Offline-Marketing: So gewinnt ihr die Aufmerksamkeit der Kunden



Offline? Das ist doch out, werden jetzt viele sagen. Marketing-Experten meinen jedoch, dass Offline-Werbung mit klassischen Strategien immer noch aktuell ist – und manchmal sogar mehr Wert, wenn beide Varianten genutzt und geschickt miteinander verbunden werden. Ausschlaggebend ist das Geschäftsmodell.

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Den persönlichen Kontakt nicht unterschätzen: Auch in Zeiten der Digitalisierung ist Offline-Marketing erfolgversprechend. (© Yunus Malik – 575984779 / Shutterstock)

Sobald ihr direkten, persönlichen Kontakt mit euren Kunden habt, sobald ihr vor Ort Produkte oder Dienstleistungen anbietet, erreicht ihr mit digitalen Methoden nur einen Teil der Kunden. Deshalb sollten Gründer wieder mehr auf bewährte Maßnahmen setzen und mit “Greifbarem” werben.

Mit einem Wort:

Back to the roots! Und zwar nicht aus nostalgischen Gründen, sondern weil Bewährtes nicht automatisch unmodern und wertlos ist, sondern zeitlos und erfolgreich.

Zu den klassischen Werbestrategien gehören Werbeartikel, die euren guten Namen bei Kunden in den Fokus rücken. Sinnvoll sind Werbegeschenke, die der Kunde tatsächlich braucht. Richtet euch dabei nach dem jeweiligen Geschäftsgebiet, damit die Werbeprodukte zur Zielgruppe passen. Achtet auch auf Qualität! Wenn die Entscheidung beispielsweise auf bedruckte Werbemittel fällt, sollte sowohl das Ausgangsmaterial als auch der Druck eine hochwertige Qualität aufweisen.

Grundlegende Unterschiede zwischen Online- und Offline-Marketing

Alle reden von Digitalisierung, vernachlässigen die Offline-Möglichkeiten und vergessen dabei manchmal, dass das Ziel in der Werbung immer das gleiche ist: Ihr möchtet auf euch, eure Firma und das Angebot aufmerksam machen. Ihr wollt Kunden erreichen und binden. Ihr möchtet, im besten Fall, zur “Marke” werden.

Beim Online-Marketing nutzt ihr

  • eure eigene Webseite, eventuell mit integriertem Blog
  • Social Media wie Facebook und Instagram
  • gezielte Werbekampagnen
  • Newsletter und E-Mails
  • Werbeschaltungen bei bekannten Suchmaschinen
  • Einträge in Online-Suchdiensten
  • Influencer-Marketing

Online-Marketing hat den Vorteil, dass sehr viele potenzielle Kunden erreicht werden. Damit Interessenten am Ball bleiben, muss Online-Werbung aber gut gemacht sein. Risiken liegen beispielsweise darin, dass die Werbemaßnahmen als zu aufdringlich empfunden werden und sich potenzielle Kunden eher genervt fühlen.

Oft fehlen auch genau die Informationen, die ein Kunde sucht. Wer sich über die Eigenschaften eines Produkts informieren möchte, will diese Infos kurz und übersichtlich präsentiert bekommen.

Übertriebene Ausschmückungen sind ebenso fehl am Platz wie nichtssagende, beliebig austauschbare Beschreibungen. Kunden, die sich im Internet informieren, kaufen selten das erstbeste Produkt, das ihnen angeboten wird. Wichtig sind Auswahlmöglichkeiten, Vergleiche und vor allem: Ein gutes Gefühl, die Sicherheit, dass sich ein Kunde richtig entschieden hat! Influencer-Marketing nimmt laufend zu und breitet sich von vorwiegend jungen Zielgruppen in weitere Bereiche aus. Hier spielt auch die Interaktion eine wesentliche Rolle.

