Gründer im Interview E-Commerce: Horando – von eBay-Auktion zum Luxusuhren-Handel

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Die Geschichte von Horando zeigt, wie man im E-Commerce-Luxussegment erfolgreich sein kann. Aus einem einfachen eBay-Handel haben die Gründer Christopher Fischer und Stefan Sebök ein etabliertes Unternehmen für Luxusuhren und -schmuck in Deutschland aufgebaut. Im Gespräch geben sie Einblicke, wie sie diesen Weg gegangen sind, welche Rolle Vertrauen spielt und wie sie Tradition mit Digitalisierung verbinden.

Horando Gründer Christopher Fischer und Stefan Sebök
v. l. n. r.: Horando-Gründer Christopher Fischer und Stefan Sebök. Bild: Horando.

"Niemand kauft eine Uhr für mehrere tausend Euro online"

Für Gründer: Ihr habt unkonventionell auf eBay gestartet. Wann wurde aus dem Hobby Horando – und damit ein ernstzunehmendes Geschäftsmodell?

Christopher & Stefan: Alles begann mit unserer Leidenschaft für Uhren, die wir von Anfang an unternehmerisch nutzen wollten. eBay war die ideale Startplattform. Irgendwann merkten wir, dass die Nachfrage viel größer war, als wir dachten – wir hatten Käufer international. Der entscheidende Moment war, als wir Strukturen aufbauen mussten: echter Kundenservice, Prozesse und eine klare Vision. Da entstand der Schritt vom privaten Handel zum Unternehmen.

Für Gründer: Im Luxusmarkt ist Vertrauen entscheidend. Wie habt ihr es geschafft, dieses online aufzubauen und Betrugsrisiken auszuschließen?

Christopher & Stefan: Im Luxussegment ist Vertrauen die absolute Währung. Niemand kauft eine Uhr für mehrere tausend Euro online, wenn er nicht von der Authentizität überzeugt ist. Wir haben von Anfang an jeden Artikel geprüft und auf absolute Transparenz gesetzt. Wichtig war uns, das Digitale nicht unpersönlich werden zu lassen. Wir sind persönlich erreichbar – per Telefon, Video oder im Showroom. Dieses Gefühl, einen Partner zu haben und nicht nur eine anonyme Website, macht den Unterschied. Das ist der Schlüssel zu unserem Erfolg.

"Der Markt ist brutal"

Für Gründer: Luxusuhren sind traditionsbewusst. Wie navigiert ihr zwischen dem klassischen Handwerk und der modernen, digitalen Marke?

Christopher & Stefan: Luxusuhren sind ein Stück Geschichte. Diese Werte und die Handwerkskunst wollten wir bewahren und gleichzeitig modern erlebbar machen. Die Digitalisierung ist für uns die Brücke. Kunden erwarten heute ein nahtloses Online-Erlebnis mit hochwertigen Fotos, transparenten Infos und schneller Kommunikation. Sie hilft uns, diese klassischen Werte in die Gegenwart zu tragen.

Für Gründer: Der Luxusuhrenmarkt ist äußerst kompetitiv. Wie behauptet ihr euch gegenüber etablierten Händlern und Auktionshäusern?

Christopher & Stefan: Der Markt ist brutal. Dazu kommen Faktoren wie knappe Modelle und schwankende Preise. Man muss extrem flexibel sein. Wir setzen deshalb weniger auf Preisschlachten, sondern auf Vertrauen und Service. Wer bei uns kauft, soll ein Erlebnis erwerben. Wir beobachten den Markt genau, aber wir verlieren nie den Fokus: unsere Kunden. Das ist unser Weg, uns abzugrenzen und die Position zu halten.

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Luxusuhren (Symbolbild): Der Markt ist hart umkämpft. Bild: Henry Fokuhl / Pixabay.

"Leidenschaft allein reicht nicht"

Für Gründer: Wo seht ihr Horando in den nächsten Jahren und welchen Rat gebt ihr Gründern mit auf den Weg?

Christopher & Stefan: Wir sehen Horando in den nächsten fünf bis zehn Jahren als eine der führenden Plattformen in Europa. Wir wollen international expandieren und unser Sortiment sowie Services vergrößern, bis hin zu digitalen Zertifikaten und Blockchain-basierten Echtheitslösungen. Unser Ziel ist es, den gesamten Lebenszyklus einer Luxusuhr auf unserer Plattform so einfach und transparent wie möglich abzubilden. Unser Rat an Gründer ist: Folgt eurer Passion, aber baut Strukturen auf. Leidenschaft allein reicht nicht – man braucht Ausdauer, Professionalität und die Bereitschaft, immer wieder neu zu lernen. Dann kann aus einem Hobby etwas Großes entstehen.

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