Coffee-Bike Kaffee auf dem Fahrrad verkaufen? Franchisegeber im Interview

Coffee-Bike: Franchise im Überblick
Coffee-Bike wurde 2010 gegründet und zählt heute mehr als 250 Standorte. Das Franchise-System stammt aus Deutschland und richtet sich an Gründer, die mit einer mobilen Kaffeebar in die Selbstständigkeit starten möchten.
Der Einstieg ist bereits mit 5.000 € Eigenkapital möglich. Die Gesamtinvestition beginnt bei 9.990 € (bei der E-Bike-Variante höher), hinzu kommt eine Eintrittsgebühr ab 6.490 €. Als laufende Franchisegebühr fallen 0,25 € pro verkaufter Kaffeespezialität an.
Dafür erhalten Franchise-Nehmer unter anderem Unterstützung beim Onboarding, der Barista-Schulung, der Standortsuche sowie bei der Vermittlung von Catering-Aufträgen. Weitere Informationen zum System im Franchise-Profil von Coffee-Bike.
Was sind die größten Vorteile von Coffee-Bike?
Mark Rüter: Aus meiner Sicht die größten Vorteile ist auf der einen Seite die Flexibilität, die man mit einer mobilen Kaffeebar hat. Zum zweiten die geringen Investitionskosten und zum dritten als Hauptpunkt würde ich sagen ein überschaubares Risiko, was im Vergleich zu einem stationären Café in einem ganz anderen Verhältnis steht.
Für wen eignet sich eine mobile Kaffeebar?
Mark Rüter: Ich habe bis heute keinen roten Faden gefunden, weil unsere Franchise-Nehmer so heterogen sind. Junge Leute direkt nach der Schule, Geschäftsführer, Mütter mit Kindern oder Menschen kurz vor der Rente – am Ende kann das Coffee-Bike fast jeder betreiben.
Wie funktioniert das Geschäftsmodell einer mobilen Kaffeebar?
Mark Rüter: Wir sprechen bei uns von drei verschiedenen Umsatzquellen. Das ist einmal der feste Standort. Die zweite Variante ist der Bereich Catering. Und der dritte Bereich ist das Thema Events und freier Verkauf.
Es ist nicht unbedingt die Haupteinnahmequelle, sich irgendwo in der Stadt hinzustellen. Vielmehr setzen viele Partner auf die Einnahmen im Bereich Catering, weil das ein sehr großes Geschäft ist und auch total risikoarm: Man verkauft ein festes Paket und hat den Umsatz unabhängig davon, wie viele Kaffeespezialitäten am Ende ausgegeben werden.
Welche Umsätze sind mit einem Coffee-Bike möglich?
Mark Rüter: Ein touristischer Standort macht 150.000-180.000 € Umsatz mit einem Coffee-Bike. Unsere besten Standorte liegen sogar bei über 300.000 € Umsatz. Gleichzeitig haben wir Partner, die sich ausschließlich auf Caterings spezialisieren und mit fünf bis sechs Einsatztagen im Monat zwischen 5.000 und 6.000 € Umsatz erzielen.
Was kostet der Einstieg?
Mark Rüter: Wir haben bei uns eine Lizenz- und Einsatzgebühr in Höhe von 6490 €. Dann haben wir bei uns die Miete für das Coffee Bike.
Es gibt zwei verschiedene Varianten. Einmal die mobile E-Variante mit Elektroantrieb. Die ist bisschen teurer als die normale Variante. Das normale Bike liegt bei 339 € Miete pro Monat. Das E-Coffee Bike liegt bei 399 € im Monat.
Das sind also so die fixen Kosten, die ich habe. Dann habe ich natürlich laufende Kosten für Waren. Einsatz für Kaffee, für Becher.
Also man kann so sagen, man braucht ungefähr 10.000 € Investition, Eigenkapital oder Fremdkapital, je nachdem, wie man das finanziert, um bei uns tatsächlich auch starten zu können.
Welche drei Fragen sollte sich jeder vor der Gründung stellen?
Mark Rüter: Die erste Frage ist: Möchte ich überhaupt am Bike arbeiten und Menschen glücklich machen?
Die zweite: Bin ich bereit, dann zu arbeiten, wenn andere Wochenende haben?
Und die dritte: Bin ich bereit, eine Selbstständigkeit einfach einmal auszuprobieren?
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Dieser Artikel wurde auf Grundlage einer Folge des Besser Gründen-Podcasts erstellt. Das ganze Gespräch gibt es hier.