, etwa beim Einsatz einer Kredit- oder Debitkarte zum Einzahlen.
Bei hoher Marktvolatilität sieht das Gebührenblatt zusätzlich bis zu 10 % Volatilitätsgebühr vor. Wise zeigt einen solchen Aufschlag vor der Transaktion an. Das ist kein regulärer Zuschlag auf jede Zahlung.
Vergleichen Sie den Empfängerbetrag bei gleichem Gesamteinsatz. So werden auch Gebühren sichtbar, die ein Anbieter im Wechselkurs berücksichtigt.
Wise Business Card: Kartenpreise und Bargeldgebühren
Die aktuelle Wise-Kartenpreisseite für deutsche Geschäftskunden nennt die erste Karte als kostenlos. Karten für Teammitglieder und Ersatzkarten kosten jeweils 4 €. Das Gebührenblatt vom 12. August 2026 nennt pauschal 4 € für eine physische Karte. Prüfen Sie deshalb den im Bestellprozess ausgewiesenen Preis. Digitale Karten sind kostenlos.
Für Bargeldabhebungen gilt ein Freibetrag von 250 € je Kalendermonat und Konto. Auf den darüberliegenden Betrag berechnet Wise 2,69 %. Ein Beispiel: Bei insgesamt 350 € Abhebungen beträgt die Wise-Gebühr 2,69 € auf die zusätzlichen 100 €.
Entgelte des Automatenbetreibers und gegebenenfalls Währungswechsel kommen hinzu. Wählen Sie am Automaten die Landeswährung, um eine Umrechnung durch den Automatenbetreiber zu vermeiden.
Lastschriften und fehlende Bankleistungen
Bei Lastschriften sind die Wise-Angaben widersprüchlich: Das Business-Gebührenblatt vom 12. August 2026 nennt „nicht verfügbar“. Die aktuelle Wise-Hilfe zu Lastschriften beschreibt Lastschriften aus EUR-Guthaben, schließt aber SEPA-Firmenlastschriften nach dem B2B-Verfahren aus.
Eine pauschale Aussage „Lastschriften verfügbar“ oder „Lastschriften nicht verfügbar“ ist damit nicht belastbar. Wenn Ihr Betrieb Lastschriften benötigt, lassen Sie sich die Verfügbarkeit für Ihr konkretes Business-Konto vor dem Wechsel von Wise bestätigen. Für die Kontowahl ist das eine Voraussetzung, kein Nebendetail.
Eindeutig fehlen vereinbarte Überziehungen und Kreditkarten mit Kreditrahmen. Die Wise-Karte ist eine Debitkarte. Auch Bargeldeinzahlungen und klassische Unternehmensfinanzierung gehören nicht zum Angebot.
Wie sicher ist Geld bei Wise?
Wise Europe SA ist ein Zahlungsinstitut unter Aufsicht der belgischen Nationalbank. Wise trennt Kundengelder vom eigenen Betriebsvermögen und sichert sie über Bankguthaben und risikoarme liquide Anlagen. Dieses Verfahren heißt Safeguarding.
Für das Zahlungskonto gilt keine gesetzliche Einlagensicherung. Die getrennte Sicherung der Gelder ist ein anderes Schutzmodell als die Einlagensicherung einer Bank. Sie ist keine identische Entschädigungsgarantie.
Für Gründerinnen und Gründer heißt das: Bewerten Sie Zahlungsfunktionen und Absicherung getrennt. Wer für betriebliche Rücklagen ausdrücklich gesetzliche Einlagensicherung verlangt, benötigt dafür ein entsprechend abgesichertes Bankkonto.
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