LKA NRW warnt Betrugsmasche bei Ausschreibungen: Hoher Schaden für Unternehmer möglich

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Das LKA NRW warnt aktuell vor einer Betrugsmasche rund um Ausschreibungen: E-Mails, manipulierte Rechnungen, veränderte Bankverbindungen. Besonders gefährlich für Gründer, die Vertrauen in öffentliche Auftraggeber haben. Wir erklären, was hinter der Masche steckt – und wie man sich schützt.

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Betrüger haben es aktuell auf Gewinner von öffentlichen Ausschreibungen abgesehen. Bild: Soumil Kumar / Pexels.

Wie der Betrug funktioniert

Kriminelle nutzen öffentlich zugängliche Daten zu Ausschreibungen von EU-Plattformen wie TED, um sich als offizielle Auftraggeber auszugeben. Sie kontaktieren die Gewinner von Ausschreibungen per E‑Mail und fordern offene Rechnungen an.

Die Rechnung ist echt. Doch die Täter manipulieren sie: Die Bankverbindung wird durch ein Konto ersetzt, das ihnen gehört. Die geänderte Rechnung schicken sie dann an die Gläubiger. Die Überweisung landet so bei den Betrügern.

Wer von der Masche betroffen ist

Die Täter haben es nicht nur auf große Konzerne abgesehen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups und Einzelunternehmer geraten ins Visier. Sie verfügen meist über weniger ausgefeilte Sicherheitsstrukturen und reagieren schneller auf vermeintlich offizielle Anfragen. Auch Branchen, die häufig an Ausschreibungen teilnehmen, sind verstärkt gefährdet: etwa Bau, IT, Beratung oder Handwerk. Gründer unterschätzen oft, wie leicht sich Betrüger öffentlich zugängliche Ausschreibungsinformationen zunutze machen können. Das macht sie zu einem bevorzugten Ziel.

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Handwerker: Sie sind durch die aktuelle Betrugsmasche besonders gefährdet. Bild: Fotolia.

Wie Gründer sich vor den Betrügern schützen

Wird eine Manipulation vermutet oder ist bereits ein Schaden entstanden, zählt jede Minute. Schnelles und koordiniertes Handeln kann Verluste begrenzen und die Ermittlungsarbeit unterstützen. Wichtige Schritte sind:

  • Auftraggeber sofort informieren, damit dieser keine Zahlungen auf das falsche Konto leistet und die offene Forderung weiterhin auf das richtige Konto überwiesen wird.
  • Anzeige erstatten, online oder bei der örtlichen Polizei, um Ermittlungen einzuleiten und weitere Unternehmen zu schützen.
  • Beweise sichern: manipulierte Rechnungen, E-Mails und Kommunikationsverläufe dokumentieren, um sie den Behörden vorzulegen.
  • IT-Sicherheit stärken durch Verschlüsselung, digitale Signaturen und geschulte Mitarbeiter, um künftig Manipulationen vorzubeugen.

Fazit: Sicherheit beginnt mit Wissen

Die Betrugsmasche zeigt, wie verwundbar Gründer bei Ausschreibungen sein können. Wer Zahlungsprozesse absichert und verdächtige Vorgänge prüft, schützt nicht nur sein Geld, sondern auch die Zukunft des Unternehmens.

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