Offline-Marketing besteht aus klassischen Werbemaßnahmen:

  • Anzeigen und redaktionelle Berichte in Print-Medien
  • lokale Werbung, zum Beispiel Plakate und Bandenwerbung
  • Radio- und TV-Werbung
  • Flyer, Broschüren und Visitenkarten
  • Versand von Werbebroschüren und Info-Briefen
  • direkter Kontakt, zum Beispiel auf Messen und Ausstellungen
  • Werbeartikel wie Give-aways, mittel- und hochpreisige Werbegeschenke

Positive Effekte von Offline-Marketing

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Offline-Werbung lässt sich effektiv an öffentlichen Orten einsetzem. (© McLittle Stock – 1179108754 / Shutterstock)

Offline-Maßnahmen sind vielseitig einsetzbar. Bei den drei erstgenannten Varianten ist allerdings der Kostenfaktor erheblich. Damit erreicht ihr zwar ein breites Publikum – ob sich diese Methoden tatsächlich als effizient erweisen, hängt jedoch stark von der jeweiligen Zielgruppe ab.

Kostengünstiger und zugleich effektiv sind die weiteren Strategien. Hier liegt der größte Vorteil im persönlichen Aspekt: Wenn ihr auf dem Postweg Werbung verschickt, werden eure Kunden gezielt angesprochen. Das muss nicht zwangsläufig mit den Namen der Kunden geschehen. Eine positive Wirkung erreicht ihr auch, indem eine passende Begrüßungsformel formuliert und im weiteren Text Wünsche und Bedürfnisse geweckt werden.

Bei allen Druck-Werbesachen habt ihr die Möglichkeit, online und offline geschickt miteinander zu verbinden. Integriert eure Domain, Mail-Adresse, Telefonnummer und/oder einen QR-Code. In der Praxis zeigt sich: Wenn Kunden eure Daten griffbereit und gut sichtbar vorfinden, entfällt die mühsame Suche, egal in welchem Medium.

Noch deutlicher wird dieser Effekt beim Einsatz von Werbegeschenken. Wählt Werbeartikel aus, die nützlich und sinnvoll sind. Die Qualität spielt dabei eine wesentliche Rolle. Wenn Kunden und Interessenten feststellen, dass ein Werbegeschenk eher in die Abteilung “billiger Ramsch” fällt, hat das einen unmittelbaren Einfluss auf die Einschätzung eurer Produkte und Leistungen.

Orientiert euch an aktuellen Trends, berücksichtigt Jahreszeiten und Feste. Ein sorgsam ausgesuchtes Werbegeschenk, das pünktlich zu Weihnachten oder Ostern eintrifft, zeigt die Wertschätzung euren Kunden gegenüber. Wenn detaillierte Kundendaten vorliegen, beachtet beispielsweise Geburtstage und verschickt kleine Aufmerksamkeiten.

Vermeidet Fehler, die potenzielle Kunden verärgern könnten.

Wer einen Werbebrief oder eine Broschüre erhält, freut sich über die korrekte Schreibweise seines Namens. Lasst Drucksachen auf einem guten Papier drucken – das auch gern Recycling-Papier sein darf. Immer mehr Menschen reagieren negativ auf eine zu große Papierflut. Deshalb gilt, so viele Informationen wie nötig, so wenig überflüssiger Text wie möglich. Arbeitet mit Bildern, griffigen Slogans und kurzen Botschaften!

Offline-Marketing mit Erfolgsgarantie: Der persönliche Kontakt

Beim Neukontakt, etwa bei Messen, Ausstellungen und Events, steht ihr potenziellen Kunden direkt gegenüber.

Bei der sogenannten Face-to-Face-Kommunikation ist die zwischenmenschliche Komponente ein unschätzbarer Vorteil. Der Kunde weiß, mit wem er es zu tun hat.

Dafür seid ihr als Solo-Selbstständige und Freelancer allein zuständig.

Wenn ihr mit einem Team zusammenarbeiten, bringt eure Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter “auf Linie”.

Achtet auf eine kundenspezifische Ansprache. Setzt optische Highlights ein – zum Beispiel Halstücher, Ansteckbuttons oder Shirts in der Firmenfarbe. Im gleichen Stil können Werbeartikel und Drucksachen gestaltet sein.

Übrigens: Bei einem persönlichen Austausch kommt auch ein Klassiker wie die Visitenkarte wieder zur Geltung. Das handliche Format eignet sich perfekt für die wichtigsten Infos: Wer seid ihr, was bietet ihr, wie seid ihr erreichbar? Eine moderne Visitenkarte enthält die Domain UND eure Firmendaten – das Beste aus den beiden Welten Online- und Offline-Marketing!

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