Erfolgreiche Geschäftsideen aus der Schweiz



Spannendes aus dem Nachbarland Schweiz: Wir stellen fünf inspirierende Geschäftsideen vor – von einfühlsamen Videospielen über Fruchtbarkeitsverfolgung für Frauen bis hin zu Power-Pflanzen auf dem Dach.

# 1 5am-games.com – charmante Spiele

5am Games - Geschäftsideen Schweiz
Ausgezeichnet: 5am Games haben für ihre Geschäftsidee bereits einige Auszeichnungen erhalten. (Foto: 5am Games)

Vor zwei Jahren haben Selina Capol, Martina Hotz und Aleksandra Iakusheva das Videospiel-Studio 5am Games gegründet. Noch im gleichen Jahr erhielten die drei Absolventinnen der Zürcher Hochschule der Künste die ersten Auszeichnungen; im Jahr darauf schafften sie es auf die Nominierten-Liste der Games Connection America und der Casual Connect London.

Das Indie-Studio sticht aus der Masse heraus. Nicht nur, weil es sich bei den Gründerinnen um ein – in der Branche höchst selten – reines Frauenteam handelt. Sie bringen das Weibliche auch in die Spiele ein: Sie legen den Fokus auf authentische Protagonistinnen, kreieren Spiele mit liebevoller Ästhetik und erzählen einfühlsame, mit einer Prise Humor angereicherte Geschichten. Ein Beispiel ist die charmante Coming of Age Story „Letters – a written adventure“.

5am Games bietet neben Videospielen ferner Visualisierungen, Gamification-Ideen und Animationen an. Das Start-up setzt die Inhalte seiner Kunden vom Konzept bis zum fertigen Film in 2- oder 3D um.

# 2 Avawomen – schwanger im Schlaf

Ava - Geschäftsideen aus der Schweiz
Das mehrfach ausgezeichnete Schweizer Digital-Health-Start-up, das Frauen per Armband ihre Fruchtbarkeit messen lässt, hat Büros in Zürich, San Francisco, Makati und Belgrad. (Foto: Ava)

Das Digital Health Start-up Ava hat Frauen, die schwanger werden wollen, das Leben erleichtert. Das Kernprodukt des 2014 in der Schweiz von Pascal König, Philip Tholen, Peter Stein und Lea von Bidder gegründete Unternehmen ist das Ava Armband, ein Gerät zur Fruchtbarkeitsverfolgung. 2016 haben die Gründer das klinisch getestete Produkt auf den Markt gebracht. Mittlerweile wird es in 36 Ländern verwendet.

Das Sensorarmband zeigt fünf der sechs Tage innerhalb des weiblichen Zyklus, an denen eine Frau schwanger werden kann, an. Möglich ist das, weil die von Ava entwickelte Methode erstmals alle fünf Veränderungen der physiologischen Anzeichen während des Menstruationszyklus nachweist und sie gleichzeitig trackt. Die Anwendung ist bequem. Die Frauen tragen das Fruchtbarkeits-Band in der Nacht und synchronisieren es am nächsten Morgen mit der App. Der Algorithmus zeigt automatisch das Ergebnis an: ein guter Tag, um schwanger zu werden – oder eben nicht.

# 3 Skribble – sicher signieren

Skribble - Geschäftsideen aus der Schweiz
Legal, elektronisch signieren? Über die Plattform von Skribble ist das möglich. (Foto: Skribble)

Bis vor kurzem mussten gewisse Dokumente wie etwa Arbeitsverträge oder Gerichtsschreiben ausgedruckt und eigenhändig unterschrieben werden. Dies war nötig, um die Rechtssicherheit zu gewähren. Seit der Gründung von Skribble im Jahr 2018 durch Philipp Dick und vier weiteren Mitstreitern können alle, auch sehr sensible Signaturprozesse, digital abgewickelt werden.

Das Start-up liefert für jede Art von Vertrag oder Dokument die rechtlich passende elektronische Signatur – bis hin zur sogenannten „qualifizierten elektronischen Signatur“ (QES). Nur sie ist – im Gegensatz zu der einfachen sowie der fortgeschrittenen elektronischen Signatur – der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt. Sie erfüllt sowohl die Anforderungen nach Schweizer- als auch nach EU-Recht.

Vor allem Anwaltskanzleien und HR-Abteilungen ermöglicht die Plattform der Zürcher, ihre Arbeitsabläufe zu verschlanken. Zumal: Die elektronische Unterschrift ist nicht nur sicher. Das Unternehmen verspricht, dass die Nutzung auch einfach ist.

# 4 Finelles – Finanzbildung für Frauen

Finelles -Geschäftsideen Schweiz
Clara Creitz möchte Frauen ermutigen, sich selbst um Vermögensaufbau und Altersvorsorge zu kümmern. (Foto: Finelles)

Vor zwei Jahren hat Clara Creitz den Frauenfinanzblog Finelles ins Leben gerufen. Sie selbst bezeichnet ihr Portal als „Lerncommunity“. Das macht deutlich: Die Schweizerin richtet sich nicht an versierte Anlegerinnen, sondern vor allem an Frauen, die sich Finanzwissen und -kompetenz erst aneignen möchten. An jene, die bisher kaum Mut zum eigenständigen Investieren hatten.

Das Ziel der Gründerin mit langjähriger Erfahrung in der Finanzbranche: Ihre Tipps und Strategien sollen Frauen „finanzielles Selbstbewusstsein“ vermitteln. Sie sollen Vermögensaufbau und Altersvorsorge in die Hand nehmen. Sie sollen lernen, was Kryptowährungen oder ETF-Fonds sind.

Die Macherin gibt ihr Wissen über Aktien und Co. nicht nur kostenfrei im Blog auf der Webseite weiter. Sie bietet kostenpflichtige On- und Offline-Workshops zu allen Themen rund um Sparen und Geldanlegen an. Außerdem können Interessierte persönliche Einzel-Finanzcoachings buchen.

# 5 Umami – kleine Geschmacksbomben

Umami - Geschäftsideen aus der Schweiz
Gesund, frei von Chemie und hochwertig: Diese Microgreens wachsen auf einem Dach eines Zürcher Bürogebäudes. (Foto: Umami)

Microgreens sind Jungpflanzen aus erlesenen Gemüse- und Kräutersamen. Die zarten Pflänzchen sind nicht nur regelrechte Geschmacksbomben, sondern enthalten auch besonders viele Vitalstoffe.

Solche Microgreens gedeihen auf dem Dach eines Bürogebäudes in Zürich – in einer sogenannten aquaponischen Anlage mit Fischen, Garnelen, Pflanzen und anderen Organismen. So entstehen qualitativ hochwertige Lebensmittel frei von Chemie. Das sind nicht nur die Pflänzchen – von Rotklee über Radieschen bis Rettich –, die bezüglich des Entwicklungsstadiums zwischen Sprosse und ausgewachsener Pflanze anzusiedeln sind. Auch Mayonnaise und Pesto gehören zum Produktportfolio von Umami.

2015 haben Manuel Vock, Robin Bertschinger und Denis Weinberg das Start-up gegründet. Mittlerweile setzen es Spitzengastronomen genauso wie Hobbyköche ein. Interessierte erhalten die Power-Pflänzchen in mehr als 300 coop-, 40 Migros- und etwa ebenso vielen Globus- Filialen in der Schweiz. In zubereiteter Form findet man sie in zahlreichen Restaurants im Land.

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