Das sind die spannendsten Geschäftsideen aus New York – inkl. Gewinnspiel



In der letzten Ausgabe konzentrierte sich das Start-up-Magazin The Hundert noch auf Female Start-up Founders in Europe, jetzt haben sich die Macher über den großen Teich gewagt und sind an der Ostküste der USA, konkret in New York, gelandet. Die eigentlich für Banken, Immobilien und die Wall Street bekannte Metropole hat sich in den letzten 20 Jahren zu einem Hotspot für junge Start-ups entwickelt. Wir haben uns die neue Ausgabe angeschaut und stellen euch 5 spannende Start-ups aus New York vor.

Überhaupt zum ersten Mal seit dem Start von The Hundert haben die Macher europäischen Boden verlassen (zumindest was die Erstellung des Magazins betrifft). Deshalb sie die aktuelle Ausgabe selbst auch als kleines Wunder bezeichnen. Mit New York haben sie sich gleich einen der spannendsten und aufregendsten Plätze der Welt gesucht. Die Zeit in New York beschreiben das Team als “tour de force in the rollercoaster of emotions”, also frei übersetzt einem Kraftakt in der Achterbahn von Emotionen. Verbunden mit viel Schweiß, Tränen, Erschöpfung und 16-Stunden-Tagen, um aus den über 10.000 Start-ups in New York die 100 in der aktuellen Ausgabe zu finden, zu besuchen und zu porträtieren. Ebenfalls ein Novum für das neue Heft: die Auswahl der 100 Start-ups erfolgte durch eine Jury.

Aber was für die Start-ups von New York gilt und Frank Sinatra bereits vor vielen Jahren erkannt hat, gilt jetzt auch für das vorliegende Magazin:

New York, New York: if you can make it there you can make it anywhere!

Was bei dieser Produktion herausgekommen ist, könnt ihr in der aktuellen Ausgabe von The Hundert lesen. Entweder durch den Download des Magazins oder der Printausgabe, von der wir 10 Exemplare verlosen. Mehr dazu am Ende dieses Beitrags. Hier erst einmal die bereits versprochenen Start-ups:

#1 TripleLift

Das 2012 gegründete Start-up TripleLift will völlig neue Wege bei der Vermarktung von Bild- und Videoinhalten gehen. Gründer Eric Berger und Ari Lewine bieten über ihre Plattform Publishern die Möglichkeit, Werbeanzeigen an das eigene Layout anzupassen oder direkt in die eigenen Inhalte zu integrieren, so dass diese perfekt zum Layout der Publisher-Website passen und damit den Nutzer kaum stören. Dazu reicht nach der Anmeldung auf der TripleLift-Plattform oftmals nur die Integration weniger Zeilen Code in das eigene Content-Angebot. Inzwischen nutzen bereits mehr als 1.500 Premium-Publisher TripleLift.

Durch die Integration ihrer Werbebotschaft im “Look & Feel” der Publisher-Website, die oftmals vom eigentlichen Content kaum zu unterscheiden ist, erhalten Advertiser eine deutliche höhere Aufmerksamkeit und Interaktion mit der Zielgruppe, die in höheren Verkäufen bzw. einer deutlich gesteigerten Markenbekanntheit resultiert.

Und nicht nur die Kunden finden TripleLift offenbar richtig gut, denn das Start-up wurde in diesem Jahr von Crains’s list zur Nr. 37 der “Best Places to Work in 2016” gewählt.

  • Laut Crunchbase konnte TripleLift bei Investoren in vier Finanzierungsrunden bisher 16,6 Mio. USD einsammeln.
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Für alle Formate optimierte und in den Content integrierte Werbung bietet TripleLift (Foto: triplelift.com)

#2 Smart Vision Labs

Die Zeiten, in denen man als Brillen- oder Kontaktlinsenträger eine gefühlte Ewigkeit beim Optiker im stillen Kämmerlein sitzt und versucht, endlose Zahlen- und Buchstabenreihen zu entziffern, gehören nach Meinung der Gründer von Smart Vision Labs bald der Vergangenheit an.

Dazu hat das Team um die Gründer Yaopeng Zhou (CEO) und Marc Albanese (COO) eine auf NASA-Technologie begründete, smartphonebasierte Technologie entwickelt, mit der man innerhalb von nur 5 Minuten die Sehstärke der Augen feststellen kann. Während sich für den Kunden der Zeitaufwand und auch die mit der Augenmessung verbunden Kosten deutlich reduzieren, entfällt beim Optiker die teure und aufwendige Ausstattung mit Messgeräten.

Smart Vision Labs kooperiert in den USA bereits mit zahlreichen Optikern, bisher wurden nach Unternehmensangaben mehr als 50.000 Augenuntersuchungen in über 23 Ländern mit dem Smart Vision Exams durchgeführt.

  • Die Idee und Technologie der Gründer überzeugte auch zahlreiche Investoren, die in zwei Finanzierungsrunden bisher rund 8,1 Mio. USD investierten.
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Augenanalyse in 5 Minuten – das bietet Smart Vision Lab (Foto: smartvisionlab.com)

#3 Callida energy

Nicht weniger als das Gebäudemanagement neu erfinden möchte das 2013 von Timothy Lynch und Raphael Carty gegründete Start-up Callida energy. Die Grundidee der beiden Gründer ist, die Bewohner von Gebäuden aktiv in das Gebäudemanagement einzubeziehen und dadurch Kohlenstoff-Emissionen zu reduzieren. Die Bewohner der Gebäude erhalten dadurch gesünderen und besseren Wohn- und Arbeitsraum, Gebäude-Eigentümer sparen bei den Kosten.

