Erfolgreich: Maden, mentale Gesundheit & Mobilität



Jedes Jahr zeichnet die KfW erfolgreiche Start-ups mit dem KfW Award Gründen aus. Lernt jetzt die folgenden 4 Geschäftsideen kennen und taucht mit den KfW Stories tiefer in die Erfolgsgeschichten ein.

#1 ME Energy: Das Laden der Zukunft

Das Laden der Zukunft holt ME Energy in die Gegenwart. Das Start-up hat Ladesäulen für E-Autos entwickelt. Das Besondere hierbei: Die Batterien der Autos lassen sich schnell laden, auch ohne Anschluss an das Stromnetz. Das ist insbesondere für ländliche Regionen wichtig, weshalb ME Energy vor allem dort aktiv ist.

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Keine Sorgen mehr, weil der Strom fehlt: Die Gründer Holger und Alexander von ME Energy entwickeln Überland-Zapfsäulen für Elektroautos. (Foto: ME Energy)

Die Energie beziehen die Ladesäulen aus Biokraftstoff. Innerhalb der Säule erfolgt eine Umwandlung des Kraftstoffes in Strom. So können Ladungen bis zu 150 Kilowatt erfolgen. Für einen normalen Linienbus entsteht so laut den Gründern eine Ladezeit von 1,5 Stunden.

Zugleich soll der Strom genauso günstig bleiben, als würde er direkt aus dem Stromnetz kommen. Somit bietet ME Energy eine hoch mobile, nachhaltige und günstige Ladelösung an und unterstützt damit an einem entscheidenden Punkt der E-Mobility: an der flexiblen, ortsunabhängigen Bereitstellung von Energiespeichern.

#2 Madebymade: Tierfutter aus Insekten

Proteine sind überlebenswichtig, sowohl für den Menschen als auch für Tiere. Für den Homo sapiens gibt es bereits schmackhafte Nahrungsmittel aus Insekten, madebymade stellt Proteine für die Futtermittelindustrie bereit – in modular aufbaubaren Schiffscontainern. Die Grundsteinlegung erfolgte nahe Leipzig mit dem Umbau eines ehemaligen Pelletierwerks zu einer Insektenzuchtanlage.

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Proteinmehl aus Insekten für die Futtermittelproduktion kommt aus Sachsen. (Foto: madebymade)

Der Kurs für madebymade ist ein ökologisch wertvoller, der sich an der Gemeinschaft orientiert:

Wir von der madebymade GmbH haben uns als Ziel gesetzt, unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit mit einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft zu erreichen.

Das ist nicht nur so dahingesagt: Die Produktion läuft vollständig mit Ökostrom, das verwendete Flüssiggas ist klimaneutral. Derzeit konzentriert sich die erfolgreiche Firma noch auf Futterinsekten, doch die Akzeptanz der Menschen für den Verzehr von Larven etc. steigt – und damit auch die Chancen auf eine Produktion für die Lebensmittelindustrie.

#3 Buses4Future: Mit Wasserstoff zum Ziel

Die Busse dieses Unternehmens stehen für emissionsfreie Mobilität. Bereits der Name des Start-ups zeigt, welch starken Fokus Buses4Future auf Nachhaltigkeit legt. Denn der Name leitet sich aus der Klimabewegung Fridays For Future ab.

Die Busse werden mit Brennstoffzellen und grünem, regenerativem Wasserstoff betrieben. Innerhalb weniger Minuten sind die Fahrzeuge vollgetankt und können auch über Land fahren, mehrere Hundert Kilometer weit.

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Mobil und ökologisch auch über längere Strecken unterwegs sein: mit diesen Bussen kein Problem. (Foto: Buses4Future)

Dabei entstehen weder Abgase noch Lärm. Längst sind die Busse über das Prototyp-Stadium hinaus und seit über zwei Jahren täglich im ÖPNV im Einsatz. Sie haben dabei schon mehr als 80.000 Kilometer zurückgelegt. Nun möchte das Unternehmen weiter expandieren und den europäischen Verkehr nachhaltig revolutionieren.

#4 Sympatient: Angsttherapie mit Virtual Reality

Rund 15 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden unter einer klinisch relevanten Angststörung. Zugleich sind Therapeuten über Wochen oder gar Monate ausgebucht, der Lockdown verschärft die Situation für behandlungsbedürftige Patienten zusätzlich.

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Angsttherapie mit Virtual Reality: Sympatient unterstützt die Heilung in den eigenen vier Wänden. (Foto: Sympatient)

Sympatient bietet eine digitale Lösung an. Das Start-up kombiniert modernde Virtual-Reality-Technologie mit Healthcare. Dabei setzt der Betroffene eine VR-Brille auf, wie man sie aus der Spielebranche kennt. Der Nutzer taucht in virtuelle Welten ein, die ihn jedoch nicht unterhalten sollen, sondern eine Situation simulieren, die seine Angststörung antriggert.

Ziel ist es, in der sicheren Umgebung des eigenen Zuhauses im Sinne einer Konfrontationstherapie mit der angstbesetzten Situation umgehen zu lernen: in einer vollen U-Bahn sitzen, in ein Flugzeug steigen etc. Der Patient kann so schrittweise und in seinem Tempo seine Angst abbauen.

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