So arbeitetest du mit dem Rechner
Vier Schritte reichen für eine erste Einschätzung:
- Mach Angaben zu dir: Wähle ob du Freiberufler oder Gewerbetreibender bist; gib an, ob du Kirchensteuer zahlst.
- Gib deinen Gewinn an: Nutze entweder die Zahlen aus deiner aktuellen BWA oder schätze deinen Jahresgewinn.
- Ergänze deine Vorsorgeaufwendungen: Trage insbesondere deine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ein.
- Gib deine bisherigen Vorauszahlungen an: So kann der Rechner abschätzen, ob deine Zahlungen zur erwarteten Steuerlast passen.
Wenn du mit einer BWA arbeitest, kannst du deinen bisherigen Gewinn auf das Gesamtjahr hochrechnen lassen. Lies unbedingt auch den Abschnitt „Was der Rechner nicht abdeckt“.
So liest du dein Ergebnis
Der Rechner stellt deine voraussichtliche Einkommensteuer den für das Jahr bereits gezahlten und noch fälligen Vorauszahlungen gegenüber.
Deine voraussichtliche Steuer ist höher als deine Vorauszahlungen:
Es kann zu einer Nachzahlung kommen. Plane die ermittelte Differenz möglichst als zusätzliche Steuerrücklage ein.
Vorauszahlungen und voraussichtliche Steuer liegen nah beieinander:
Deine aktuellen Vorauszahlungen decken die geschätzte Steuerlast voraussichtlich weitgehend ab.
Deine Vorauszahlungen sind höher als die voraussichtliche Steuer:
Prüfe ob eine Herabsetzung sinnvoll ist. Wenn ja, stelle einen Antrag beim Finanzamt.
Wie Einkommensteuer-Vorauszahlungen festgesetzt werden und wie du sie beim Finanzamt anpassen kannst, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber zur Steuervorauszahlung.
Berechnung regelmäßig aktualisieren
Dein Gewinn kann sich im Laufe des Jahres deutlich verändern. Wiederhole daher regelmäßig die Berechnung, beispielsweise nach einer neuen BWA.
Steigt dein Gewinn, kann auch deine voraussichtliche Steuerlast steigen. Fällt dein Gewinn niedriger aus als erwartet, kann sich die Situation entsprechend verändern. Mit einer regelmäßigen Kontrolle erkennst du solche Abweichungen frühzeitig und kannst deine Steuerrücklage entsprechend planen.
Was der Rechner nicht berücksichtigt
Nicht jede persönliche oder steuerliche Situation lässt sich mit einem vereinfachten Rechner zuverlässig abbilden. Beachte deshalb die Hinweise im Rechner zu den nicht berücksichtigten Fällen.
Bei komplexeren Sachverhalten oder wenn du eine genaue steuerliche Berechnung benötigst, solltest du dich an einen Steuerberater oder eine Steuerberaterin wenden. Auch wenn du mit einem Steuerberater arbeitest, liefert dir das Tool eine erste Orientierung für das Gespräch.
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