118,81 € pro Stunde Freelancer-Gehalt: Das sind die bestbezahlten

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Laut einer aktuellen Studie verdienen Freelancer im Schnitt ca. 100 € pro Stunde. Doch einige liegen deutlich darüber. Wer gehört zu den Top-Verdienern? Und welche Faktoren entscheiden wirklich über das Einkommen?

Freelancer am Laptop
Die Freelancer-Studie 2026 zeigt: Spezialisierte Experten erzielen die höchsten Stundensätze. Bild: Gerd Altmann / Pixabay.

Was verdienen Freelancer im Durchschnitt?

Basierend auf Daten von rund 3.300 Selbstständigen verdienen laut aktueller Freelancer-Studie 2026 Freelancer in Deutschland im Schnitt 101,70 € pro Stunde. Damit liegt das durchschnittliche Honorar deutlich über klassischen Angestelltengehältern.

Doch der Wert täuscht, denn die Unterschiede sind erheblich: Während einige Freelancer deutlich über 110 € pro Stunde verdienen, liegen andere klar darunter.

Die bestbezahlten Freelancer nach Branche

Gerade IT gilt oft als bestbezahlter Bereich. Tatsächlich liegt die Branche zwar weit vorn, aber nicht auf Platz 1. Die Spitzenreiter sind:

  • Einkauf & Logistik: 118,81 € pro Stunde
  • Coaching: 116,60 € pro Stunde
  • Recht & Personal: 115,82 € pro Stunde
  • IT: rund 102 € pro Stunde
  • Versicherungen & Finanzen: rund 102 € pro Stunde

Vor allem Tätigkeiten mit direktem Einfluss auf Unternehmensentscheidungen und Kosten schneiden besser ab. Wer Prozesse optimiert, Personalentscheidungen begleitet oder strategisch berät, schafft unmittelbaren Mehrwert. Das spiegelt sich im Stundensatz wider.

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Wie stark beeinflusst die Berufserfahrung das Einkommen?

Erfahrung zahlt sich aus, und zwar deutlich: Freelancer mit weniger als fünf Jahren Erfahrung verdienen im Schnitt 83,41 € pro Stunde. Wer mehr als 20 Jahre Berufserfahrung mitbringt, kommt auf 106,81 € pro Stunde.

Die Zahlen zeigen klar: Freelancing ist kein klassisches Einsteigermodell. Viele Freelancer wechseln erst nach mehreren Jahren im Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit.

Freelancer im Hauptberuf verdienen deutlich mehr

Rund 84 % der Freelancer arbeiten hauptberuflich selbstständig. Und das aus gutem Grund: Nebenberufliche Freelancer erzielen deutlich geringere Einnahmen. 68 % von ihnen liegen bei einem Jahresgewinn von unter 25.000 €.

Ganz anders sieht es bei hauptberuflichen Freelancern aus. Sie erreichen deutlich häufiger höhere Gewinnklassen: 18 % erzielen sogar über 125.000 € Jahresgewinn.

Die klare Erkenntnis: Wer als Freelancer wirklich gut verdienen will, muss sich meist vollständig auf die Selbstständigkeit konzentrieren.

Auch bei Freelancern: Männer verdienen besser

Auch beim Freelancer-Einkommen zeigt sich ein Unterschied zwischen den Geschlechtern. Männliche Freelancer verdienen im Schnitt 103,06 € pro Stunde, weibliche Freelancer 96,69 €.

Das entspricht einer Differenz von rund 6 %. Die gute Nachricht: Der Gender Pay Gap ist deutlich kleiner geworden. In den vergangenen Jahren lag er noch bei etwa 10 bis 11 %.

Noch interessanter: In einzelnen Bereichen verdienen Frauen mittlerweile sogar mehr als Männer. Dazu zählen unter anderem IT, Coaching sowie Kunst und Kultur.

Welche Faktoren entscheiden über den Stundensatz?

Die Studie macht deutlich, dass nicht ein einzelner Faktor über den Verdienst entscheidet. Es ist das Zusammenspiel mehrerer Einflussgrößen.

Die wichtigsten Hebel sind:

  • Branche: Der größte Einflussfaktor
  • Berufserfahrung: Mehr Erfahrung bringt höhere Honorare
  • Haupt- oder Nebenberuf: Vollzeit zahlt sich aus
  • Projektverantwortung: Nähe zum Geschäftserfolg erhöht den Wert

Am meisten verdienen somit Freelancer, die erfahren, spezialisiert und in wirtschaftsnahen Bereichen tätig sind. Doch die Studie zeigt auch: Ein hoher Stundensatz allein garantiert noch keinen hohen Gewinn. Entscheidend ist, wie konstant Projekte vorhanden sind und wie gut sich die eigene Leistung am Markt positionieren lässt.

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Quellen:

freelance.de: Freelancer-Studie 2026

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