Steuererklärung: was Jungunternehmer beachten sollten



Mit dem Eintritt in die Selbständigkeit gehen junge Unternehmer eine ganze Reihe von Verpflichtungen ein, zu denen auch die Erstellung eines Jahresabschlusses und die Abgabe von Steuererklärungen gehören. Wer hier bisher keine Erfahrung hat oder schon als Angestellter bei der Steuererklärung seine Mühe hatte, ist gut beraten, sich die Hilfe eines versierten Steuerberaters zu suchen.

Eigenes Wissen zum Thema Steuererklärung ist nie verkehrt. Zwar hilft der Steuerberater auch bei grundsätzlichen Fragen zum Thema, kostenfrei ist diese Hilfestellung jedoch nicht. Wer dagegen ein gutes Grundwissen besitzt, kann seine Unterlagen besser vorbereiten, Fragen gezielt stellen und so effizient mit seinem Steuerberater zusammenarbeiten.

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Bei der Steuerpflicht nicht nur an die Einkommensteuer denken


Einzelunternehmen und Personengesellschaften zahlen Einkommensteuer. Für juristische Personen, also zum Beispiel für eine GmbH, ist eine Körperschaftsteuererklärung zu erstellen. Der Solidaritätszuschlag wird für alle fällig, die Kirchensteuer dagegen in Abhängigkeit von der Religionszugehörigkeit. Weiterhin stehen in der Regel eine Umsatzsteuererklärung und für Gewerbetreibende die Gewerbesteuererklärung an. Werden Mitarbeiter beschäftigt, so sind Unternehmer auch für diese lohnsteuerpflichtig.



Bei einigen Steuerarten sind ggf. Voranmeldungen und Vorauszahlungen fällig. Da bei Jungunternehmen noch keine Vorjahreszahlen vorliegen, müssen diese ihren voraussichtlichen Umsatz schätzen. Das Finanzamt legt dann anhand dieser Zahlen zum Beispiel fest, dass eine Umsatzsteuervorauszahlung monatlich oder quartalsweise erfolgen muss.

Belege – das A und O für die Steuererklärung


Während man als Arbeitnehmer in der Steuererklärung noch an vielen Stellen Pauschalen geltend machen kann, gilt dies für Selbständige und Unternehmer nicht mehr. Ab nun gilt der Grundsatz: Keine Buchung ohne Beleg. Gerade Jungunternehmer sollten das verinnerlichen, damit sie auch wirklich alle Kosten und Ausgaben in Abzug bringen können. Je übersichtlicher und geordneter diese Belege beim Steuerberater ankommen, desto schneller – und damit kostengünstiger – kann dieser arbeiten. Außerdem gibt es wichtige Aufbewahrungsfristen für Selbstständige.

Fristen beachten – Termine planen



Zur Abgabe einer Steuererklärung sind bestimmte Fristen zu berücksichtigen. In bestimmten Fällen können allerdings Fristverlängerungen beantragt werden. Alle wichtigen Informationen und Regelungen rund um das Thema Steuererklärung Frist sind hier zu finden.

Steuerzahlungen sorgen, insbesondere bei neu gegründeten Unternehmen, immer wieder für finanzielle Engpässe und können zu Liquiditätsproblemen führen, wenn sie nicht berücksichtigt und entsprechend eingeplant werden. Anhand der voraussichtlichen Umsätze sollte daher von Beginn an auch die Steuerbelastung eingeplant und entsprechende finanzielle Mittel zurückgelegt werden.

Die Fristen erlauben allerdings auch dem Unternehmer, diese in gewissem Rahmen zu nutzen. Denn der Zeitpunkt für die Zahlung der Steuern ist mit der Abgabe der Steuererklärung verknüpft. So sollten Unternehmer, welche eine Steuererstattung zu erwarten haben, ihre Steuererklärungen so früh wie möglich abgeben, denn desto eher erhalten sie die Rückzahlung vom Finanzamt. Bei zu erwartenden Nachzahlungen ist es dagegen sinnvoll, die Abgabefristen möglichst auszunutzen, um sozusagen von einer längeren Zahlungsfrist zu profitieren.

Abgabefristen für Steuererklärungen und Zahlungen von Steuerbeträgen sollten allerdings nicht über den gesetzlich gewährten Rahmen hinaus verzögert werden. Das Finanzamt sitzt hier besonders bei Neugründungen, einfach am längeren Hebel. Säumniszuschläge und Zinsen, Steuerschätzungen oder sogar Kontenpfändungen sind Mittel, mit denen die Finanzbehörden säumigen Zahlern auf die Sprünge helfen.

Fazit: Steuererklärungen vorausschauend planen



Die rechtzeitige Abgabe aller notwendigen Steuererklärungen und das pünktliche Zahlen von Steuerbeiträgen gehören auch für Jungunternehmer zu den notwendigen Pflichtaufgaben. In Zweifelsfällen ist es ratsam, mit einem Steuerberater zusammenzuarbeiten, um nicht den Erfolg des gerade gegründeten Unternehmens nachhaltig zu gefährden. Auf Für-Gründer.de finden Sie zudem zahlreiche weitere Themen rund um die Buchhaltung.

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