Erreicht werden soll dieses Ziel durch eine Software-Lösung, bei der die Bewohner über eine Smartphone-App jeweils ihre Stimme zu Raumklima und Temperatur abgeben können, quasi die Demokratisierung des Gebäudemanagements. Die Daten werden zentral auf einem Dashboard des Gebäudemanagers real-time gesammelt und ausgewertet, dieser kann dann entsprechend der Daten das Gebäudeklima und die Temperatur steuern. Außerdem erkennt die Callida-Lösung Verbrauchsmuster und schlägt optimale Verbrauchsstrategien vor. Stehen zum Beispiel Büros leer, wird die Heizleistung (bzw. im Sommer die Klimatisierung) dieser Räume automatisch reduziert.

  • Bei Crunchbase sind bisher vier Finanzierungsrunden dokumentiert, in denen Callida energy insgesamt 122.000 USD bei Investoren einsammeln konnte.
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Mit Callida das Facility-Management revolutionieren (Foto: callidaenergy.com)

#4 Peloton

Ein neues Fitnesskonzept haben die Gründer John Foley, Tom Cortese, Yong Feng und Graham Stanton rund um das Indoor Cycling mit ihrem Start-up Peleton entwickelt. Sportbegeisterte Studiogänger wissen, dass es sich dabei um das gemeinsame Radeln auf speziellen Spinning Bikes (stationäre Fahrräder) handelt, gerne durchgeführt in stickigen und überfüllten Studioräumen. Und genau das will Peleton ändern.

Das Start-up verkauft Fitness-Bikes, die über ein integriertes Tablet direkt mit dem Internet verbunden sind und über das Spinning-Einheiten direkt in die Wohnzimmer von sportbegeisterten Menschen gestreamt werden. Für aktuell 39 USD pro Monat kann man an so vielen Kursen teilnehmen, wie man möchte. Während der Übungseinheit werden Daten wie Umdrehungen pro Minute, Geschwindigkeit oder Entfernung an Peleton übertragen und die Teilnehmer können gegen andere Personen, die aktuell im gleichen Kurs aktiv sind, in einen sportlichen Wettstreit treten. Dazu werden auf dem Tablet Ranglisten angezeigt, z.B. wer bisher die weiteste Strecke zurückgelegt hat oder aktuell die meisten Umdrehungen tritt.

Seit dem Unternehmensstart in 2012 hat Peloton nach verschiedenen Medienberichten mehr als 40.000 der 1.995 USD teuren Geräte verkauft. Das in Verbindung mit der Monatsgebühr soll dem Unternehmen in 2016 bereits rund 150 Mio. USD Umsatz einbringen.

  • Offenbar ein gutes Geschäft auch für die Investoren, die in 5 Finanzierungsrunden bisher rund 120 Mio. USD in Peleton investiert haben (Quelle: Crunchbase.com).

#5 Kisi

Ursprünglich aus München kommen die Gründer Bernhard Mehl, Maximilian Schütz und Carl Pfeiffer von KISI. Gestartet 2012 mit einer EXIST-Gründerfinanzierung, verschlug es sie bald nach New York, wo sie so richtig durchstarten konnten. Mit ihrem Start-up entwickeln sie smartphonebasierte Zugangs-Kontrollsysteme für Unternehmen, Gewerbe- und Wohnimmobilien. Die bereits vorhandene Kontroll-Infrastruktur wird durch die Systeme von KISI auf ein neues Sicherheitsniveau angehoben.

Unternehmen werden in die Lage versetzt, all ihre Lokationen sowie die Zutrittsrechte für ihre Mitarbeiter über KISI zu verwalten. Türen können per Smartphone mit der KISI-App geöffnet und geschlossen, Zutritte für einzelne Mitarbeiter eingerichtet oder entzogen werden. Für gemeinsame Zutrittsrechte können ganze Gruppenprofile gepflegt werden, z.B. bei gleichen Zutrittsrechten einer Abteilung.

Mit KISI können außerdem Zutrittsrechte nur für begrenzte Zeiträume und einzelne Lokationen vergeben werden, weshalb das KISI-System aktuell bei CoWorking-Anbietern einen sehr großen Zuspruch erfährt.

KISI bietet umfangreiche Überwachungsmöglichkeiten, so dass immer nachvollziehbar ist, welcher Mitarbeiter wann welchen Bereich betreten hat. Bei unberechtigten Zutritten können Benutzer auch per Remote sofort gesperrt werden – ein bei großen Unternehmen aus Revisionssicht nicht unwesentlicher Aspekt.

  • Bisher konnte KISI in 2 Finanzierungsrunden 1,55 Mio. USD einsammeln (Quelle: Crunchbase.com).
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Das komplette Zutrittsmanagement lässt sich per Smartphone mit Kisi steuern (Foto: getkisi.com)

Verlosung: 10 x 1 Printexemplar von “The Hundert” gewinnen

  • Zwar kann man die neueste Ausgabe sowie die vorangegangenen Ausgaben kostenlos herunterladen, aber das hochwertige Magazin in den eigenen Händen halten zu können, verdoppelt den Lesespaß. Deshalb verlosen wir zehn Printausgaben der aktuellen Ausgabe von The Hundert “Startups of New York”: Dafür genügt eine E-Mail an presse@fuer-gruender.de bis zum 24. Dezember 2016 mit der Betreffzeile „The Hundert-Verlosung”, in der du uns deinen Namen und Adresse mitteilst. Aus allen Einsendungen ziehen wir zehn Gewinner. Viel Glück!
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Kann bald auch in euren Händen liegen: Die neue Ausgabe von The Hundert – Startups of New York (Foto: The Hundert)

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